Singleprobleme

Diskutiere Singleprobleme im Amazonen Forum im Bereich Papageien; Um vielleicht mal etwas zwischen den zwei Parteien zu moderieren: Wenn man das Glück hat, ein gut harmonierendes, gesundes, ausgeglichenes...

  1. #41 harpyja, 23.08.2021
    harpyja

    harpyja Federleserin

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    Um vielleicht mal etwas zwischen den zwei Parteien zu moderieren:

    Wenn man das Glück hat, ein gut harmonierendes, gesundes, ausgeglichenes Amazonen-Paar zu haben, dann ist es vermutlich wirklich nicht so wichtig, immer feste Tagesabläufe zu haben. Ich kenne viele Leute, die früher keine Ahnung hatten, dass man sowas überhaupt empfiehlt (mich eingeschlossen).
    Wenn man allerdings - wie einige hier - spezielle Pflegefälle hat, psychisch-physisch beeinträchtigte Tiere: Da sind das alles feste Voraussetzungen, also gleichbleibendes Futter, Futterzeit, Helligkeit etc. Dass man zu diesen Vögeln eine sehr enge, fast familiäre Beziehung hat, versteht sich eigentlich. Wenn man diese Vögel irgendwo in Pflege gäbe, hätte das ziemlich dramatische Auswirkungen von Nicht-Fressen über psychischen Zusammenbruch bis Tod (ich denke, das ist nicht übertrieben).

    Entsprechend ist man dann etwas sensibilisiert für den Umgang, eine temporäre Weitergabe käme für die betreffenden User überhaupt nicht in Frage.

    Und auch entsprechend stößt es da sauer auf, dass du @Gelbgrün das alles nicht so wichtig findest und dich auch etwas über die Beziehung mancher zu ihren Vögeln lustig machst (was aber ehrlich nicht angebracht ist). Du hast vermutlich eher so eine "Züchter-Mentalität". Auch das ist ok.

    Aber bedenke trotzdem, dass Ortswechsel wie erwähnt ziemlich arge Änderungen mit sich ziehen können, auch wenn du deine Vögel nicht so einschätzt.
     
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  2. #42 Amazona, 23.08.2021
    Amazona

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    Also, ich kann nicht beurteilen, wie wichtig Dir Deine Vögel sind. Aber 30jährige gibt man bestimmt nicht gerne endgültig ab nur für die eigenen Urlaube. Und als frischer Single erst recht nicht... sie werden Dir fehlen! Glaub mir: Gerade jetzt ist Leben im Haus sehr wichtig!
    Wir verreisen mehrmals im Jahr und hängen trotzdem sehr an unseren Vögeln. Aber ich habe mir das gut über die Jahre organisiert. Für Kurztrips spanne ich meine Freunde ein, die wenigstens einmal am Tag ins Haus fahren und die Tiere vernünftig füttern - eine Notlösung, aber für ein paar Tage bis höchstens eine Woche vertretbar. Das können notfalls auch Leute machen, die Schiss davor haben, sie rauszulassen.
    Wenn ich länger wegfahre, bringe ich die Vögel entweder zu Verwandten (habe dafür eine kleinere Voliere, die ins Auto passt) - da kommen sie täglich raus und kriegen viel Zuwendung, was die Volierenenge wieder wett macht - oder ich bringe sie in eine Vogelpension. Wenn sie irgendwo zum ersten Mal hinkommen, mag es noch aufregend sein, aber beim zweiten Mal wissen sie genau, dass das nur Urlaub ist. Irgendwie klappt das immer gut. Sie benehmen sich sogar anständig wie "Besucherkinder" und streiten sich nicht so häufig wie zu Hause.
    Aber klar ist: Vorher genau abchecken, wohin man sie bringen kann. Es gibt Pensionen, die wirklich nicht in Frage kommen für Amazonen. Und es gibt Menschen, die nicht für so was geeignet sind, weil sie schlichtweg keine Erfahrung damit haben. Unbedingt vorher besichtigen und alles gut besprechen! Bis zu vier Wochen waren meine Amazonen schon weg, und ich habe erst einmal erlebt, dass sie aufgewühlt zurückkamen. Das war aber echt eine Ausnahme.
    Ich wollte hiermit nur sagen: Schau Dir das vorher genau an. Wenn Du jemanden hast, dem Du vertraust: Bring sie erst mal dorthin als Probeurlaub für ein paar Tage. Wenn das gut verlaufen sein sollte, wirst Du sehen: Beim zweiten Mal kennen sie das schon und finden sich damit schneller ab. Dann kannst Du auch länger unbesorgt wegfahren.
    Und noch was: Einfach nur so nimmt man nicht gerne Amazonen als Gastvögel auf. Das macht nun mal Arbeit und wird allenfalls von engsten Freunden oder Verwandten ehrenamtlich übernommen.
    Für´s Füttern kann man noch Nachbarn einspannen, aber für die Aufnahme zu Hause mit Freiflug etc. finden sich kaum Leute, die das mit Liebe nur aus Nächstenliebe heraus machen...
    Entweder Du bezahlst die Leute oder revanchierst Dich mit Gegenleistung: Das bedeutet, Du nimmst evtl. auch mal ein Amazonenpärchen auf, deren Besitzer wegfahren wollen...
     
