Störungen des Nervensystems, Virusinfektion

Diskutiere Störungen des Nervensystems, Virusinfektion im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo zusammen, meinem Nymphensittichweibchen Peggy geht es seit Freitag nicht so gut. Sie ist beim Fliegen plötzlich in meiner Biomülltüte...

  1. #1 peggypercy, 3. Mai 2005
    peggypercy

    peggypercy Guest

    Hallo zusammen,

    meinem Nymphensittichweibchen Peggy geht es seit Freitag nicht so gut. Sie ist beim Fliegen plötzlich in meiner Biomülltüte gelandet. Jedenfalls habe ich beobachtet, dass sie Freitag wenig geflogen ist danach und Samstag wurde es schlimmer. Die Bewegungen waren unkoordiniert und wenn sie flog, ging das auch nicht. Sie ist dann auf dem Boden gelandet und wußte nicht, was los war. Es schien so, als sei sie geistig behindert, weil sie auch den Kopf immer so komisch drehte bzw. nach oben immer schaute.

    Sonntag war ich beim TA. Man traut denen ja nicht so, weil die wenigsten sich auskennen. Er meinte, das sei eine Infektion. Sie bekam dann 1 Antibiotikaspritze. Montag dann nochmal zwei. Ich holte sie aber wieder zu mir nach Hause. Gestern abend hat sie gefressen. Aber die Symptome haben sich nicht gebessert. Evtl. hatte sie auch einen Schlaganfall. Sowas gibt es bei Vögel auch, habe ich gelesen. Heute ist sie noch nicht geflogen und ich glaube, sie tut es auch nicht. Heute abend will ich mit dem Leiter eines Vogelparks sprechen, wo viele NS und Papageien sind. Man sagte mir, er habe Ahnung. Ich habe auch gelesen, dass man Vitamin B und B Komplex geben soll, das soll auch helfen, kann aber Tage dauern, bis es dem Vogel besser geht.

    Ich schreibe hier in der Hoffnung, jemand kennt sich mit sowas aus. Ich mache mir sehr große Sorgen und Percy versteht auch nicht, warum sein Weibchen so teilnahmslos ist.

    Viele Grüße
    Petra
     
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  3. #2 Alfred Klein, 3. Mai 2005
    Alfred Klein

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    Hallo Petra
    Mit dem Vitamin B -Komplex liegst Du völlig richtig.
    Das hätte der Tierarzt natürlich als erstes spritzen müssen.
    Die Reaktion des Tierarztes zuerst mal Antibiotika zu spritzen deutet für mich darauf hin daß der überfordert ist. Es ist bei Tierärzten sehr beliebt zuerst mal Antibiotika zu spritzen wenn man nicht weiß was man machen soll. Das ist hier im Forum massenweise zu lesen.
    Was Deinem Vogel fehlt kann ich so auch nicht sagen. Das könnte eine bakterielle, aber genau so gut auch eine virale Infektion sein. Wobei man bei Viren leider nichts machen kann.
    Der von Dir angesprochene Schlaganfall ist ebenso möglich.
    Zur Infektionsmöglichkeit mußt Du überlegen ob es möglich ist daß eine Infektion von außen heran getragen wurde. Warst Du in einer Tierhandlung mit Vögeln? Hast Du einen weiteren Vogel neu aufgenommen? Das sind Übertragungswege die z.B. die Dreherkrankheit auslösen können. Hierzu mal dieser Link: http://www.vogel-infos.de/Dreherkrankheit.html
    Um einen vogelkundigen Tierarzt zu suchen haben wir Listen. Diese findest Du unter: http://www.vogel-faq.de/index.php?sid=4849&aktion=artikel&rubrik=009&id=7&lang=de
    Mit Glück ist einer in Deiner Nähe.
     
