schwere Entscheidung

Diskutiere schwere Entscheidung im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; Hallo zusammen, ich bin neu hier und würde gerne eure Meinung hören. Ich muß ein wenig ausholen: Hatte einen Hahn, der sehr zutraulich war, der...

  1. Luna56

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    Hallo zusammen, ich bin neu hier und würde gerne eure Meinung hören. Ich muß ein wenig ausholen: Hatte einen Hahn, der sehr zutraulich war, der aber letzte Woche gestorben ist. Wie traurig ich darüber bin, brauch ich wohl keinem zu sagen. Vor ca einem halben Jahr hab ich eine Henne gekauft, damit Charly wieder Gesellschaft hatte . Die beiden haben sich super verstanden, nur leider mag die Henne mich nicht besonders und hat viel Angst vor mir. Ich habe alles, wirklich alles versucht um ihr Vertrauen zu gewinnen, leider erfolglos.Jetzt stellt sich mir die Frage: was mach ich? Hoff ich weiter darauf, das sie etwas zahmer wird und kauf einen neuen Hahn, oder verkauf ich meine Chika? Was mir allerdings auch schwer fallen würde.Ich weiß, dass ihr mir nicht die Entscheidung abnehmen könnt, aber es wäre mir wichtig zu hören, was ihr in der Situation tun würdet.Lieben Dank !!
     
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  3. WHasse

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    Wie alt ist den die Henne? Vielleicht kannst du ja auch einem "Gebrauchtvogel" eine schöne Heimat bieten und so den schweren Verlust für dich und deine Henne kompensieren.
     
  4. Luna56

    Luna56 Neues Mitglied

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    Sie ist ca 4 Jahre alt. Klar würde ich auch einen " gebrauchten " (doofes Wort) nehmen.
     
  5. #4 Tierfreak, 8. Mai 2013
    Zuletzt bearbeitet: 8. Mai 2013
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    Hallo Luna56,

    herzlich Willkommen hier im Forum :zwinker:.

    Ist denn bekannt, woran der Hahn verstorben ist ? Nicht dass eine ansteckende Krankheit Grund dafür war, die Chica und einen evtl. neuen Partner ebenfalls heimsuchen könnte.

    Ansonsten würde ich wohl auch einfach wieder einen neuen, vom Alter her passenden Hahn suchen und Chika behalten. Zum einen lassen sich nicht so auf den Menschen fixierte Tiere, wie deine Chica, viel leichter neu verpaaren und solche Tiere machen auch kaum eifersuchtbedingte Probleme, im Gegensatz zu total zahmen, auf den Menschen fixierten Tieren, wo es sehr häufig zu Problemen kommt (Bisse und Übergriffe aus Eifersucht, mangelndes Interesse oder gar Übergriffe auf einen vorhandenen potenziellen Partnervogel usw.).
    Daher ist es generell sogar besser, die Tiere nicht zu sehr auf den Menschen zu fixieren und eher Wert auf Vertrauen und nur das nötiges Händling für den täglichen Umgang zu legen und die Tier ansonsten nicht zu sehr zu betüddeln.


    Was genau hast du denn schon versucht und wie äußert sich ihre Angst genau und vor allem, was ist kurz zuvor genau geschehen, bzw hast du getan und was Chica ?
    Wie weit duldet sie dich derzeit oder lässt sie sich händeln ?

    Je genauer uns du dazu eine Beschreibungen geben kannst, um so besser können wir dich beraten, wo evtl. der Haken liegen könnte.
    Videos von solchen Situationen sind hier natürlich noch besser, falls möglich, weil wir dort vielleicht Kleinigkeiten entdecken können, die du evtl. noch nicht erkannt hast, die aber von Bedeutung sein könnten.
    Oft sind es halt nur ganz kleine Anzeichen per Körpersprache, die der Vogel setzt und womit er uns gewisse Dinge mitteilen möchte, die man schnell auch mal übersehen kann.

    Die Beachtung der Körpersprache ist ein äußerst wichtiger Schlüsselpunkt, wenn man das Vertrauen zu einem Tier erlangen möchte.

