Stand der Dinge

Diskutiere Stand der Dinge im Rassetauben Forum im Bereich Tauben; Die Brut unserer zweiten Taubenpärchens (Wiener Weißschild, rot) ist ebenfalls heute im alter von knapp 3 Wochen verhundert, weil die Eltern nicht...

  1. #1 Marion Albrecht, 6. Juni 2000
    Marion Albrecht

    Marion Albrecht Guest

    Die Brut unserer zweiten Taubenpärchens (Wiener Weißschild, rot) ist ebenfalls heute im alter von knapp 3 Wochen verhundert, weil die Eltern nicht mehr weitergefüttert haben!

    Wir haben ja letzte Woche 2 Paare Coburger Lerchen dazubekommen. Diese haben bei dem vehementen Versucht, sich ein Nest zu erobern, außerdem die zwei schlupfreifen Eier des anderen Paares zerstört (aber da brauchen wir dann wenigstens nicht mehr zusehen, wie diese Kinder verhungern müssen!)

    Wir wollen die Wiener Weißschild jetzt abgeben, da wir kein Interesse an Ammenaufzucht haben und auch nicht zusehen wollen, wie ein Nest nach dem anderen aufwächst und dann elend eingeht!

    Wenn sie keiner will, werden wir entweder Gipseier geben oder wirklich die Tauben schlachten.

    Wir habne jetzt auch den Schlag vergrößert und das ältere Cob. Lerchenpaar hat eine Nistschale besetzt.

    Wünscht uns mehr Glück mit diesen Vögeln
    Gruß
    Marion
     
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  3. Andrea

    Andrea Foren-Guru

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  4. Andrea

    Andrea Foren-Guru

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  5. Anke

    Anke Guest

    Liebe Marion,

    wenn Du mitbekommen hast, daß die Jungen nicht gefüttert werden, warum hast Du denn nicht versucht, die Kleinen von Hand aufzuziehen, bevor sie verhungern? Mit drei Wochen dürfte das eigentlich kein Problem gewesen sein.

    Grüße,

    Anke
     
  6. #5 Rüdiger, 7. Juni 2000
    Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin zusammen!

    <BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Anke:
    wenn Du mitbekommen hast, daß die Jungen nicht gefüttert werden, warum hast Du denn nicht versucht, die Kleinen von Hand aufzuziehen, bevor sie verhungern?
    Anke
    <HR></BLOCKQUOTE>
    Anke, ich kann gut verstehen (und habe bei einheimischen Wildvögeln ebenso gehandelt), wenn man in einem Notfall Jungvögel per Hand aufzieht. Allerdings ist dies doch eine sehr
    gefühlsmäßige Reaktion.
    Aus einer mehr rationalen Sicht stehe ich der Handaufzucht sehr kritisch gegenüber: einmal allgemein aufgrund der Gefahr einer Fehlprägung der Tiere, zum anderen auch bei der Handaufzucht aus Notfällen werden dadurch Vögel am Leben erhalten, die "eigentlich" nicht voll lebens- und fortpflanzungsfähig sind. Werden diese Tiere dann zur Zucht eingesetzt, geben sie u.U. ihre Merkmale weiter und es entwickelt sich ein Zuchtstamm schwacher Tiere.
    Insofern frage ich mich auch, wenn man denn aufgrund eines Irrtums eine scheinbar degenerierte Vogelrasse wie die Wiener Weißschild hat, es nicht besser ist, auf die Handaufzucht zu verzichten, wenn man sich nicht mit der Absicht trägt, die von Manfred Rückkreuzungsversuche zu machen, um wieder ein natürliches Aufzuchtverhalten einzuzüchten.
    Das ist sicherlich eine sehr schwierige und scheinbar herzlose Entscheidung, die aber doch wesentlich "artgemäßer" ist.
    Oder?

    ------------------
    Tschüss Rüdiger
     
  7. Anke

    Anke Guest

    Hallo Rüdiger,

    Man muß doch die handaufgezogenen und angeblich degenrierten Tauben nicht unbedingt sich vermehren lassen.