  4. #3 peggypercy, 4. Mai 2005
    peggypercy

    peggypercy Guest

    Hallo Alfred,

    vielen Dank für Deine Antwort. Ich bin zwar neu hier, aber ich merke schon, Du hast Ahnung. Ich war tatsächlich am 16.04.2005 in einem Vogelpark. Dort waren neben Kakadus, die da frei rumflogen und die sehr zahm waren auch Nymphensittiche in einer riesigen begehbaren Voliere, wo wir auch drin waren. Die Kakadus haben sich sogar unter die Jacke gekuschelt. Kann schon sein, dass ich da was mitgebracht habe. Der Chef vom Tierpark konnte mir auch nicht weiterhelfen. Sie führen immer nach Hannover. Ich habe aber noch per Internet eine Adresse eines Tierarztes für Geflügelkrankheiten ausfindig gemacht, keine halbe Std. von mir entfernt. Heute morgen war ich da mit Peggy. Er war der erste, der den Kot mal untersucht hat. Salmonellen sind es nicht. Er will den Kot jetzt noch auf Bakterien untersuchen. Das dauert aber 3 - 4 Tage. Ich soll mich Montag nochmal melden. Jedenfalls traue ich diesem Tierarzt mehr. Er hat mir zwar auch ein Langzeitantibiotikum mitgegeben, welches täglich zweimal im Wasser verabreicht wird.

    Peggy hat gestern abend im Käfig beim Fressen reingehauen wie nur was. Auch heute morgen hat sie schon gefressen. Gott sei Dank. Während des Tages döst oder schläft sie viel und dazwischen putzt sie sich wie eine Wilde. Gestern im Käfig hat sie zweimal einen "Pfau" gemacht, d. h. kopfunter an die Stange und die Flügel ausgebreitet.

    Ich warte jetzt mal Montag ab. Evtl. werde ich mit ihr noch nach Dortmund fahren, da gibt es spezielle Sittichtierärzte. Das wäre nur ca. 1 Std. von mir aus. Ich möchte ihr nicht eine zu lange Autofahrt zumuten, sonst würde ich mich natürlich gern auf den Weg nach Hannover machen, aber da dauert die Fahrt zwei Stunden.

    Ich habe mir in der Buchhandlung ein Vogelkrankheitenbuch von Uta Hahn (ISBN 3-7944-0169-7) bestellt. Kostet 11 Euro. Kann man ja immer mal gebrauchen.

    Ansonsten bin ich mit den Nerven ziemlich runter. Obwohl Peggy nicht handzahm ist, so kommt sie doch, wenn es Leckerchen gibt, schon mal auf die Schulter. Ich hänge doch ziemlich an ihr und hoffe, dass sie sich erholt.

    Viele Grüße
    Petra
     
  5. #4 alex, 4. Mai 2005
    Zuletzt bearbeitet: 4. Mai 2005
    alex

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    Hallo Petra,

    da Du schreibst, dass Dein Nymphie den Kopf nach hinten dreht, würde ich auch auf einen Vitamin-B-Mangel tippen. Auch die Koordinierungsschwierigkeiten weisen darauf hin. Er kann sogar von der Stange fallen, bis der Anfall bzw. Krampf vorrüber ist. Der TA hätte dies natürlich abklären müssen und gegebenfalls Vitamin B spritzen müssen.

    Bis jedoch eine eindeutige Diagnose vorliegt, besorge Dir Nekton B Komplex (Pulverform), das ist ein Vitamin B-Präperat für Vögel von der Firma Günter Enderle in Pforzheim.

    Es sollte auch schnell abgeklärt werden, damit das Vögelchen keine bleibenden Hirnschäden davon trägt. Mit dem Vitamin B Präperat kannst Du nichts falsch machen. Gebe es ins Trinkwasser. Zudem ist Vitamin B wasserlöslich und wird vom Körper ausgeschieden (keine Hypervitaminose möglich).