    Viele Halter achten meist aus Unwissenheit nicht wirklich darauf und übergehen so wichtige Signale, die der Vogel setzt, wodurch das Vertrauen sich dann auch nicht wirklich aufbauen kann.
    Aus diesem Grund ist es ungemein wichtig, sich zunächst mit der Körpersprache intensiv auseinander zu setzten, damit man je nach Situation überhaupt entscheiden kann, wie man dann im Einzelnen weiter vorgehen kann oder ob erst mal ein Schritt zurück besser wäre, um die vom Vogel evtl. gesetzte Distanzschwelle zu achten und ihm Sicherheit zu geben.

    Du kannst ja mal hier schauen, dort findest du z.B. eine recht ausführliche, mit Bildern und Videos unterstützte Zusammenstellung zur Körpersprache, die sicher diesbezüglich schon mal etwas weiterhelfen könnte.
     
  6. Luna56

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    Hallo Manuela, erstmal herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort.Charly hatte Aspergillose, was sich leider in den letzten Monaten drastisch verschlechterte, er war immer in ärztlicher Behandlung . An seinem letzten Tag hat Frau Dr. Gerlach 1,5 Std alles versucht, leider vergebens und er mußte eingeschläfert werden. Chika war vom ersten Tag sehr ängstlich, was menschen betrifft. Sie kam aus einer ziehmlich schlechten Haltung, wo sie ihr Leben allein in einer gammeligen Außenvoliere fristet. Sie hat sich ganz schnell Charly angeschlossen, nur von mir wollte sie nichts wissen.Sie läßt sich nicht anfassen, was so manche Dinge erschwert.Wenn man ihr zu nah kommt, im Freiflug sucht sie sofort das Weite, in der zimmervoliere flattert sie gleich los.Was hab ich alles gemacht:sehr viel mit ihr gesprochen, darauf geachtet, das ich ihr nicht in die Augen schau, hab Stunden neben dem Käfig gesessen, bei ihr gegessen, geredet, gesungen, einfach alles. Was sie gerne macht ist flöten, und das kann ich leider nicht, kriege nur seltsame Geräusche raus. Aber jeder Besuch wird von mir angehalten zu pfeifen und sie pfeift dann zurück.Hab mir Trillerpfeifen gekauft, aber das ist nicht das selbe. Ich hab ihr alles tolle zu essen angeboten, sie nimmt nichts von mir. Mittlerweile , wenn ich ihr was tolles auf ihre Sitzstange lege und mindestens 1 m weggehe, holt sie es sich. Erschwerd kommt dazu, das sie seit Charly tot ist sehr schlecht frißt, klar sie trauert genauso.Ich habe mich eigentlich jetzt entschieden, ich werde sie behalten und in ein paar Wochen mich um einen neuen Hahn bemühen.Es würde nur so einiges erleichtern, hätte sie nicht so eine große Angst.Liebe Grüße Elke
     
  7. #6 Manfred Debus, 8. Mai 2013
    Manfred Debus

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    Hallo Elke!
    Ich habe zwar keine Graue, aber ich denke mir einmal, wenn sie sich nun
    schon einmal etwas holt, was Du ihr auf die Sitzstange gelegt hast, und Du einen
    Meter Abstand hast, ist das doch schon mal ein Schritt nach vorne.
    Ich würde sie auch behalten, und immer wieder alles versuchen, um ihr
    Vertrauen zu gewinnen. Irgendwann klappt es bestimmt.

    LG.
    Manni!
     
