Tierschutzverein beführwortet Taubenvernichtung ?

Diskutiere Tierschutzverein beführwortet Taubenvernichtung ? im Vogelschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Stadttaubengedanken Hallo Sollte mir eine Stadttaube auf die Schulter fliegen würde ich das als rührend und wunderschön empfinden......Meiner...

  1. Salina

    Salina Guest

    Stadttaubengedanken

    Hallo
    Sollte mir eine Stadttaube auf die Schulter fliegen würde ich das als rührend und wunderschön empfinden......Meiner Tochter habe ich versucht mein Verständniss von Tierliebe weiterzugeben-sie ist jetzt bald 20 und ich bin froh das sie sich nicht vor Tieren ekelt.Sicher werden ihre Kinder auch eine Stadtaube aufsammeln falls dieses Geschöpf Hilfe braucht.Ich bin dafür das Hilfsprojekte verstärkt für (Stadt-)Tauben entwickelt werden.Ich wünschte in Frankfurt gäbe es einen Taubenturm so wie bereits in einigen anderen Städten.
    Ich Grüsse alle Tierfreunde und (Stadt-)Taubenfreunde :)

    PS:dieses ist mir durch den Kopf gegangen als ich den Artikel : Warum? las ..........
    [Geändert von Salina am 04-06-2001 um 19:17]
     
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  3. Andrea

    Andrea Foren-Guru

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    Hallo Salina ,

    zu diesem Thema habe ich den folgenden traurigen Nachtrag .
    Der Artikel stammt aus dem Mannheimer Morgen .

    Den Tauben geht es an den Kragen
    Stadt will Tierbestand "auf erträgliches Maß" verringern /
    Erhebliche Gesundheitsrisiken


    Von unserem Redaktionsmitglied Thorsten Langscheid


    Den rund 10 000 verwilderten Haustauben im Stadtgebiet soll es jetzt
    an den Kragen gehen. "Wir wollen den Bestand der Tiere auf ein
    erträgliches Maß zurückführen", kündigte Bürgermeister Rolf
    Schmidt (CDU) gestern an. "Die Hälfte wäre gut", präzisierte Klaus
    Eberle vom Fachbereich Kommunale Ordnung das Ziel der
    Tauben-Aktion.

    Seit 1993 unternimmt die Stadtverwaltung jetzt - mit Unterstützung
    von Tier- und Umweltschützern - den ersten Versuch, der "Ratten der
    Lüfte" Herr zu werden. Die Kosten: vorerst rund 5000 Mark im Monat.
    Die Tauben gelten als Überträger von Krankheiten und verursachen
    durch ihren Kot enorme Ausgaben für die Reinigung und die
    Beseitigung von Schäden an Gebäuden.

    Ab der kommenden Woche soll eine Spezialfirma Fallen aufstellen,
    Nistplätze abräumen und - wo nötig - sogar mit dem Luftgewehr Jagd
    auf die unerwünschten Tiere machen. Ungefähr 120 Tonnen Nasskot
    lassen die bis zu 500 Gramm schweren Vögel jedes Jahr auf Plätze
    und Dächer, Fenstersimse und Glasscheiben fallen. Wer mit dem
    Taubenkot in Berührung kommt, läuft Gefahr, sich an Salmonellen
    oder der Papageien-Krankheit (Ornithose), an Bakterien und
    Pilzsporen wie dem Campylobacter oder den Kryptokokken
    anzustecken. "Man darf das nicht auf die leichte Schulter nehmen,
    gerade Salmonellen und Ornithose kommen immer wieder vor und
    fordern sogar Todesopfer", schildert Dr. Wolfgang Schwarz vom
    Veterinärärztlichen Dienst die Gesundheitsgefahren und verweist auf
    das ohnehin schon bestehende Fütterungsverbot für Tauben.

    Das will der kommunale Ordnungsdienst ab sofort auch streng
    überwachen. Wer sich nicht an das Verbot hält, wird zur Kasse
    gebeten. 50 Mark beträgt das Bußgeld bei wiederholtem Verstoß.
    "Zuerst setzen wir natürlich auf das klärende Gespräch", gibt Klaus
    Eberle die Linie vor. "Die alte Dame, die am Paradeplatz ein paar
    Brotkrumen verstreut, bereitet uns kein Kopfzerbrechen. Probleme
    machen die Produktions- und Verladereste in der
    Lebensmittelbranche", bringen Vorsitzender Franz Kühner und sein
    Stellvertreter Herbert Rückert vom Tierschutzverein das Thema auf
    den Punkt. Tauben und Ratten fallen in großer Zahl regelmäßig über
    diese Rückstände her - "für Krankheitserreger leichtes Spiel", urteilt
    Tierarzt Schwarz. Die Tierschützer und der städtische
    Naturschutzbeauftragte Dr. Gerhard Rietschel unterstützen das
    Konzept der Stadtverwaltung: "Das Töten der Tiere steht nicht an
    erster Stelle."