    Gruß Alex
     
  6. #5 Thomas B., 4. Mai 2005
    Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Hallo Petra,
    mit dem Buch von Uta Hahn hast Du "zielsicher" zwar das billigste, aber auch das bei weitem schlechteste Buch zu Vogelkrankheiten ausgesucht. Versuche am besten, ob Du es zurückgeben kannst und schaff Dir das von Angelika Wedel (hervorragend und tiefergehend) oder, wenn Dir eine schmale Basisinformation ausreicht, das von Doris Quinten an.
    Nun aber zu Deinem Vogel:
    Wenn es eine virale Infektion ist, nützen Antibiotika natürlich nichts. Wenn es eine bakterielle Infektion ist, darf nur ein Antibiotikum genommen werden, das die Blut-Hirn-Schranke passiert, also liquorgängig ist. Das sind (als einziges Penicillin) Ampicillin, (als einziges Cephalosporin) Cefotaxim und vor allem Chloramphenicol. Tetracycline, Makrolide und Aminoglykoside sind nicht liquorgängig.
    Hohe Dosen Vitamin B sind bei zentralnervösen Störungen nie verkehrt, nützen aber auch nur wirklich was, wenn die Störung durch Vitamin-B-Mangel verursacht wurde. Aber falsch machen kann man damit nichts.
    Im übrigen kann es auch Magnesium- oder Calciummangel sein, u.U. auch ein Hirntumor.
    Was Du (auf Verdacht) noch versuchen könntest, wäre eine homöopathische Behandlung mit Hypericum in Hochpotenz (C 200 oder C 1000). Es kommen aber auch noch andere homöopathische Mittel in Betracht, dazu müßte man mehr über den Vogel wissen.
    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  7. #6 peggypercy, 4. Mai 2005
    peggypercy

    peggypercy Guest

    Hallo Alfred,
    hallo Thomas,

    vielen lieben Dank für Eure Hilfe. Ich gebe Nekton B Komplex ins Wasser.

    Kann natürlich sein, dass Peggy Vitamin B Mangel hat, da ich die Tiere nicht an Obst und Gemüse gewöhnt habe. Ich weiss, das ist nicht richtig. Ich gebe lediglich gekeimte Körner regelmäßig. Aber im Moment lasse ich das lieber sein. In Zukunft will ich Obst und Gemüse so lange in den Käfig legen, bis sie es fressen. Der TA sagte aber heute, ich solle im Moment kein Obst geben.

    Ich soll den TA am Montag bezügl. des Befundes wg. des Kotes anrufen.
    Dann kann ich ihm ja sagen, was Du mir über Antibiotikum gesagt hast bzw. ihn fragen, was genau das für eins ist.

    Wo bekomme ich denn Hypericum?

    Gruß
    Petra
     
  8. #7 Thomas B., 4. Mai 2005
    Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Liebe Petra,
    Das kannst Du über jede Apotheke bestellen.
    LG
    Thomas
     
  9. #8 peggypercy, 5. Mai 2005
    peggypercy

    peggypercy Guest

    Hallo,

    ich habe leider doch die Befürchtung, dass es sich um die Dreherkrankheit handelt. Letzten Freitag, wo alles anfing, ist sie ja noch ab und an geflogen und am Samstag ging es auch noch so. Dann wurde es schlimmer

    Da ich es nicht über´s Herz bringe, sie einzusperren, sitzt sie auf dem Käfig. Ein- zweimal am Tag will sie dann doch losfliegen. Wenn sie dann auf dem Boden landet, ist sie natürlich aufgeregt und ich habe gesehen, wie sie dann stärker den Kopf hin und herdreht. Lähmungserscheinungen habe ich noch nicht so beobachtet und der Kot hat sich auch nicht so sehr verfärbt. Wenn ich überlege, dass sich das noch Wochen hinziehen kann!

    Und die Frage ist, hat sich Percy angesteckt? Im Moment ist alles in Ordnung. Aber ich muß mir ja Gedanken machen, wenn die Peggy mal nicht mehr ist. Er soll ja nicht auf Dauer allein bleiben.

