Selbstmord bei Wellihenne durch Aufbeissen des Lipoms!!!

Diskutiere Selbstmord bei Wellihenne durch Aufbeissen des Lipoms!!! im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hi all 50 - 60 dicke Blutstropen im Sand, am Salat an Zweigen überall ... ... seit 7.15 Uhr; Blutung hat aufgehört, aber Vogel sitz mit...

  1. #1 ole olesson, 13. Januar 2004
    ole olesson

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    Hi all

    50 - 60 dicke Blutstropen im Sand, am Salat an Zweigen überall ...

    ... seit 7.15 Uhr; Blutung hat aufgehört, aber Vogel sitz mit teils geschlossenen Augen auf der Stange und beweegt sich kaum.

    Wie lange dauert das, bis sie es "geschafft" hat?
     
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  3. #2 ole olesson, 13. Januar 2004
    ole olesson

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    Sie lebt noch und hat gerade dem zu ...

    Moin all

    ... zudringlichen Hahn derbe eins verpasst.

    Ich hoffe also, Entwarnung geben zu können und melde mich heute nachmittag nach der Arbeit noch einmal, wie es ausgegangen ist!

    PS:

    Es sind genau 64 teils sehr dicke Blutstropfen zu finden.

    Ein Welli scheint also doch etwas mehr Blut zur Verfügung zu haben, als ich dachte, denn bei der Menge hätte sie eigentlich ausgeblutet von der Stange fallen müssen ...

    Ich halte es zwar für sicher, dass sie es selber war (hat sie schon mal gemacht*), habe sie aber trotzdem für heute vereinzelt!

    Die einzige TÄ hier am Ort will das Lipom nicht operieren (statt dessen einschläfern), da es ja ohnehin wiederkehrt, also bleibt nur abzuwarten, bis sie sich irgendwann einmal ein bisschen zu viel abzapft.

    Wie kann man die Blutneubildung beim Welli eigentlich unterstützen?
     
  4. #3 nur einmal, 13. Januar 2004
    nur einmal

    nur einmal Guest

    operieren!

    Dr. med. Martin Schäfer, Facharzt für Chirurgie


    Was sind Weichteiltumoren?

    Tumor bedeutet in der Medizin zunächst nur Schwellung oder Gewebsneubildung und sagt nichts darüber aus, ob diese gut- oder bösartig ist. Gutartige Neubildungen der Weichteile sind relativ häufig.

    Besonders oft kommen folgende gutartige Tumoren vor:



    Lipom: gutartige Neubildung des Fettgewebes


    Fibrom: gutartige Neubildung des Bindegewebes


    Atherom: Dieser gutartige Tumor heißt im Volksmund auch Grützbeutel. Er bildet sich durch abgestorbene Hautzellen, die in der Nähe einer Talgdrüse verblieben sind.


    Daneben gibt es zahlreiche andere, seltenere Neubildungen wie beispielsweise Neuro-Fibrom, Akanthom oder Neurom.



    Wie entstehen diese Tumoren?

    Der genaue Entstehungsmechanismus ist wie bei allen Tumoren nicht bekannt. Man nimmt allerdings eine erbliche Neigung an.



    Wie zeigen sich solche Tumoren?

    Eine Schwellung ist das Hauptsymptom. Schmerzen bereiten solche Tumoren nur bei ungünstiger Lage, z.B. in der Nähe von Nerven.

    Lipome erscheinen als weiche oder prallelastische Knoten direkt unter der Haut, Fibrome als etwas derbere Neubildungen unter oder in der Haut. Atherome sind immer in der Nähe von Talgdrüsen lokalisiert (wie Nacken, Achsel).

    Gutartige Tumoren können stets leicht im Vergleich zum umgebenden Gewebe mit den Fingern verschoben werden.



    Wie diagnostiziert man Tumoren?

    Der Arzt kann oft mit einem Blick diese Tumoren erkennen. Eine genaue Diagnose lässt sich jedoch erst nach der operativen Entfernung durch eine feingewebliche (histologische) Untersuchung sichern. Eine spezielle Diagnostik vor der Operation ist nicht erforderlich.



    Wie werden solche Tumoren behandelt?

    Je nach Ort und Größe dieser Tumoren können sie in örtlicher Betäubung oder Vollnarkose entfernt werden. Da man die Ausdehnung vor dem Eingriff gut abschätzen kann, ist selten ein großer Schnitt erforderlich. Sicherheitsgrenzen spielen wegen der Gutartigkeit keine Rolle.

