Sonnie mit Stoffwechselstörung?

Diskutiere Sonnie mit Stoffwechselstörung? im Südamerikanische Sittiche Forum im Bereich Sittiche; Hallo, ich kann mich nicht erinnern, ob ich schon mal über unseren Sonnie Lucy berichtet habe, ich habe zumindest nichts im Forum gefunden....

  1. #1 Dames1978, 9. Januar 2008
    Dames1978

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    Hallo,

    ich kann mich nicht erinnern, ob ich schon mal über unseren Sonnie Lucy berichtet habe, ich habe zumindest nichts im Forum gefunden.

    Lucy ist zweieinhalb Jahre alt und hat schon seit wir sie haben Probleme, Schwanz- und Schwungfedern nachzubilden. Wir haben sie damals noch so vom Züchter geholt. Zu ihrer Vorgeschichte wissen wir, dass sie schon als "Küken" einen wahren Überlebenskampf hinter sich gebracht hat, sie hat gut vier Wochen länger gebraucht, um futterfest zu werden als ihre Geschwister. Der Züchter hat uns schon damals darauf hingewiesen, dass sie evtl. eine Stoffwechselerkrankung hat. Er wollte sie eigentlich nie hergeben, da wir aber auf der Suche nach einem Sonniemädel für unseren Kenny waren und Lucy bei ihm alleine war, hat er uns vorgeschlagen, sie zu nehmen, da sie bei uns Anhang gefunden hatte.

    Lucy ist PBFD und Polyoma getestet, als ihre Federbildung nicht besser wurde, haben wir den Test wiederholen lassen, das Ergebnis war wieder negativ.

    Im Einzelnen sieht es bei ihr so aus: Oberschnabel neigt zum Überwuchs, muss alle paar Wochen gerichtet werden. Vor allem die Schwanzfedern stecken in sehr dicken und langen Hülsen die ihr bei Berührung offensichtlich weh tun und leicht anfangen zu bluten. Die Schwanzfedern brechen sehr leicht ab oder fallen noch während des Wachstums aus, meistens kommt noch etwas Blut aus den Federenden.
    Die Federn an den Flügeln sind relativ kurz, die Schwungfedern verhalten sich so wie die Schwanzfedern.

    Wir haben sie mehrfach untersuchen lassen, wie gesagt auch noch einmal auf PBFD, da die Angst doch da war trotz ersten negativen Tests und ehrlich gesagt habe ich immer noch irgendwie die Sorge, dass dieser Virus bisher nur noch nicht bei ihr entdeckt wurde aber vorhanden ist (das ist aber meine persönliche Paranoia).
    Unsere TÄ ist vogelkundig und wir waren bisher sehr zufreiden mit ihr, anhand der Blutproben und sonstigen Untersuchungen sagt sie ebenfalls, dass es sich um eine Stoffwechselerkrankung handelt.
    Wir sollten daher bei ihr auf ausreichende Vitaminversorgung und einem sehr ausgewogenen Ernährungsplan achten, was wir bei allen unseren Tieren natürlich berücksichtigen.

    Ich schreibe jetzt nur, weil die Federbildung von Lucy nicht besser wird und gerade, wo sie wieder Schwanzfederchen hatte und diese richtig lang wurden, sind sie ihr wieder abgebrochen oder rausgefallen.

    Gibt es noch etwas, was wir tun könnten? Wer hat Erfahrung mit Stoffwechselstörungen bei Sonnies? Reicht die gute Ernährung aus oder gibt es zusätzliche Mittel, auf die ich meine TÄ ansprechen sollte? Ist wirklich ausgeschlossen, dass sie PBFD hat? Mei, die Kleine tut mir so Leid, weil sie so lebensfroh und eine kleine Kämpfernatur ist, ich würde gerne alles tun, damit sie auch ein langes und gesundes Leben hat.

    Schönen Gruß
    Eva
     
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  3. #2 Christian, 9. Januar 2008
    Christian

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    Hi Eva!