    Gruß
    Petra
     
  10. #9 pygostyl, 5. Mai 2005
    pygostyl

    pygostyl Guest

    Paramyxose

    Hi, nur kurz, ich befürchte Dein Nymphe hat eine Paramyxo Infektion, also ein Virus der Paramydae Gruppe. Kurz Infos findest Du bei Ute Hahn auf Seite 76. Heißt aber lange nicht, das es At. Gefl. Pest ist. Bestimmung der Paramyxose durch Antikörpertest. VON ALLEN ANDEREN TIEREN FERNHALTEN UND HÄNDE UND KÄFIG; ETC DESINFIZIEREN; HOCH ANSTECKEND. Andere Möglichkeiten stehen auch bei Ute Hahn Seite 77. Überlebenschancen bei etwa 20-30 Prozent. Pflege ihn gut, vielleicht hat er Glück. ACHTE AUF HYGIENE!!! Viel Glück und liebe Grüße
    Bambi P:S: wer ist der Vogelspezialist, bei dem Du warst?
     
  11. #10 peggypercy, 5. Mai 2005
    peggypercy

    peggypercy Guest

    Hallo Bambi,

    Ist Paramyxo Infektion dasselbe wie PMV 3 Paramyxovirus Serotyp 3?

    Das Buch bekomme ich ja morgen. Werde den Tierarzt auch auf Antikörpertest ansprechen.
    Ich habe nur ein 1 Zimmer Apartment, da geht es schlecht, das Männchen fernzuhalten und ich habe z.Z. noch 2 Hasen in Pflege vom Tierheim. Womit desinfiziere ich denn? Bekomme ich Mittel aus der Apotheke?

    Der TA ist ein Spezialist für Geflügelkrankheiten, den ich durch´s Internet gefunden habe und der bei mir in der Nähe wohnt. Mehr kann ich da auch nicht sagen. Ich war neulich das erste Mal bei ihm. Aber er hat wenigstens die Kotproben genommen zum Untersuchen. Aber er sagte, die Untersuchung auf Bakterien dauere ein paar Tage.

    Woher kennst Du Dich so aus? Was heißt At? Geflügel Pest

    Gruß und Danke
    Petra
     
  12. #11 Alfred Klein, 5. Mai 2005
    Alfred Klein

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    Hallo Petra

    Es gibt einige Versionen des Paramyxovirus. Ich denke daß Bambi allgemein Paramyxoviren meinte.
    Ein gutes und rückstandsfreies Desinfektionsmittel ist Bactazol. Es entspricht ungefähr dem was in Krankenhäusern verwendet wird. Hier habe ich noch einen kleinen Aufsatz über desinfektion bei Vögeln: http://www.vogel-infos.de/Desinfektion.html
    Das soll wohl "atypische Geflügelpest" heißen.
     