    Eine spezielle Weiterbehandlung ist nicht erforderlich, da es praktisch immer möglich ist, die Haut mittels einer Naht zu verschließen.

    Jeder entfernte Tumor wird in einem Labor feingeweblich (histologisch) untersucht, um sicherzustellen, dass es sich nicht doch um einen bösartigen Tumor handelt, der fälschlicherweise als gut diagnostiziert wurde.



    Gibt es Komplikationen und Risiken bei einer Operation?

    Der Eingriff an sich ist unkompliziert. Selten treten Blutungen, Infektionen und Gefäß- oder Nervenverletzungen sowie Wundheilungsstörungen auf.



    Wie ist die Prognose für die Heilung?

    Bei gutartigen Tumoren ist die Prognose sehr gut. Trotz Entfernung eines Lipoms besteht die Neigung an der gleichen Stelle erneut aufzutreten..




    Quellen
    G. Heberer, W. Köle, H. Tscherne: Chirurgie. Berlin, New York: Springer 1994.

    Der Chirurg. 71. Jahrgang. Berlin, Heidelberg: Thieme 2000.

    Redaktion Dr. med. Katharina Larisch

    Aktualisierung 06.10.2003
     
  5. Petra.S

    Petra.S Guest

    Hallo Ole,

    na ich glaube nicht, dass es sich in diesem Fall um ein Lipom handelt. Wie oft hat sie sich das Geschwür schon aufgebissen? Und wo befindet es sich? Zeig doch bitte mal ein Bild. Ich vermute eher, dass es sich um ein abgekapseltes wachsendes und gut durchblutetes Geschwür handelt. Lipome erzeugen eher selten Juckreiz oder Spannungsgefühl. Vielleicht so?:

    [​IMG]

    Bitte gib ihr mit der Pipette, oder Spritze ohne Kanüle, ein Gemisch aus Wasser, Amynin und Traubenzucker. Mischungsverhältnis 50 ml Wasser, 3 ml Amynin und einen halben Tell. Traubenzucker.
     
  6. #5 ole olesson, 13. Januar 2004
    ole olesson

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    Das wird schwierig, denn von mir nimmt sie nichts!!!

    Hi PetraS

    Nur von ihrn Kurti, der aber diesbezüglich fleissig ist, seid heute morgen ...

    Wenn sie es bis jetzt überstanden hat und genügend Flüssigkeit zu sich nimmt, wird sie es für dieses Mal wohl geschafft haben.

    Traubenzucker haben meine Vögel ständig am Start und wozu sollte ich Amynin geben?

    Bilder kann ich nicht zeigen, da ich keine Diggicam besitze und meine uralte Spiegelrelex, sowie eine Ritsch-Ratsch-Klick auch den Geist aufgegeben haben.

    Das Ding sitzt im unteren Brustbereich links (vor der Lipom-OP in 2000 saß es spiegelverkehrt genau rechts)* und hat die "neue" Eigenart, zwischenzeitlich immer mal wieder zu schrumpfen, wenn sie sich gezwungenermaßen viel bewegt ...

    * es sieht eigentlich aus, wie das auf Deinem Bild, nur dass es eben zapfenmässig entwickelt ist durch die Zu- und Abnehmerei

    Es stört sie definitiv, denn sie nestelt manchmal daran rum und beißt auch selber rein (jetzt das zweite Mal*). Beim ersten Mal waren es aber nur ca. fünf Blutstropfen, bevor ich mit Opas altem Rasieralaunstein anrücken konnte.

    Dieses Mal hatte ich gerade frischen Salat aufgehängt und ein Ei für die heute morgen frisch geschlüften Küken auf dem Herd aufgestellt. Als ich nach max. 5 - 10 Minuten zurückkam, war schon alles voller Blut.

    Laufen auf dem Boden ist ihr auch nur noch schwer möglich, weil das Ding ihr immer mit dem Bein überkreuz kommt. Fliegen und landen ist aber o.k.

    PS:

    In 2000 hat sie das aber nie gemacht und abgenommen hat sie zwischenzeitlich auch nicht, aber da habe ich sie ja auch recht schnell operieren lassen.

    Auch der damalige Operateur in Dortmund wollte nicht noch einmal dadran, denn schon beim erstem Mal wars haarscharf.

    Die Klinik hat in 2002 aber schon diagnostiziert, dass es sich wieder um ein Lipom handelt (auch wenn man es jetzt nicht mehr verschieben kann, dazu ist die Haut zu dick) ...

    Einschläfern lassen werde ich sie aber nicht, denn sie ist immer noch der Chefe in der Voli.
     