    Wie harmonisch ist denn Euer Sonnie-Paar? Gibt es irgendwelche Streßfaktoren?

    Das sind eigentlich sehr eindeutige Symptome für PBFD! Ist der Vogel normal flugfähig?

    Das mit dem übermäßigen Schnabelwuchs kann aber auch auf einen Leberschaden zurückzuführen sein ... Ursache ist hier meist eine zu fettreiche Ernährung (z.B. zuviel Sonnenblumenkerne) gepaart mit zu wenig Bewegung.

    Wie werden Eure Sonnies denn ernährt, wie sind sie untergebracht und wieviel Freiflug haben sie täglich?

    Und das zu Recht. Aber keine Sorge, Südamis sind nicht so extrem anfällig gegen PBFD wie z.B Kakadus und Graupapageien und man kann mit geeigneten Therapiemaßnahmen einiges bewirken ... dazu später mehr.

    Interessant ... hat sie auch etwas zu den Leberwerten gesagt? Wurde der Vogel mal geröngt, um festzustellen, ob die Leber vergrößert ist? Oder geht sie bei dem übermäßigen Schnabelwuchs von einer hormonellen Störung aus?

    Sehr gut ... wie sieht denn der Ernährungsplan konkret aus? Werden Vitaminpräparate verabreicht?

    Ja. Bei Gefiederstörungen kann ich das Präparat AviConcept wärmstens empfehlen ... sprich mal Deine Tierärztin drauf an, denn das bekommt man nur beim TA. Der Vorteil dieses Präparates liegt darin, daß es speziell gegen Mauser- u. Befiederungsstörungen von einem TA entwickelt wurde und fettlösliche Vitamine nur als Provitamine enthalten sind, sprich es ist für eine Langfrist-Medikation geeignet.

    Eine weitere wichtige Maßnahme ist die Versorgung mit UV-Licht, d.h. sofern keine ganzjährige Außenvolierenhaltung möglich ist, sollte eine Vogellampe angeschafft werden. Da die UV-Reichweite dieser Lampen aber sehr begrenzt ist, sollte diese in ca. 30cm Entfernung des Lieblingsplatzes des Vogels angebracht werden ... eine Kompaktlampe würde reichen. Diese Lampen müssen aber spätestens nach einem Jahr ausgetauscht werden, da der UV-Anteil sich schnell verbraucht ... besser alle 6 Monate austauschen.

    Sprich sie unbedingt mal auf AviConcept an. das scheint mir in diesem Falle besser geeignet als andere Präparate, wie z.B. das von vielen TÄ vielgepriesene Korvimin.

    Leider nein, da es halt nicht selten False-Negative-Tests gibt. Allerdings würde ich vermuten, daß der Test anhand einer mißgebildeten Feder eigentlich positiv ausfallen sollte, sofern eine Infektion vorliegt. False-Negative-Tests treten nämlich vorwiegend bei symptomfreien Vögeln auf.

    Das sind doch schon mal gute Aussichten.

    Um Dir etwas Mut zu machen ... ich kenne einen Fall eines PBFD-infizierten Südamis, der sehr deutliche Symptome zeigte und binnen 4 Monaten nahezu flugunfähig wurde. Mit AviConcept, ausgewogener Ernährung, Alvimun (einem homöopatischen Präparat, um das Imunsystem anzuregen) und einer Vogellampe gelang es, den Vogel binnen 6 Monaten nach Auftreten der Flugunfähigkeit wieder flugfähig zu bekommen. Anderhalb Jahre nach Auftreten der ersten Symptome war der Vogel unter Beibehaltung besagter Therapie symptomfrei und hatte ein 1A-Gefieder.

    Also selbst bei scheinbar hoffnungslosen Fällen, kann man eine Menge erreichen.

