Soll Batzi einen Partner bekommen ?

Diskutiere Soll Batzi einen Partner bekommen ? im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; Nachdem unsere gestrige Frage 'LIEBER, ABER BEIßENDER PAPAGEI' so ausführlich und nett beantwortet wurde .... trat nun heute der ‚Familienrat’...

  1. Mucky

    Mucky Guest

    Nachdem unsere gestrige Frage
    'LIEBER, ABER BEIßENDER PAPAGEI'
    so ausführlich und nett beantwortet wurde ....
    trat nun heute der ‚Familienrat’ zusammen !
    Soll Batzi, so heißt der Graupapagei meiner Eltern, einen Mann bekommen ?
    Die Frage meiner Eltern ist nun folgende :
    Sie haben Batzi als jungen, handaufgezogenen Vogel von einem Züchter bekommen. Mit diesem Züchter sind sie hochzufrieden. Auch einen Mann für Batzi ( der/die, wie sich nach Federnanalyse herausstellte, eine ‚Papageiendame’ ist ) würden sie gerne über diesen Züchter beziehen. Das wäre dann aber ein handaufgezogener Jungvogel. Geht das dann mit der nun 3 jährigen Batzi gut ?
    Ein weitere Frage meiner Eltern ist – Batzi beißt ja nur meine Mutter. Spielt ihr Geschlecht eine Rolle, dass sie sich meinem Vater so angeschlossen hat und meine Mutter als Rivalin sieht ?
    Schon jetzt vielen Dank für eure Antworten !

    Tina
    :0-
     
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  3. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Tina!

    Fangen wir erstmal mit dem einfacheren an:
    Meiner Meinung nach ausschließen kann man, das Batzi deshalb Deine Vater bevorzugt und Deine Mutter nicht mag, weil es sie selbst ein Weibchen ist. Das aber ein geschelcht bevorzugt wird, ist durchaus möglich, entsteht aber meiner Ansicht nach meist durch positive oder negative Vorerfahrungen des Papageienm, z.B. dadurch, das die Handaufzucht ein Mann bzw. eine Frau vorgenommen hat oder dass der Papagei mit einem der beiden Geschlechter schlechte Erfahrungen
    gemacht hat. Dann reagiert bspw. auch auf die Stimmhöhe oder ähnliches.
    Und wie bereits gesagt: wen der Papagei letztlich bevorzugt bzw. bei Einzelhaltung als "Ersazupartner" wählt hängt nicht davon ab, wer den Vogel lieber mag, wer ihn füttert etc., ja nicht einmal unbedingt davon, wer sich mehr mit ihm beschäftigt.

    Ich möchte noch mal darauf hinweisen, das es ganz wichtig ist, das Deine Mutter sich mit Batzi auseinandersetzt, ein Eingreifen Dritter hilft da nichts.


    Wenn Du bereits andere Beiträge hier im Forum gelesen hast wirst Du sicherlich schon gemerkt haben, das die Verpaarung von Grauen nicht einfach ist, bei Handaufzuchten, die bereits eine gewisse Zeit einzeln gehalten wurden und eine Fixierung auf den Menschen entwickelt haben, sogar noch schwieriger. Ich möchte Euch da wirklich nichts vormachen. Dennoch halte ich den Versuch für notwendig und je früher, destso besser, denn mit zunehmenden Alter und längerer Isolation von Artgenossen wird es immer problematischer.

    Gerade als Handaufzucht ist es möglich, das Batzi mit drei Jahren bereits geschlechtsreif ist. Wenn sie sich mit dem neuen Vogel sofort verstehen sollte, kann das natürlich problematisch sein, wenn dieser selbst noch nicht geschlechtsreif ist, da Batzi dann
    "Forderungen" an den Jungvogel stellt, die dieser noch nicht erfüllen kann.
    Andererseits glaube ich nicht, das sofort zwischen beiden eine wirkliche Paarbeziehung entstehen wird (obwohl es immer wieder Überraschungen geben kann), sondern man muß zufrieden sein, wenn sich zunächst ein Zustand gegenseitiger Akzeptanz entwickelt.
    Unter Umständen mag es sogar ein Vorteil sein, das der neue so jung ist: denn im Freileben sehen ältere Graue in Jungvögel oft noch keine Bedrohung, sie genießen sogar ein gewisses Maß an Narrenfreiheit. Insofern ist es möglich, das Batzi weniger aggressiv auf den jungen Neuen reagiert als es bei einem älteren Vogel der Fall wäre.

