Spielzeug für Wellis

Diskutiere Spielzeug für Wellis im Wellensittich Allgemein Forum im Bereich Wellensittiche; Hallo ich wollte mal fragen was für Spielzeug für die Wellis am besten ist. Ich habe ein Schaukel mit einer Glocke unten dran und die Schaukel ist...

  1. Robti

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    Hallo ich wollte mal fragen was für Spielzeug für die Wellis am besten ist. Ich habe ein Schaukel mit einer Glocke unten dran und die Schaukel ist auch sehr farbig und ich habe eine Leiter ca. 35 cm lang aber sie wollen es nicht benutzen was kann ich machen?? Sie zwitschern eigentlich die ganze zeit wenn ich mal nicht da bin mache ich das Radio an und sie sind damit zufrieden nur das Spielzeug wollen sie nicht.

    Freue mich auf Antworten, Danke im vorraus
     
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  3. #2 Stephanie, 21. Mai 2012
    Zuletzt bearbeitet: 21. Mai 2012
    Stephanie

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    Hallo Robti,
    das ist einerseits ganz unterschiedlich; viele Wellensittiche haben spezielle Vorlieben, die sie nicht mit anderen teilen (die einen tragen gern Sachen herum, die anderen werfen gerne Sachen runter, wieder andere schaukeln oder hangeln / klettern gerne ausgiebig).

    Die meisten Wellensittiche nagen aber sehr gerne!
    Dafür kann man ihnen jetzt im Sommer frische (ungespritze) Äste aus dem Garten anbieten, gern mit Grün dran, wenn sie dies mitessen dürfen z.B. vom Apfelbaum.
    In Onlineshops gibt es auch Spielzeug und Sitzgelegenheiten zum Nagen, entweder aus frischer Weide oder "Cajeputholz" (von dem sie aber dann nur die Rinde abnagen können),
    Oder kleine Röllchen aus Bambusblättern.
    Im Zoohandel kann man auch nicht ganz frische Weide kaufen - meist in der Nagerabteilung - in Form von Röhren, halbem Röhren oder Körben.
    Auch im Zoohandel gibt es "BirdKabob", ein Nagespielzeug aus Kokosfasern, das sehr einfach zu zernagen ist - für Anfänger quasi.:+schimpf

    Weidenbällchen in verschiedenen Größen kann der Wellensittich entweder rumtragen oder benagen oder sich sogar darauf setzen.
    Meine mögen es, wenn in der großen Weidenkugel noch Papierstreifen stecken, die sie raus ziehen und benagen oder runterwerfen können.

    Zum Nagen eignen sich schließlich auch noch Korken (Onlineshops) und Korkröhren/stücke (Onlieshops und Aquarienabteilung der Zoohandlungen) -entweder kleine Stücke, die man auf einen Spieß "fädeln" kann oder als Sitzbrett montieren, oder große halbe oder ganze Röhren, die auch zum Sitzen dienen oder als Schaukel aufgehängt werden können - oder als Sitzbrett, wenn man eine große halbe Röhre als Schaukel aufhängt.

    Fotos:
    Verschiedene Nageangebote (1):
    1. Große Weidenkugel, die schon beim Kauf gefüllt war (mit Trockenobst und Kolbenhirsenstückchen; mit dem Obst können sie nichts anfangen, deshalbhabe ich später bunte Papierstreifen da rein getan, das gefiel ihnen besser :D),
    2. Papierstreifen zum Rauszupfen in einer Papiertüte - seeehr beliebt bei meinen,
    3. ein Nagespielzeug aus der Zoohandlung in einem Weidenring (3 Ringe ineinander/ untereinander) aus dem Onlineshop),
    4. große Korkröhre, auf einen Ast "aufgefädelt" als Schaukel zum Nagen; hielt ca. ein halbes Jahr ;)),
    5. Weidenkugel mit bunten Papierstreifen (habe ich da rein getan); vorn in der Kugel stecke eine Bambus-Schredderröhre (rot),
    6. Reste eines Weidenballs, in dem eine Glpcke und bunte Bällchen waren (Onlineshop).
     

