Sittiche u. Papageien: Schimmel beim keimen

Diskutiere Sittiche u. Papageien: Schimmel beim keimen im Ernährung Forum im Bereich Allgemeine Foren; Schimmel beim keimen Hallo zusammen, ich habe mal eine Frage zum Keimen von Vogelfutter. Anfangs habe ich immer versucht normales Körnerfutter...

  1. hardl

    hardl Guest

    Schimmel beim keimen

    Hallo zusammen,
    ich habe mal eine Frage zum Keimen von Vogelfutter.
    Anfangs habe ich immer versucht normales Körnerfutter keimen zu lassen, dass ist mir aber immer verschimmelt Dann habe ich mir ein Keimsilo besorgt und spezielles Keimfutter gekauft. Das verschimmelt mir jetzt aber auch immer. Mache ich dabei irgend etwas falsch????
    Vielleicht hat mir ja jemand einen Tip

    Viele Grüße
    Eberhard
     
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  3. Kuni

    Kuni Guest

    hallo!

    also das problem habe ich auch oft, deshalb quelle ich das futter nur noch. ist zwar nicht so wertvoll wie gekeimtes, aber ich sage mir lieber nicht ganz so wertvolles futter als wertvolles aber verschimmeltes futter

    liebe grüße
    kuni
     
  4. heike-mn

    heike-mn Foren-Guru

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    Hallo Eberhard,
    Keimfutter ist eine heikle Angelegenheit; Du mußt sehr sauber arbeiten. Entweder Du hast schlechte Körner, was mal vorkommen kann, aber nicht immer (spezielle Keimfuttermischungen halte ich für besser als normale Körnermischungen) oder Du machst bei der Zubereitung grundsätzlich was falsch. Keimfutter aus den Papppackungen einiger Firmen herzustellen funktioniert oft nicht, da Bäckerei-und Teigwaren unsinnigerweise in dem Futter enthalten sind, die relativ schnell schimmeln. Bei der Keimfutterherstellung ist das recht häufige Spülen der Körner sehr wichtig (mind. alle 12h) und daß Luft an die Körner kommt. Die Körner sollten nicht ganz offen stehen, sondern ein bisschen abgedeckt sein, damit auf jeden Fall Luft dran kommt. Die Gerätschaften sind immer mit sehr heißem Wasser abzuspülen, wenn offensichtlicher Schimmel vorliegt, arbeitest Du in irgendeiner Weise "unsauber". Entschuldige bitte, ich will Dir nicht zu nahe treten, versteh mich nicht falsch, aber irgendwas läuft ja schief. Vielleicht schreibst Du mal, wie Du das Keimfutter genau herstellst, dann kann man da ansetzen, wo Du was verbessern kannst.
    Viele Grüße
    Heike
     
  5. Birgit L.

    Birgit L. Guest

    Hallo Eberhardt,

    Eigentlich ist ja schon alles gesagt worden.
    Wichtig ist wirklich das spülen ... und das das Futter ziehmlich frisch ist.
    Und ich habe auch schon die Erfahrung gemacht, das Futter wo Sonnenblumen drin waren besonders schnell schimmelten, seit ich die rauslasse klappt es eigentlich recht gut.
     
  6. Taro

    Taro Guest

    Bei uns klappt die Keimfutterproduktion ausgezeichnet mit so einem Keimapparat aus dem Reformhaus; da muss man nur zweimal am Tag den Deckel zum Wässern lüften, das schützt sehr gut vor Schimmelpilzen aus der Luft. Die Keimerei hat so auch immer mit Supermarktfutter sehr gut funktioniert, das haben unsere Kanarien sogar lieber gefressen als jetzt das vornehme Keimfutter aus dem Internet...seufz...

    Liebe Grüße
     
  7. Ann Castro

    Ann Castro Guest

    Hallo!

    Ich stimme Heike voll und ganz zu, Hygiene ist ungemein wichtig. Verschiedene Keimlinge keimen unterschiedlich schnell. AB kerne sind besonders fix, die keime ich immer getrennt. Außerdem keimen große Körnersorten schneller als kleine.

    Ich gebe immer ein paar Tropfen Vanodine ins Quellwasser, das ist eine Jodverbindung, die entkeimung bewirkt (nicht bei den Körnenrn sondern bei Schimmelpilzen, Bakterien).

