Taubenplage in der Stadt *kleine Diskussion!!?*

Diskutiere Taubenplage in der Stadt *kleine Diskussion!!?* im Allgemeines Vogelforum Forum im Bereich Allgemeine Foren; Bekämpfung von Taubenplagen..... Ich habe gestern diesen Bericht im Fernsehen geguckt, wo es um Schädlingsbekämpfung ging...... Es wurde...

  1. Mr.Knister

    Mr.Knister Foren-Guru

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    Bekämpfung von Taubenplagen.....

    Ich habe gestern diesen Bericht im Fernsehen geguckt, wo es um Schädlingsbekämpfung ging......

    Es wurde neben Ratten, Schaben.... etc. auch über die Tauben, „die Ratten der Lüfte“ berichtet!!


    Es gibt da ja einige Methoden zur Bekämpfung dieser Taubenplagen....

    Hab hier mal 3 Beispiele:

    - Es werden an Gebäuden feine Netze gespannt, welche den Tauben den Ein- bzw. Ausflug versperren und das aufsuchen ihrer Nistplätze verhindern

    - dann gibt es diese „Taubenspieße“ die ca. 12cm lang sind und in versetzten Reihen auf Leisten montiert und an beliebten Lande- und Aufenthaltsplätzen der Tauben angebracht werden

    - auch wurden/werden(?) zB in Mannheim von einer Fachfirma Fallen aufgestellt, in denen die Tauben zwar lebend gefangen werden, sie jedoch anschließend durch Genickbruch getötet werden



    ich hab da noch eine zahl....in Mannheim fallen zB jährlich 120 t Taubenkot an, welcher Krankheitserreger mit sich bringt. Es wurde auch ein altes, unbewohntes Haus gezeigt, in dem sich jede Menge Tauben niedergelassen haben, der Boden war cm-dick mit Taubenkot überzogen....die Leute konnten dieses Gebäude nur mit Atemschutzmasken betreten!!!


    ja, also, nun wollte ich einfach mal wissen was ihr zu diesem Thema zu sagen habt....

    Wie kann man solche Plagen vielleicht auch Tiergerecht „beseitigen“??

    Ist es wirklich nötig, die Tauben zu fangen und anschließend zu töten??

    Ist es richtig sie von ihren Nestern, indem sich vielleicht grad geschlüpfte Junge befinden, fernzuhalten??

    Sollte man vielleicht einfach unbewohnte, alte Gebäude, die nicht mehr benötigt werden, abreißen, um den Tauben erst gar nicht die Möglichkeit zu geben dort, zB wie oben beschrieben, zu hausen??

    Ja darüber wollte ich hier gerne eine kleine Diskussion beginnen....

    Bevor es los geht, würde ich gerne noch sagen, das ich damit keinen weiteren Forenstreit anregen möchte.....also, wenn ihr zu diesen Thema etwas sagen/schreiben wollt, dann doch bitte sachlich bleiben und nicht, wie in manch anderen Threads wieder derartig vom Thema abschweifen, dass es geschlossen werden muss!! Und persönliche Streitigkeiten vielleicht mal rauszuhalten.....

    Bis dann,

    Torben
     
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  3. shamra

    shamra Guest

    hi torben,
    jetzt weiß ich endlich deinen richtigen namen (nur mal so am
    rande).
    also den bericht habe ich auch gesehen, mich hats geschüttelt.
    das mit der taubenplage ist schon heftig.
    tötung ist natürlich superhart, aber wie bei ratten halt der erste schritt. danach sollte kommen alle brutmöglichkeiten zu mindern, soweit möglich. hier in hamburg ist die taubenfütterung z.B. auch verboten.tauben wird es immer geben, wie ungeziefer auch, man kann nur reduzieren.
    wenn man die bilder aus diesem haus gesehen hat, ist auch klar, warum tauben in solchen massenbekämpft werden müssen.
    der mann, der die tauben töten mußte, der hats auch nicht mit begeisterung getan.
     
  4. Elch

    Elch mit vielen Fragen

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    Wer sind denn die" Ratten der Lüfte"? Sind es nicht die Nachkommen von verwilderten Haus- oder Reisetauben?

    Die haben in den Städten eine Möglichkeit zur Vermehrung gefunden, das setzt voraus, dass sie fressen, weil wenn sie nix zu fressen hätten, könnten sie sich auch nicht vermehren.
    Sie fressen wahrscheinlich weggeworfene oder sonstwie zugängliche Reste menschlicher Speisen.

    Wenn ich dann sage ich muß 120t Taubenkot entsorgen, hätte ich dann nicht auf der anderen Seite X t Biomüll entsorgen müssen, wenn die Tauben die Speisereste nicht gefressen hätten?