    Du siehst, man kann eine Menge spekulieren. So, wie sich mir die von Dir geschilderte Situation darstellt, würde ich den Versuch mit dem Jungvogel aber auf alle Fälle wagen.
    Allerdings; sollte es sich um ein Junges von dem gleichen Paar handeln wie Batzi, sollte man von der Zucht absehen. Zwar ist Inzucht in der ersten Generation meist noch ohne negative schtbare Auswirkungen möglich, aber dennoch zu vermeiden.

    Klasse, das Deine Eltern sich für einen zweiten Grauen entschieden haben!
     
  4. #3 Alfred Klein, 28. Dezember 2002
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Hallo Rüdiger

    Muß Dir widersprechen. ;)
    Ich selber nehme eher an daß sich Batzi, bedingt durch die Handaufzucht, eher als Mensch denn als Vogel sieht.
    Daher sehe ich die Agression wirklich als Eifersucht gegenüber einer "Rivalin".
    Das ist nichts außergewöhnliches, auch bei Naturbruten kommt das öfter vor.
    Erinnere mich an einen Fall als ein Arahalter bei einsetzender Geschlechtsreife der Vögel nur noch mit Motorradhelm und Lederjacke in die Nähe der Handaufzuchten kommen konnte.
    Als Partnervogel für Batzi käme nach meiner unmaßgeblichen Meinung eine gute Naturbrut besser hin. Es gibt Züchter die lassen die Elternvögel aufziehen, machen sich jedoch die Mühe den Jungvogel an Menschen zu gewöhnen.
    Das hat zwei Vorteile. Erstens ist der Jungvogel psychisch nicht "verbogen", zweitens hat er keine Berührungsängste bei Menschen.
    Zudem hat er immer noch ein gutes Instinktverhalten, was eine Vergesellschaftung erleichtern kann, er kann immer noch die natürliche Körpersprache.
    Auch dürfte die Eifersucht auf ein Familienmitglied weniger hoch sein.
    Kann durchaus Vorteile haben, siehe die Sache mit den Aras. :D
     
  5. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Alfred!

    Ich stimme mit Dir völlig damit überein, das es günstigf ist, zu einer menschenfixierten Handaufzucht eine Naturbrut zu setzen. Natürlich wäre eine Naturbrut, die bereits die Gegenwart von menschen kennt und an sie gewöhnt ist, das non plus ultra.
    Auch ich selbst habe mit in meinem Fall Wildfängen ja nur gute Erfahrungen gemacht.

    Was mich im konkreten Fall dennoch zu einem Versuch mit der Handaufzucht raten laßt, sind drei Aspekte:
    Erstens scheint es sich um einen Züchter ihres (Tinas Eltern) Vertrauen zu handeln, und das ist sehr viel wert;
    Zweitens: an den Menschen bereits gewöhnte Naturbruten sind leider recht selten.
    Wenn es zwischen Batzi und dem neuen handaufgezogenen nicht richtig "funken" sollte, so hat man zumindest zwei Vögel, die an Menschen gewöhnt sind und die sich, wenn sie auch kein Paar bilden, doch gegenseitig Gesellschaft leisten und die Menschen haben, was nicht optimal, aber besser als die Einzelhaltung ist.
    Klappt es hingegen mit einer Naturbrut nicht, so wäre ein dritter Grauer (bzw. vierter für Batzi ) für mich die Folge.
    3. Wenn der neue handaufgezogene Vogel möglichst früh zu Batzi kommt, sehe ich von seiten des neuen Vogels weniger Probleme.

    Sorry, das verstehe ich jetzt nicht.
    Sicherlich ist Batzis Verhalten auf "Eifersucht" zurückzuführen, habe nie etwas anderes behauptet. Ich meinte lediglich, das ein weiblicher Vogel nicht auotmatisch oder instinktiv einen männlichen Menschen sich als Partner aussucht, sondern das die Bevorzugung eines Geschlechtes auf gewisse Vorerfahrungen des Vogels zurückzuführen sind.
     