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  3. #43 krummschnabel, 23.08.2021
    Zuletzt bearbeitet: 23.08.2021
    krummschnabel

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    Diese sehe ich auch als das eigentliche Problem. Unsere Kakadus haben auch keinen 100% geregelten Tagesablauf. Im Gegenteil, wir füttern absichtlich abwechselnd und im Frühjahr und Herbst ändert sich der Ablauf sowieso immer, weil dann Licht zu- oder abgeschaltet wird. Damit kommen die beiden wunderbar klar. Aber an dem Umzug zu uns hatten sie über 1 Jahr zu kämpfen.

    Wenn ich @Amazona s Beitrag so lese, gibt's da aber wohl Unterschiede was Papageien wegstecken können. Oder es liegt am brüten. Brutpaare verstehen da eventuell keinen Spaß
     
  4. #44 Amazona, 23.08.2021
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    Ja, bestimmt gibt es da heftige Unterschiede. Kakadus stelle ich mir noch eine Nummer heftiger vor als Amazonen. Aber auch die können anstrengend werden, gerade wenn sie in Brutstimmung sind...

    Was nützt die Theorie...wir haben hier alle unterschiedliche Erfahrungen gesammelt. Jedes Tier ist ein Individuum... vielleicht gibt es ja einen Ort, wo sich die beiden wohlfühlen und sich auch temporär auf diese Umstände einlassen, ohne zu leiden.
    Darum ja mein Tipp: Austesten! Und zwar erst mal nur für ein paar Tage Kurzurlaub! Man kann sich ja langsam an die Sache herantasten. Und zwar beide Seiten: Vielleicht will der Pfleger die ja auch nicht mehr nehmen, weil sie nur noch nerven oder viel mehr Arbeit machen als vorher gedacht.

    Und wenn mehrere Versuche nicht funktioniert haben, muss man sich entscheiden, was einem wichtiger ist.
     
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  5. #45 Gelbgrün, 25.09.2021
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    Gibt es vielleicht konstruktive Anregungen zu dem Gesuch (abgesehen von den Vermutungen zu Reaktionen der Vögel auf Wechsel, die hier bereits mehrfach wiederholt wurden und die ich so nicht überzeugend fand)? Findet ihr es in manchem zu ambitioniert?
     
  6. Evy

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    Ich als Vogelpensionsbetreiberin kann Dir dazu sagen, dass es den Vögeln meistens guttut, mal "raus" zu kommen, wie uns Menschen auch. Andere Vögel sehen, andere Käfige, andere Äste, andere Menschen. Die Vögel finden ihren Platz inmitten der neuen Gesellschaft und entwickeln Selbstbewusstsein. So ist es bei den meisten Vögeln, es gibt natürlich wie immer auch Ausnahmen. Allerdings würde ich ca. 4 Wochen Aufenthalt als Maximum bezeichnen, auch wenn die beiden in einem größeren Käfig untergebracht sind - wenn sie keinen Freiflug haben. Den machen wir z.B. aus Sicherheitsgründen nicht.
    Vielleicht findest Du aber auch eine gute Vogelpension, die Innen- und Außenvoliere angeschlossen hat, wo die Vögel drin fliegen können - so wäre Dein Anliegen vielleicht umsetzbar. Hast Dich diesbezüglich schon mal schlaugemacht?
    VG Evy
     
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  7. #47 Gelbgrün, 29.09.2021
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    :)
    Wegen der Käfiggröße? Wie groß wäre dieser Käfig denn? Diese zwei fliegen eigentlich sowieso nicht, klettern aber herum.
    Sympathischer fände ich es schon, wenn sie regelmäßig bei jemandem sein könnten, der ihren Aufenthalt einfach so wertschätzen würde. Von Vogelpensionen habe ich bisher keine Ahnung.
     