    Wenn die Tauben nichts zu fressen fänden, würden sie sich mit Sicherheit nicht weiter vermehren und dann brauchten die Gebäude auch nicht vor Tauben geschützt zu werden.

    Der Mensch schafft die günstigen Bedingungen und dann wird die Taubenplage bekämpft.

    Leider habe ich den Film nicht gesehen, wage es aber trotzdem, meinen Senf dazuzugeben.

    Gruß der Elch
     
  5. Merline

    Merline Mitglied

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    Dieses Thema wurde hier schon ein paarmal diskutiert.

    Auf der Seite www.stadttauben.de stehen eigentlich alle wichtigen Informationen dazu.

    Viele Grüße,

    Merline
     
  6. Pflaume

    Pflaume Guest

    Hallo Zusammen,

    ich hab den Bericht auch gesehen und habe mir meine Gedanken darüber gemacht....

    Auf der einen Seite habe ich mal gehört, das es Quatsch sei, dass Taubenkot die Gebäude zerstören würde. In Venedig zum Beispiel gibt es seit Ewigkeiten unzählige Tauben und bisher stehen die alten Gebäude immer noch. Der Taubenkot, so hab ich gehört, sei nicht so schlimm für die alten Gebäude, wie sonstige Luftverunreinigungen, die sich bei uns in der Luft befänden.

    Wenn man dann allerdings dieses alte Haus in dem Bericht gesehen hat..... das sah wirklich richtig krass aus! Nicht nur das Dachgeschoss war von den Tauben bewohnt, sondern wirklich das ganze Haus war voll mit Taubenkot und toten Tauben, teilweise skelettiert, teilweise halb verwest. Das es dort vor Zecken, Würmern und Milben nur so wimmelt war schon einleuchtend.

    Meiner Ansicht nach ist das vorgehen von der Stadt Mannheim aber nicht die beste Alternative. Ich glaube nicht, dass man das Taubenproblem löst, indem man jeden Tag 10 Tauben tötet..... Ich meine mal von der Möglichkeit gehört zu haben, die Tauben mit so Futter zu füttern, das mit irgendwelchen Hormonen versetzt ist, so dass sie keine Jungen mehr bekommen können. Sie bekommen sozusagen die Pille. Ich meine, dieses Verfahren wurde in Venedig schon mal ausprobiert. Allerdings keine Ahnung, was es gebracht hat. Meiner Ansicht nach wäre es auf jeden Fall besser, zu verhindern, dass die Tauben überhaupt brüten, als nur ein paar Tiere zu töten. Das bringt doch überhaupt nichts!!!

    Liebe Grüße
     
  7. hera10

    hera10 Guest

    Hallo,

    es gibt ja viele Meinungen darüber, ob Taubenkot wirklich die Gebäude zerstört, Autolack angreift oder Krankheiten überträgt etc.

    Sie sind auf jeden Fall in vielen Großstädten eine wirkliche Plage, verdrecken alles und das ist ziemlich ekelhaft. Und die Reinigungen oder Renovierungen der vollgesch... Gebäude kosten auch viel Geld.

    Ich habe auch schon von der "Pille für die Taube" gehört und denke, dass es eine gute Lösung ist. Sie erleiden dadurch keine Schmerzen und müssen nicht unnötig leiden.

    Alles andere, wie z.B. das Fütterungsverbot, Brutmöglichkeiten mindern oder das Töten einiger Tauben bringt nicht viel.
     
  8. Erki+

    Erki+ Finkenmandy

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    Hallöchen

    Ich bin ja nun unmittelbar betroffen von der "Taubenplage" in der Stadt. Mir macht das nichts aus. Und ich finde das, wenn Tauben verjagd oder getötet werden, nur eine Verschiebung stattfindet.
    Es werden dann nämlich die Nischen von anderen Vögeln ausgefüllt, die andernorts leben und brüten als in Bahnhöfen oder alten Häusern. Denn der Platz und das Nahrungsangebot ist ja nach wie vor vorhanden. Und somit haben Möwen, Elstern, Krähen, Dohlen, Spatzen, Stare etc. eine Chance sich übermässig auszubreiten. Das Dezimieren einer Art, ohne Beseitigung der Lebensgrundlagen für alle in Frage kommenden Arten, ist einfach den zweiten Schritt vor dem ersten machen.
     
  9. #8 Alfred Klein, 1. März 2003
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Die Taube ist eigentlich das Friedenssymbol überhaupt.

