Schweres Atmen und Schwanzwippen, was soll ich tun?

Diskutiere Schweres Atmen und Schwanzwippen, was soll ich tun? im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo zusammen, seit Sonntag haben wir zwei Nympfensittiche zur Pflege bei uns. Einer davon bereitet uns große Sorgen. Er atmet manchmal (nicht...

  1. Nicky

    Nicky Guest

    Hallo zusammen,

    seit Sonntag haben wir zwei Nympfensittiche zur Pflege bei uns. Einer davon bereitet uns große Sorgen. Er atmet manchmal (nicht ständig) sehr schwer mit offenem Schnabel, als ob er sehr schlecht Luft bekommt. Wir suchten im Internet nach Krankenheiten mit diesen Symptomen und lasen, dass es gefährlich wäre, wenn er mit den Schwanz dabei wippt. Das tut er leider auch.

    Ich weiss gar nicht, was ich machen soll. Es ist nicht mein Vogel und ich habe überhaupt keine Vogelerfahrung.

    Meine Kollegin (Ihr gehört der Piepmatz) sagte, dass er Astma hat. Nach dem Fliegen kriegt er noch weniger Luft. Dann erfuhr ich von jemand anderen, die den Vogel auch kennt, dass er schon seit Monaten so schlecht atmet. Das ist nicht erst seit den letzten drei Tagen so. Niessen tut er ausserdem oft.

    Nur wir machen uns Sorgen, weil ich auch nicht will, dass er von der Stange kippt. Meine Kollegin wäre sooo traurig :traurig:

    Kennt jemand diese Symptome und kann mir mehr erzählen? Ich versuchte auch schon den ganzen Tag bei Tierärzten anzurufen, nur entweder sie haben heute zum Mittwoch geschlossen oder es geht keiner ans Telefon. Nun bin ich extra zeitig von der Arbeit nach Hause gefahren um auf den kleinen aufzupassen.

    Was vielleicht noch wichtig wäre zu sagen ist, dass er sonst total viel singt, gesund aussieht, herumfliegt und im Käfig umherklettert. Wenn ich mich aber nähere, fängt er plötzlich wieder an, schwer zu atmen. Hat er Angst vor mir? Oder vor der neuen Umgebung? Sollte ich darauf achten, dass es im Zimmer nicht zu warm und stickig ist.

    Ich hoffe, mir kann schnell jemand helfen, damit ich ihn am Sonntag heile und gesund wieder abgeben kann.

    Viele Grüsse
    Nicky
     
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  3. EdHunter

    EdHunter Foren-Guru

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    Hallo Nicky!

    ich wuerde auf jeden Fall nochmal versuchen, ob Du einen Tierarzt erreichen kannst. Schau mal oben in der Leiste unter Adressen -> Vogeldoktor, da stehen Tieraerzte (auch mit Sprechstundenzeiten). Vielleicht kannst Du ja da was erreichen.

    Wo wohnst Du denn?
     
  4. Nicky

    Nicky Guest

    Hallo EdHunter,

    ich wohne in München. Habe gerade noch ein paar Tierärzte erreicht, nur keiner macht Hausbesuche bzw. ist der Weg zu weit 8( Ich traue mich nicht, den Vogel in einen Schuhkarton zu stecken, da keucht er ja vor lauter Angst noch mehr. Ausserdem ist der Käfig viel zu groß. Der würde nicht mal in mein Auto passen.

    Ach menno ... armer Piepmatz
     
  5. Federmaus

    Federmaus Nympherlsklavin

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    Hallo Nicki :0-


    Rufe in der Klinik (Geflügelinstitut) in Oberschleißheim an 089/21806070 oder 089/218060-82. Und versuche heute noch einen Termin zu bekommen.


    Du kannst ganz einfach einen Karton mit Sitzstange und so umbauen und am besten gleich beide mitnehmen.


    Ich hänge Dir ein Bild an.
     