  8. Luna56

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    Hallo Manni, ja das denke ich auch. Ein kleiner Schritt, aber immerhin!! LG Elke
     
  9. Mäxle

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    Hallo Luna,

    es ist sehr schwer dir da einen Tip zu geben.
    Wenn heute mit meinen Maxi was wäre dann weiß ich nicht ob und wie ich reagieren würde.
    Wir haben das gleiche wie du,unsere Henne Mary, kannst du auch nicht händeln. Mann darf ihr was geben,das nimmt sie an,und wir können sie auf einem Stück Sisalseil in die Aussenvoliere tragen,aber sonst kannst du sie nicht anfassen.
    Sie wurde in der Vergangenheit geschlagen und was sonst noch wissen wir nicht. Mein Mann darf sie ab und zu mal auf denn Arm nehmen.
    Sie ist sehr stark Männer geprägt,da eine Frau sie wohl mißhandelt hat. Soviel konnten wir auswendig machen,wir sind schon die 4-5 Familie. Heute morgen hat meine große Tochter ,sie ist 19, sie in die AV getragen und mußte trotz Seil einen sehr schmerzhaften Biss mit viel Blut in kauf nehmen. Auch wenn ich weiß warum,aber wenn deine 19 jährige Tochter dann weinent vor dir steht und du erst mal ne ganze Weile brauchst um die Blutung zu stillen ,dann fragt man sich schon ob sie es nie kapiert das wir es so gut mit ihr meinen.

    Ich glaube das man immer einen hat der einem etwas mehr am Herzen liegt,bei uns ist es Max,wir haben ihn 9 Monate lang,als wir ihn sehr krank bekammen, intensiv gepflegt.

    Sehr schwere Entscheidung,aber gerade die "gebrauchten "Vögel haben ihre Vorgeschichten und sind sehr oft geprägt durch Ereignisse die sie erlebt haben.Es kann dir dann eventuell beim zweiten Vogel ähnlich gehen.

    Liebe Grüße Petra
     
  10. #9 vögelchen3011, 8. Mai 2013
    vögelchen3011

    vögelchen3011 Guest

    Hallo,

    wie kann ein Vogel geschlagen werden? Der würde doch von der "Stange" fallen und nicht wieder aufstehen:k:?8o:?
     
  11. #10 Tierfreak, 8. Mai 2013
    Zuletzt bearbeitet: 9. Mai 2013
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    Hallo,

    sehe ich auch so, darauf lässt sich bestimmt weiter aufbauen, wenn es auch Geduld braucht.
    Luna, beobachte Chica möglichst genau, wenn du dich ihr näherst, sobald du das kleinste Anzeichen erkennen kannst, dass es ihr nicht behagt, geh besser einen Tick zurück, bis sie sich wieder entspannt, damit sie merkt, dass du sie auf keinen Fall bedrängen möchtest und ihre angezeigte Distanzschwelle akzeptierst.
    Wenn du ihr das Leckerchen hingelegt hast und sie es sich holt, lob sie am besten immer sofort mit den gleichen Worten (z.B. gut oder fein).


    Ich würde zusätzlich mal folgendes versuchen, damit Chica deine Annäherung ebenfalls nach und nach positiv verknüpft:

    Montier zusätzlich mal ein kleines Schälchen gut erreichbar vorn an dem Käfig, welches deine Chika von innen gut erreichen kann und welches so platziert ist, dass du von außen im Vorbeigehen leicht ein Leckerli reinfallen lassen kannst.

    Wenn du am Käfig entlang gehst, lass ein besonders beliebtes Leckerli hineinplumsen und entfern dich dann gleich wieder langsam und behutsam.
    Sobald Chica hingeht und es nimmt, lob sie wieder direkt mit immer dem selben Wortlaut. Mit diesem Wort makierst du quasi das Verhalten, was du besonders fördern möchtest (in diesem Fall zunächst, dass sich das Leckerli nimmt und sich somit automatisch auch nach vorn traut und annähert). Aus diesem Grund nennt man so eingesetzte Leckerlis auch in Fachkreisen Verstärker.

    Achte dabei auch immer genau auf die Körpersprache und wenn du merkst, dass der Vogel entpannt bleibt, kannst du auch nach und nach immer näher dabei stehen bleiben.
    Weicht Chica aber zurück, geh wie schon erwähnt besser wieder einen Schritt zurück, bis sie wieder entspannt ist. Die Distanz wird dann mit der Zeit ganz von allein immer kürzer werden.
    Mit Geduld und Feingefühl wird der Vogel dann irgendwann zügig und freudig das Leckerli erst aus dem Schälchen und später evtl. auch aus der Hand nehmen und nicht mehr gleich reißaus nehmen.
    Das Ganze dauert natürlich seine Zeit, aber die Geduld lohnt sich bestimmt :zwinker:.
     