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  4. #3 Stephanie, 21. Mai 2012
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    ...
    Foto 1:
    Keisha-May mit BirdKabob,
    Foto 2:
    Reste vom BidKabob :p ,
    Foto 3:
    Noch mal BirdKabob - man kann die Scheiben auf der Schnur lassen, oder eben einzeln aufhängen oder irgendwo festbinden, wo sie nagen sollen...
    Foto 4:
    Finn und Fiete vor, Malia auf der halben Weidenröhre (Nagerbedarf, Zoohandlung, hat auch sehr lange gehalten und tut es noch, obwohl jetzt schon viele Löcher drin sind! :D),
    Foto 5:
    Ballon mit Weidenkugel (s. Post vorher) aus dem Onlinehandel; hielt lange als Sitz- und Schaukelplatz/ Sitzbrettchen zum Schaukeln - dann zogen Malia und Finn ein und nach einem Tag war's für die Kugel aus...:+schimpf
    Foto 6: So sieht eine Weidenröhre aus (Nagerbedarf; lieber eine Nummer größer oder offen oder gleich als Korb kaufen; da kann man noch Papierkugeln reinlegen etc.).
     

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  5. Robti

    Robti Neues Mitglied

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    Vielen Dank für eure Antworten könntet ihr mal ein Foto von eurem gesamten Käfig machen damit ich mal sehen kann wie viel Platz da noch drin ist?

    Mit freundlichen grüßen, Robin
     
  6. #5 Le Perruche, 22. Mai 2012
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    Du solltest den Käfig nicht zu voll mit Spielzeug hängen. Wellensittiche sollten auch im Käfig so viel Platz haben, dass sie von einem zum anderen Ende fliegen können.
     
  7. Robti

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    Ok das weiß ich aber manche haben auch zu wenig und zu viel drin ich möchte eigentlich nur ein bischen Spielzeug für sie haben so das es gut für sie Wellis ist
     
  8. #7 Le Perruche, 22. Mai 2012
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    Rüste den Käfig mit Schaukeln und Ästen zum beknabbern aus, entsprechend der Anzahl Deiner Vögel,. Laß die Mitte frei, dass reicht im Käfig, nach meiner Meinung. In einer Ecke ein Liegebrettchen wird meist auch gerne angenommen.

    Beim Freiflug kannst Du ja dann ausgiebig testen, was sie sonst noch mögen und gelegentlich mal etwas anderes im Käfig anbieten.
     
  9. #8 Stephanie, 22. Mai 2012
    Zuletzt bearbeitet: 22. Mai 2012
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    Hallo Robti,
    Faustregel - für mich - für den Käfig (bei flugfaulen oder streitlustigen Vögeln) war, alle interessanten Sachen weit weg voneinander zu haben, so dass vogel am besten von einer zur anderen fliegen muss:
    Unten das Futter - oben das Wasser.
    In der rechten Ecke die Schaukeln - in der linken den Nagekram.
    Das Möhrengrün kommt dann weit weg vom Nagekram, wenn es mal in den Käfig kommt.
    Usw.
    Wichtig finde ich, den Käfig so zu gestalten, das auch Anreize zum Fliegen da sind, also nicht auf eine Seite gar keine Äste, oder Äste nur unten, wie ich es einmal auf einem Bild sah.
    Spielzeug im Käfig kann man eher wechseln, so dass man alle 2 oder vier Wochen etwas Neues gibt, bzw. das Alte rausholt, das Neue rein und das Alte nach Wochen wiedergibt (das ist dann zwar auch wieder "neu", aber schon bekannt).
    Im Sommer ersetzen oft frische Äste das beste Spielzeug, weil vogel darauf endlos klettern, hangeln und nagen kann (und wenn er kreativ ist, das, was er runtergehobelt hat, auch noch auf dem Boden herum tragen kann :zwinker:).

