Suche dringend Rat gegen Luftsackmilben bei Kanarien

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Hallo liebe Kanari - Freunde, ich suchen ganz dringend nach einem verträglichen Mittel gegen Luftsackmilben bei meinen Kanaris. Vor vielen Jahren hatte mir der Tierarzt Ivermecthin gegeben - doch es war wirkungslos. Das erlebte ich einige Jahre später nochmal. Ich erfuhr dann auch, daß es bereits Resistenzen gegen dieses Mittel gibt. Der zweite TA meinte dann auch ich solle die Dosis erhöhen als es nicht wirkte. Und das ganze zwei oder drei mal. Resultat: Der Milbenbefall war immer noch da, aber die Vögel starben einer nach dem anderen im Zeitraum von ein paar Wochen. Leider muß ich mich von meinen geliebten Kanaris trennen und kann sie ja nirgendwo hingeben solange sie nicht frei sind von der Luftsackmilbe. Bin jetzt ganz verzweifelt und suche nach alternativen Mitteln. Morgen habe ich einen Termin bei einer vogelkundigen TA, bin jedoch nicht sicher, ob er ausreichend gut informiert ist. Wer weiß Rat ?
 
Viel Glück beim TA.
Wegen zwei- oder dreimal: Das sollte man sowieso dreimal in ungefähr wöchentlichem Abstand, nicht länger, verabreichen.
Einfacher Grund: Die Milben selbst werden getötet, die Milbeneier jedoch nicht. So können innerhalb kurzer Zeit wieder lebende Milben vohanden sein. Durch die mehrmalige Verabreichung sind beim dritten Mal keine geschlechtsreifen Milben mehr vorhanden, können also auch keine Eier ablegen.
 
Ja, vielen Dank ! Gut zu wissen was Du schreibst wegen der dreimaligen Gabe. Mein Problem ist aber Folgendes: ein TA hatte die Luftsackmilben vor Jahren eindeutig diagnostiziert laut Sichtbarkeitim Luftsack vor einer hellen Lampe. Auch alle Symptome und Geräusche der Vögel bestätigten es.
Also es sind ganz sicher Luftsackmilben. Nur - das Ivermecthin half eben nicht trotz richtiger Anwendung. Meine damalige TA bestätigte mir im nachhinein, das es dort in der Gegend (Eifel) bereits diese Resistenzen gegen das Ivermecthin gibt. Der Stamm ist ja immer noch der selbe, daher wird die Resistenz auch noch vorliegen. Jetzt suche ich verzweifelt nach einer guten Alternative zum Ivermecthin. Zwei meiner vier Kanaris haben leichte Symptome in Form von Niesen( (klingt jedenfalls so ähnlich). Und besonders nachts höre ich auch so etwas. Kennt vielleicht jemand hier ein alternatives Mittel ?
Bin in großer Sorge meinen Vögeln evtl. wieder zu schaden mit einem schwer verträglichen Mittel. Ich gebe dann auch gleichzeitig homöopathische Kügelchen zur Entgiftung von Leber und Niere (Solidago und Carduus marianus).
 
Wenn aktuell keine Luftsack Milben nachgewiesen wurden, also ausgeleuchtet durch den vkTierarzt, wenn nur leichte Symptome, wie Niesen (Husten?) zu hören sind, also nicht das typische knacken in der Nacht, wird der Tierarzt sicher feststellen, dass es sich um eine Luftsackentzündung handelt. Die sollte man dann mit einem Antibiotikum (Injektion) behandeln.
Die homöopathischen Präparate, welche du jetzt gibst, kenne ich nicht.
Ich kenne nur die Behandlung mit Infrarot, die zum Teil hier im Forum umstritten ist, ansonsten wird der vogelkundige Tierarzt die richtige Diagnose stellen und entsprechend behandeln.
Auch mir ist der dreimalige Spot on ,wie @Alfred Klein es schreibt und erklärt, bekannt.
 