  6. #5 Alfred Klein, 28. Dezember 2002
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Da habe ich Dich wohl falsch verstanden.

    Meine Erfahrung mit der Bande hier sind jedenfalls eindeutig.
    Die Hennen sind alle miteinander eifersüchtig was das Zeug hält. Will heißen wenn ich mit einer schmuse machen die anderen den Zwergenaufstand.
    Die Hähne hingegen sind mehr auf Abstand bedacht. Auch dort wo ich nicht definitiv weiß daß es ein Hahn ist kann ich recht gut vom Verhalten mir gegenüber her das Geschlecht einordnen.
    Gerade werde ich von einer Arahenne angemacht und die zweite brüllt wie ein Stier. Gut daß ich nicht zur Miete wohnen muß. Wäre schon lange gekündigt. ;)
    Übrigens, mein Futterhändler, auch Züchter, praktiziert die Aufzucht der Jungvögel in Verbindung mit Naturbrut und Menschengewöhnung.
    Ist wirklich unglaublich wie die jungen Amazonen reagieren.
     
  7. Ann Castro

    Ann Castro Guest

    Hallo TIna!

    Ist ja toll, dass Ihr so schnell zu einer so guten Entscheidung gekommen seid! Verglichen zu dem was ich sonst oft höre seid Ihr eine wirklich aussergewöhnliche Familie! Gratuliere!!!

    Wenn Ihr den Züchter kennt und ihm vertraut, würde ich Batzis (wie witzig, das war mein Spitzname für meinen Grauen, Hector, als er klein war) neuen Freund unbedingt von ihm holen.

    Nun gut frei Jahre sind eine lange Zeit, aber wenn ihr damals einen gesunden Vogel bekommen habt, stehen die Chancen nicht schlecht, dass Ihr mit ihm wieder Glück habt. Ausserdem fühlt er sich Euch gegenüber als Wiederholungskunden sozusagen vermutlich stärker verpflichtet, als es ein x-beliebiger Züchter möglicherweise wäre. Gute Voraussetzungen also. Vielleicht hat er sogar ein Männchen so ungefähr in Batzis Alter.

    Bzgl. der tatsächlichen Durchführung: Darfst Du bitte keine Hollywoodszene erwarten: Das kann lange dauern bis sie zueinander finden.

    Meine beiden Grauen wurden im Alter von 2-3 Monaten miteinander vergesellschaftet. Es hat so etwa 6 Monate gedauert bis sie einander gefüttert haben und fast 1.5 Jahre bis sie tatsächlich miteinander spielten und nicht nur miteinander rumschmusten. Sie sind übrigens beide Handaufzuchten.

    Es ist zwar so, dass Handaufzuchten für Verhaltensstörungen anfällig sein können aber m.E. hat die nachfolgende Haltung ebenfalls einen signifikanten Einfluss auf das spätere Wohlergehen der Tiere.

    Bei meinen Aras war das Weibchen eine Adoption im zarten Alter von 6 Jahren. Sie war aus dem Ei heraus handaufgezogen (soweit man das jetzt noch nachvollziehen kann, aber sie ist aus den USA und dort ist das so üblich) und hatte nie einen anderen Ara gesehen (und das weiss ich mit ziemlicher Sicherheit).

    Als ich für sie ein ganz junges Männchen dazuholte, jung damit er sie, die sehr gestört war, nicht zu sehr bedrängte, schliefen sie schon in der ersten Nacht Seite an Seite. Bis zum Schnäbeln hat es ein gutes 3/4 Jahr gebraucht. Er ist eigentlich viel zu jung für sie (1,5 zu ihren 6 Jahren), aber es scheint zu funktionieren und ihre Beziehung wird immer besser. Dabei ist auch er eine Handaufzucht (mit vier Wochen aus dem Nest gezogen - die Eltern hatten ihm den Oberschanbel und eine Zehe abgebissen).

    Also lass Dich nicht von irgendwelchen Geschichten kirre machen. Jeder Vogel ist ein Individuum und mit etwas Zeit und viel Liebe und Geduld bekommt Ihr das sicherlich alles gut hin.

    BItte berichte uns wie es weitergeht!

    Liebe Grüße,

    Ann.
     
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