  13. #12 Thomas B., 5. Mai 2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 5. Mai 2005
    Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Hallo Peggypercy,
    vom Paramyxovirus gibt es 9 bekannte Serotypen unterschiedlicher Pathogenität.
    Sie sind gegen direktes Sonnenlicht, Hitze und UV-Strahlen empfindlich, ebenso gegen verschiedene Desinfektionsmittel.
    Mit At. Geflügelpest ist vermutlich "atypische Geflügelpest", auch genannt Newcastle-Disease, gemeint, die bei Papageien und Nutzgeflügel von Paramyxoviren PMV 1, also Serotyp 1, ausgelöst wird. Bei den Finkenvögeln ist PMV 2 Erreger der Geflügelpest.
    Im Verlauf dieser Erkrankung kann es zu schweren zentralnervösen Ausfallerscheinungen kommen; dennoch hängt die Vermutung von pygostyl ziemlich in der Luft. Es ist nur eine (gleichwertige) Möglichkeit unter vielen. Denn ebensolche Ausfallerscheinungen können auch bei bakterieller Encephalomeningitis oder bei Enzephalitiden, die z.B. durch Herpes-Viren ausgelöst werden, sowie bei zahlreichen anderen Erkrankungen auftreten. Auch Salmonelleninfektionen machen häufig zentralnervöse Ausfälle. Ebenso bei der schon erwähnten Dreherkrankheit, für die ein anderes Paramyxovirus, Serotyp 3, verantwortlich ist.
    Schulmedizinisch kann man gegen Virusinfektionen nichts machen. Homöopathisch sieht das anders aus, weil in der Homöopathie ja nicht der "Erreger" bekämpft, sondern die Lebenskraft und der Abwehrmechanismus gestärkt werden.
    P.S.: Eine Zeitlang wurde von manchen Forschern (z.B. Dr. Grund vom Institut für Geflügelkrankheiten in Oberschleißheim) ja vermutet bzw. die These vertreten, daß es auch ein noch unbekannter Serotyp des Paramyxovirus sein könnte, der für die Neuropathische Drüsenmagendilatation (PDD) verantwortlich ist. Diese These ist aber unterdessen wieder vom Tisch. Auch PDD kann schwere zentralnervöse Störungen auslösen, sogar ohne die im allgemeinen typische, namensgebende Drüsenmagenerweiterung.
    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  14. #13 peggypercy, 5. Mai 2005
    peggypercy

    peggypercy Guest

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die Informationen. Habe mir das mit den Desinfektionsmitteln ausgedruckt.

    Leider muß ich mich ja noch bis Montag gedulden. Aber ich werde morgen in die Apotheke gehen um Hypericum zu besorgen und damit zu behandeln.

    Gruß Petra
     
  15. #14 Thomas B., 5. Mai 2005
    Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Das ist gut so, aber achte bitte darauf, daß Du wirklich eine Hochpotenz bekommst, C 200. Wenn die Apotheke nur C 6 oder D 12 vorrätig hat, ist das kein adäquater Ersatz. Lieber die richtige Potenz über den Großhandel bestellen, es dauert nur ein paar Stunden.
    Und wie gesagt: Es ist nur ein "Schnellschuß"-Versuch (eigentlich nicht fachgerecht so) - aus der Erfahrung heraus, daß Hypericum eines der wichtigsten "Nervenmittel" in der Homöopathie ist, und ohne die in der Homöopathie an sich so wichtige Beachtung der individuellen Modalitäten und Symptome. Es muß aber in Deinem Fall nicht das Richtige sein. Um Dir mit größerer Sicherheit das richtige homöopathische Mittel empfehlen zu können, müßte ich Anamnese erheben und repertorisieren.
    LG
    Thomas
     
  16. #15 pygostyl, 5. Mai 2005
    pygostyl

    pygostyl Guest

    Paramyxo

    Hi, bevor ich anfange: ich teile den Kram, den ich schreiben möchte in mehrere Teile. Mein Rechner hängt sich ständig auf.
    Teil 1: Ich meinte das mit der atypischen Geflügelpest nur im Zusammenhang mit dem Ute Hahn Buch. Ich dachte Du hättest das schon und könntest mal nachschlagen weil da was über Paramyxose mit bei steht. Ist wirklich keine hervorragende Lektüre aber für einen Mini Überblick ganz o.k. Das Hypericum kann ich Dir auch nur empfehlen. Ein guter Versuch bei neurologischen Problemen. Ist natürlich keine fundierte homöopathische Behandlung aber ein guter Tip. Bactazol ist ähnlich dem bekannteren Sterilium und gut wirksam. Das Antibiotikum vom Geflügelspezialisten ( zufällig Dr. Erdös oder Pieper ? ) kann natürlich nicht gegen eine evtl virale Erkrankung wie dem Dreher helfen, kann aber Sekundärinfektionen verhindern.
     