  12. Mäxle

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    Hallo Vögelchen,

    die Frage war jetzt ein Scherz? oder`?
    Du hättest mal unsere Mary am Anfang erleben müßen wenn einer von uns ihn ihrer Anwesenheit,ein Zewa,ein Geschirrtuch ,ein Spültuch,ein Stoff, egal was, in die Hand nahm,sie griff jeden sofort heftig an.
    Wir haben das in denn Griff bekommen indem wir immer ein Leckerchen zur Hand hatten(überall standen kleine Schälchen), das hieß eine Hand das Geschirrtuch in der anderen Hand parallel das Leckerchen geben.So verlor sie die Angst vor allem was Stoff oder Tuch ist.

    Vor denn Händen hat sie immer noch Angst,sie zittert und hat große Angst davor. Da sie sich aber mit einem Stück Sisalseil in die AV tragen lässt ist es doch o.k.
    Sie ist wie sie ist,sie wird schon kommen wenn sie will.

    Liebe Grüße Petra
     
  13. #12 Marion L., 9. Mai 2013
    Marion L.

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    Es reicht ja, wenn gegen den Käfig oder die Voliere geschlagen wurde!
    Der Streß für das Tier, war derselbe. Vielleicht immer, wenn das Tier lauter wurde und still sein sollte? Ich habe einmal einen Grauen erlebt, der auf dem Fußboden stand. Sagte er etwas, wurde er zugedeckt. Meldete er sich weiterhin, wurde dagegengetreten.
    Wir haben damals den Vogel abgekauft, für teures Geld. Ich konnte ihn in eine Gemeinschaftsvoliere vermitteln. Lange Zeit geriet er in Megapanik, wenn er etwas aus Stoff flattern sah und nur die Tatsache, daß er in dieser großen Außenanlage viele Rückzugsmöglichkeiten hatte, hat aus ihm inzwischen einen relativ normalen Vogel gemacht.
    Es gibt aber immer noch bestimmte Knallgeräusche, die ihn an das GITTERTRETEN erinnern. Er zittert dann und klettert auf den höchsten Ast.
    Ihn soweit zu normalisieren hat immerhin 6 Jahre gedauert und 5 normale Graue in seiner Voliere, von denen er sich alles abschauen konnte.
    Geduld und Verständnis und viel Liebe gehören dazu. Also--- DURCHHALTEN---

    MfG
    Marion L.
     
  14. Mäxle

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    Hallo Marion,

    das werden wir. Wir haben doch unsere kleine Prinzessin schon soo sehr ins Herz geschlossen.
    Wir bekammen sie ,und sie war vorne, und an denn Schwingen komplett gerupft, mittlerweile fliegt sie wieder toll und ist bis auf eine Stelle vorne wieder befiedert. Wenn wir sie so sahen haben wir ihr immer gesagt das sie eine ganz hübsche ist, eben unsere Prinzessin.

    Liebe Grüße Petra
     
  15. Luna56

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    Danke für den Tip, werde ich gleich umsetzen.Sie sitzt auch oft da und "bettelt" sitz fast waagerecht, schlägt in kleinen Bewegungen mit den Flügeln.Am anderen Ende der Stange, weit weg, aber sie macht es. Auch wenn ich nicht weiß was sie von mir möchte. So hat sie immer Charly animiert, sie zu krabbeln.LG Elke
     
  16. Luna56

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    Hallo Petra, ja ich kann das gut verstehen und auch, das dir deine Tochter ganz doll leid tut.Ist dein Max alleine? LG Elke
     
  17. #16 Marion L., 9. Mai 2013
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    Marion L. Foren-Guru

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    Hey, Petra
    da seid ihr doch auf dem richtigen Weg. Die kleine Prinzessin hat wieder Federn und fliegt!!!! Das alleine ist doch schon ein super Erfolg. Sie weiß genau, ihr meint es gut mit ihr. Sie fühlt sich wohl. Ihr werdet euch noch näher kommen, bestimmt. Wird halt noch viel Arbeit sein. Sie kann euch ja nicht erzählen, was ihr alles so geschehen ist. Ihr könnt es euch nur denken, fühlen.
    Ihr macht das toll. Laßt ihr Zeit.
    LG
    Marion L.
     