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  6. Nicky

    Nicky Guest

    Hallo Federmaus,

    bei dem Geflügelinstitut habe ich auch schon angerufen. Nur der Herr am Telefon konnte mir überhaupt nicht helfen, weil er erstens kein Arzt war und zweitens ganz neu dort ist und nicht wirklich wusste, was zu tun ist.

    Danke für das Foto. Ich werde versuchen soetwas zu basteln, damit ich ihn transportieren kann.

    Noch eine Frage: Werden Vögel ruhiger, wenn sie krank sind? Der kleine nämlich tollt und zwitschert herum, als ob überhaupt nichts wäre. Seit ich zu Hause bin tut er sich auch nicht so schwer mit Atment wie gestern abend. Man könnte meinen, er wäre kerngesund. Soll ich bis Sonntag warten, bis ihn die Besitzer wieder abholen? Da er das schon seit Monaten hat, kann es dann jetzt noch schlimmer werden?
     
  7. Federmaus

    Federmaus Nympherlsklavin

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    Hallo Nicky :0-


    Wenn Du die Möglichkeit hast gehe mit Ihm zum Arzt, sicher ist sicher.


    Soweit ich weiß hat immer ein Arzt Notdienst und ist erreichbar. Ist ja eine Fachklinik für Vögel.
     
  8. Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Hallo Nicky,
    So ist es. Wenn ein Vogel beim Atmen mit dem Schwanz wippt, ist es Alarmstufe rot. Das heißt nichts anderes als schwere Atemnot.
    Das mit dem Asthma möchte ich mal bezweifeln. Es ist nicht ausgeschlossen, aber sehr selten. Wer hat denn das diagnostiziert? Oder ist es die laienhafte Meinung Deiner Kollegin? Ich tippe zu 60% auf eine Aspergillose, zu 30% auf Luftsackmilben und zu 10% auf eine bakterielle Atemwegsinfektion. Deshalb darf auf keinen Fall auf Verdacht mit einem Antibiotikum behandelt werden, bevor der Erreger feststeht. Bei Aspergillose wäre das nicht nur nutzlos, sondern fatal (Auch dann, wenn es ohne Untersuchung von einem unfähigen Tierarzt empfohlen werden sollte!). Es müssen ein Trachealabstrich und eine Röntgenaufnahme gemacht werden, und zwar von einem der seltenen Gattung "vogelkundiger TA". An der Röntgenaufnahme kann man Aspergilloseverschattungen sehen, und ein kundiger Interpret von Röntgenbildern kann sie auch sehr gut von bakterieller Lungenentzündung unterscheiden. Der Trachealabstrich (Nicht: Kropfabstrich!!) muß im Labor untersucht werden. Bis dahin kannst Du ihn mit einem Pari-Boy mit physiologischer Kochsalzlösung inhalieren lassen, oder mit Emser Salz oder mit Kamillan. Das erleichtert die Atmung erstmal, ist aber rein symptomatisch. Über die Inhalation mit einem Pari-Boy und die Inhalationsbehandlung der Aspergillose mit Imaverol habe ich in folgendem Thread mal was geschrieben:
    http://www.vogelforen.de/showthread.php?t=68025&highlight=Imaverol
    Natürlich ist es richtig, daß Ihr Euch Sorgen macht und schnell was unternehmen wollt. Es ist sogar notwendig. Aber es kann einem schon das Messer in der Tasche aufgehen - die "nette Kollegin" hat ja wohl eine erhebliche Aktie an dem Zustand, wenn sie sowas wochen- oder monatelang ignoriert und pauschal als "Asthma" bezeichnet hat. Der solltest Du nach Rückkehr mal kräftig den Marsch blasen. Einen erkennbar kranken Vogel einem nicht vogelerfahrenen Urlaubspfleger zu überlassen, ist sowohl gegenüber dem Vogel als auch gegenüber dem Urlaubspfleger absolut unakzeptabel! Hier zeigt der Urlaubspfleger weit mehr Verantwortungsbewußtsein als der Vogelhalter!
    Siehe oben. Die Symptome sind nicht eindeutig. Es muß untersucht werden. Angst vor unbekannten Personen und Streß können die Symptome verstärken, sind aber hier mit Sicherheit nicht das einzige Problem. Achte darauf, daß das Zimmer nicht zu stickig ist und die Luftfeuchtigkeit nicht zu gering. Aber das alles heilt nicht, das sind nur Linderungsmaßnahmen.
    Nett gedacht, aber so schnell wird das sicher nichts. Die Behandlung kann langwierig werden. Eine Heilung an einem Tag würde an ein Wunder grenzen.