    In Deinem speziellen Falle, würde ich zunächst die Themen AviConcept und Vogellampe in Angriff nehmen und mal mit der TÄ diskutieren, da ja anscheinend kein PBFD vorliegt, diese Maßnahmen aber der Gefiederproblematik entgegenwirken können ... zumindest sehe ich da gute Chancen und würde es auf jeden Fall antesten ... aber wie gesagt, man sollte das mit der TÄ abstimmen.
     
  4. Dames1978

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    Hallo Christian,

    erst einmal vielen Dank für Deine Antwort, die hilft mir schon viel weiter!


    Ich habe eine Viererbande, die extrem zusammenhält und wo kein Vogel etwas ohne seine drei Kumpels tut. Ich hatte zwar die Befürchtung, dass ich sie nach Eintritt in die Geschlechtsreife trennen müsste, aber das Bedürfnis, zusammen zu sein ist bei den Vieren extrem stark und ich würde eher sagen, dass Lucy das auch sehr gut tut. Mit ihrem Partner Kenny läuft es prima, Streit oder sonstige Reibereien habe ich bisher nicht beobachten können. Anbei ein kleines Bild von den Sonnies, wie sie sich Abends auf ihrem Schlafplatz zusammenkuscheln.

    Lucy konnte nie fliegen, weil die Federn an den Flügeln nicht entwickelt sind und sich nicht wirklich weiter entwickeln, daher auch meine Angst, dass die Tests doch nicht eindeutig sind. Sie übt aber fleißig und wir machen auch täglich Übungen mit ihr, damit die Muskeln nicht verkümmern, indem wir sie auf den Finger nehmen und den Arm hoch und runter bewegen. Sie flattert auch bgeistert mit, wenn wir sie von einem Ort zum anderen tragen. Ich habe die Hoffnung, dass sie eines Tages doch vielleicht fliegen wird.

    Also, sie kriegen die Großsittichmischung von Ricos, mal mit mal ohne Sonnenblumenkernen, da wechseln wir immer ab. Außerdem viel Obst und Gemüse (Lucy ist auch eine sehr gute Obstfresserin, sie ist ständig am Obstnapf und futtert ihn regelmäßig leer) Kochfutter und Keimfutter von Ricos oder selberfabriziertes Kochfutter, dann Kartoffeln, Eier, Nudeln, frische Kräuter etc.. Als Vitamine gebe ich ihnen eigentlich nur 1x die Woche Nekton, da sie viel Obst und Gemüse verfuttern, zusätzlich Korvimin vom TA für Lucy.

    Sie sind den ganzen Tag draußen, unser Zimmer ist vogelsicher eingerichtet, so dass sie nur Abends in die Voli reingehen zum Schlafen. Im Sommer haben sie außerdem einen abgegrenzten Bereich auf der Terasse, so dass sie bei gutem Wetter draußen sitzen können. Lucy kann natürlich zwar nicht soviel mittoben, daher die schon oben beschriebenen Übungen, die wir mit ihr machen. Aber sie klettert wie eine Große und das sehr geschickt und fleißig :)
    Im Sommer nehmen wir sie gerne mit in den Park, da sie ja nicht fliegen kann, es ihr draußen aber besonders gut gefällt. Nicht um aufzufallen, wir suchen uns gerne Stellen aus, wo nicht soviele Leute unterwegs sind, sondern auch als eine kleine "Entschädigung", weil sie nicht so rumtoben kann wie die anderen.


    Nun, wenn sie PBFD hat, dann ist mit Sicherheit schon mein ganzer Bestand betroffen, da wir zwar die Aras und Sonnies voneinader trennen, aber eine 100% Trennung nicht besteht, da mal die eine Gruppe durch die Wohnung tobt und dann die andere.

