Trauert ein Nymphi um seinen Partner?

Diskutiere Trauert ein Nymphi um seinen Partner? im Nymphensittiche Forum im Bereich Sittiche; Hi wie ihr evtl gelesen habt, ist meine Henne Lucy gestern verstorben. Der Hahn verhält sich in meinen Augen aber seltsam. Wenn ich früher...

  1. #1 BoeserENGEL, 11. Oktober 2012
    BoeserENGEL

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    Hi

    wie ihr evtl gelesen habt, ist meine Henne Lucy gestern verstorben. Der Hahn verhält sich in meinen Augen aber seltsam.

    Wenn ich früher mal Lucy mit aus dem Vogelzimmer genommen habe (sie war handzahm), dann ist ihr Hahn fast durchgedreht und hat geschrieen, bis seine Lucy wieder im Vogelzimmer war.

    Aber seit Lucy nicht mehr lebt und sie nicht mehr im Vogelzimmer ist, schreit der Hahn nicht. Wieso?

    Hat er verstanden, dass seine Henne gestorben ist? Immerhin saß er neben ihr als meine Mutte Lucy gefunden hat. Hat der Hahn in der Zeit sozusagen Abschied genommen?

    Ich kann mir sein Verhalten nicht erklären. Wieso schreit er nicht nach ihr? Weiß er, dass sie nicht mehr zurück kommt und schreit deswegen nicht?

    Ich mache mir Sorgen um den Hahn, da er gesundheitlich nicht mehr so fit ist. Er regt sich schnell auf und dann atmet er ganz schwer. (Hahn ist ca 12 - 13 Jahre alt)


    Wäre schln, wenn ihr ein paar Indeen / Vemrutungen für das Verhalten meines Hahns Chip habt.

    Gruß
    BE
     
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  3. Stephanie

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    Als mein erster Wellensitich (Weibchen) gestorben war, saß das Männchen ganz dicht am Gitter und hatte die Flügelfedern teils über das Gitter hängen nach draußen.
    So saß er da längere Zeit ganz still (sie ist gestorben, als er dabei war, ich aber nicht, also hat er es mitbekommen).

    Ich würde evtl. nach einem "älteren" Nymphen gleichen Temperaments suchen.
    Meines Wissens können Nymphen schon bis zu 20 Jahre oder sogar älter werden; dann wäre 13 Jahre ja noch nicht unbedingt Seniorenalter, oder?

    Ich denke auf jeden Fall, dass Vögel trauern können.
    Als ich meine Calsey mal in die Zoohandlung geben musste, damit der Hahn eine "Auszeit" hat (sie war durch sein Drängen erschöpft und zusammen bei mir konnten sie nicht bleiben, da haben sie ständig nacheinander gerufen), erzählte mir die Pflegerin, dass der Vogel immer ganz still wurde, wenn sie rein kam, während andere Vögel dann wohl gerade anfingen zu quaschen. Eventuell hat sie da auch ihren Hahn vermisst?
     
  4. #3 BoeserENGEL, 12. Oktober 2012
    BoeserENGEL

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    Was mich aber wundert ist, dass er nicht nach ihr ruft (das hat er früher immer gemacht)

    Kann es sein, das er verstanden hat, dass sie gestorben ist? Und ruft deswegen nciht nach ihr?
    Immerhin war er dabei. Und er saß neben ihr, ale meine Mutter sie gefunden hat.
     
  5. Stephanie

    Stephanie Foren-Guru

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    Ich weiß es nicht.
    Ich selbst kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass Heimvögel, jedenfalls jung gekaufte, "wissen", dass Vögel streben, denn das konnten sie ja vor dem ersten Fall noch nie beobachten.
    Anders wäre es vielleicht mit Vögeln, die vorher ein Jahr oder so in einem größeren Schwarm in einer Voliere etc. gelebt haben, wo in dieser Zeit auch schon ein paar Vögel gestorben sind (also vor ihren Augen), so dass die Vögel merkten, aha, der liegt da und rührt sich gar nicht mehr.


    ich denke, es ist sehr schwer nachzuvollziehen, wie Tiere, besonders Heimtiere, Tod anderer Tiere erleben und ob und wie sie sich später an den Verstorbenen erinnern (darauf zielt ja die oft gestellte Frage nach der "Trauerzeit" bei Papageien).

    Am schlimmsten war für mich der Tod von Wellensittich Twitch, der sarb nämlich nach längerer Behandlung beim TA.
    Den habe ich also (in den Augen des Partnervogels) weg gebracht, dann war 3 Wochen weg, und dann kam ein neuer Vogel.
     
  6. kimika

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    Hallo,

    ich glaube schon, dass Vögel es verstehen, dass der Partner tot ist! Bei meinen Nymphies Kiro und Aki war es ähnlich. Wenn Aki beim Tierarzt war, hat Kiro die halbe Siedlung zusammen gebrüllt. Selbst wenn Aki nur in ein anderes Zimmer geflogen war, hat Kiro sie lautstark gerufen (und sie hat geantwortet). Als Aki gestorben ist, war Kiro dabei. Er hat auch nicht nach ihr gerufen. Wie wenn er es verstanden hätte, dass sie tot ist und nicht wieder kommt. Nur einmal, nach seinem Mittagsschläfchen, hat er kurz nach ihr gerufen (vielleicht hat er es vergessen gehabt).