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Die Luftsackmilben sind ganz sicher diagnostiziert (wie gesagt ausgeleuchtet), und auch leider schon hin und wieder ein Kanari schwer daran verstarb. Ja, auch die typischen Knackgeräusche usw. kenne ich alles nur zu gut. Kann es sicher einordnen das es immer noch dieses Problem ist, welches ja auch latent lange bestehen bleiben kann. Habe 30 Jahre Erfahrung mit Kanarien und kenne mich schon auch einigermaßen gut aus. Doch bleibt meine Frage bestehen, ob hier ein alternatives Mittel zu Ivermecthin bekannt wäre. Es ist so schade, daß ich dieses schöne, hilfreiche Forum erst so spät entdeckt habe, bzw. es geschafft habe mich erfolgreich anzumelden - Ihr seid sehr wertvoll ! Was die Infrarot - Lampe anbelangt, so habe ich diese früher öfters eingesetzt. Doch irgendwann habe ich gemerkt, daß sie beim Milbenbefall kontraproduktiv ist. Es kann nämlich passieren, daß die sich durch die Wärme sprunghaft vermehren. Daher bin ich da eher zurückhaltend geworden.
Herzlichen Dank für Deine Antwort !
 
Okay ich hatte jetzt nicht richtig verstanden, ob die Luftsackmilbem aktuell diagnostiziert wurden oder ob du von einem früheren Befall geschrieben hast. Über Infrarot streiten sich die Geister. Es gibt ja noch das Ivomec welches ja wohl stärker ist als das Ivermectin, jedoch unterscheiden sich da auch die Intervalle. Will mich da jetzt nicht weiter dazu äußern, verlasse mich auf deinen vogelkundigen Tierarzt.
 
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Vielen Dank ! Ja das Ivomec gehört zur gleichen Reihe wie das Ivermecthin, d.h. der Wirkstoff ist derselbe. und wie gesagt besteht da eben diese Resistenz, welche die TA mir dann bestätigte. Also bin ich schon leicht verzweifelt, denn was soll denn da noch helfen ... ?
 
Bin sehr unsicher, ob das Stronghold alternativ zu Ivomec gegeben werden kann gegen die Luftsackmilben. Es scheinen unterschiedliche Erfahrungen gemacht worden sein. Vielleicht hat jemand noch eine aktuelle Erfahrung damit bei Kanarien ? Wenn ja, welche Verdünnung / Dosierung ? Bin dankbar für alle Hinweise ...
 
Bin sehr unsicher, ob das Stronghold alternativ zu Ivomec gegeben werden kann gegen die Luftsackmilben. Es scheinen unterschiedliche Erfahrungen gemacht worden sein. Vielleicht hat jemand noch eine aktuelle Erfahrung damit bei Kanarien ? Wenn ja, welche Verdünnung / Dosierung ? Bin dankbar für alle Hinweise ...
Das kann dir eigentlich nur ein Vogel kundiger Tierarzt 100-prozentig beantworten. Strongold ist verschreibungspflichtig. Wie die Kombination mit ivermectim ist, weiß ich ganz sicher nicht.
Eventuell wissen @Alfred Klein und @Max78 darüber Bescheid. Auch @1941heinrich ist Experte auf diesem Gebiet.
Ich verstehe nicht, dass du die Luftsack Milben nicht in den Griff bekommst. Normalerweise haben die Vögel nach dreimaliger Anwendung des ivermectin Ruhe.
Heute hast du ja, wie du schreibst, noch einen Tierarzttermin. Dann wissen wir alle mehr.
Soviel ich weiß, wird Ivomec in den Abständen 4,7,9 gegeben.
Eventuell auch mal eine PN an @charly18blue schreiben
Alternativ guter Ansprechpartner ist auch @finchNoa@Barbie , wenn du Glück hast, erreichst du sie über PN. Wie hast du die Vögel denn untergebracht? Kannst du mal ein Foto davon posten?
 
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Stronghold war, zumindest anfänglich, eher für größere Tiere wie z.B. Hunde gedacht. Wurde dann auch bei Vögeln verwendet, allerdings eher seltener.
Bei Ivomec war es auch so, wurde auch bei Weidetieren und Pferden eingesetzt. Kann mich noch gut erinnern daß die TÄ das für meine Vögel extra noch verdünnen mußte. Daraus folgert daß Ivomec bei schwierigen Fällen eventuell auch in etwas höherer Konzentration verabreicht werden könnte. Muß man allerdings mit dem TA bereden.
 