  18. #17 CocoRico, 9. Mai 2013
    CocoRico

    CocoRico † 7. Juli 2016

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    Hallo Vögelchen,

    es gibt etliche Halter, die tatsächlich ihre Papageien schlagen. Man fragt sich dann immer, warum der Mensch dazu in der Lage ist und vor allem, warum macht er das? Oftmals ist es einfach der Grund, dass der Mensch gebissen wurde und meint, man müsse nun den Papagei bestrafen ohne über das Wie nach zu denken.

    Auch ich habe hier einen vom Vorbesitzer geschlagenen Graupapagei sitzen. Er wurde damals mit einem Ast geschlagen, die Gründe, kenne ich natürlich nicht. Aber Anfangs hat er immer Panik vor uns gehabt, wann immer wir nur an ihm vorbei gegangen sind. Diese Zeit ist vorbei und wir haben damals genau 3 Monate benötigt, um ihm zu zeigen, der Ast bereitet ihm keinerlei Schmerzen zu, wenn er drauf steigt. Aber nicht nur Äste waren der Horror für ihn, sondern auch Handschuhe. Es kam daher, dass er zwangsgebadet wurde. Gepackt mit Lederhandschuhe, ins Waschbecken getan und er musste baden.

    Heute liebt es Pauli, wenn man ihn mit einem Blumensprüher duscht.

    Für mich und etliche Halter, gibt es aber absolut keine Gründe, um überhaupt ein Tier zu schlagen. Das ist das allerletzte, was man seinen wehrlosen Tieren antun kann!



    Hallo Elke,

    wie du sehen kannst, habe ich hier den Pauli sitzen, der nicht nur geschlagen wurde, sondern eben auch ein sog. Wanderpokal ist. Männer hat er gleich akzeptiert, bei Frauen benötigt er Zeit. Pauli hat bei mir etliche Jahre (ca. 5 Jahre) gebraucht, bis er zu mir ein richtiges Vertrauen aufgebaut hat. Mir persönlich ist es egal, wie lange Pauli noch benötigt, um mir 100 %ig zu vertrauen. Ich bin einfach nur froh, dass ich ihn händeln kann, wenn wir z.B. spontan zu einem Tierarzt fahren müssten.

    Baue dir einfach ein Vertrauensverhältnis Schritt für Schritt auf. Spreche leise mit deinem Grauen, lobe ihn, wenn er lieb gewesen ist, versuche mit ihm zu spielen oder ihm Dinge zu geben, die er gerne mag und sei es nur eine Papprolle, die er in 1000 Teile zerrupfen kann und lobe ihn hinterher, wenn du seine "Sauerei" wieder putzen tust. Ganz einfach mit den Worten "hast du toll gemacht".

    Und vor allem, habe Geduld und überlasse es ihm wie schnell er dir vertraut und sei es Jahre. Habe keine Erwartungshaltungen gegenüber deinem Grauen.

    Sollte er dich mal beißen, weil du unvorsichtig gewesen bist, nicht autsch oder ähnliches sagen, sondern die Zähne zusammen beißen. Strafe ist schon genug, wenn du ihn für ein paar Minuten in die Voliere tust.

    Noch etwas, gehe nie in schnellen Schritten auf den Papagei zu oder an ihm vorbei. Stelle die Voliere so auf, dass er jeden sehen kann, der in dessen Raum kommt, damit er nicht erschrickt. Also Sicht zur Türe hin. Und sollte die Voliere doch woanders stehen, weil es eben nicht anders geht, dann spreche dabei während du ins Zimmer gehst.

