Transportmittel

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  1. AndreaH

    AndreaH Guest

    Wie macht ihr das? Der Vogel hat Freiflug und muss mal eben schnell in den Käfig, weil er zum Tierarzt soll, Gefahr im Verzug ist, oder was auch immer. Bei mir lebten bisher nur zahme oder zutrauliche Vögel. Es war also nie ein Problem mit dem ich mich beschäftigen musste. Ich habe nur die Hand oder ein kleines Hölzchen hingehalten und die Vögel stiegen drauf. Jetzt habe ich einen äußerst ängstlichen Geier bei mir, der nach wie vor glaubt, ich will ihm was tun, wenn ich mich ihm mit der Hand oder dem Hölzchen nähere. Gibt es jetzt (vielleicht wird er ja noch zutraulich) nur die Möglichkeit, ihn mit einem Kescher einzufangen? Das wäre mir nicht so angenehm, ich hätte dabei wohl mehr Angst als der Geier. Welche "Methoden" gibt es, Geier in den Käfig zu bringen ohne sie dabei zu sehr in Angst zu versetzen?

    Grüße Andrea
     
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  3. #2 Anne Pohl, 18. April 2001
    Anne Pohl

    Anne Pohl Guest

    Hallo Andrea,
    ich habe bei meinen elf Wellensittichen bisher nur gute Erfahrungen mit dem Kescher gehabt und kann Dir deshalb nur raten, es einmal auszuprobieren. Ich benutze einen weiten Kescher mit ca. 30 cm Durchmesser und grünem Stiel. Wichtig ist, daß er nicht zu elastisch ist und so beim Keschern "zurückklappt". Ebenfalls wichtig ist, daß die Vögel nicht gegen eine Scheibe fliegen können.
    Das Keschern erfordert ein bißchen Übung, aber wenn man den Bogen erst mal raushat, ist es ganz einfach. Die Vögel haben zwar Angst vor dem Kescher, aber nicht vor dem Menschen - das ist ja auch nicht ganz unwichtig.
    Man sollte mit dem Kescher nicht wild in der Luft herumfuchteln, sondern ruhig an einer guten (zentralen) Stelle stehen, den Kescher in halber Höhe, sich auf den Vogel konzentrieren und ihm mit dem Kescher entgegenkommen, wenn er gerade auf einen zufliegt. Ist er im Netz, genügt eine leichte Drehung des Handgelenks, um die Öffnung zu verschließen.
    Es ist natürlich doof, wenn man einen Notfall hat und dann zum ersten Mal keschert, deswegen wäre es gut zu üben.
    Wenn Dein Notfall zufällig nachts eintritt, kannst Du natürlich auch das Zimmer verdunkeln und den Vogel einfach abgreifen, aber was machst Du tagsüber? Meine Mutter hat früher immer eine Decke über den Vogel geworfen, aber die Methode finde ich ehrlich gesagt eher etwas fragwürdig. ;-(

    Gruß,
    Anne
     
  4. Meike

    Meike Foren-Guru

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    Hallo Andrea,

    ich habe fast nur nicht-zahme Vögel (aus zweiter oder dritter Hand) und ich kann Anne nur zustimmen. So schlimm ist es gar nicht wie man es sich vielleicht zunächst vorstellt. :)
    LG
    Meike
     
  5. AndreaH

    AndreaH Guest

    Schmetterlingsjäger

    Ok ihr zwei beiden,
    hört sich vernüftig an. Ich werde also meine Angst überwinden müssen. Woher bekomme ich einen vernüftigen Kescher? Welche Größe (für Schwarzohren und Timneh) sollte er haben? Ich habe noch nie gesehen, wie das mit so einem Ding funktioniert - kenne es nur aus dem Fernsehen mit Schmetterlingsjägern :D. Wenn ich den Geier eingefangen habe, wie krieg ich ihn wieder raus? Kann er sich im Kescher oder beim Rausbringen verletzen?

    Gruß Andrea
     
  6. kyra

    kyra Guest

    Hallo Andrea,

    ich mag die Kescher auch nicht, brauchte aber früher regelmäßig einen für einen Wellensittich, der nicht zahm war. Ich habe vorher mit einem Ball ;) geübt und dann hat es auf Anhieb auch beim Vogelfang funktioniert.