    Tatsächlich wollen Schmidt, Schwarz und Eberle den Vögeln, die bis
    zu sieben Mal im Jahr zwei Eier ausbrüten, mit "Vergrämungs- und
    Taubenabwehranlagen" das Leben schwer machen: "Möglichst alle
    Schlupflöcher schließen", lautet daher Schmidts Appell auch an die
    privaten Hausbesitzer. Mit Netzen, Drähten und Spikes kann man
    verhindern, dass sich die Vögel auf Simsen und
    Fassaden-Vorsprüngen niederlassen. Die Taubenfänger stellen
    außerdem bis zu sechs Lebendfallen auf, in denen ausreichend
    Wasser und Futter vorhanden ist. Spätestens alle zwei Tage werden
    die Tiere herausgeholt, durch Genickbruch getötet und -
    beispielsweise für Zoos - zu Tierfutter weiterverarbeitet. Verfangen
    sich versehentlich andere Vögel in den Kästen, werden sie sofort
    wieder freigelassen.




    Von einem Stadttaubenprokekt hat man in Mannheim offensichtlich noch nichts gehört .

    Ziemlich ratlose Grüße
    Andrea
     
  4. moose

    moose verstorben 06.04.2011

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    Hallo Salina,
    hallo Andrea!

    Ich kann es einfach nicht verstehen, warum Projekte wie das Austauschen der Eier nicht viel mehr gefördert werden. In einigen Städten wird es doch mit nachweisbarem Erfolg eingesetzt! Ich bin keine Taubenspezialistin, aber diese Methode scheint mir so unkompliziert, daß sie viel mehr Beachtung finden müßte.

    Manchmal verstehe ich die Welt nicht...

    Ich für meinen Teil werde natürlich auch einer verletzten Taube helfen, wenn sie Hilfe braucht. Für mich gibt es keinen Unterscheid zwischen Stadttauben und teuren Rassezuchtvögeln.

    Traurige Grüße,
    Marina
     
  5. Maja

    Maja Foren-Guru

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    Bitte alles zitieren

    Hallo Salina und Andrea,

    der Fairneß halber sollte man dann auch den Kommentar von Langscheid zu dem oben genannten Artikel bringen ;). Ganz so einfach darf man es sich nicht machen, Eieraustauschaktionen, Taubenschläge usw. wurde ja alles schon probiert, dass ist halt kein Problem, zu dem es eine Patentlösung gibt. Natürlich haben auch die Tauben ihre Daseinsberechtigung. Denke, er schreibt hier ganz vernünftig:
    (ebenfalls aus dem Mannheimer Morgen vom 19.06.01 zitiert, der Artikel bezieht sich nur auf Mannheimer Verhältnisse)

    "Das rechte Maß
    Von Thorsten Langscheid

    Nein - besonders appetitlich ist das Thema Taubenplage nicht. Nach achtjähriger Pause ist es aber an der Zeit, wieder etwas gegen die steigende Zahl der Vögel zu unternehmen, die zwar possierlich gurren, aber leider ein erhebliches Gesundheitsrisiko mit sich bringen.
    Ende der achtziger, Anfang der neunziger Jahre schlugen Versuche fehl, den Graugefiederten mit Blausäure den Garaus zu machen. Das Gift wirkte zwar zunächst wie beabsichtigt, die Vögel fielen auf der Stelle tot um. Doch blieben Blausäurerückstände in den Ködern übrig, und viele Tauben verendeten kläglich nach einem oft lange dauernden Todeskampf. Zu Recht protestierten Tierschützer gegen die Vergiftungsaktion. Auch die Vogel-Antibabypille brachte nicht den erhofften Erfolg - im Gegenteil: Die erwünschte Reduzierung des Nachwuchses blieb weitgehend aus. Stattdessen waren plötzlich die fünf unter strengstem Schutz stehenden Turmfalken-Paare von den Hormonpräparaten bedroht: Die seltenen Greifvögel ernähren sich nämlich hauptsächlich von den verwilderten Haustauben. Die Idee, den Graugefiederten in großen Taubenhäusern Nistplätze und Futter anzubieten, ihnen die dort abgelegten Eier aber wegzunehmen, fruchtete schließlich auch nichts. Die Vögel mieden instinktiv die städtischen Taubenschläge.
    Doch im Kampf gegen die als Krankheitsüberträger nicht ungefährlichen Vögel reicht es nicht, sich besonders effiziente Methoden auszudenken, die Vögel umzubringen. Deshalb ist es erfreulich, dass die Stadt das rechte Maß nicht aus den Augen verliert. Die Tiere gehören zum Stadtbild, und das soll auch in Zukunft so bleiben. Die auch vom Tierschutzverein ausgegebene Devise lautet daher: Weniger Tauben sind gesündere Tauben."
     
  6. Merline

    Merline Mitglied

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    Hallo Maja,

    diese Taubenschläge sind durchaus erfolgreich. Voraussetzung ist, daß sie nicht an vom Menschen willkürlich bestimmten Plätzen errichtet und eingerichtet werden. Dieser Fehler wird leider immer wieder gemacht. Tauben sind Gewohnheitstiere. Sie beziehen nicht einfach so einen neuen, fremden Schlag. Viel effektiver ist es, in der Stadt nach leerstehenden Dachräumen und ähnlichem zu suchen, wo die Tauben bereits leben und diese dann als sogenannte Taubenstation umzugestalten.

    Die Bundesarbeitsgruppe Stadttauben ist ein Zusammenschluß aus all den vielen Städten, die das Konzept seit Jahren erfolgreich anwenden. Wenn also die Mannheimer Tauben die dort eingerichteten Schläge abgeblich nicht angenommen haben, liegt das nicht an den Tauben.