    Als der erste Verdacht trotz negativem Test aufkam, habe ich mich über diese Krankheit informiert und bin zu dem Schluss gekommen, dass PBFD kein Todesurteil bedeutet und ich nicht verzweifeln muss, wenn evtl. schon jeder Vogel den Virus in sich trägt und daran halte ich fest. Ich hoffe, ich liege damit richtig :traurig:

    Sie wurde natürlich geröngt und die Leber ist tadellos, daher hat sie sich entschieden, sie ersteinmal wegen der Stoffwechselstörung zu behandeln, zumal der PBFD-Test bisher negativ war.


    Ein UV-Licht steht den Sonnies zur Verfügung, allerdings wird diese nachmittags bzw. abends eingeschaltet. Wäre also besser, ich würde es den ganzen Tag an lassen, oder?

    Genau, Korvimin kriege ich auch regelmäßig für Lucy mit :) Ich habe wegen Lucys Schnabel Anfang Februar wieder einen Termin bei der TÄ, da spreche ich sie auf AviConcept an.

    Das erschreckende für mich war jetzt, dass zum ersten Mal Federn mit blutenden Federkielen ausgefallen sind und da kommen wieder Zweifel an dem Test hoch.

    Genau daran halte ich mich auch, denn ich stehe im Grunde vor der Entscheidung, trenne ich Lucy von der Gruppe (was viele für das Vernünftigste halten würden) oder belasse ich sie bei den anderen und gefährde auch deren Gesundheit. Wahrscheinlich werden viele meine Entscheidung verurteilen, aber ich lasse Lucy bei ihrer Familie, denn die Trennung würde ihr extrem schaden und ebenso den anderen. Außerdem wohin mit ihr? Ich könnte sie hier nie so in Quarantäne halten, ohne das die anderen ebenso der Gefahr ausgesetzt wären. Lucy dann lieber weggeben? Nein, kann ich nicht, das wäre mit Sicherheit ihr Todesurteil. Ich bemühe mich, meine Tiere sauber zu halten, sie bestmöglich zu ernähren und fit zu halten, aber in mir weigert sich jede Zelle, Lucy von ihrer Familie zu trennen, mein Gefühl sagt mir da zu stark, dass das falsch wäre.

    Gruß
    Eva
     

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  5. Christian

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    Moin Eva,

    ich habe noch mal in Leitsymptome bei Papageien und Sittichen gestöbert und geschaut, welche potentiellen Ursachen dort für die beschriebene Gefiederproblematik genannt werden: PBFD, Polyoma, Stoffwechsel- oder auch Hormonstörungen oder gar Mangelerscheinungen.

    Da auf die beiden Viruserkrankungen zweimal negativ getestet wurde, scheinen diese potentiellen Ursachen auszuscheiden. Man könnte höchstens überlegen, noch mal einen Test in einem anderen Labor durchführen zu lassen und Federmaterial einzuschicken, welches Auffälligkeiten aufweist. Aber wenn die bisherigen Tests anhand "anormaler" Federn durchgeführt und die Federkiele nicht mit den Fingern berührt wurden, würde ich davon ausgehen, daß höchstwahrscheinlich keine Infektion vorliegt ... eine 100%ige Gewissheit haben wir natürlich nicht.

    Sehr gut, denn Streß sollte auf jeden Fall vermieden werden.

    Nun, ich denke, man sollte das im Auge behalten, denn spätestens wenn eins der Paare in Brutstimmung kommt, wird es wohl doch ratsam sein, die beiden Paare vorübergehend zu trennen.

    Solange aber alles harmonisch abläuft, sollte man sie ruhig zusammen lassen.

    Das scheint mir eher ein Indiz dafür zu sein, daß keine Infektion vorliegt, denn sowohl PBFD als auch Polyoma verläuft bei Nestlingen sehr häufig tödlich oder zumindest mit merklich dramatischerer Symptomatik.