  17. #16 pygostyl, 5. Mai 2005
    pygostyl

    pygostyl Guest

    teil 2

    also weiter: bitte setz Peggy in einen Käfig, Box oder Karton. Den Käfig abdunkeln mit Tüchern o.ä. Bitte keine Stangen reintun, Verletzungsgefahr. Den Boden bitte mit Küchenkrepp auslegen und mehrmals täglich wechseln um Schmierinfektionen zu vermeiden. Peggy braucht Wärme, also mit Wärmflasche, Rotlicht ( 50 cm Abstand, halbe Stunde an, halbe aus ) oder einem Bürospot ( zb. Osram Concentra 40 Watt Birne, die birnenförmigen mit dem silbernen Hinterteil ) über den abgedunkelten Käfig hängen. Dabei Hitzestau vermeiden. In das Nekton kannst Du auch noch Traubenzucker mischen ( wenn Du hast ), als Elektrolytersatz denn während der Antibiotikatherapie sollte man keine Elektrolyte geben. Apropos Antibiotika: Tierärzte sind schnell dabei diese zu geben, TAs die sich nicht mit Vögeln auskennen sowieso und dann noch die falschen. Aber wenn die vom Geflügelspezialisten sind, besser weitergeben, zumindest könnte so eine Sekundärinfektion mit Bakterien o.ä. vermieden werden. Percy kann sich natürlich schon angesteckt haben, die Krankheit ( wenn es denn Paramyxo ist ) muß aber nicht ausbrechen, er kann aber dann Dauerausscheider bleiben. Die anderen Erkrankungen, die Thomas beschreibt können es natürlich auch sein. An Metall ( zb. Blei ) kann sie nicht gekommen sein? Die kann auch zu neurologischen Ausfällen führen. Oder ranziges Futter mit hohen Toxinwerten. Obwohl Deine Beschreibung passt sehr genau auf Dreher oder Vit. B Mangel. Habe selbst leider Erfahrungen damit wegen den Tauben, Nymphen und Reptilien, ersetze aber auch keinenTierarzt.
    So habe leider die Hälfte wegen diesem dämlichen Rechner vergessen, aber ich glaube Du bist sowieso schon von allen Seiten mit Infos zugedröhnt.
    Liebe Grüße und viel Glück!!! Bambi
     
  18. #17 peggypercy, 6. Mai 2005
    peggypercy

    peggypercy Guest

    Etwas Neues

    Hallo Bambi,

    wenn ich sie in einen Käfig setze und zudecke, macht Percy noch mehr Theater, wie er jetzt schon macht, weil er sie ja dann nicht mehr sieht. Und wenn es dieser Virus tatsächlich ist, ist sie doch sowieso nicht zu retten und ihr Leben ist doch noch etwas schöner, wenn sie wenigstens nach draußen sehen kann und ein bißchen Abwechslung hat.

    Worüber ich noch gar nicht berichtet habe ist, dass sie auf den Kopf eine kahle Stelle hat. Hatte sie beim Kauf schon. Jedenfalls kann man dort unter der Kopfhaut eine sehr sehr dunkle Stelle deutlich sehen. Das war sonst nicht.
    Als ob da Blutgefäße geplatzt sind oder so. Die Stelle liegt genau auf der Kopfseite, wo sie das Bein zum kratzen nicht unter den Flügel durch kriegt.

    Und ich beobachte, dass auch auf der Seite die Haut um das Auge hellrötlich
    ist. Vielleicht ist das auch der Auslöser der Krankheit. Muß ich dem TA unbedingt auch drauf ansprechen.

    Heute ist sie leider 2 bis 3 m geflogen, ganz geradeaus, ohne Drehungen, aber dann doch auf dem Boden gelandet. Ich hab nicht aufgepaßt. Sie hat Angst gekriegt und ist dann losgeflogen. Sonst fliegt sie nämlich nicht.