  8. #48 Amazona, 29.09.2021
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    Es gibt Vogelpensionen, die durchaus Deine Vögel wertschätzen, selbst wenn die Voliere nicht allzu groß sein sollte. Die geben sich zum Teil wirklich Mühe und kümmern sich vorbildlich um die Tiere. Dazu ist es vielleicht auch mal ganz schön, dass sie neben anderen Volieren untergebracht werden, also auch Ansprache von anderen Vögeln kommt, was vielleicht anregend sein könnte und vor allem nicht langweilig. Am besten schaust Du Dir die Pensionen mal unverbindlich an. Da wirst Du schnell erkennen, ob das passen könnte.
    Restrisiko ist immer da, klar. Aber darum schrieb ich ja auch schon: Mach erst mal Testlauf von ein paar Tagen, bevor Du für viele Wochen verschwindest.
    Mit Privatpersonen muss das auch nicht unbedingt klappen. Mit manchen Menschen passt das einfach nicht. Das ist leider nicht immer so einfach, selbst mit Leuten, die auch Vogelhalter sind - aber manchmal haben die Vorstellungen, da dreht sich mir der Magen um...
    Auch findet sich nicht unbedingt die perfekte Unterbringung vor der Tür. Aber lieber etwas mehr Aufwand und evtl. auch +100km Anfahrt für eine gute Unterbringung in Kauf nehmen, als mit mulmigem Gefühl in den Urlaub fahren...
     
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  9. #49 Snowyowl, 29.09.2021
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    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass jemand unentgeldlich fuer eine fremde Person fuer laengere Zeit einfach so zwei Amazonen aufnehmen wuerde...soviel Arbeit wie das doch macht. Hoechstens vielleicht Leute, die mal testen wollen wie es ist mit Voegeln zu leben bevor sie sich selber welche anschaffen...Es sind dann ja immernoch deine Voegel und nicht die der Person, die vielleicht 3 Monate auf sie aufpassen soll und dann auch noch mit Bedingungen, wie zb jeden Tag ein Foto etc. Ich denke mit Vogelpension wirst du schneller fuendig werden, ich waere froh, wenn es hier wo ich lebe auch so eine Vogelpension gaebe, wie Amazona sie beschrieben hat. :zustimm:
    Oder du schreibst deine Anzeige um und machst das auf Gegenseitigkeit, so dass du auch mal auf die Geier von der jeweiligen Person aufpasst, das waere dann doch perfekt!Give and take!:)
     
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  10. #50 Amazona, 30.09.2021
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    Genau so. Und noch was: Vögel sind keine Gegenstände, die man mal verleiht und sich wieder zurückholt. Das ist nun mal viel emotionaler für beide Seiten.
    Sie gehen nun mal eine persönliche Bindung zum Menschen ein, gerade Papageien. Mit Gastvögeln geht man anders um, weil jeder weiß (die Vögel auch!), dass dies eine temporäre Beziehung ist. Irgendwann gehen sie wieder weg. Und man "verliebt" sich ungern in sie, weil man keinen Trennungsschmerz ertragen will. Zumindest versucht man das nach Möglichkeit zu vermeiden (und wenn dies nicht klappen sollte, tut man alles, um sie ganz übernehmen zu dürfen!).
    Aber wenn klar ist, dass die Vögel nur als Feriengäste bleiben, hält man intuitiv mehr Distanz. Dies bedeutet jedoch nicht, dass man sie nicht gut betreut! Ich nehme manchmal Vögel auf oder pflege andere in deren Wohnung, und bin dabei sehr gründlich und gewissenhaft, weil ich die Verantwortung übernommen habe und alles gut machen möchte. Aber es sind nicht meine Vögel - und das spüren sie selbst auch, und das ist auch gut so.
     
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  11. Hanne

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    Mal ganz ehrlich, ich verstehe Dein ganzes Ansinnen überhaupt nicht. Wir sind auch immer gerne verreist, aber als WIR UNS UNSERE Vögel angeschafft haben war uns bewußt, daß es in der Zukunft Einschränkungen geben wird. Das hat uns nicht davon abgehalten. Maximal mal 5 Tage sind wir abwsend. Während dieser Zeit versorgt unser Sohn die Zwei. Ich hab auch nach 3 Tagen schon Sehnsucht nach Hause . Niemals käme ich auf die Idee meine Zwerge länger jemand anders zu überlassen.
    In Deinem Fall kann ich Dir nur raten: gib sie ab zu jemandem der ihre Gesellschaft zu schätzen weiß.
    Trotzdem wünsche ich Dir und Deinen Geiern alles Gute
     