    Seltsam ist dann daß sie mit allen Mitteln getötet werden.
    Wenn die Krankheiten derart von den Tauben übertragen würden wäre ich schon lange tot.
    In Venedig gehören sie dazu, alle Touristen finden das toll. Bei uns werden sie umgebracht. Seltsam eigentlich.
    Im Urlaub ist es romantisch, zuhause wird es als fliegende Ratte bezeichnet, immer das gleiche Tier.
    Im Portugalurlaub hatten wir auch Tauben gesehen. Die sind wie in Venedig eine Touristenattraktion. Hatte Futter in beide Hände genommen und die Arme ausgebreitet. Kurz darauf hat mich mich vor lauter Tauben nicht mehr gesehen. :D
    Und - ich lebe immer noch, bin nicht krank geworden, es ist nichts passiert.
    Irgendwo finde ich diese Diskussionen um Krankheiten die angeblich durch Tiere verursacht werden für nicht ganz normal.
    Tauben - übertragen Krankheiten
    Füchse - Fuchsbandwurm
    Wildschweine - Schweinepest
    Papageien - Psittakose
    Ja zum Kuckuck, die sollten sich doch alle unter einen Glassturz setzen, dann passiert denen auch nichts.
    Ob das so langsam in eine allgemeine Paranoia ausartet?
    Fast könnte man es meinen.
    Sorry wenn es jemand in den falschen Hals bekommen sollte.
    Bin nur jedesmal recht sauer wenn es heißt die Tauben wären fliegende Ratten. Die Stadt Saarbrücken hatte die Tauben übrigens lebendig eingemauert. Nett, nicht wahr?
     
  10. mara14

    mara14 Guest

    stadttauben

    hallo liebe vogelfreunde,
    die kleine diskussion hier, habe ich leider etwas spät
    registriert. darf ich hier auch noch meinen komentar dazu abgeben. denn dieses problem, was heißt eigentlich problem?,
    (wird von den menschen halt zum problem hochstilisiert), liegt mir schon lange schwer im magen, deshalb möchte ich mich in diesem forum auch gleich zur stadttaubensympathisantin auten.
    vielleicht noch dieser kleine beitrag von elke heidenreich, der bekannten autorin und kabaretistin, der ich mich voll und ganz anschließe, und dies auch meiner stadt nürnberg mitgeteilt habe.

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich möchte mich den Ausführungen, der Frau Elke Heidenreich, voll und ganz anschließen, die mir aus der Seele schreibt. Ich hätte es nur nicht so perfekt formulieren können.
    Hiermit bitte auch ich Sie inständigst, Taubenschläge für ein besseres und gesünderes Leben der Tauben einzurichten.
    Wie Sie wissen, wurde in anderen Städten Deutschlands, das Fütterungsverbot aufgehoben und Taubenschläge errichtet. Mit Erfolg.
    Als Bürgerin der Stadt Nürnberg,interessiert es mich, warum hier für diese erfolgversprechende Taubenkontrolle so wenig Einsicht besteht und weiterhin tierquählerische Methoden bevorzugt und unterstützt werden.
    Über eine Antwort würde ich mich freuen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Mara Heger
    Laufamholzstr. 107
    90482 Nürnberg




    „Krieg gegen den Friedensvogel"

    Elke Heidenreich

    Natürlich: Zwangsgelder, Strafen, Beugehaft für Menschen, die Tauben füttern. So löst man das Problem. Welches Problem eigentlich? Die Tauben werden hochstilisiert zu der Großstadtplage schlechthin; man versteigt sich sogar soweit, sie als „Ratten der Lüfte" zu bezeichnen. Aber nur bei uns in Deutschland. Dieselben Deutschen, die hier dieses friedlichste aller Tiere mit so viel Hass verfolgen, kaufen im Urlaub auf dem Markusplatz in Venedig Körner und lassen sich mit Täubchenschwarm fotografieren. Andere Länder kennen die Taubenhysterie nicht, und wir kannten sie früher auch nicht. Als wir Kinder waren, im Ruhrgebiet nach dem Krieg, gab es nichts Schöneres, als mit Opa und Onkel Theo nach der Schicht „auffem Pütt" in die Taubenschläge unterm Dach zu kriechen, wo gegurrt und geflattert wurde, wo wir den liebevollen und verantwortungsbewussten Umgang mit diesen wunderbaren und so klugen Tieren früh lernten, und wir machten auch die Taubenscheiße weg, und nie ist einer von uns dadurch krank geworden — das ist das infamste in Umlauf gebrachte Märchen. Und den Kölner Dom zerstört auch nicht das bisschen Taubenkot, das jeder Regen wieder wegwischt, nein, das besorgen ganz allein die Abgase.

