Stimmenbasiertes Vogelbestimmungsprogramm

Diskutiere Stimmenbasiertes Vogelbestimmungsprogramm im Vogelbestimmung Forum im Bereich Allgemeine Foren; Liebe Vogelfreunde, ist es nicht so: wir hören, aber sehen sie nicht (oder nicht richtig) unsere gefiederten Freunde? Ich bin kein...

  1. #1 kahemay, 12. Januar 2010
    Zuletzt bearbeitet: 12. Januar 2010
    kahemay

    kahemay Lautmaler

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    Liebe Vogelfreunde,

    ist es nicht so: wir hören, aber sehen sie nicht (oder nicht richtig) unsere gefiederten Freunde? Ich bin kein Vogelspezialist oder gar Ornithologe, aber wissen möchte ich schon immer ganz gerne, welchen Vogel ich da gerade singen gehört habe! Und da geht dann immer das Raten mit meiner Frau los: war das nun ein Rotkehlchen oder doch eine Mönchsgrasmücke oder was denn ...? Man holt sich dann sein Vogelbestimmungsbuch und da erfährt man etwas über eine Zeichnung über dem Auge und rote Füße oder was sonst noch so. Aber irgendwo im Baum versteckt er sich, oder dem schwarzen Punkt gegen den hellen Himmel ist auch nicht viel anzusehen.
    Ich will es kurz machen. Nach jahrelangem Ärger darüber hatte ich, als ehemaliger (auch) Informatiklehrer an einer Brufsschule, eine Schnapsidee:
    ich begann, verschiedenen Unkenstimmen zum trotz, ein Computerprogramm zu entwerfen, das anhand der Auswahl von vorgegebenen Lautmalereien (wie: karre karre twit twit, zizibäh, twitwitwit, usw.) oder Gesangsbeschreibungen (wie z.B.: rhythmische Variationen des Motives zizizizi zäzäzäzäaa oder: lange flötende Melodien usw.) eine bestimmte Anzahl (manchmal auch nur einen) von Vögeln vorschlägt (optisch und gesanglich illustriert) unter denen man dann evtl. seinen gehörten Vogel tatsächlich findet. Auch gibts es natürlich eine Tabelle aller aufgenommener Vögel (bis jetzt 75) aus der heraus man sich die einzelnen ansehen und anhören kann. Das Anhören ist sogar unterteilt in die verschiedenen Lautäußerungen (Einzeltöne, Tonfolgen und Gesänge).
    Auch wenn man seinen gehörten Vogel nicht findet (ist ja auch anhand der Lautbeschreibungen und seiner eigenen "lückenhaften" Erinnerungen nicht ganz leicht), ist es schon mal recht unterhaltungs- und lehrreich mit dem Programm zu "spielen" (Freunde signalisierten das jedenfalls schon mal öfters). Und das kostenlos, denn ich verfolge keine commerziellen Interessen damit.
    Wer Interesse daran hat, kann mir gerne eine Email senden und ich würde auch ebenso gerne Eure Meinung über meine "Schnapsidee" erfahren!
    MfG Kahemay
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  3. #2 Grinsofant, 12. Januar 2010
    Grinsofant

    Grinsofant Foren-Guru

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    Hallo

    Ich finde die Idee äußerst gut.Noch toller wäre da ein App für ein Handy welches den Vogelstimmen noch Vorort eine Vogelart zuordnet.
    Leider ist mein Gedächtnis grade bei Vogelstimmen nicht sonderlich ausgepägt so das diese schon nach kurzer Zeit nicht mehr bestimmbar sind.