    Ich spreche aus eigener Erfahrung, denn ich betreue seit 1996 drei solche Stationen. In einer einzigen dieser Stationen werden jedes Jahr bis zu 600 Eier ausgetauscht. Eine weitere Station wurde leider geschlossen, da das Haus den Besitzer wechselte. In unserer Stadt haben wir zum Glück einen sehr aktiven Tierschutzverein, der nach langen Diskussionen das Ordnungsamt von der Sache überzeugt hat. Nachdem die langjährige Station geschlossen worden war, baute zum Ausgleich die Stadt einen Taubenschlag auf dem Dach ihres Rathauses. Gut gemeint, aber leider wurde der Schlag bis heute, nach über einem halben Jahr, nicht angenommen. Ein weiterer Beweis dafür, wie wichtig es ist, die Taubenstationen an bereits bestehenden Taubenstandorten zu betreiben. Rückzuschließen, die Taubenschläge seien von vorneherein ineffektiv, ist deshalb falsch.

    Mehr zu dem Thema findet man übrigens auf der Seite
    www.stadttauben.de

    Merline
     
  7. Andrea

    Andrea Foren-Guru

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    Hallo Maja ,

    ich habe das zitiert , was auf der Internetseite des Mannheimer Morgens zu diesem Thema stand ( unter www.mannheimermorgen.de ). Mehr wurde zu diesem Thema nicht erwähnt, die gedruckte Ausgabe des Mannheimer Morgens habe ich leider nicht vorliegen. Also mir ist es beim Lesen des Artikel sauer aufgestossen. Allein wie herablassend die Tauben als Ratten der Lüfte bezeichnet werden. Da wird im Notfall sogar auf die Tauben mit dem Luftgewehr geschossen, da diese Tiere ja scheinbar nichts wert sind. Es wundert mich garnicht mehr, im Taubenforum einen Bericht von einer angeschossenen Ringeltaube zu hören. ( war wahrscheinlich ein prima Objekt für Zielübungen) und ich wette es wird jetzt jede Menge solcher Angriffe gegen die Tauben geben, da sie ja gewissermaßen als vogelfrei erklärt wurden.
    Das mit dem erheblichen Gesundheitsrisiko halte ich auch für stark übertrieben. Sonst wäre die Bevölkerung von Venedig wahrscheinlich schon ausgestorben.Klar können Tauben Krankheitsüberträger werden ,aber auch nicht in stärkerem Maße , wie andere Wildvögel . Die Gefahr
    an Salmonellen zu erkranken , durch normalen Kontakt mit einer Stadttaube ist fast gleich null. Curt Vogel schreibt in seinem Buch Taubenkrankheiten zu diesem Thema :
    Direkte Infektionen des Menschen :
    Sie gibt es in seltenen Fällen durch besonders engen Kontakt mit erkrankten Vögeln, wenn empfängliche Personen massenhaft an Staub gebundene Krankheitskeime einatmen oder durch Schmutz und Schmierinfektionen aufnehmen. Sie lassen sich meist auf S. typhimurium zurückführen.
    Weitgehende Untersuchungen der isolierten Stämme ergaben jedoch , daß sich diese biochemisch und lysoptisch oft von den von Tauben isolierten Salmonelle Spezies unterscheiden, so daß Tauben in der Epidemiologie humaner Infektionen entweder nur eine geringe oder gar keine Rolle spielen.
    Was die Stadttaubenprojekte betrifft , denke ich , daß es am Anfang sicherlich nicht leicht ist die Tauben an die Schläge zu gewöhnen , ein entscheidender Faktor ist sicherlich , wo die Schläge aufgestellt werden , wenn in unmittelbarer Nähe der Taubenschläge Turmfalken leben , so werden die Tauben sicherlich versuchen die Schläge zu meiden. Wenn Du nähere Informationen haben willst , so wende Dich an Frau Eli Heß von der Bundesarbeitsgruppe Stadttauben unter info@stadttaube.de .
    Viele Grüße
    Andrea
     
  8. #7 Vogelfreund, 24. Juni 2001
    Vogelfreund

    Vogelfreund Foren-Guru

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    Hier ein Protest-Musterbrief gegen die Tötungen in Mannheim:

    Tötungsstop der Tauben in Mannheim gefodert

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    der gesamten Presse im Baden-Württembergischen Raum war zu entnehmen,
    dass die Stadt Mannheim ab der kommenden Woche ca. 5000 Stadttauben töten
    wird. Die Bundesarbeitsgruppe Stadttau-ben hat bereits versucht ein
    inhaltliches Gespräch mit Herrn Bürgermeister Schmidt zu führen und
    tierschutzgerechte Lösungen angeboten. Leider finden Sachargumente in
    Mannheim kein Gehör. Es steht außer Frage, dass eine Bestandskontrolle der
    Stadttauben in den Städten erfolgen muss. Aber es ist aufgrund unserer
    Erfahrung sehr wichtig, dass an den Ursachen angesetzt wird und die
    Möglichkeit tierschutzgerechter Maßnahmen ergriffen werden.