    Trotzdem, man kann aufklären so viel man will, die Antipathie gegen die Tauben bleibt. Sie haben keinen Ort, an dem sie brüten oder auch nur in Ruhe sitzen können. Es gibt keine Ruinen, Türme, Schlupflöcher mehr für sie. Überall werden sie vertrieben, wo es geht, mit spitzen Nägeln oder Drähten auf Fensterbänken. Wir sehen sie mit verletzten, verkrüppelten Füßen mühsam nach Futter suchen. Die Menschen, die jahrhundertelang friedlich mit diesem Vogel zusammenlebten, führen Krieg gegen ihn, einen erbarmungslosen, grausamen Krieg. Nur wenn geheiratet oder eine Olympiade eröffnet wird, dann dürfen hundert weisse Täubchen fliegen — weiße. Ist da irgendeine Assoziation erlaubt, dass weiß edler ist als farbig?

    Wie dem auch sei — es war die Taube, die Noah nach der Sintflut den Ölzweig auf die Arche brachte. Die Taube half Aschenputtel, den Prinzen zu bekommen, Picasso liebte und malte die Taube als Tier des Friedens in allen Variationen und nannte seine schöne Tochter nach ihr, Paloma. Brieftauben waren die Freude der Bergleute, Tauben werden wegen ihres erstaunlichen Ortssinns zur Rettung Schiffbrüchiger eingesetzt, ach, was soll ich weiter aufzählen — es nützt nichts. Wir bekämpfen dieses sanfte, schöne Tier, unser Hass findet da sein Ventil. Dabei könnte jede Stadt — wie es z. B. Städte wie Baden-Baden vorgemacht haben — mit Taubenschlägen die Population gezielt steuern, auf die Gesundheit und den Nachwuchs der Tiere achten und dafür sorgen, dass die Tauben wieder friedlich mit uns leben, satt sind, nicht in die Innenstädte müssen, um zu betteln.

    Wie erklären Sie denn ihren Kindern, wenn eine Taube auf zwei Beinstümpfen vor ihnen bettelt, wenn ihr Schnabel mit Kaugummi verklebt, wenn die Beine sich mit Plastikschnüren verheddert haben? Gehen Sie einfach weiter, sagen Sie: „Das sind nur blöde Tauben?" Und weint Ihr Kind dann nicht, hat es nicht Mitleid? Was machen Sie mit diesem Mitleid, treten Sie diese Glut früh genug aus? Ja. Und so sieht sie ja auch aus, unsere schöne liebevolle Welt.

    Ich bin traurig über das Elend dieser geschundenen und verfolgten Tiere in einem Land, das sich auf seine Tierliebe so viel einbildet. Jeder Tierschutzverein könnte die Städte im richtigen Umfang mit Tauben beraten. Glasscherben auf den Fensterbänken, der Tritt nach der Taube in der Fußgängerzone und Fütterungsverbote gehören gewiss nicht zu den richtigen Maßnahmen. Wie roh wir geworden sind, wie dumm, wie wir alles nachplappern, anstatt hinzusehen. Ich schäme mich. Und füttere, wo es nötig ist.

    gez. E. Heidenreich, Juli 2000.
     
  11. piaf

    piaf Foren-Guru

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    Es gibt genügend Ideen und bereits ebenso viele Projekte (wie z.B. Umsiedlungen) zur Eingrenzung von Stadttaubenpopulationen.
    Ich werde es nicht begreifen, warum derart haßerfüllt gegen ein selbstverursachtes Problem vorgegangen wird. Man erhält den Eindruck, als habe der ein oder andere Taubenvernichter eine Freude an der qualvollsten Möglichkeit, den Tieren auch noch den letzten Rest Leben grausam zu gestalten. Von betrunken machen bis einmauern, von Füße zerschneiden bis.... der Ideenreichtum ist schier endlos.
    Offensichtlich überlebt man in Venedig doch auch ohne Schutzmaske und Volldesinfektion. Hauptproblem bleiben die überquellenden Müllberge, die Essensreste, die in den Einkaufszonen dem taubengeplagten Mitmenschen aus der Hand fallen.
    Tauben geben keinen Schmerzlaut von sich, vielleicht es macht das dem Betrachter leichter, wenn er ungerührt auf Fußstümpfe (durch Abwehrsysteme abgeschittene Füße!) schaut und auch noch nach den Tieren tritt.
    Aber Sauberkeit hat natürlich Vorrang, auch wenn man den Müll selber verursacht hat.