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  12. #52 Gelbgrün, 02.10.2021
    Gelbgrün

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    Findet ihr diesen Gedanken von mir irgendwie unangemessen?
    Stell dir halt vor, euer Sohn zieht nach Australien. So ähnlich muß ich momentan die Situation umplanen und komme damit bisher nicht weiter.
    Ich nicht.
    Die Vögel sind keine Gegenstände, da stimme ich zu. Aber würde daraus nicht folgen nicht ihnen gegenüber wie Eigentum zu denken? Wie ist es denn, wenn Menschen zu Besuch kommen? Besuch bekommen ist doch unbedingt nicht darauf ausgerichtet jemanden zu finden, der immer bei einem lebt. Menschliche Freunde leben meist nicht dauerhaft zusammen in einem Haushalt.
    Klar.
    Ja.
    Findest du nicht, daß es einen großen Unterschied macht, ob man sich als Mensch gegen Geld ein Zimmer in einer Pension mietet oder Freunde besucht?
     
  13. Evy

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    Ich gehe mal davon aus, dass so ziemlich jede Vogelpension ihre Vogelgäste sehr wertschätzt. Denn warum sonst würde jemand so etwas machen? Man stelle sich mal den "Stundenlohn" einer Vogelpension vor, den man gar nicht benennen kann: Kein Mensch würde für so wenig arbeiten, wenn er es nicht als Lebensaufgabe sähe. Die viele Zeit, das Beobachten, das Organisieren, die Desinfektion, Putzen, Vor- und Nacharbeiten, Beratungen, Verantwortung, Sorge... was da alles zusammenhängt, kann man gar nicht bezahlen. Dennoch muss eine Vogelpension ein bisschen was haben, weil sie ja auch von irgendwas leben muss und in der Zeit der Vogelbetreuung keiner anderen Arbeit nachgehen kann.
    Meistens sind es Menschen, die eine Festanstellung mit einem regelmäßigen, ordentlichen Gehalt haben, das jeden Monat aufs Konto kommt und wo man auch man bezahlt krank sein kann, die meinen, eine Tierpension dürfe nichts kosten...

    Man muss sich als Mensch auch bewusst sein, dass man seinen Freunden zwar Freude und eine tolle Zeit bringt, wenn man sie besucht, sie dadurch aber auch Zeitaufwand und Arbeit haben. Ältere Leute z. B. sehen ihre Freunde, wenn's ums Übernachten geht, lieber in einem Hotel. Und diese wiederum gehen auch lieber in ein Hotel, als den Freunden zur Last zu fallen. Ist aber wohl eine Altersfrage, weil mit dem Alter zwangsläufig die Ansprüche wachsen.
     
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  14. #54 Snowyowl, 04.10.2021
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    Also ich habe einem Bekannten auch mal mit meinem Hahn fuer 10 Tage vertraut gemacht und war ihm unglaublich dankbar dafuer. Hab dafuer auch fuer seine Toechter Geschenke mitgebracht etc. Was ich damit sagen will(vielleicht wiederhole ich mich), ist, dass es nicht nur Freude macht auf Tiere aufzupassen, sondern auch Arbeit bzw eine grosse Verantwortung ist, die glaub ich keiner fuer Nicht-Freunde/Verwandte uebernehmen wuerde. Ich finde die Idee mit der Vogelpension am einfachsten, die Leute kennen sich aus und werden sich so um deine Voegel kuemmern dass du unbesorgt im Urlaub sein kannst. Ausserdem werden die Mitarbeiter dort bestimmt bereit sein dir oefters Fotos und weitere Infos zu schicken. Du kannst ja Evy und Amazona fragen, welche Pension sie empfehlen wuerden!(Vielleicht ist ja auch Evys Pension was fuer dich!) Ich finde diese Option am realistischstem und am besten fuer alle!Wie Evy meinte, Freunde zu Besuch bedeutet auch Arbeit und Zeitaufwand. Und wenn Freunde kommen ist es meistens auch nur fuer 1~2 Tage und nicht fuer Wochen.(Ausser vielleicht Auslandsbesuche, aber wie schon gesagt, viele Leute bevorzugen da auch wenn moeglich Hotels).Ich wuerde es mit der Pension machen und vielleicht lernst du hier oder woanders irgendwann Papageienbesitzer kennen, wo ihr das Aufpassen auf die Voegel dann auf Gegenseitigkeit mal ausprobieren koennt!
     