Danke Alfred, habe vorhin erst Deinen Post gesehen ... war vorgestern bei der TA (wußte nicht, das sie vorwiegend mit Krummschnäbeln bewandert ist). Sie könnte das Stronghold für mich bestellen, fragt jedoch noch einen kundigeren Kollegen danach, wegen Dosierung usw.
Ich werde sie morgen anrufen.
Habe mich zwischenzeitlich ausgiebig im Forum wegen LSM bei Kanaris ausgiebig umgesehen und festgestellt, das es schon brauchbare Erfahrungen damit gibt, wofür ich sehr dankbar bin.
Bin danach jetzt schon wesentlich ruhiger, das sich ein Erfolg einstellen wird mit dem Stronghold ohne hoffentlich große Schäden anzurichten.
Oder würde aus Deiner Sicht etwas gegen das Stronghold sprechen ?
Offenbar anders als bei Ivomec (wo ja hier die Resistenz besteht) sollte es erst nach 2 - 4 Wochen ein 2tes mal in den Nacken geträufelt werden, könntest Du das bestätigen aus Deinem Wissen ?
Auch einer meiner 4 Wellis ist ja betroffen, es müssen also alle 8 Vögel behandelt werden.
Auf jeden Fall werde ich während der Behandlungszeit homöopathisch für Entlastung und Entgiftung von Leber und Niere sorgen.
Da gebe ich seit vielen Jahren SOLIDAGO VIRGAUREA für die Nieren und CARDUUS MARIANUS für die Leber - beides in D2 Potenz von der Firma DHU mit guten Erfolgen.
Diese Mittel sind frei erhältlich in der Apotheke.
Bin jetzt gespannt was die TA mir morgen sagt ...
 
Vielen Dank SamantaJosefine für Deine schnelle Antwort. Ich hatte Dir ausführlich geantwortet und es abgesandt, doch es ist anscheinend leider nicht bei Euch angekommen. Komme erst jetzt wieder zum Schreiben ...
Wie gesagt, der Grund des Problems ist die RESISTENZ gegen das Ivomec. Das habe ich ja zweimal durch erfolglose Behandlung ( nach Vorgabe des TA) erlebt und es wurde mir von einer TA auch bestätigt, das es dort in der Eifel das gab / gibt. Das ist das ganze Problem ! Denn der Stamm ist höchstwahrscheinlich noch der gleiche ...
Der Besuch bei der TA brachte zutage, daß sie nur das Ivomec da hat (IWirkstoff Ivermecthin). Das Stronghold (Wirkstoff Selamecthin) könnte sie bestellen und sprach auch noch von einem weiteren Mittel nämlich ADVOCAT, muß ich mich noch drüber kundig machen.
Sie bespricht das Ganze mit einem kundigen Kollegen ( sie selbst ist mehr auf Papageien spezialisiert, was ich so nicht wußte) und ich kann sie morgen mal anrufen und fragen, was er dann dazu meint.
Gut fand ich, das sie vom Wiegen der Vögel sprach wegen genauer Dosierung.
Eigentlich wollte ich noch eine zweite Meinung einholen, doch TA Elisa Wüst aus der Anicura Tierklinik Ravensburg (gleich bei mir um die Ecke) ist leider in Mutterschaft.
Dies auch zu Eurer Info, da Sie auf Eurer TA Liste steht, die ist wirklich gut !
Ich habe schon so viel Schlimmes mit vogelunkundigen TA`s erlebt ... wo sollte ich jetzt noch hingehen ...
Gerne würde ich die von Dir genannten Experten kontaktieren, gute Idee ... aber wie ?
Ich habe nur Mail (Laptop) oder Telefon, sonst nichts weiter, sehr schade.
Komme mit dem Digitalen Zeugs sowieso kaum zurecht.
Vielleicht kannst Du mir noch einen Hinweis geben, Wie ich mich mit den Kundigen doch noch austauschen kann, wäre sehr hilfreich für uns - vielleicht telefonisch ?
Ich möchte doch den Vögeln so gerne helfen, liegen mir sehr am Herzen !
Ja, soweit erstmal ...
Ein zweiter Kanari hat auch erste Symptome, der erste fängt schon an zu schmatzen.
Außerdem ist wohl auch einer von den Wellis betroffen, müßten ja sowieso alle behandelt werden.
Na ja, Man sollte die Arten lieber getrennt halten - doch es kam aus der Not, denn da waren Kanaris
die waren tierquälerisch untergebracht und schwer behindert dazu, das konnte ich so nicht lassen.
Übrigens die Sichtkontrolle mit Licht brachte bei der TA nichts, war aber auch nicht das richtige Licht.
Sie ist auch unerfahren darin, außerdem ist es noch relativ im Anfangsstadium.
Bin wirklich froh das ich Euch gefunden habe - sonst fühlt man sich so allein damit ...
Übrigens Frage: muß ich mich jedes mal neu Anmelden um ins Forum zu kommen und dann auch wieder abmelden ?
Ich verstehe diese digitale Sprache einfach nicht ...
 
