Spulwürmer und Küken -Wurmmittel geben?

Diskutiere Spulwürmer und Küken -Wurmmittel geben? im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo ihr Lieben, vor einiger Zeit und vor ein paar Tagen hatte ich zwei ungeklärte Todesfälle. Ich habe Kotproben mit Verdacht auf Würmer...

  1. #1 dreli, 16. März 2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16. März 2011
    dreli

    dreli Guest

    Hallo ihr Lieben,

    vor einiger Zeit und vor ein paar Tagen hatte ich zwei ungeklärte Todesfälle. Ich habe Kotproben mit Verdacht auf Würmer eingeschickt, und wie befürchtet waren die Kotproben meiner Sittiche (Bourke, Schmuck, Welle) positiv mit Spulwürmern.

    Gestern abend hab ich jede Menge Käfige besorgt, alle desinfizeirt, und eine "Krankenstation" eingerichtet - was für ein Streß, aber was sein muß, muß sein.

    Die Paare mit den Küken habe ich noch nicht eingefangen, weil ich mir nicht sicher war, ob die Küken das vertragen. Das jüngste Küken ist heute genau vier Wochen alt, das älteste ist gestern ausgeflattert.

    Weiß jemand, ab wann man Küken entwurmen darf? Und vor allem wie - denn eigentlich werden die ja noch von den Eltern gefüttert und würden ja so von dem Wurmmittel abbekommen.

    Vielen Dank für eure Antworten,
    Andrea
     
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  3. #2 IvanTheTerrible, 16. März 2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16. März 2011
    IvanTheTerrible

    IvanTheTerrible Guest

  4. dreli

    dreli Guest

    Sorry, sollte heißen, das *Älteste* ist vier Wochen alt, das Jüngste ist vier Tage jünger.

    Meine Frage war eigentlich nicht, ob ich den AV oral eingeben kann (das mache ich sowieso schon), sondern ab wann die Küken es vertragen, von wurmmittelbehandelnden AV gefüttert zu werden. Ich verwende Panacur.
    Danke und LG - Andrea
     
  5. #4 IvanTheTerrible, 16. März 2011
    IvanTheTerrible

    IvanTheTerrible Guest

    Sonst hätte ich geschrieben...kann nicht gegeben werden!
    Ivan
     
  6. dreli

    dreli Guest

    Hallo nochmal,

    um zu konkreten Antworten zu kommen, muß ich offenbar erst durch Zufall eine Reptilien- und Vogelspezialistin kennenlernen, die zufälligerweise auch noch grade auf einem Seminar war, wo es ebenso zufälligerweise um die Behandlung von Sittichen mit Panacur ging,. Es handelt sich hierbei um eine Tierärztin der Kleintierklinik in Wels (Oberösterreich).

    Es wurde jüngst eine Studie gemacht, ob die althergebrachte (meist von Säugetieren übernommene) Behandlung von zweimal im Abstand von zwei Wochen mit jeweils drei (oder gar fünf) Tagen bei Sittichen überhaupt angebracht ist, da ja bekannt ist, daß Panacur erhebliche Nebenwirkungen haben kann. In jener Studie wurden Sittiche infiziert und einmal (also einmal an nur einem einzigen Tag) behandelt. Die Kotproben, die nach zwei Wochen entnommen wurden, waren fast zu 100% negativ. Die Entwurmung scheint sich also bei Sittichen um einiges anders abzuspielen als zB bei Katzen oder Hunden - noh nah.

    Insofern hätte ich mir (und den Vögeln) ziemlich viel Streß ersparen können, weil ich diese Tierärztin erst nachher kennenlernte.
    Aber vielleicht hilft das ja hier in Zukunft einigen Sittichhaltern, wenn sie Probleme mit Spulwürmern bekommen.

    Was die Küken betrifft, so gab sie mir die Auskunft, daß man diese sehr wohl extra entwurmen muß, daß das Mittel Panacur nicht (wie ich angenommen hatte) durch das Füttern sowieso auf die Küken übertragen wird, sondern nach der Verabreichung ziemlich schnell in die Blutbahn übergeht.
    Ich habe also dann meine vier Küken nochmal extra entwurmt - aber eben nur eine einmalige Gabe.

    Nun habe ich das Vogelzimmer wieder bezugsfertig gemacht und hoffe, auch das letzte Spulwurmei vernichtet zu haben. Alles verzichtbare habe ich weggeworfen bzw. verheizt, und in zehn Tagen entnehme ich dann eine weitere Sammelkotprobe und hoffe inständig, daß diese dann negativ ist!

    Soweit haben alle 21 Vögel die Krankenstation überlebt, nur eine Schmucksittichdame wurde im Käfig von dem zuerst zugeteilten Partner ziemlich massakriert und übel am Rücken zugerichtet. Ich habe dann sofort die Partner vertauscht, und dann gab es zum Glück keinen Zwischenfall mehr. Außerdem hatte sie beim einkeschern vor Schreck alle Schwanzfedern verloren. Die Wunde ist zwar am Verheilen, aber die Dame wirkt sehr gedämpft.

    Auch einer der Wellensittiche hat sich schreckgemausert, ist aber ansonsten fit.
    Die älteren beiden Küken sind in der Krankenstation ausgeflogen, und die anderen beiden (die mit der Rupfmutter) haben dank Vergitterung des Nistkastendeckels weitgehend ihre Federn behalten und werden ebenfalls die nächsten Tage ausfliegen.
    Die Zwergwachteln haben ihre zeitweiligen Springattacken im Krankenkäfig zum Glück auch ohne Kopfverletzungen überlebt.
    Alles in allem ein mega Streß, aber in der Überzeugung, ich müßte sie mehrere Tage lang behandeln, wäre tägliches Einkeschern wahrscheinlich noch streßiger gewesen...

    Falls ich jemals wieder Spulwürmer haben sollte, dann weiß ich zumindest in Zukunft, daß es NICHT nötig ist, die Vögel über Tage zu behandeln, und insofern fällt auch die Krankenstation weg. Einmal alle einfangen, behandeln, Vogelzimmer säubern, und wieder freilassen.

    Ich hoffe, hiermit ein paar nützliche Informationen gegeben zu haben.

    Liebe Grüße, Andrea
     
  7. #6 Vogelklappe, 22. März 2011
    Vogelklappe

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    Es sollte aber zumindest Tierärzten bekannt sein, daß man Vögel mit Panacur nicht nach dem Säugetierschema entwurmen darf, für die es nebenbei auch gar nicht zugelassen ist, weil es beim Vogel kumulativ toxisch ist. Studien dazu findet man auch im Internet. Die korrekte einmalige Gabe und ebenso einmalige Wiederholung nach zehn Tagen findet man sicher auch in diesem Forum und nicht nur bei den Wildvögeln.
     
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