    Übrigens war Kiro knapp 15 Jahre alt, als Aki vor über 2 Jahren gestorben ist (sie war älter als er). Wir haben Kiro eine neue Partnerin geholt und bereuen es absolut nicht. Da Nymphies 20 / 25 Jahre alt werden können, würde ich auch zu einer neuen Partnerin raten. Bei einer Bekannten hat sich übrigens ein 17-Jahre-alter Nymphie-Hahn eine Henne ausgesucht, die gerade mal ein Jahr alt war - und die beiden wurden ein richtiges Paar. Das Alter ist also nicht sooo entscheidend.

    Viele Grüße
    Kiki
     
  7. #6 BoeserENGEL, 12. Oktober 2012
    BoeserENGEL

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    Es wird schwer werden eine neue Henne zu finden. Der Hahn ist leider flugunfähig geworden und zudem leidet er an Atmungsproblemen. Er darf sich nicht aufregen, dann bekommt er schlecht Luft.

    Aber sonst ist er fit und vor allem lebensfroh! Er ist der erste, der die Voliere verlässt und der letzte, der abends zurück geht. ;-)

    Chip (der Hahn) hat bereits den Tod von zwei anderen Hennen (die Partnerinnen von Chap) miterlebt. Also ganz unbekannt ist es für ihn nicht. Und zudem saß er neben Lucy, als sie aufgefunden wurde. Ich denke schon, dass er gemerkt hat, dass sie nicht mehr lebt. Wer weiß, vielleicht haben sie sich auch vorher noch verabschiedet (wie es bei Menschen auch vorkommen kann). Das ist und bleibt das Geheimnis der beiden.
     
  8. #7 BoeserENGEL, 12. Oktober 2012
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    So, heute haben wir Lucy beerdigt. Ich habe mich von ihr verabschiedet. Morgen bekommt sie noch ein kleines Kreuz. Und ein Blümchen haben wir auf ihrem Grab gepflanzt. Sie liegt an der Stelle, wo wir vor 6 Jahren Thea beerdigt haben.

    Ihr Partner lässt sich keine Trauer anmerken. Er frisst normal und pfeift ganz normal. Das einzige was ist, er schaut immer dorthin, wo Lucy gelegen hat.

    Das spricht doch dafür, dass er weiß, dass sie nicht wieder zurück kommt. Vielleicht haben sie sich voneinander verabschiedet mit "ich komme bald nach".

    Das werde ich wohl nie erfahren!
     
  9. Stephanie

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    Hallo BE,
    hast Du denn schon weitere Pläne für den Hinterbliebenen?

    Manchmal findet man ja in Tierheimen ältere und ruhigere Nymphen.

    Oder meinst Du, dass Dein restlicher Schwarm ihm reicht (manchmal gibt es ja auch artübergreifende Freundschaften mit Kraulen etc.)c
     
  10. #9 BoeserENGEL, 12. Oktober 2012
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    Hallo Stephanie,

    meine Süßen leben zur Zeit bei meinen Eltern, da ich wenig bis keine Zeit habe.

    Ich weiß, dass jetzt viele schreien werden, aber Chip wird keine neue Partnerin mehr bekommen. Ich bzw. meine Eltern werden nach und nach die Gruppe kleiner werden lassen (immer dann wenn einer von uns geht).

    Uns fehlt einfach die Zeit und meinen Eltern wird die Arbeit bald zuviel.

    Aktuell sitzt Chip bei seinem "Jungendfreund" Chap und dessen Partnerin Pheobe. Chip und Chap sind von Baby an zusammen aufgewachsen. Sie sind zwar keine biologischen Brüder, aber sie verhalten sich wie zwei Brüder. Er fühlt sich wohl, denn er pfeift fröhlich und frisst gut bis sehr gut.

    Und Chip abgeben würde er nicht überleben. Er hängt sehr an seinem Freund und auch an uns Menschen.

    Meine Eltern und ich werden die Situation jetzt erst mal beobachten. Wenn er sich weiterhin so gut verhält, wie aktuell, dann bleibt die 3er Gruppe. Wenn nicht, dann müssen wir eine andere Lösung finden.
     
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  12. Stephanie

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    Hallo BE,
    wäre es dann nicht einen Gedanken wert, hier mal nach Haltern von Seniorenschwärmen oder "Behindertenschwärmen" zu suchen, die noch Tiere aufnahmen möchten?
    Vielleicht findet sich ja mit der Zeit jemand, und dann könnten die Tiere im Idealfall gleich zu mehreren in einen neuen Schwarm bzw. ein neues Zuhause.
    Es könnte ja auch sein, dass jemand mit (einigen) Deinen/r Tiere/n anfangen möchte und ggf. neue dazu holt.
     
  13. #11 BoeserENGEL, 18. Oktober 2012
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    Hi

    mein 3-er Schwarm schlägt sich tapfer. Chip bekommt viel Aufmerksamkeit, sowohl von den Zweibeineren, als auch von seinem langejährigen Jungendfreund Chap. (Chip und Chap waren meine zwei ersten Nymphis / hab sie 11 Jahre)

    Chap sucht die Nähe von Chip und sitzt immer bei ihm oder in unmittelbarer Nähe. Aber Chap kümmert sich auch weitehrin um seine Phoebe.

    Chip hat bis jetzt noch seine Lebensfreude. Er ist beim fressen immer der Erste ;-) Und der pfeift föhlich, wenn man mit ihm spricht. Kein Schreien nach Lucy, keine Traurigkeit, nichts!

    Ich bin so froh, dass Chip sich so tapfer hält. :-)
     
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