@Indios
Du bist hier in diesem Forum bei den Kanarienvögeln bestens aufgehoben. Ich habe dir ja ein paar PN Adressen genannt, die auch sehr gut Bescheid wissen. Du kannst jederzeit alles fragen, und dir wird auch geantwortet und dir wird geholfen so gut wie wir können.
Nun müssen wir erst mal die Meinung vom vogelkundigen Tierarzt hören.
 
Die lieben Worte tun mir gerade richtig gut, danke !
Glaube mir, jeder ist dankbar und erleichtert, wenn ihm Menschen zur Seite stehen ,Ich weiß wovon ich rede. Und wie gesagt, dir wird jede Hilfe zuteil, Hilfe, die wir verantworten und vertreten können. Diagnosen können wir leider nicht stellen und ärztliche Ratschläge können wir oder dürfen wir auch nicht beziehungsweise nur begrenzt geben, alles nur aus Erfahrung Ich denke jedoch, dass Erfahrungswerte ein gutes Polster sind.
Einfach fragen, ich habe schwere Zeiten hinter mir und war auch dankbar, dass mir hier aus dem Forum einige freundlich und kompetent zur Seite gestanden haben. Genau das ist das, was man braucht, wenn man kranke Vögelchen hat.
Um den Tieren etwas Erleichterung zu verschaffen, würde ich Ihnen Thymian, Tee 50/50 mit Wasser verdünnt zu trinken,geben. Wenn es dir möglich ist, sind auch Inhalationen mit Thymian Tee sehr hilfreich und die Tiere können besser durchatmen. Thymian-Tee bekommst du in jedem Drogeriemarkt. in dieser Zeit würde ich dann allerdings kein frisches Futter wie Gurke und so weiter geben.
 
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Oder würde aus Deiner Sicht etwas gegen das Stronghold sprechen ?
Da es nun mal keine Alternative dazu gibt spricht nichts dagegen.

Es war in der Vergangenheit halt so daß man mit Ivomec in aller Regel klar kam, dieses auch als gut verträglich bekannt war. Mit Stronghold gab es weniger Erfahrungswerte, daher ging es etwas unter.
 
Hallo,
ich greife das Thema nochmal auf.
Ich habe derzeit auch ein Problem mit LSM, habe Ivermectine SpotOn sowieso für den Notfall immer zuhause, hilft auch.
Ich habe allerdings auch einen größeren Bestand und es ist schon ziemlich stressig, wenn man den ganzen Bestand behandeln möchte.
Gibt es Neuigkeiten bezüglich der Ivermectin-Behandlung durch Gabe über das Trinkwasser ?
Ich meine mal hier irgendwo gelesen zu haben, dass Ivomec-S als Injektionsflüssigkeit mit Wasser mischbar ist und so übers Trinkwasser verarbreicht werden kann.
Hat sich dies als wirksam erwiesen ?
 
Moin Moin,
mir liegen keinerlei Erfahrungen in dieser Darreichungsform vor, aber einen guten Rat habe ich für dich: Wenn du das Mittel noch hast, teils dir seeeehr gut ein! Es gibt Nüschtse mehr zu kaufen! Also notwendige Behandlung wie immer durchführen und auf Experimente verzichten.
 
Thema: Suche dringend Rat gegen Luftsackmilben bei Kanarien

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