    Zum Schluss spüle ich noch mal ganz heiss vor dem Verfüttern.

    Liebe Grüße,

    Ann.
     
  8. Joerg

    Joerg Guest

    Es kommt darauf an, welche Saaten gekeimt werden, wo (Keller oder Bad), bei welcher Temperatur (ca.20 Grad) etc.

    Negersaat keimt extrem schnell 24-36 Stunden, Hirse und Gräser brauchen etwas länger und dadurch sind sie anfällig für Schimmelbefall. Jede naturbelassene Saat trägt Pilzsporen, aber es gibt Möglichkeiten zu verhinder, daß Pilzbefall entsteht:

    Vergesst Keimautomaten und funktioniert die hocherotischen Tennissocken (gewaschene natürlich und ohne Löcher) zu Keinautomaten um, das zu keimende Futter in die Socke schütten und gut durchwaschen. Da kommt jede Menge Dreck raus. Wenn die Brühe und damit das Futter sauber wird, lege man die Socke für 3-4 Stunden in kaltes Wasser (nicht länger, sonst saufen die Körner ab). Rausnehmen, durchspülen und an einem temperierten Ort aufhängen (ca. 20 Grad) Abtropfen lassen und darauf achten, daß das Futter nicht austrocknet. Nach 6-8 Stunden nochmals durchspülen und abtropfen lassen. Niemals nasses Futter verfüttern. Wenn das Futter einigermaßen trocken ist, kann es verfüttert werden. Probiert diese Methode mal aus und verfeinert sie nach Bedarf, je nachdem wie die Körner sein sollen, gequollen oder gekeimt.

    Mit dieser Methode hatte ich noch keine Probleme mit Schimmel.

    Eine Methode, Kolbenhirse zu keimen, ist die:
    Abspülen und für die Keimdauer so an einen "leicht tropfenden" Wasserhahn hängen, so daß immer mal ein wenig Wasser über die Hirse tropft. Das geht!

    Gruß
    Jörg
     
  9. Nani

    Nani Stammmitglied

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    Am besten tatsächlich die Sonnenblumenkerne weglassen (sie können der Auslöser sein) und einen winzigen Schuss Obstessig in das Wasser geben.

    Allerdings muss ich zugeben, dass ich lieber gequellte (und leider weniger wertvolle) als gekeimte Körner gebe.

    Servus, Nani
     
  10. iskete

    iskete Guest

    rote Kolbenhirsen

    Hallo!

    Ich habe früher in jedem Winter gekeimte rote Kolbenhirsen für meine Cardueliden gefüttert. Es folgt: ich habe ca. 15 Kolbenhirsen gebunden und sie im Eimer mit klarem Wasser reingesteckt. Es dauerte 12 Stunden, dann nahm ich die Kolbenhirsen aus dem Eimer raus und hängte sie im Zimmer, dann tropfte das Wasser ab. Es dauerte nochmals 12 Stunden, dann war es fertig zu füttern. Meine Cardueliden begehrten sehr gern die rote Kolbenhirsen zu fressen.