    Ich könnte, wenn es meine eignen Vögel gewesen wären, nicht einfach mitansehen, wie die Jungen verhungern, ohne einzugreifen.
    Das ist bei Doris' Welliküken doch das selbe in grün (oder blau/gelb/...), würdest Du ihr auch geraten haben, die jungen Wellis lieber verhungern zu lassen, statt zu versuchen, sie zu retten?
    Zu seinen "eigenen" Vögeln hat man in der Regel eine gewisse Bindung und ein Verantwortungsgefühl und versucht auch kranken und hilfsbedürftigen Vögeln zu helfen, anstatt die Natur einfach selektieren zu lassen.
    Dabei spielt es doch keine Rolle, ob es sich um Sittiche, Exoten oder Tauben handelt.
    Oder doch?????

    Grüße,

    Anke
     
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  9. #7 Rüdiger, 8. Juni 2000
    Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Anke!

    Wie gesagt habe ich vollstes Verständnis dafür, wenn man sich entschließt, in Notfällen Jungtiere handaufzuziehen (unzweifelhaft legitim ist es meines Erachtens auch bei Tod der Elterntiere). Und ich bezweifel stark, das ich mitansehen könnte, wie die Jungtiere meiner Geier verhungern.
    Ich möchte fast sagen: wider besseres Wissen würde mein Gefühl siegen und ich sie auch handaufziehen. Und natürlich ist es bei Doris Wellis dasselbe Problem: es ist zumindest insoweit auch angesprochen worden (wenn auch nicht unbedingt in diesem Forum, kann auch in der VML oder im APN-Forum gewesen sein), als das geraten wurde, ihr Welli-Paar nicht mehr brüten zu lassen, um solche Notfälle in Zukunft zu vermeiden.
    Handaufzucht ja oder nein ist sicherlich eine Gewissensentscheidung, eine Entscheidung zwischen Kopf und Herz: deshalb kann ich ebenfalls verstehen, wenn man aus eher rationalen Gründen auf die Handaufzucht verzichtet - sei es, weil man nicht möchte, das sich eine degenerierte Vogelart vermehrt oder ein degenerierter Vogel sein Erbgut weitergibt; sei es, weil eine unsachgemäße Handaufzucht zumindest bei Papageienvögeln eine wochenlange Qual für die Jungvögel bedeuten kann (möglicherweise ist die Handaufzucht bei Tauben einfacher ebenso wie die Gefahr der Fehlprägung, wie Andrea sagt, nicht gegeben ist).
    Natürlich wäre es auf alle Fälle besser gewesen, die Vögel garnicht erst
    zur Brut kommen zu lassen, nur in diesem konkreten Fall ist es aufgrund mangelnder Information nun einmal dazu gekommen.
    Und ich kenne auch die Kehrseite der Handaufzucht: gerade bei "materiell wertvollen" Tieren finden sich Züchter, die immer per Hand aufziehen, u.a. auch deshalb, weil so die Sterblichkeitsrate bei den Jungtieren geringer ist und der damit Verdienst größer. Auf diesem Wege entstehen dann Zuchtstämme aus Tieren mit genetischen Defekten, angeborenen Krankheiten, verringerter Lebenserwartung etc..
    Für mich ist dies auch eine mögliche Erklärung für die ständige Zunahme von schwerwiegenden Erkrankungen wie u.a. PFPD bei Großpapageien: ich kann mir gut vorstellen, das deren Immunsystem immer schwächer wird.
    Als verantwortungsvoller Tierhalter muß ich mich doch dann schon fragen: ist es nicht besser, die Natur selektieren zu lassen, damit man gesunde Zuchtstämme und Vögel erhält statt aus Mitleid und Mitgefühl immer schwächlichere Tiere sich fortpflanzen zu lassen?


    ------------------
    Tschüss Rüdiger
     
  10. Andrea

    Andrea Foren-Guru

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