    Sorry, aber mich ekelt diese Vernichtungsmaschinerie
    nur noch an

    Gruß piaf
     
  12. #11 Bianca Durek, 9. März 2003
    Bianca Durek

    Bianca Durek † 06.08.2014

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    Tauben sind keine Plage

    @ all

    Ich schliesse mich eindeutig der Meinung von Alfred und Mara 14
    an. Diese Vögel haben genauso ein Recht zu leben wie alle
    anderen.

    Der Mensch als solches ist doch der schlimmste Umweltverschmutzer.

    Bianca
     
  13. #12 Vogelklappe, 9. März 2003
    Zuletzt bearbeitet: 9. März 2003
    Vogelklappe

    Vogelklappe Foren-Guru

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    Stadttauben

    „Längst hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass von Stadttauben keine wesentlichen gesundheitlichen Gefährdungen ausgehen. Das ehemalige Bundesgesundheitsamt hat bereits 1989 die Einstufung der Tauben als Schädlinge zurückgenommen. Bestätigt wird diese Bewertung durch das heutige Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin."

    Stammt von dem Link, in dem auch der Artikel von E. Heidenreich abgedruckt ist:
    www.tierrechte-bw.org/pages/berichte/taubenstadt/tauben.html

    Für Interessierte der Link zu meinem Flyer:
    www.mednavigator.de/pa_de.htm
    Artikel zu Tauben als Worddokument

    (Für den Moderator: steht auch schon unter dem Forum "Wildtauben").

    Und da auch in diesen Beiträgen kursiert, daß sich Stadttauben wie Wildtiere in Abhängigkeit vom Nahrungsangebot fortpflanzen, obwohl sie aufgrund genetischer Veränderung keine Wildtiere mehr sind: kann mir jemand bitte diese Annahme begründen ?

    Übrigens: Stadttauben legen immer nur zwei Eier, und zwar - auch im Gegensatz zu Wildvögeln) ganzjährig.
     
  14. piaf

    piaf Foren-Guru

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    Stadttauben sind wie bereits erwähnt verwilderte Haustauben und keine Wildtauben. Züchterische Einflüsse bei Mast-/Schau-/Brieftauben etc führten zu eine ganzjährigen Fähigkeit zu brüten, Regulativ ist lediglich das Nahrungsangebot .
    D.h. eine natürliche Begrenzung in der Reproduktion durch saisonale Futterknappheit fällt weg. Weiterhin ist der Zeitaufwand für erfolgreiche Futtersuche minimal, sodass eine Vielzahl der Jungen, die unter Wildtierbedingungen schärfer selektiert wären , erfolgreich aufgezogen werden können. Dadurch ergibt sich eine Populationsdichte, die insbesondere im Nistbereich zu einer hohen parasitären Belastung bzw. Verstärkung der Infektionskrankheiten führt. Dies verstärkt sich dadurch, dass bestimmte Bereiche der Städte aufgrund des hohen Nahrungsangebotes besonders stark frequentiert sind.
    Da die gefundenen Futtermittel zwar den kalorischen Bedarf decken, aber dem Grundbedarf an wichtigen Nährstoffen nicht entsprechen, wird auch hier Vorschub zur Infektion geleistet. Eine gezielte Fütterung an speziellen Plätzen könnte dieses Problem klar eingrenzen, sofern parallel die „negativen Futterangebote“ wegfallen.
    Unter den Infektionen leiden aber die Tauben selber am meisten, die überdimensionierte Angst vor Ansteckung durch Salmonellose, Ornithose etc. ist eher eine Folge der Antitaubenpolitik der einzelnen Gemeinden.

    Gruß piaf
     
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  16. #14 Vogelklappe, 9. März 2003
    Vogelklappe

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    Vielen Dank, Piaf.

    Würdest Du mir also zustimmen, daß artgerechte Fütterung nicht zu mehr, sondern zu gesünderen Tauben führt, da sie sich in den Städten ja ohnehin erfolgreich vermehren ?
     
  17. piaf

    piaf Foren-Guru

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    Ja, genauso sehe ich das!

    Einmal könnte man auf diese Weise eine passendere Region vorgeben, vielleicht sogar über gezielt gebaute Taubentürme, dann wäre die Population definitv gesünder bzw. man könnte notfalls medikamentös eingreifen, wenn es unvermeidbar ist.

    Vorraussetzung dass das klappt ist aber, dass die Essensreste von der Strasse verschwinden, sonst bilden sich immer neue Subpopulationen und das Projekt würde gescheitert erscheinen.

    Und natürlich hast Du recht, auch wenn die Tauben noch so bekämpft würden, sie fänden immer wieder eine Möglichkeit sich anzusiedeln.
    Dazulernen müssen die Stadtplaner, die Tauben lernen aber offensichtlich schneller........

    Gruß piaf
     
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