    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  9. #8 Distelfink Piep, 21. Oktober 2004
    Distelfink Piep

    Distelfink Piep Guest

    @Thomas

    Du weiß ja nicht, bei welchem TA der Vogel vielleicht in Behandlung war und ein nicht fachkundiger TA vielleicht Asthma diagnostiziert hat, sodaß der Halterin des Vogels gar kein Vorwurf gemacht werden kann. Dein Engagement für Tiere in allen Ehren, aber Du bist hier schnell dabei, ein Urteil über einen völlig unbekannten Menschen zu fällen, wo Du gar keine nähere Kenntnis bzgl. des Falles hast. Nicht jeder Vogelhalter weiß, daß ein TA in einer Kleintierpraxis sich mit Vögeln häufig nicht gut auskennt und daher Fehler machen kann (was ja oft genug vorkommt). Also bevor ich da jemandem den Marsch blasen lasse, frage ich doch erstmal den Halter selbst, und die Gute ist ja im Moment im Urlaub.

    Was nun die Erkrankung des Vogels betrifft, so kann man nicht ausschließen, daß er wirklich Asthma hat, aber selbst dann müßte es doch Möglichkeiten geben, ihm zu helfen, das Atmen zu erleichtern? Thomas hat ja schon ein paar Tipps geschrieben. Wenn Infektionen, Aspergillose oder LSM der Ursprung allen Übels sind, so läßt sich das durch vogelkundige TA feststellen. Daher bleibt Dir wirklich nur der Gang zum TA und eine daran angschlossene vernünftige Behandlung, damit hat Thomas völlig recht.
     
  10. #9 Herbert Wahl, 21. Oktober 2004
    Herbert Wahl

    Herbert Wahl AZ-Nr: 47039

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    Hallo Nicki,

    ich tippe auf Luftsackmilben und empfehle Dectomax, 1 Tropfen in den Nacken.
     
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  12. #10 Distelfink Piep, 21. Oktober 2004
    Distelfink Piep

    Distelfink Piep Guest

    @Herbert

    Ich tippe auch darauf, aber ich bin a) kein Mediziner und b) kommen durchaus auch noch andere Erkrankungen infrage. Das ist wie beim Lotto: Ich tippe sechs Zahlen, davon wird manchmal keine gezogen... ;) Ohne gründliche Untersuchung kann man nur Vermutungen äußern. Eine Behandlung auf LSM ist nur dann angebracht, wenn es sich tatsächlich um solche handelt. Eine Verdachtsbehandlung belastet den Vogelorganismus völlig überflüssiger Weise. :nene: Meinst Du nicht auch?
     
  13. #11 Herbert Wahl, 22. Oktober 2004
    Herbert Wahl

    Herbert Wahl AZ-Nr: 47039

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    Hallo Piep,

    Untersuchungen durch den Tierarzt belasten auch und bringen oft nix. Meine Vögel haben alle die Behandlung sehr gut vertragen. Vorher kranke Kanarien haben am nächsten Tag wieder gesungen.
    Lange Diskussionen im Forum verzögern die Behandlung.
    Bei mir hätte der Vogel längst einen Tropfen im Nacken und wenn's am nächsten Tag besser ist auch gleich der Kontaktvogel.
    Wenn nicht geht's zum Tierarzt (nach Rücksprache mit dem Besitzer).
    Ich muss natürlich sagen, dass das anders aussieht, wenn man das Dectomax nicht wie ich in der Thermoskanne schon zu Hause hat.
     
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