    Tötungen sind keine Lösung und ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz
    Verschiedene Städte, Ministerien und Fachleute halten Tötungsmaßnahmen für
    ungeeignet und erachten sie als Verstoss gegen das Tierschutzgesetz. Aus
    Unkenntnis oder mangelnder Bereitschaft sich neuen Erkenntnissen zu öffnen,
    werden althergebrachte Vorurteile zum Thema Gesundheitsgefährdung und
    Gebäudezerstörung angeführt. Wir möchten sie dringend bitten, eine sachliche
    und objektive Diskussion über Wege der Problemlösung in Mannheim
    voranzutreiben. Tötungen sind absolut keine Lösung des Taubenproblems in den
    Städten. Die Folgen solcher Maßnahmen sind das qualvolle Ver-hungern der
    Jungtiere, deren Eltern getötet wurden. Ein eindeutiger Verstoss gegen das
    Tierschutzgesetz. Sie verringern die Population nur vorübergehend. Die durch
    die Tötungen freigewordenen Brutplätze werden schnell durch andere Tauben,
    so auch von gestrandeten Brietauben eingenommen. Eine verstärkte
    Brutaktivität lässt die Taubenzahl wieder ansteigen - letztlich eine
    Verjüngung der Tauben-population. Diese Auffassung wird von verschiedenen
    Städten, Ministerien und Fachleuten geteilt. In vielen Städten, so z.B.
    Augsburg, Aachen und Nürnberg, wurden die Tötungen als ungeeignete Mittel zur
    Problemlösung bereits vor Jahren eingestellt.

    Stadttauben sind keine Schädlinge nach dem Bundesseuchengesetz
    Trotz Informationen über tierschutzgerechten Alternativen setzt sich die
    Stadt Mannheim über Erkenntnisse hinweg und versucht mit erheblichem
    Kostenaufwand, den Bestand der Stadttauben durch Tötung zu reduzieren.
    Besonderes Unverständnis und Empörung herrscht in Tierschutzkreisen über das
    Verhalten des Mannheimer Tierschutzvereins. Dort wurden die Tötungen
    abgesegnet. Als Dach-verband der örtlichen Tierschutzvereine, hat der
    Deutsche Tierschutzbund seinerseits in Veröffentlichungen mehrfach gegen
    Tötungen Stellung genommen. Die Begründung für die Tötungen wider-spricht
    wissenschaftlichen Erkenntnissen und offiziellen Stellungnahmen. So ist die
    Taube kein Schädling nach dem Bundesseuchengesetz. Das Bundesinstitut für
    gesundheitlichen Verbraucher-schutz bestätigt 1999 die bereits 1989
    getroffene Aussage, dass eine gesundheitliche Gefährdung durch Tauben nicht
    größer ist als die durch Zier- und Wildvögel sowie durch Nutz- und
    Liebhabertiere. Die Verschmutzung der Fassaden durch Tauben ist sicherlich
    ein Problem, das aber gerade durch die Errichtung von Taubenschlägen
    reduziert werden kann. Die vermeintliche Gebäudezerstörung durch Taubenkot
    halten wir für ein Vorurteil. Die Zersetzung gerade historischer
    Gebäudesubtanz ist eine Folge der Emmissionen.

    Konzept einer Tierschutzgerechte und okologisch sinnvolle Bestandskontrolle
    Erst jüngst im Juni 2001 veröffentlichte das Ministerium für Umwelt und
    Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes
    Nordrhein-Westfalen eine Empfehlung zur tierschutzgerechten Lösung der
    Stadttaubenprobleme. Eine wirksame, nachhaltige und tierschutzgerechte Lösung
    bietet das Konzept der Bundesarbeitsgruppe Stadttauben (BAG), Mitglied im
    Bundesverband der Tierversuchsgegner - Menschen für Tierrechte, das auf den
    Bau von Taubenschlägen und eine Geburtenkontrolle bei den Tieren abzielt.
    Bereits in 14 deutschen Städten, so z.B. in Augsburg, Tübingen und Aachen,
    wird dieses Modell mit Erfolg umgesetzt. Es berücksichtigt die berechtigten
    Anliegen betroffener Bürger, der zum Handeln gezwungenen Behörden und die
    artgemäßen Lebensbedürfnisse der Tauben gleichermaßen.

    Wird die Stadt Mannheim trotz tierschutzgerechter Möglichkeiten der
    Problemlösung die Tötungen durchziehen, so wird der Bundesverband der
    Tierversuchsgegner - Menschen für Tierrechte Strafanzeige stellen. Die
    Tierschützer bieten nach wie vor Hilfe und Beratung für die Stadt Mannheim an
    und hoffen, dass sich die Stadt noch gesprächsbereit zeigen wird.

    Bitte tragen Sie zu einer sachlichen und objektiven Auseinandersetzung bei
    und verhindern Sie die unsinnige und grausame Vernichtung der Vögel in
    Mannheim

    ###########################################
    persönliche Bemerkung von Rolf Borkenhagen:
    da der Tierschutzverein Mannheim unter der Führung von
    Herrn
    Franz Kühnert
    Freiheitsplatz 15
    68199 Mannheim
    Tel.: 0621-821154
    die Vernichtungsaktion befürwortet (Presseauszüge)
    wäre es durchaus sinnvoll mit diesen Tierschutzverein und dessen Leitung
    entsprechende Verbindung aufzunehmen +~~

    Rolf Borgenhagen
    Vorsitzender
    Tierversuchsgegner Saar - Menschen für Tierrechte
    http://www.tvg-saar.de
     