  7. Spatz1967

    Spatz1967 in dubio pro animale

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    Lipome werden auch öfters bepickt-speziell, wenn sie infiltrativ wachsen oder
    sich flächig ausbreiten und den Vogel behindern. Wenn der Allgemeinzustand
    Deines Vogels eine OP erlaubt, finde ich schon,Du solltest einen Versuch der Entfernung
    unternehmen lassen-ich sehe einen Unterschied darin,ob man den Vogel gegebenenfalls
    (wenn die Entfernung nicht möglich ist) während der OP euthanasiert oder er irgendwann mal zufällig verblutet!
     
  8. #7 ole olesson, 14. Januar 2004
    Zuletzt bearbeitet: 14. Januar 2004
    ole olesson

    ole olesson Foren-Guru

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    Ich werde es möglicherweise doch ...

    Moin all

    ... versuchen, in den Winterferien die OP noch einmal machen zu lassen, denn ich habe mir die Wunde am Abend einmal genau angesehen.

    Sie ist winzig klein, muss also sehr tief sein, um so bluten zu können.

    Zudem liegt sie an der Unterseite des Lipoms, wo Erika eigentlich nicht so ohne weiteres dran kommt.

    Als sie sich damals selbst verletzt hat, hatte sie die Haut eher geschält, so wie bei einer Schürfwunde, wenn ein Kind sich auf dem Fussballplatz lang gemacht hat.

    Demnach ist es möglich, dass sie es nicht selbst war, sondern Rudi, der diesen Biss gegen die dort verteidigungslose Henne Anfang des letzten Jahres unter den Augen meiner Geburtstagsgäste schon einmal als Kampfmittel um die Schlafschaukel eingesetzt hat.

    Damals hat es auch stärker geblutet und Rudi war im Gesicht ganz voll davon, hat aber nicht freiwillig losgelassen.

    An dem Tag hat sie jedoch geschrien wie am Spieß, sodass ich eingreifen konnte!

    Das war gestern nicht der Fall (ich hatte die Türen offen und hätte das gehört) und voller Blut war Rudi diesmal im Schnabelbereich auch nicht, sodass ich diese Erklärung sofort ad acta gelegt habe.

    PS:

    Was ich mich aber nun die ganze Zeit nach Petras Einwurf frage:

    Wie ist das möglich, dass die Henne in 2000 die OP des Lipoms überlebt hat, wenn die Wunden am Lipom so bluten wie beim Mensch die Kopfhaut?

    Wie stillt ein TA bei der OP so derbe Blutungen rechtzeitig, wenn er an dem Vogel rumschnippelt?

    Wenn ein Lipom nicht so gut durchblutet ist (ist ja nur Fett), dann ist es vielleicht doch dieses Mal was anderes, was aber nichts Bösartiges sein kann, denn sie lebt damit seit Anfang 2001 (1/2 Jahr nach der Erst-OP) ...
     
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  10. Spatz1967

    Spatz1967 in dubio pro animale

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    Eigentlich lassen sich Lipome ganz gut aus der Haut herausschälen, wenn sie halt nicht zu
    sehr in die Tiefe wuchern. Die Gefäße der Haut sieht man ja und kann sie umgehen, wenn die
    Haut abpräpariert wird. Wenn starke Blutungen auftreten, kriegt man die mit dem Thermokauter oder Hochfrequenzkoagulator
    (Verschweißen der Gefäße bzw. Blutgerinnung beschleunigt) oder-bei kleineren Blutungen-einfach mit einem Adstringens in Griff.
    Problem ist halt nur,daß diese Blutungen sehr schnell gestillt werden müssen;und es muß schnell
    Flüssigkeitsersatz gegeben werden (wie beim Menschen auch z.B. mit physiologischer Kochsalzlösung).
    Mit der abpräparierten Haut kann man die entstandene Lücke dann auch gut wieder "zudecken".
     
  11. #9 ole olesson, 15. Januar 2004
    ole olesson

    ole olesson Foren-Guru

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    Sie hat jetzt Angst vor Rudi, also kann ich ...

    Moin all

    ... wohl ziemlich sicher sein, dass er sie gebissen hat!

    Sobald er auf die Schaukel will oder einen anderen ihrer Lieblingsplätze aufsucht, haut sie ab und "hängt ihren Zapfen an sicherer Stelle auf" (z.B. in der als Sandnapf dienenden halben Kokosnuss oder einem der Klarsichtschälchen, wo er nicht von unten dran kann) ...
     
Thema:

Selbstmord bei Wellihenne durch Aufbeissen des Lipoms!!!

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