    Gruß Bernd
     
  4. kahemay

    kahemay Lautmaler

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    Hallo Bernd,
    ja, Du hast Recht, ich werde auch versuchen, das Programm auf MDAs o.ä. umzuschreiben. Das kostet natürlich Zeit und ich wollte erst mal testen, wie das Programm an sich ankommt.
    Grüße
    Karlheinz
     
  5. DaSi

    DaSi Hobbyorni

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    Tolle Idee!:beifall:
     
  6. #5 kahemay, 24. Februar 2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 24. Februar 2010
    kahemay

    kahemay Lautmaler

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    Hallo liebe Vogelfreunde,

    :traurig: schade, nur 2 Interessenten für meine computerunterstütze Vogelstimmenerkennungshilfe. Vielleicht erscheint es den meisten doch als "Schnappsidee" und glauben nicht, dass das was bringt.
    :idee: Ich habe aber nun dennoch die Möglichkeit geschaffen, dass das Programm von meiner Homepage (spätestens morgen) direkt heruntergeladen werden kann. Vielleicht kann sich dann doch der eine oder andere "aufraffen" und sich das Programm mal ansehen. Wie gesagt, es ist auf alle Fälle recht unterhaltsam :freude:, aber auch durchaus informativ! :+klugsche

    Mit vielen Grüßen
    Karlheinz
     
  7. eric

    eric Guest

    Klingt ja ganz interessant.
    Leider muss ich deine Homepage aber laut Forenregeln rausnehmen. Die Vorstellung der eigenen Hp ist nur unter Webseitenvorstellung zugelassen.
    Du kannst sie aber auch in deinem Profil nennen.
    Nichts für ungut
    Eric
     
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  9. kahemay

    kahemay Lautmaler

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    Ja Danke für den Hinweis. War mir nicht bewusst.
    Ich habe also die Adresse sowohl in meinem Profil, als auch in der Webseitenvorstellung erwähnt.
    Ich hoffe, Interessenten werden da dann auch fündig!?

    Gruß
    Karlheinz
     
  10. Hauksen

    Hauksen Stammmitglied

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    Interessanter Ansatz, aber meine mehr oder weniger zufällig ausgewählten Beispiele "Zilpzalp" und "Dohle" konnte ich mit Deinem Programm nicht bestimmen.

    "Zilpzalp" hätte ich unter "einfach strukturiert, Folge gleichartiger Laute" erwartet, er stand aber unter "kompliziert strukturiert, rhythmisch", und war durch die Beschreibung "seinem Namen entsprechende Folgen ..." auch nicht in der alphabetischen Liste der Phoneme zu finden.

    "Dohle" stand wie erwartet unter "einfach strukturiert, Folge gleichartiger Laute", aber die phonetische Umsetzung "hep hep hep" hätte ich nicht erwartet, weil der Ruf der Dohle mit einer (sehr schnellen) gleitenden Tonhöhenveränderung (Glissando) beginnt.

    (Vogelbücher erklären meist die Systematik der verwendeten Phonetik. Das würde die Benutzung Deines Programms vielleicht auch vereinfachen.)

    Was auch helfen könnte, wäre eine Darstellung der 75 von Dir umgesetzten Vögel in der Baumstruktur, die Du auch auf der Einführungsseite zeigst, damit man anhand schon bekannter Vogelstimmen versteht, wie Du die unbekannten systematisch eingeordnet hast. Solch ein Diagramm könnte man z. B. mit dem kostenlosen Open-Source-Programm Graphviz automatisch erzeugen.

    Um die von Dir erwähnte "Abhängigkeit vom individuellen Hörempfinden" in Deiner Phonetik zu verringern, könntest Du einen Blick auf die Sonagramme in "Die Stimmen der Vögel Europas" (Bermann/Helb/Baumann) werfen - dort sieht man z. B. die gleitende Tonhöhenveränderung im Ruf der Dohle im Bild.

    (In der Einleitung dieses Buches wird übrigens auch kurz auf ältere Darstellungen der Vogelstimmen z. B. in Notenschrift oder even als sprachliche Umschreibung eingegangen.)

    Meiner persönlichen Erfahrung nach sind die phonetischen Umschreibungen in den Vogelbüchern nur dann sinnvoll, wenn man schon eine recht gute Idee hat, welcher Vogel es denn sein könnte, und man ein zusätzliches Kriterium zur Entscheidung zwischen zwei visuell (in der Beobachtungssituation) nicht unterscheidbaren Arten braucht, wie z. B. zwischen Sumpf- und Weidenmeise.

    Spannendes Thema, aber nicht einfach! :)

    Tschüs!

    Hein
     
Thema: Stimmenbasiertes Vogelbestimmungsprogramm
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