  9. #8 Vogelfreund, 24. Juni 2001
    Vogelfreund

    Vogelfreund Foren-Guru

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    Hier noch Adressmaterial für Protestschreiben:

    ###################################
    Adressen der Stadtverwaltung:

    Bürgerbüro
    Rathaus E 5
    68159 Mannheim
    Tel.: 0621/ 293 - 9500 oder - 9610
    Fax: 0621/ 293 - 9532
    Email: buergerbuero@mannheim.de

    Amt für Rats- und Öffentlichkeitsarbeit
    Rathaus E 5
    Postfach 10 30 51
    68030 Mannheim
    Tel: 0621/ 293 - 9655
    Fax: 0621/ 293 - 9532
    Email: joerg.blumenthal@mannheim.de

    Öffentlichkeitsarbeit und Repräsentation
    Tel: 0621/ 293-2010
    Fax: 0621/ 10 58 82
    Email: peter.myrczik@mannheim.de
    Tel: 0621/ 293-2020 oder 0621/ 293-2021
    Email: peter.dietrich@mannheim.de

    Bürgermeister für Planung, Bauen, Umweltschutz und Stadtentwicklung:
    Lothar Quast
    Email: bm.kurz@mannheim.de


    Medienadressen Mannheim (für Leserbriefe):

    Zeitung Mannheimer Morgen
    Postfach 102164
    68021 Mannheim
    Tel.: 0621/ 392 - 13 13
    Fax: 0621/ 392 - 13 76
    Email: lokal@mamo.de

    Grunert Medien & Kommunikation GmbH
    R1, 4-6
    68161 Mannheim
    Tel.: 0621/ 392 28 76
    Fax: 0621/ 392 28 02
    Email: info@grunert-medien.de
    Email: michael.grunert@grunert-medien.de
    Email: mannheim.illustriert@grunert-medien.de

    Rhein-Neckar-Zeitung Mannheim
    N7, 10
    68161 Mannheim
    Tel.: 0621/ 1210090
    Fax: 0621/ 24254

    BILD Rhein-Neckar
    Friedrich Königstrase 3
    68167 Mannheim
    Tel.: 0621/ 565560
    Fax: 0621/ 401385
    Friedrichsfelder
    Neckarhauser Strasse 2
    68229 Mannheim
    Tel.: 0621/ 471117
    Fax: 0621/ 478421

    Firma Radio Regenbogen
    Hörfunk in Baden GmbH + Co.KG
    Dudenstr. 12-26
    68167 Mannheim
    Internet: www.regenbogenweb.de
    Email: info@radio-regenbogen.de
    Tel.: 0621-3375-0
    Fax 0621/ 3375-222
    ######################
     
  10. Merline

    Merline Mitglied

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    Hallo Patrick,

    um die Mannheimer Stadttauben ging es auch schon im Thread "Stadttaubengedanken" weiter unten.

    Anmerkung vom Vogelfreund: "Den anderen Beitrag hatte ich leider übersehen. Habe die beiden Themen nun miteinander verschmolzen."

    Die Adressen, die Du genannt hast, sind genau das, was ich noch gesucht habe, denn ich hatte schon einen entsprechenden Leserbrief aufgesetzt.

    Ich hoffe, daß sich hier alle Tierschützer unter uns beteiligen werden.
    Diesen Tieren soll es auf brutale Weise an den Kragen gehen :( Bitte, helft mit und zeigt den Verantwortlichen, daß ihr Vorhaben bundesweit auf Ablehnung stößt.

    vielen Dank, im Namen der Tauben

    Merline
     

    Anhänge:

  11. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Merline!

    Da ich unter anderem auch hier in den Foren durch Beiträge vor allem von Andrea und Anke überzeugt worden bin, das es wirklich humanere Möglichkeiten gibt, um das Taubenproblem zu lösen, werde ich natürlich, ebenso wie ich eine Mail an Pro7 gesandt habe, mich auch hier mit einem Protestschreiben beteiligen!
     
  12. Merline

    Merline Mitglied

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    Hallo Rüdiger

    :) Vielen lieben Dank im Namen der Tauben!!

    Merline
     
  13. #12 Baerbel_Wagner, 24. Juni 2001
    Baerbel_Wagner

    Baerbel_Wagner Guest

    Taubenmord in Mannheim

    Ich bin gegen das Abschlachten der Tauben in Mannheim, da sie 1. Das Symbol des hl. Geistes darstellen und

    2. Das Symbol des Friedens
     
  14. RainerS

    RainerS Foren-Guru

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    Hi Leute,

    habe mich auch mit einem Protestschreiben an die Stadt Mannheim gewandt. Sauerei ist das !!
     
  15. Doris

    Doris Guest

    Hi,

    Meine Briefe sind draussen,....
    Hoffe dass sich noch ein paar Leute beteiligen. Auch wenn ich mich ansonsten fast nur mit Krummschnäbeln befasse, das was hier geplant ist ist einfach eine Sauerei. Auch ich habe die Beiträge von Andrea und Anke seit jeher mit Interesse gelesen und denke, dass es andere Lösungswege geben muss.
     
  16. RainerS

    RainerS Foren-Guru

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    Also, meine Protestmail habe ich an alle Mannheimer Adressen geschickt, die hier angegeben waren. Kommen aber alle als unzustellbar zurück?!