    Im Idealfall - und dieser ist möglicht anzutreben bzw. so weit es geht zu realisieren - sollte die Umgebung von Wellensittichen darauf ausgerichtet sein, dass sie ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben können, also Fliegen, Nagen, klettern (und kommunizieren).
    Gerne können dazu Nahrungssuche (auch Leckerlisuche) und "geistige Herausforderungen" kommen.
    Für letztere gibt es Spielzeug, in dem vogel etwas suchen oder aus dem er etwas rausholen muss, oder man beschäftigt sich direkt mit dem Vogel, bzw. den Vogel mit Aufgaben.

    Am besten ist es, wenn es mehr als eine Anflugstation (im Käfig und draußen) gibt und diese Stationen weit weg voneinander und vom Käfig sind, so dass die Vögel automatisch täglich mehrfach fliegen müssen.
     
  10. Robti

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    Ok Danke ich werde es mal versuchen so ungefähr hinzubekommen

    Ich habe aber noch eine Frage wie bekomme ich die Vögel zahm dh. so das ich sie auf den Finger, Schulter, Arm usw. nehmen kann habt ihr da noch Tipps für mich?
     
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  12. #10 Stephanie, 23. Mai 2012
    Stephanie

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    Clickertraining! :zwinker:

    Prinzip ist dabei ja, dass der Vogel selbst etwas ausprobiert, dafür belohnt wird, die Belohnung wiederholen möchte und mehr ausprobiert.
    Mit der Zeit macht er immer mehr positive Erfahrungen - es gibt LeckerHirse und er merkt auch, dass er bei den Sachen, die er ausprobiert, gar keine Angst haben muss, was eine Belohung an sich ist - und traut sich immer mehr zu.
    Anfangs wird alles belohnt, später selektiver, so dass er etwa eine Sache zweimal, oder etwas ausgeprägter machen muss (länger auf der Hand bleiben als nur eine Sekunde :p ).
    Hinzu kommt, dass Clickertraining mit dem Belohnungssystem bei mehr als einem Vogel wirklich sehr gut durch den Nachahmugseffekt und den Futterneid klappt.
    Der scheuere Vogel schaut sich vieles vom mutigen Vogel ab, und macht das oft dann sofort in einem Schritt, während der Vorreiter dafür fünf oder zehn Schritte brauchte.
    Auch lernt der Scheuere, dass der Mutigere sogar Spaß daran hat, bei diesen Federlosen rum zu hängen!

    Alternativen gibt es natürlich auch.
    An erster STelle wäre hier die Spiegelung zu nennen:
    Das, was der Vogel macht, nachmachen, etwa, ein ähnliches Geräusch machen, wie er, sich weg bewegen, wenn er das tut.
    Bei meinen hat sogar Schnabelreiben (Zähne hörbar mit schiefgelegtem Kopf aufeinander reiben) geklappt und beim Clickern habe ich ihnen anfangs mit den gewinkelten, erhobenen Armen gezeigt, dass sie bitte die Flügel heben sollten!

    Allg. Tipp:
    Regelmäßigkeit:
    Training/ Zähmungsversuche zur gleichen Tageszeit, mit den gleichen Worten eingeleitet, mit den gleichen Bewegungen.
    V.a. die einleitenden Worte bereiten den Vogel sehr bald auf das Kommende vor, so dass er weniger Angst haben muss ("Wasser!" - aha, denkt der Vogel, jetzt kommt wieder die große Hand an den Wassernapf, also gehe ich dort weg.).