    Viel Glück

    Kyra
     
  7. #6 Anne Pohl, 19. April 2001
    Anne Pohl

    Anne Pohl Guest

    Re: Schmetterlingsjäger

    Hallo Andrea,
    im Zoohandel sind die Dinger schwer zu bekommen, aber in Online-Shops bekommt man sie schon. Vielleicht auch im Aquarianer-Bedarf. Wichtig ist Stabilität und nicht zuviel Elastizität - wenn das Oberteil beim Schlagen ziemlich zurückflappt, ist das nicht so gut.
    Größe: Wenn Du im Zimmer fängst, so groß wie möglich. 25-30 cm oder noch größer, wenn's das gibt.
    Schmetterlingsjäger? LOL! Naja, man hüpft nicht so elegant auf der Wiese rum und es ist mit Vögeln auch viel spannender!
    Die Vögel können sich im Kescher eigentlich nicht verletzen. Sie halten sofort still, wenn man sie hat. Sie liegen dann unten im Sack, und indem Du das Handgelenk drehst, kippst Du die Öffnung des Keschers in die Senkrechte und verschließt ihn so. Man nimmt sie raus, indem man sie von außen um Rücken und Flügel faßt. Dann kannst Du den Vogel entweder in einen Käfig entlassen oder ihn aus dem Netz pulen.
    Kyras Idee, mit einem Ball zu üben, ist nicht schlecht! Darauf kam ich nie und habe gleich am lebenden Objekt geübt.
    Gruß,
    Anne
     
  8. #7 Alfred Klein, 19. April 2001
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Hallo Andrea
    Den Kescher würde ich nur als vorübergehenden Notbehelf anwenden. Ich praktiziere mit Neuzugängen immer folgendes: Ich gehe an Käfig/Voliere und klopfe mit dem Knöchel auf den Türrahmen und rufe den Vogel. Der Vogel wird darauf aufmerksam. Dann dirigiere ich den Vogel in Käfignähe und klopfe wieder auf die Tür mit rufen. Nochmals der Versuch, ihn hinzudirigieren. Das klappt anfangs garantiert nicht. Nach ca. 20 Minuten, länger schaffen die Geier das Spiel nicht, fange ich den Vogel dann mit dem Kescher und setze ihn rein. Da der Vogel den Kescher als unangenehm empfindet, versteht er irgendwann, meist nach ein bis zwei Wochen, daß er nicht gefangen wird, wenn er rein geht. Tja, und das wars dann, der Kescher kann weg.
    Gruß Alfred
     
  9. AndreaH

    AndreaH Guest

    noch ne Frage

    Anne, Meike und Kyra bitte nochmals einen Tipp

    Habe bei verschiedenen Anbietern Kescher gefunden. Der größte, der mir unterkam, war so um die 30 cm Durchmesser. Worin besteht aber bitte der Unterschied zwischen einem Kescher "normal" und einem Kescher mit "Tülleinsatz" (dachte immer, das ist nur was für nette Kleider) und welcher ist denn nun besser für Geier?

    Alfred: logisch will ich das Teil nur als Übergangslösung betrachten. Möchte mich aber eben auf alles vorbereiten.

    Grüße Andrea
     
  10. Karin G.

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    Hallo Andrea
    Zum Glück kommt unser Edelgeier Rita aufs Stöckchen (meistens), sonst als letzter Trick hilft noch, ihr die Schlafkiste hinzuhalten, dann krabbelt sie rein.
    Kescher: benutze ich seit Jahren für meine Prachtfinken, wenn die mal aus dem Käfig herausgefangen werden müssen zum Krallenschneiden oder wenn ein Grossputz angesagt ist. Den Kescher habe ich mir selbst gebastet in zwei Grössen. Aus stabilem Draht einen Kreis gebildet mit Griff, Durchmesser ca. 15 cm bzw. ca. 30 cm. Daran einen selbstgenähten Sack aus alter Küchengardine befestigt (das ist der Tüll!). Im Käfig werden alle Stangen entfernt, die Vögel fliegen rum und hängen irgendwann mal am Gitter, Netz drüber und schon ist einer gefangen. Ausserhalb funktioniert das auch ganz gut. Entweder am Sitzplatz schnell überstülpen, vielleicht das Zimmer etwas verdunkeln, oder in Flugrichtung bewegen. Dann Handgelenk umdrehen, wie es die anderen bereits beschrieben haben.
    Viel Glück bei der Jagd
     
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  12. Toby

    Toby Foren-Guru

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    Hallo Andrea !!!

    Mit Tülleinsatz ist gemeint, das der Draht, woran das Netz befestigt ist, damit gepolstert ist ! Das wirst Du aber bei deinen Piepmätzen wohl nicht brauchen!

    Wenn ich das richtig verstanden habe, hälst Du Papageien und da würde ich Dir vorschlagen einen Kescher aus dem Angelbedarf zu nehmen, diese besitzen meistens ein stärkeres Netz und vor allem haben sie auch einen größeren Durchmesser.
    Ich habe mir auch einen Teichkescher gekauft, denn die Kescher für Vögel haben zwar ein schön grosses Netz, sind allerdings zu kurz und die Angelkescher besitzen alle einen Teleskopstiel.
     
  13. Karin G.

    Karin G. Co-Admin
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    Hi Tobias
    das mit dem Teichkescher ist eine ganz tolle Idee!
     
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