    Ich bin verzweifelt. Diese Ungewißheit und dieses Warten auf Montag.

    Viele Grüße
    Petra
     
  19. #18 pygostyl, 7. Mai 2005
    pygostyl

    pygostyl Guest

    dunkle Stellen

    Hi, kann das eine nekrotische Stelle sein? Also eine punktförmig abgestorbene Stelle? Das wäre dann eher ( muß nicht sein ) ein Hinweis auf Bakterien oder Vergiftung. Fällt mir noch ein: gib aber bitte keine Vogelkohle solange sie Antibiotika bekommt. Kann auch die Wirkung aufheben wie die Elektrolyte. Oder wäre es möglich, daß sie sich diese Stelle durch einen Flugunfall zugezogen hat. Kannst Du sie dann beide ( Peggy und Percy ) zusammen in den Käfig tun, Hauptsache sie verhalten sich ruhig. Trinkt sie viel? Das ist wichtig für sie. Fressen tut sie noch? Du kannst versuchen sie mit Eifutter zu verwöhnen. Ein 10 min. Ei mit Zwieback mischen. Immer nur kleine Portionen anbieten und nach ca. 2 Stunden raustun. Es sammeln sich schnell Keime im Eifutter an, die Peggy dann aufnimmt und zusätzlich schwächen könnten. Wie lang ein paar Tage sein können! Viele Grüße und viel Glück
    P.S. vielleicht hat Thomas aufgrund der dunklen Stelle und der Rötung am Auge noch einen Verdacht. Diese kahle Stelle am Kopf ist auch ein Hinweis auf etwas, hab es mal gehört, aber mir will es einfach nicht mehr einfallen.
     
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  21. #19 Thomas B., 7. Mai 2005
    Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Hallo
    ich sehe keinen denkbaren Zusammenhang zwischen einer von außen sichtbaren dunklen Stelle und einer möglichen inneren Hirnblutung. Dazwischen liegen schließlich die Hirnhäute und der Schädelknochen. Eine Hirnblutung ist daher von außen nicht zu sehen (schön wär's, dann brauchte man kein CT), und ein kleines Kapillar-Hämatom aus dem Kopfhautbereich hat mit den zentralnervösen Störungen nichts zu tun. Letzteres kann zwar mit der Kahlheit zusammenhängen, aber diese sowie die sichtbare dunkle Stelle nichts mit den Ausfallerscheinungen.
    Es handelt sich mit Sicherheit um kein kausales, sondern lediglich um ein zufälliges Zusammentreffen.
    LG
    Thomas
     
  22. #20 peggypercy, 8. Mai 2005
    peggypercy

    peggypercy Guest

    Hallo zusammen,

    war gestern noch bei einem anderen TA. Er meinte, das am Kopf wäre nur oberflächlich. Sie ist letztes Wochenende gegen einen Schrank geflogen, vielleicht kommt es daher.

    Also eine Vergiftung hat sie bestimmt nicht. Die Tiere sind es gewöhnt, den ganzen Tag zu fliegen und ich habe nichts giftiges in der Wohnung.

    Sie trinkt normal würde ich sagen und fressen auch. Sie hat aber keine Lähmungserscheinungen, wie bei der Dreherkrankheit steht.

    Was meine Tiere nicht kennen, fressen sie nicht. Ich hatte ihnen mal Eifutter angeboten, gingen sie aber nie dran.

    Ich meine, da Peggy ja weiß/gelb ist, hat das was mit der Züchtung zu tun, hab ich mal gehört. Die kahle Stelle hat sie von Anfang an gehabt.

    Ich überlege, je nachdem was der Geflügelspezialist mir Montag sagt und ob er die Krankheit rausfindet oder nicht, ob ich nicht doch nach Hannover fahren soll. Werde auf jeden Fall am Montag mal die Nr. anrufen.

    Gruß
    Petra
     
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Störungen des Nervensystems, Virusinfektion

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