    Auch wenn er z.B. ein Stück Apfel futtert und er diesen ordentlich fressen tut, lobe ihn.

    Sollte er sich mal für Sekunden z.B. am Oberschnabel anfassen lassen, lobe ihn in höchsten Tönen.

    Pauli hat bei mir tgl. meine Coco sehen können wie ich sie behandle. Denke, dass das auch gut getan hat, sein Vertrauen zu mir aufzubauen.

    Heute sind wir soweit, dass er mich verfolgt oder auch zu mir auf das Sofa klettert und einfach da sitzt und mich beobachtet oder mich fragt, was ich mache. Ich darf ihn mittlerweile auch streicheln, wenn es auch nur der Kopfbereich ist, aber den Zeitpunkt überlasse ich ihn. Ich würde niemals meinen Pauli dazu bedrängen, denn mit einem Schlag wäre unser Vertrauensverhältnis kaputt.

    Geduld, Feingefühl und das erkennen der Körpersprachen seiner Papageien ist absolut wichtig. Manu (Tierfreak) hat hier im Forum auch einige Bilder dazu eingestellt, woran ein Halter erkennen kann, was der Papagei gerade ausdrückt und das sollte man dann auch beachten.

    Lasst euch also einfach die Zeit, die ihr benötigt, um ein gutes Vertrauensverhältnis aufzubauen. Nicht alle Papageien benötigen dazu Jahre - misshandelte Papageien aber schon.
     
  19. Luna56

    Luna56 Neues Mitglied

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    Hallo Monika, danke für s Mutmachen.Ich hab ja auch Geduld mit ihr und auch keine Erwartung. Ich denke nur,es wäre vieles einfacher, vor allem für sie. Sollte ein Tierarztbesuch nötig sein, kriegen wir beide Streß. Freiwillig würde sie nicht in den Transportkäfig gehen. Und das würde ich ihr gerne ersparen.Liebe Grüße Elke
     
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  21. #19 CocoRico, 9. Mai 2013
    CocoRico

    CocoRico † 7. Juli 2016

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    Hallo Elke,

    da kann ich dir nur raten, den Transportkäfig einfach irgendwo hinzustellen, wo sie ihn jederzeit sehen kann. Evtl. auch ein paar Obststücke oder ihr Lieblingsfutter oder Spielsachen reinlegen, damit sie Vertrauen dazu bekommt.

    Ich finde es auch wichtig, dass man einem Papagei beibringt, auf einen Ast zu steigen, um diesen dann in Notfällen irgendwo hin transportieren kann. Das kann zu einem Spiel werden wie ich es eben auch mit Pauli gemacht habe. Einfach aufsteigen lassen, durch die Wohnung laufen, ihr Dinge zeigen und irgendwo wieder absetzen. Dies einige Zeit machen, dann eben auf dem Transportkäfig absetzen lassen, dann in den Transportkäfig rein, aber die Türe auf lassen, damit sie jederzeit raus kann und dann eben auch mal rein und Türe für wenige Minuten schließen. Und immer an das loben denken.

    Mach so eine stressige Situation wirklich zu einem Spiel und so lernt sie eben auch, dass der Transportkäfig eben nichts schlimmes zu bedeuten hat.

    Viel Erfolg und vor allem ihr immer Zeit lassen und üben, üben und nochmals üben.
     
  22. #20 Kirsten63, 9. Mai 2013
    Kirsten63

    Kirsten63 Daumendrücker für Lotte

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    "Vögelchen", unser erster Grauer aus schlechter Haltung (leider schon verstorben), wurde zwar nicht geschlagen aber dafür mit Stöcken gestochen, wenn er mal Laut war(ist auch eine Art von Schläge), eines von vielen Dingen, wo er drunter zu leiden hatte.
    Ihn konnten wir nie mit einem Ast transportieren, da hatte er Panik vor, verständlicher weise. Wir haben dann so einiges ausprobiert und geklappt hatte es dann mit einer Holzleiter. Die hat er geliebt. Damit ließ er sich dann auch gerne herumtragen.
     
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