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  15. #55 Amazona, 05.10.2021
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    Natürlich macht es einen Unterschied, ob man sich ein Zimmer mietet oder Freunde besucht.
    Doch das hängt von der Situation ab, was gerade besser passt. Wenn ich Freunde besuche, ist das natürlich viel schöner und familiärer als in einem Hotelzimmer- Aber: Ich bringe denen bestimmt etwas mit, stelle mich auf deren Lebensrhythmus ein und versuche, möglichst wenig Arbeit zu machen, und: ich revanchiere mich und lade sie natürlich auch zu mir ein! Wenn ich ein Zimmer miete, bin ich unabhängiger. Ich habe das bezahlt und brauche mir keine Gedanken zu machen, ob ich den Vermietern Arbeit mache... das ist mit dem Geld abgegolten.

    Nochmal: Wenn Du nette Menschen findest, die Deine Vögel voller Freude kostenlos aufnehmen mit engem Familienanschluss, und trotz aller liebevoller Zuwendung sie Dir immer zurückgeben, wenn Du mal wieder Zeit für sie haben solltest, dann ist ja alles prima!
    Aber wer macht das schon so! Überleg mal selbst, ob das nicht ein bisschen zu viel verlangt sein könnte!
    Entweder geschieht das auf Gegenseitigkeit - dann musst Du Dich aber auch genau so lange um andere Vögel kümmern und die genauso wertschätzen... oder man bezahlt dafür! In welcher Form auch immer. Die Währung kann ja auch eine andere Hilfeleistung sein als Geld. Und das bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Vögel dann wie Ware behandelt werden.
    Klar kommen da Kosten auf einen zu. Aber dann braucht man auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie Arbeit machen. Das finde ich manchmal auch beruhigend.
    Und immer bedenken: Die Vögel selbst können evtl. solche Wechsel auch nicht akzeptieren, weil sie dann auch nicht mehr wissen, wohin sie gehören. Das muss antrainiert werden, bzw. das Ganze ist nun mal sehr individuell zu betrachten. Und letztendlich entscheiden die Vögel selbst, was am besten für sie ist.
    Wie gesagt: Probier es erst mal mit einem Kurzurlaub aus.
     
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  16. wanda

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    Ich bevorzuge Privatpersonen, die meinen Vogel betreuen. Mit Vogelpensionen habe ich bisher schlechte Erfahrungen gemacht, aber es gibt bestimmt auch tolle Pensionen.

    Mein Vogel mochte sein Leben lang keine Männer leiden und bei den letzten beiden Privatplätzen hat sie sich in die „bärtigen Männer“ verliebt und die Damen des Hauses waren nur die „Putzfrauen“ für sie. Toll ist das sie dort am Familienleben teilnehmen darf und nicht nur in ihrem Reisekäfig sitzen muss. Sie ist dort auch Freigänger und nimmt zu Essenszeiten am Esstisch auf ihrem Stuhl Platz, watschelt durch die Wohnung und darf auch mit in den Garten gehen. Sie ist flugunfähig, da sie auf einem Auge erblindet ist.

    In Urlaub nehme ich meine Tiere grundsätzlich mit, aber wegen meiner Krankenhausaufenthalte musste ich eben Unterbringungsmöglichkeiten suchen und ich habe nach langer Zeit wirklich zwei gute Plätze gefunden.

    Beide Plätze wollen/wollten kein Geld, aber ich bezahle grundsätzlich einen kleinen Tagessatz. Das Geld verpacke ich bei Abholung meines Vogels in einer Schachtel Pralinen oder sonstigen kleinen Aufmerksamkeit.
     
  17. Evy

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    So viele nette Ideen und Möglichkeiten.
    Die Schwierigkeit an allem wird sein: 3 Monate. So lange würde ich mit meinem Konzept keine Betreuung verantworten wollen.
    Wieso eigentlich gleich so lange? Nur wegen dem Single-Leben? Das hatte ich auch mal. Mit meinen beiden Grünen und zwei Nymphies. Und ganz früher mit Wellis und Grassittichen. War gar kein Problem.
    Vielleicht bist Du ja auch schon gar kein Single mehr :D? Vielleicht werden sich eines Tages Deine beiden Grünen in Deine neue Freundin verlieben - und was dann? Wieder abgeben für Monate...?
    Ich glaube, Du solltest und kannst Dich mit Deiner Situation arrangieren. Kommst doch auch wie die meisten anderen abends nach Hause und hast ein Wochenende, oder? Man kann ja nicht ständig um die Häuser ziehen... es sei denn, Du bist ein Teenie :zwinker:
    Die Situation wird sich auch bei Dir wieder ändern.
     
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