    Haben die ihren Mail- Server abgestelt, weil so viele Proteste kamen?
     
  17. Bogis

    Bogis Guest

    Hallo Zusammen,
    die Tauben sind ein großes Problem in den Städten. Aber einfach einen Teil abzuschiessen bringt überhaupt nichts, da sie sich bei dem Futterangebot und Nistplätzen an Gebäuden vermehren wie die Karnickel. In der Geflügelböse habe ich mal einen Artikel gelesen über eine große Halle in der den Tauben künstliche Nistplätze gegeben werden und wo man dann die Eier gegen Gipseier austauscht. Da werden jährlich Tausende von Eiern weggenommen. Ich denke man braucht viel mehr solcher Einrichtungen in den Städten und zusätzlich sollte man Nistmöglichkeiten an Gebäuden etc. unbrauchbar machen.
    Aber einfach lebende Tauben umbringen ist ne Schweinerei die nichts bringt.
    Bogis
     
  18. Merline

    Merline Mitglied

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    Hallo,

    diese Meldung stand heute morgen im Mannheimer Morgen. Ein Schlag ins Gesicht für alle Tierschützer, denen jede Kompetenz abgesprochen wird :(

    Beistand im Tauben-Streit

    Gemeinderat begrüßt Aktion der Behörden

    Von unserem Redaktionsmitglied Thorsten Langscheid

    Auf einhellige Zustimmung im Gemeinderat stieß die Stadtverwaltung mit ihren Plänen zur Verringerung des Stadttauben-Bestandes. Vertreter aller Parteien begrüßten das integrierte Konzept einer Arbeitsgruppe verschiedener Behörden und des Tierschutzvereins, das neben so genannten Vergrämungs-Maßnahmen auch die Tötung von Tauben durch Genickbruch vorsieht.

    Fraktionsvorsitzender Dr. Frank Mentrup von der SPD sowie Stadtrat Wolfgang Raufelder (Grüne) forderten jedoch ausführliche Informationen über die Vorgehensweise in anderen Städten. Mentrup: "Tauben sind emotional anders besetzt als Ratten." Deshalb müssten Alternativen zur Tötung der Tiere - ihr Bestand wird auf etwa 10 000 im Stadtgebiet geschätzt - geprüft werden. Bürgermeister Rolf Schmidt unterstrich noch einmal das abgestufte Modell, in dem die Tötungsaktion "nur eine von mehreren Maßnahmen" sei. Während er in den vergangenen Tagen von Mannheimern viel Zustimmung zu dem seit 1993 ersten Anlauf zur Eindämmung der Taubenbestände erhalten habe, seien - hauptsächlich von organisierten Tierschützern - stapelweise Protest-Faxe und -Emails von außerhalb der Stadt eingegangen.

    Vor dem Ratssaal hatte eine zehnköpfige Gruppe von Tierschützern, die unter anderem aus Mainz, Stuttgart, Tübingen und Darmstadt angereist war, gegen die Tötung der Vögel protestiert. Schmidt: "Viele Behauptungen dieser Organisationen über humanere Methoden gegen die Tauben haben sich als nicht richtig erwiesen." CDU-Stadtrat Jörg Mergenthaler begrüßte das Anti-Tauben-Konzept der Stadtverwaltung und fügte hinzu: "Aus falsch verstandener Tierliebe setzen sich immer noch viele Bürger über das Tauben-Fütterungsverbot hinweg."


    Traurige Grüße

    Merline
     
  19. #18 Baerbel_Wagner, 27. Juni 2001
    Baerbel_Wagner

    Baerbel_Wagner Guest

    Wie können die Mannheimer so grausam gegen die unschuldigen Tauben sein. Auch diese sind ein Geschöpf Gottes.

    Die Taube ist ein Zeichen des Friedens. Der hl. Geist ist in der Gestalt einer Taube. Dies müßten sogar die Katholiken wissen.
     
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  21. #19 Vogelfreund, 29. Juni 2001
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    Neues von den Tauben...

    From: (E.hess@tierrechte.de)

    Hallo liebe TierrechtlerInnen,

    ich wurde gebeten einen Sachstandsbericht zu schreiben, der in die Verteiler rein soll. Anbei mein Text und allen ganz lieben Dank!!!!
    Elli

    Sachstandsbericht aus Mannheim:
    Bei der Ratssitzung am 26.06.2001 haben VertreterInnen der BAG Stadttauben, PeTA und einzelne Tierschützer Präsens gezeigt. Der Bürgermeister verteidigte erneut seine Maßnahmen, wie auch das Töten der Tauben, als richtig und sinnvoll. Er betonte die Zustimmung des Mannheimer Tierschutzvereins zu dieser Tötung. SPD und Grüne haben jedoch einen Antrag auf Überprüfung der Maßnahmen gestellt, da offensichtlich nicht alle Möglichkeiten, so das Konzept der Bundesarbeitsgruppe Stadttauben und die Empfehlung des Landes NRW, berücksichtigt wurden. Die Überprüfung soll binnen von drei Tagen erfolgen, um erneut über die Maßnahmen zu besprechen. Für diese Woche sind die Tötungen in Mannheim vorübergehend ausgesetzt. Anfragen in Aachen seitens der Stadt Mannheim laufen wohl derzeit... Es steht im Raum, dass Mannheim 1990 mit drei Taubenhäusern gescheitert ist und daher das Konzept abglehnt. Diesbezüglich wurde im Stadrat um Auswertung des Versuches gebeten, da es Gründe für das Scheitern" gibt. Wir haben unserseits deutlich gemacht, dass es eine Frage der Bauweise, des Standortes und der Betreuung ist. Der Bürgermeister Herr Schmidt vertrat trotz der Informationen vehement die Tötungen und stellte die Situation in Aachen falsch da. Dies wurde von der BAG im Rahmen einer Pressemitteilung richtig gestellt. Der Kontakt zu Mitgliedern des Stadtrates ist sehr gut, so dass wir über den Verlauf und die Ergebnisse informiert werden. Die Informationen zur tierschutzgerechten Bestandskontrolle wurden in Mannheim intern ebenfalls an die Untere Naturschutzbehörde weitergereicht und recht
    positiv bewertet.