    Wenn Du clickerst oder anderweitig belohnst (am besten dann aber auch mit Markierung vor dem Belohnen, so kannst Du nämlich nach und nach die Belohnung weglassen bzw. auch das Zielverhalten sehr genau markieren; eine Halterin schnalzt etwa mit der Zunge, man kann auch nur "fein" oder so sagen) kannst Du nach und nach alles belohnen/ markieren und belohnen, das der Vogel von sich aus in Deine Richtung macht, also Dich ansehen, in Deine Richtung kommen, zu Dir kommen, auf Deine Hand fliegen auch ohne Kommando.
    So lernt der Vogel, spontan auch mal zu Dir zu kommen.
    Parallel kannst Du natürlich dafür auch ein Kommando einführen (oder vorher), so dass Du das Verhalten auch gezielt abfragen kannst.
    Auch hier greift sehr schnell der Neid/ Nachahmungseffek, so dass man direkt einen Wettbewerb daraus machen kann:
    Welcher Vogel ist schneller auf der Hand - der greift die Hirse ab!
    So lernen die Vögel, sehr schnell zu Dir zu fliegen und das auch spontan.
    Einerseits toll, weil sie einfach mal ankommen, andererseits auch interessant, falls der Vogel mal entfliegt - und sei es im Behandlungsraum des Tierarztes - wenn er es gewohnt ist, immer mal "bei Dir Schutz [oder besser Hirse] zu suchen.

    Wichtig ist immer eine aktive Annäherung auf Seiten des Vogels
    und eine passive (vor allem anfangs) von Deiner Seite aus, d.h. Du belohnst, wenn der Vogel kommt***, und gehst nicht auf ihm (mit der Hand) zu, weil ihn das wiederum ängstigen könnte.

    *** mit "kommen" meine ich hier jede Handlung, die der Vogel freiwillig macht, und die Du belohnst.
    Du könntest ihn z.B. auch vom Wassernapf wegscheuchen, bevor Du den wechselst, aber besser ist es, den Vogel zu belohne, wenn er vom Wassernapf weg geht und dann erst in den Käfig zu greifen.
    Sagst Du gleich ein Wort, wenn er weg geht, etwa "Achtung!", lernt er, bei diesem Wort weg zu gehen - er wurde ja dafür belohnt - ohne dass er dabei Angst bekommt.

    Für das ganze Clickersystem ist bei Interesse das Buch "Lads before the wind" von Karen Pryor sehr interessant.
    Dort beschreibt sie Delfintraining in den 60er Jahren nach dem Clickerkonzept/ Konzept der positiven operanten Verstärkung, und man kann jede Menge darüber lernen, wie man wohl ein Zielverhalten antrainiert, welche Fehler man vermeiden sollte und was man evtl. mit seinen Tieren mal ausprobieren kann (Stichwort "Box Game"/ Kreativitäts-Übung).

    Die einfachste Art der Zähmung ist natürlich, Kolbenhirse nur noch aus der Hand anzubieten und zu warten, bis der Vogel mal dorthin kommt.
    Das klappt auch in den meisten Fällen und viele Vögel kommen danach freiwillig auch ohne Hirse (nach einiger Zeit).
    Allerdings gibt es auch Vögel, bei denen das nicht klappt; für diese ist u.U. Clickertaining etwas entspannter (sie müssen sich nicht überwinden, um an die Hirse zu kommen, sondern überwinden sich, und bekommen dann Hirse) und systematischer (sie wissen genau, was sie machen müssen, um Hirse zu bekommen).
    Bei meinem Twitch hat das mit der KH zum ersten Mal nach vielen Wellensittichen nicht geklappt; mit dem Clickertraining kam er nach 3 Monaten auf die Hand (was vorher nach mehr als 2 Jahren nur gelang, wenn da Hirse drauf lag, und dann auch nicht immer).
     
  13. Robti

    Robti Neues Mitglied

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    Ok vielen Dank das war ein toller Tipps

    Falls ihr noch mehr Tipps für mich habt wäre das echt super! Danke
     
Thema: Spielzeug für Wellis
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