    Eine weise Entscheidung. Ich habe hier eine Wellensittich-Oma, die nach 7-jähriger Einzelhaltung mit Flugangst zu uns kam ... sie war beim Vorbesitzer mal sehr schmerzhaft abgestürzt. Wir hatten anfangs auch erstmal mit ihr trainiert ... ich habe sie immer auf die Hand genommen und über'm Teppich leicht hochgeworfen, so daß sie gezwungen war, aus etwa einem halben Meter Höhe einen Landeanflug zu machen. Da sie dabei auf dem Teppich weiche Bauchlandungen machen konnte und step-by-step immer sicherer landete, verlor sie binnen weniger Wochen ihre Flugangst.

    Ich würde mal vermuten, daß Eure Sonnie-Dame auch einen Sinkflug aus geringer Höhe hinkriegen könnte? Dann wären derartige Flugübungen sicherlich auch zu empfehlen, da dies die Muskulatur stärkt und keine Verletzungegefahr birgt.

    Nun, das sehe ich genauso, aber dazu muß sich erst das Gefieder verbessern.

    Ich würde lieber ausschließlich die Mischung ohne SBK verwenden und Sonnenblumenkerne kontrolliert in geringer Menge (täglich ca. 3 Stück pro Vogel) als Leckerchen reichen. Denn wenn man einen Mix anbietet, der SBK enhält, werden zuerst diese Leckerchen gefressen und der Rest wird zunächst nicht angerührt.

    Obst, Gemüse und Kräuter sind super, Kochfutter, Kartoffeln (unbedingt nur gekocht anbieten) & Co. stehe ich eher kritisch gegenüber. Anstelle von Eiern würde ich eher alle ein, zwei Wochen mal einen kleinen Kleks ungesüßten Magerjoghourt auf Obst machen ... das sollte zur Deckung des Bedarfs an tierischen Eiweißen reichen und ist zudem der Darmflora dienlich. Magerjoghourt wird übrigens von Doris Quinten in ihrem Buch "Ziervogelkrankheiten" empfohlen, da es das einzige Milchprodukt ist, in dem der Anteil der für Vögel unverdaulichen Laktose nahezu gleich Null ist.

    Zusätzliche Vitamingaben scheinen mir zwar sinnvoll, da trotz ausgewogener Ernährung eine ausreichende Vitamin- u. Mineralstoffversorgung nur schwer realisierbar ist, aber obige Kombination halte ich nicht für gut.

    Sowohl die Nekton-Produkte als auch Korvimin enthalten einen extrem hohen Anteil an fettlöslichen Vitaminen, insbesondere Vitamin A, so daß hier die Gefahr einer Überdosierung nicht zu unterschätzen ist ... Fazit: Entweder oder, aber nicht beides.

    Daß die Tierärztin Korvimin empfiehlt, wundert mich nicht. Zum einen wird das z.B. auch in dem Leitsymptome-Buch bei Stoffwechselstörungen und Mangelerscheinungen empfohlen und zweitens präferieren viele Tierärzte Korvimin gegenüber AviConcept, weil es bei Korvimin eine detaillierte Auflistung der Inhaltsstoffe gibt, welche bei AviConcept geheimgehalten wird.

    Dennoch würde ich zu AviConcept raten und das aus zweierlei Gründen:

    1. Hat die bisherige Korvimin-Therapie nicht weitergeholfen,
    2. haben mein TA und ich gute Erfahrungen mit AviConcept bei der Behandlung von Gefieder- u. Mauserstörungen gemacht.

    Ich würde empfehlen, mit Deiner Tierärztin mal folgenden Vorschlag zu diskutieren:

    Ich würde versuchsweise mal ein halbes Jahr lang AviConcept einsetzen und zwar täglich ... ich habe es bislang entgegen der üblichen Empfehlung in der empfohlenen Dosierung über's Körnerfutter getreut. Angeblich soll das nix bringen, weil die Vögel dann beim Entspelzen nix davon zu sich nehmen. Offenbar ist dies aber ein Trugschluß, denn wenn dem so wäre, hätte es bei meinen Geiern keine Wirkung gezeigt ;)