    Derzeit laufen auch Kontakte seitens des BV der Tierversuchsgegner zum Tierschutzbeirat des Landes Baden-Württemberg, die ihrerseits ein ähnliches Konzept mit Taubenschlägen und kontrollierter Fütterung empfehlen. Hier wurde um eine Intervention gebeten.

    Dubios ist die Situation um den Mannheimer Tierschutzverein. Er soll laut Bürgermeister und Presse der Tötung zugestimmt haben. Der Deutsche Tierschutzbund distanziert sich jedoch gemeinsam mit dem Tierschutzverein von dieser Behauptung - bisher jedoch nur in Tierschutzkreisen. Hier laufen Kontakte und Gespräche, um den Tierschutzverein bzw. den Deutschen Tierschbund um offizille Stellungnahme zu bitten. Es wäre schon ein Skandal, wenn die Stadt Mannheim sich auf die Zustimmung des Tierschutzvereins bezieht, dieser sie jedoch nicht gegeben hätte....Bisher herrscht hier absolute Unklarheit, in die wir versuchen Licht zu bringen!

    Parallel dazu werden Kontakte zu Mannheimer Tierfreunden, die es geben muss, eruiert, um sie zu aktivieren. Dies ist besonders wichtig, da die Stadt Mannheim meint, dass nur Proteste von außerhalb erfolgen...

    Falls es zu Tötungen kommen wird, ist klar, dass die BAG Stadttauben, also der Bundesverband der Tierversuchsgegner, Strafanzeige erstatten wird. Auf allen Ebenen und aus vielen Tierechtsorganisationen sind Leute aktiv und es bleibt abzuwarten, was in diesen Gesprächen herauskommt!

    Jede/r, der in Mannheim Leute kennt, die sich für eine tierschutzgerechte Lösung einsetzen, sollte uns dies mitteilen. Allen ganz lieben Dank für die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit!!!!!

    Elli Heß
    Bundesarbeitsgruppe Stadttauben
     
  22. #20 Vogelfreund, 8. Juli 2001
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    Betreff: Tödliches Bekenntnis des Tierschutzverein Mannheim zu
    Mannheimer Tauben
    Datum: Thu, 5 Jul 2001 14:05:52 EDT
    Torsten Francke
    Email: For allAnimal@aol.com


    Tierschutzverein Mannheim lässt Mannheimer Tauben im Stich

    Während der Präsident, Herr Wolfgang Apel von „Europas größter Tier- und
    Naturschutzorganisation“ (eigener O-Ton Deutscher Tierschutzbund e.V. )
    in seiner Festrede zu „120 Jahre Deutscher Tierschutzbund - Für den
    Schutz der Tiere“ davon spricht: „Es muss Schluss sein mit dem Handeln
    nach dem Motto ´Macht euch die Erde Untertan“, hält der Mannheimer
    Tierschutzvereinsvorsitzende Herr Franz Kühnert wohl nicht viel vom
    Tierschutz und hält weiterhin am Massenmord von ´zig tausend Tauben
    fest.

    Nachdem bekannt wurde, dass Mannheim beabsichtige Tauben einzufangen und
    anschließend per Genickbruch zu töten, die bundesweit bekannten
    Alternativen zur Populationsminderung (ohne Tiertötung) möchte ich hier
    jetzt nicht aufzählen, hagelte es massenweise Protest fast aller
    deutschen Tierrechts- und Tierschutzvereine. Dem ungeachtet will die
    Stadt Mannheim an diesem „Mords-Konzept“ festhalten, und dass mit voller
    Rückendeckung vom örtlichen Tierschutzverein (Tierschutzbund).

    Nun verwundert es schon sehr, dass der Tierschutzbund in Bonn, der sich
    eigentlich öffentlich auch gegen das Töten aussprach und den gängige
    Vorurteile schon einiges entgegensetzt hat-te, anscheinend doch nicht
    alle Hebel in Gang setzt um den Vorsitzenden des Tierschutzver-eines
    Mannheims zu stoppen.