    Liebe Grüße
    Danny
     
  11. a.canus

    a.canus Papageienfreak

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    hier ein Auszug von meiner Beschreibung
    Ich verwende Keimschalen, die ich täglich 2 mal frisch wässere. Je nach dem wie ich das Futter reichen will dauert es zwischen 24 Stunden und 3 Tagen bis meine Vögel dann dies Körrner bekommen.
    Zur Keimfutterherstellung eignet sich eigentlich jedes Futter, spezielles Keimfutter besteht jedoch aus einer Körnermischung, die viele besonders schnell und leicht keimende Samen enthält.
    Fertiges Keimfutter ist mit Konservierungsstoffen versetzt und deshalb nicht zu empfehlen.
    Herstellung von Keimfutter:
    Die Körner in ein Sieb geben und unter fließendem Wasser gut durchspülen
    6-8 Stunden bei Zimmertemperatur einweichen hierbei müssen die Körner vollständig mit Wasser bedeckt sein, zwischendurch spülen und Wasser erneuern
    nach dem Einweichen spült man die Körner unter kaltem fließendem Wasser durch
    nun verteilt man sie im Sieb so, dass sie nicht aufeinander liegen und deckt das Ganze ab. Z.B. mit einem Stück Gaze (Fliegennetz, Nylonstrumpf o.ä.) und einem Gummiband zur Befestigung.
    Das Ganze darf nicht luftdicht abgedeckt sein, die Schüssel darf kein Wasser mehr enthalten und die Körner müssen Licht haben, aber kein direktes Sonnenlicht.
    täglich zweimal die Samen durchzuspülen (bitte nicht vergessen!).
    Nach etwa 8 Stunden brechen die ersten Keimlinge durch und in diesem Stadium kann man das Keimfutter bereits verfüttern.
    Vor dem verfüttern werden die Körner noch einmal im Sieb gründlich durchgespült, erst heiss und dann kalt, nun werden sie abgetropft.
    Futter auf ein paar Lagen Küchenrolle ausbreiten, trocken tupfen und sofort anbieten.
    Bitte beachten:
    Die Samen sollten Sie nicht länger als 1cm keimen lassen, denn wenn der Keim lang und grün wird, kann er Bitterstoffe entwickeln und ist dann nicht mehr so bekömmlich.
    Das Keimfutter muss innerhalb weniger Stunden von den Tieren verzehrt werden. Reste bitte entfernen und nicht aufbewahren Vor dem Verfüttern von Keimfutter sollten Sie immer die Augen- und Nasenprobe machen: Wenn die Keime sauer riechen oder verschimmelt sind, bitte sofort wegwerfen
    Quellfutter:
    Eine andere Möglichkeit ist, das Keimfutter als sogenanntes Quellfutter zu anzubieten.
    Dazu die Körner einweichen und nach dem Einweichvorgang spülen und abtropfen und verfüttern.
    Alle Keimgeräte müssen vor der Wiederverwendung sorgfältig gereinigt werden.
    Wer sein Keimfutter zulange keimen lässt kann es auch einpflanzen und als zusätzliches Grünfutter anbieten

    Auszug ende.

    Wichtig ist immer Sauberkeit und trotz allem gebe ich am liebsten auch nur Qeuellfutter.
     
  12. Nani

    Nani Stammmitglied

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    Quellfutter

    Grüss Dich A. Canus,

    mit dem Quellfutter sprichst Du mir aus dem Herzen - es ist doch oft ein wenig Angst dabei.
    Eine Frage noch, da das nicht ganz klar ist: Quellfutter 8 oder 12 Stunden einweichen? Hier gehen die Aussagen dermassen auseinander, dass ich doch gerne einen Mittelwert finden würde.

    Grüsse, Nani
     
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  14. a.canus

    a.canus Papageienfreak

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    Das ist eine gute Frage!
    ICh mache es so wie ich dazukomme, d.h. abends wässern, und morgesn verfüttern, wenn ich um ca. 18.00h wässere un morgens um 6 wieder füttere sind es 12 h aber meist ist es weniger, denke so um die 10h
     
  15. #13 Alfred Klein, 3. November 2001
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Hallo

    Auch ich keime täglich an.
    Dazu verwende ich Papadiätfutter ohne Sonnenblumen und Taubenfutter im Verhältnis 1 zu 1.
    Bei mir wird abends gefüttert, daher mache ich es so: Das Futter wird abends in die Keimschale getan und über Nacht eingeweicht. Morgens durchgespült und in ein Sieb getan um abzutropfen. Am folgenden Abend wiederum fülle ich das Futter wieder in die Keimschale, ohne es nochmals zu spülen. Die Keimschale lasse ich dann 24 Stunden offen stehen.
    Fertig. Verfüttert wird ohne nachzuspülen. Da das Keimfutter trocken ist, kann ich einen eventuellen Schimmelbefall leicht und sofort erkennen. Bei nassem Futter sieht man den Schimmel oft nicht, obwohl er vorhanden ist, deshalb spüle ich nur einmal nach dem Wässern durch.
    Als Keimschale verwende ich Petrischalen mit 18cm Durchmesser. Diese sind zwar teuer, dafür aber Hitze- und Säurefest. Letzteres ist wichtig, da ich die Keimschalen vor dem nächsten Füllen mit unverdünnter Essigessenz wasche. Das entspricht einer Essigsäure von 25%. Das halten die Pilze im Kopf nicht aus ;)
    Schimmelprobleme habe ich bestenfalls mal im Sommer bei sehr schwülem und feuchtem Wetter.
     
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