    Ergänzend würde ich zweimal pro Woche PRIME über's Trinkwasser verabreichen. PRIME ist ein in gut sortierten Zoohandlungen erhältliches Vitaminpräparat, welches eine gute Rundumversorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen sicherstellt ... sogar Laktobazillen sind enthalten ... die Liste der Inhaltsstoffe könnte ich bei Bedarf mal einscannen. Entwickelt wurde es ursprünglich von einer Papageienzuchtstation in Kanada. Einen besonderen Vorteil von PRIME sehe ich darin, daß fettlösliche Vitamine nur in geringen Dosen enthalten sind, die eine Überdosierung nahezu ausschließt, wenn man sich an die Dosierungsempfehlungen hält. Zudem hat es sich bei PBFD-Patienten bewährt ... nachzulesen in diversen Threads zum Thema PBFD.

    Nekton und Korvimin würde ich für diese Zeit der Therapie-Änderung komplett weglassen.

    Ach ja, und nicht vergessen, die Therapie mit UV-Licht zu komplettieren.

    Ich denke, einen Versuch ist's wert ... die Ursache ist bei Deiner Henne zwar wohl eine andere, aber die Symptome sind die gleichen, also warum nicht mal antesten, was einigen PBFD-Patienten schon geholfen hat ... bin mal gespannt, was deine TÄ zu dem Vorschlag sagen wird.

    Sehr gut ... je mehr Bewegung sie hat, desto besser.

    Daß sie die Frischluft, sowie Sonne und Wind genießt, steht außer Frage, aber vermißt sie dann nicht ihren Hahn? Das könnte ein potentieller Streßfaktor sein.

    Ja, da der Virus auch über die Kleidung des Menschen übertragen wird.

    Der Verlauf von PBFD ist von Vogel zu Vogel unterschiedlich. Hier spielt die Vogelart, der Virusstamm, das Alter des Vogels und die Stabilität des Immunsystems zum Infektionszeitpunkt eine entscheidende Rolle ... daher sind Jungvögel am meisten gefährdet, da deren Immunsystem noch nicht hinreichend "geschult" ist.

    Wie gesagt, können die meisten Südamis bei optimalen Haltungsbedingungen dem Virus gut Paroli bieten und sind somit weniger gefährdet als z.B. Kakadus und Graupapageien. Dennoch sind alle Jungvögel nicht minder gefährdet!

    Nochvollziehbar ... dennoch würde ich mal obigen Therapie-Vorschlag mit ihr diskutieren.

    Ja, da die Lampen nur einen geringen UV-Anteil haben, sollten sie den ganzen Tag lang an sein. Und bedenke, daß der für die Vitamin-D3-Synthese wichtige UV-B-Anteil nur eine Reichweite von ca. 30cm hat ... also die Lampe möglichst nahe am Lieblingsplatz der Vögel plazieren. Eine geringere Distanz als 30cm würde ich aber nicht empfehlen, da bei Reptilien schon Augenschädigungen infolge zu kurzer Distanz und "frischen" Lampen berichtet wurden. Man darf aber auch nicht vergessen, daß der UV-Anteil dieser Lampen schon nach einem halben Jahr zum Großteil verbraucht ist.

    Mach das ... ich denke, man sollte es auf jeden Fall mal versuchen.

    Wenn es etwas ansteckendes wäre, ist es nun eh zu spät. Ich würde die Geier zusammen lassen und beobachten, wie lange das harmonisch bleibt. Sollte es im Frühjahr bei aufkommender Brutstimmung kritisch werden, würde ich die beiden Paare vorübergehend trennen. Wichtig scheint mir auf jeden Fall, daß sie bei ihrem Hahn bleibt, denn die beiden harmonieren ja gut.

    Nein, denn eine Trennung aus gesundheitlichen Gründen wäre nun eh zu spät und solange die zwei Paare harmonisch zusammen leben, gibt es keinen Grund für eine Trennung. Es gibt hier auch einige Züchter, die ihre Aratingas außerhalb der Brutzeit im Schwarm halten ;)
     
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