    Hier einige Ungereimtheiten:

    Zitat: „...in den Medien wurde berichtet, dass die Stadt Mannheim
    beabsichtige, den Bestand der Tauben stark zu reduzieren. Wir haben uns,
    ebenso wie der dem Deutschen Tierschutz-bund angeschlossene
    Tierschutzverein Mannheim und Umgebung e.V. seit 1901, umgehend
    eingeschaltet.“ (Steffi Märke vom Deutschen Tierschutzbund e.V. in einem
    Schreiben an mehrere Tierschutzorganisationen vom 28.Juni. 2001)

    Doch richtig ist:
    Der Tierschutzverein Mannheim hat unter Leitung des Vorsitzenden Herrn
    Franz Kühner nicht erst auf entsprechende Pressemeldungen reagiert,
    sondern war maßgeblich an der Erar-beitung und Befürwortung der
    „Tötungs-Konzeption“ der Stadt Mannheim beteiligt. In der
    Gemeinderatssitzung vom 26.06.2001 hat der Bürgermeister die gute
    Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein sogar betont und mehrmals in
    seinen Worten gewürdigt.

    Zitat:
    „...nahmen auch Vertreter des Tierschutzverein Mannheim an den Sitzungen
    teil. Die gemein-sam entwickelten Lösungen sind einvernehmlich mit den
    Vertretern des Tierschutzvereins beschlossen worden und basieren
    teilweise auf deren Anregung.“ (Quelle: aus der schriftli-chen
    Pressemitteilung der Stadt Mannheim vom 19.06.2001)

    Zudem kam Herr Eisenhart von Loeper (Bundesverband der
    Tierversuchgegner), wohl nach einem Telefongespräch mit TSV Vorsitzenden
    Herrn Kühnert, gegenüber der Presse zu fol-gender Meinung: „Kühner, der
    die Tauben-Aktion der Stadt zunächst mittrug, habe sich „jetzt doch auf
    die Seite derjenigen gestellt, welche die Tötungen der tauben ablehnen“
    und wolle die Stadtverwaltung dazu bewegen, auf die Tötungen der Tauben
    zu verzichten.“ (Zitat: Mannheimer Morgen vom 05.07.2001)

    Selbst in einem persönlichen Telefongespräch mit Frank Höneck
    (Peta-Deutschland e.V.) machte Herr Kühner ähnliche positiv, wie
    wohlklingelnde Äußerungen.

    Zeilen später war im selben Artikel der Zeitung dann aber zu lesen:
    Zitat: „ Dazu Tierschutz-Chef Franz Kühner: „Das ist nicht wahr, wir
    tragen das Konzept der Stadt mit.“ (Zitat: Mannheimer Morgen vom
    05.07.2001)

    Per Telefonat teilte man mir beim Tierschutzbund später auch noch mit:
    „Man solle nicht al-les glauben, was die Zeitungen schreiben“

    Heute erhielten einige Tierschutzorganisationen ein Fax von einem
    Anwaltsbüro aus Mann-heim, welches den Tierschutzverein Mannheim in der
    Taubensache mittlerweile vertritt. Dar-in heißt es (pro
    Tötungs-Konzept): „So sehen dies auch die Mitarbeiter des
    Tierschutzvereins. Eine Befragung ergab, dass Einwendungen gegen den
    beschlossenen Katalog nicht bestehen.“

    Zitat Steffi Märke vom Deutschen Tierschutzbund e.V. nochmals aus einem
    Schreiben an mehrere Tierschutzorganisationen vom 28.Juni. 2001:
    „Glücklicherweise ist die Situation offensichtlich nicht ganz so
    dramatisch wie wir zunächst befürchten mussten. Der Tierschutzverein
    Mannheim setzt sich zudem vor Ort dafür ein, dass weder
    tierschutzwidrige Tötungsmaßnahmen noch Vergrämungsmethoden, die mit
    Schmer-zen, Leiden oder Schäden für die Tiere verbunden wären, zum
    Einsatz kommen. Wir gehen davon aus, dass die Stadt Mannheim sich der
    sachlichen Diskussion um eine tierschutzgerech-te Problemlösung nicht
    verschließen wird. Sollte es Schwierigkeiten geben, so wird unser
    Mitgliedsverein sich umgehend mit uns in Verbindung setzen.“

    Doch, die Situation ist mehr als dramatisch. Kommende Woche soll dennoch
    mit den Tötun-gen begonnen werden. Und vom Mannheimer Tierschutzverein
    ist eindeutig keine Hilfe zu erwarten.

    Daher protestiert massiv beim Tierschutzbund über diese Mannheimer
    Ignoranz und fordert ein sofortiges Handeln von Seiten des
    Dachverbandes:
    1. Präsident Wolfgang Apel
    2. Steffi Märke
    3. Frau Dr. Betz
    Adresse:
    Deutscher Tierschutzbund e.V.
    Baumschulallee 15
    53115 Bonn
    Tel.: 0228/ 604960
    Fax: 0228/ 6049640
    Email: bg@tierschutzbund.de

    Deutscher Tierschutzbund Landesverband Baden-Württemberg e.V.
    Vorsitzender: Herr Gerhard Käfer
    Unterfeldstraße 14 B
    76149 Karlsruhe
    Tel.-LV: 0721/70 45 73
    FAX : 0721/70 53 88

    Tierschutzverein Mannheim u.U. e.V. seit 1901
    68169 Mannheim
    Tel.: 0621 - 31 64 93
    Fax: 3 21 27 51
    Email: Tierheimma@aol.com

    Franz Kühner (Vorsitzender TSV Mannheim)
    Freiheitsplatz 15
    68199 Mannheim
    Tel./Fax: 0621/ 821154

    Torsten Francke
    Email: For allAnimal@aol.com
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