Tod durch Plastikpflanzen ?

Diskutiere Tod durch Plastikpflanzen ? im Cardueliden Forum im Bereich Wildvögel; Hallo , ich habe im letzten Jahr kurz hintereinander ein Stieglitzpaar verloren. Das Weibchen war am Nestbau und is dann plötzlich...

  1. #1 blauerturm, 09.01.2011
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    Hallo ,

    ich habe im letzten Jahr kurz hintereinander ein Stieglitzpaar verloren. Das Weibchen war am Nestbau und is dann plötzlich eingegangen. Zuerst dachte ich Legenot. Als 4 Wochen später das Männchen auch gestorben ist , hab ich den Gedanken verworfen.

    Haltet ihr es für möglich dass Plastikpflanzen , an denen die Stieglitze genagt haben , zum Tod geführt haben? Ich hatte die Nisthilfe mit Plastik-Efeu umranken lassen. Das schien ihnen zu gefallen. Aber sie haben daran rumgenagt!

    Falls die Antwort "ja " lautet - gibt es spezielle Plastikplanzen, die speziell für zooologischen Gebrauch gemacht sind? Und beim Verschlucken unschädlich sind?

    Gruß Martin
     
  2. #2 plassco, 09.01.2011
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    Ich nutze seit Jahren stets benagte Kunstpflanzen (guck selbst, da ist auch irgendwo Efeu neben dem vielen Kunstficus) und hatte dadurch nie Verluste! Ich tippe da eher auf Kokzidien, da ich aber 1. nicht weiß, wie gut Du Dich mit der "Vögelei" auskennst und 2. wie Du Deine Vögel hältst, bleibt dies vorerst eine wage Behauptung...
     
  3. Joerg

    Joerg Guest

    Das hätte ich dann auch gemacht ....

    Hältst Du noch andere Vögel? Haben die auch Plastik in der Voliere/im Käfig? Nagen/nagten die daran?
    Wie "PLÖTZLICH" ist denn die Henne eingegangen? Wieso kamst Du auf die Idee mit der Legenot?
    Nimm Kiefernzweige ... Kiefern eignen sie sehr gut zum verkleiden von Nestern etc. Sie verlieren keine Nadeln und sind so eine gute Alternative zum Plastik...

    Gruß
    Jörg
     
  4. #4 Tiffani, 09.01.2011
    Tiffani

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    Ich habe seit den 80ziger Jahren Kunstoffpflanzen in meinen Boxen und Volieren.
    Ich kaufe sie im Dekoshop, Terraristikzubehörladen und im Asiashop. Hartplastik so wie auch "Seidenstoff".
    Gerade die ausgeflogenen Jungtiere knabbern daran herum, sie wissen ja noch nicht den Unterschied zwischen echt und unecht.
    Ich habe bisher noch keinen Vogel durch solche Aktionen verloren, wohl aber durch echtes Grün.
    Von daher kann ich Kunstpflanzen nur empfehlen.
    Ich denke auch, das eher eine innere Ursache zu suchen wäre. Aber nur ist es ja zu spät.
    Eine Sektion hätte dir darüber Gewissheit verschafft :~
     
  5. #5 blauerturm, 09.01.2011
    blauerturm

    blauerturm Mitglied

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    Hallo,
    auf Legenot bin ich deshalb gekommen , weil das Weibchen mit dem Nest gerade fertig war, und dann innerhalb von 3 Tagen hinüber war. Bei Kokzidien gibts immer wässrigen Durchfall - und ich glaube es geht nicht so schnell. Durchfall hatten die Vögel nicht.

    Zur Rahmenbedingung: Das Paar war allein in einer Voliere, 2 x 1 Meter. Alles gut gepflegt. Also keine unsauberen oder verkackten Stellen.

    Sie waren richtige "Nagetiere". Ich hab öfter Birkenäste reingestellt, an denen sie die Rinde richtig abgenagt haben. Naja, und die Plastik-Efeuranken , eben auch....

    Gruß Martin
     
  6. #6 IvanTheTerrible, 09.01.2011
    IvanTheTerrible

    IvanTheTerrible Guest

    Kokzidiose...tot innerhalb von 3 Tagen. Trockener Verlauf. Kein Durchfall.
    Lassen am Anfang (1. Tag) meist nur die Flügelspitzen hängen.
    Am 2. Tag aufgeplustert. Fressen und Trinken nicht mehr. 3. Tag..tot.
    Ivan
     
  7. #7 georg_47, 09.01.2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 09.01.2011
    georg_47

    georg_47 Guest

    Hallo
    Bei mir ist im letzten Jahr eine Fichtenzeisighenne so ähnlich
    verstorben. Hatte 4 Eier gelegt, eine Nacht gebrütet und
    anschließend ohne sichtbare krankhafte Anzeichen verstorben.
    Nachdem ich die Henne in einem Veterinärmedizinischen
    Institut habe untersuchen lassen, wurde als Todesursache
    Aspergillose diagnostiziert. Mit dem Vermerk, das derartige
    Erkrankung u.A. auch durch Stress hervorgerufen werden kann.
    Kokcidiose will ich aber damit nicht ausschließen. Das beste
    ist in derartigem Falle immer: Die paar €uro verschmerzen ,
    den Vogel untersuchen lassen und wirklich anschließend
    schlauer sein.

    Gruß Georg
     
  8. #8 Tiffani, 10.01.2011
    Tiffani

    Tiffani Vögel ohne Lobby

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    Wo die Polizei nicht tot über'm Zaun hängen möchte
    Ich habe über diese Vorkommnisse mal nachgedacht....:D
    Ausgeschlossen wird:
    Untergewicht
    Legenot
    Vorerkrankungen
    Kräfteverfall
    bleibt nur folgende Überlegung, logische Schlussfolgerung!
    Es muss etwas sein was den Vogelorganismus "vergiftet", ihn über die Maße belastet das er an den Folgen stirbt.
    Das bringt mich zum Darm!
    Bei Eiablagen, je nachdem wie schnell das geht, kommt es auch mal zum Kotstau.
    Insbesondere aber, wenn die Tiere die Eier schon bebrüten (Nestverweildauer).
    Wenn der Vogel jetzt also irgendetwas hat, sei es bakterieller Natur oder Parasitärer, ist die logische Schlussfolgerung, aufgrund der geringen Absatzgeschwindigkeit, reichert es sich im Darm an....und Voilar :+klugsche, kann es den Vogel dahinraffen.
    Bei ein paar Kokzidien könnte sich also der Terminus rasant beschleunigen.
    Bei Bakterien ebenso, die dann auch fleißig ins Blut übergehen und evtl. zum Herzstillstand, allgemeinen Kreislaufkollaps oder Organversagen führen könnten.
    So etwas hinterher herauszufinden ist eine ziemliche Puzzle-Arbeit, vor allem wenn man gar nicht weiß wonach man genau suchen soll.
    Das Pilze einen gesunden Vogel in so kurzer Zeit dahinraffen halte ich eher für unwahrscheinlich, oder man war im Irrtum über die wirkliche Konstitution des Zuchttieres.
     
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