"Tumor ist, wenn man trotzdem lacht" Eine letztendlich positive Geschichte

Diskutiere "Tumor ist, wenn man trotzdem lacht" Eine letztendlich positive Geschichte im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Vor 12 Wochen fiel mir bei der abendlichen Versorgung unserer Geier auf, dass Jamar , unsere selbstgezogene NB, ein extrem tränendes rechtes Auge...

  1. #1 Benny-Lucca, 22. März 2012
    Benny-Lucca

    Benny-Lucca Grauenversteher...;)

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    Vor 12 Wochen fiel mir bei der abendlichen Versorgung unserer Geier auf, dass Jamar , unsere selbstgezogene NB, ein extrem tränendes rechtes Auge hatte.
    Wir haben beschlossen, eine homöopathische Augensalbe zu geben, und es zu beobachten. Aber 3 Tage später waren die Symptome leider immer noch nicht besser.
    Jetzt deutete sich sogar noch ein kleiner Knubbel neben dem Auge an und es war stark gerötet.
    Also nichts wie hin zu unserem Vogelspezi und nachsehen lassen.
    Er vermutete eine Entzündung mit einem verstopften Tränenkanal und therapierte das Auge mit einer antibiotischen Augensalbe.
    Als es dann 1 Woche nach kontinuierlicher Salbengabe 3x täglich nicht besser, sondern schlimmer wurde, lautete die Diagnose evtl. ein Tumor neben dem Auge. Der Knubbel hatte jetzt die Größe einer Erbse!
    Also schnell einen OP-Termin gemacht und der Knubbel wurde unter Vollnarkose chirurgisch entfernt, das entstandene Loch mit Collagen aufgefüllt und die Wunde mit absorbierendem Nahtmaterial geschlossen.
    Jetzt bedeutete es für Jamar noch ca. 2 Wochen orale Medikamentengabe sowie Augensalbe.
    Da Jamar ja eine NB ist, hat er immer noch deutlichen Respekt vor Menschen und hält einen entsprechenden Sicherheitsabstand ein.
    Nun musste er 3x täglich „gefangen“ werden um unter Verwendung einer dicken Handtuchs festgehalten, die Medikamente applizieren zu können.
    Dieser Umstand hat sich erwartungsgemäß nicht gerade als vertrauensbildende Maßnahme herausgestellt.
    Doch jetzt, nach mittlerweile 12 Wochen und dem Ergebnis der histologischen Untersuchung des entfernten „Knubbels“, dass der Tumor schnellwachsend und maligne, also bösartig war, konnten keine Metastasen mehr festgestellt werden.
    Die Naht ist gut verheilt und das Nahtmaterial erwartungsgemäß absorbiert bzw. abgefallen.
    Das Auge wurde gerettet!
    Es sieht fast wieder „normal“ aus, wenn man von der kleinen „Delle“ absieht, die im Moment noch zurückgeblieben ist.
    Aber diese wird sich mit der Zeit wieder auffüllen und Jamar hat dann nur noch eine böse Erinnerung an die Angelegenheit.
    Seit ein paar Tagen sind die Geier ab Mittag in der Außenvoliere und er verhält sich absolut normal und spielt sehr ausgelassen.
    Ich habe diesen Bericht verfasst, damit jeder sehen kann, was aus einer „kleinen“ Beobachtung resultieren kann.
    Die gesamte Therapie war natürlich nicht gerade „billig“, aber das sollte ja sowieso jeder wissen, bevor er sich Papageien zulegt.
     
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  3. FoeniX

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    Hallo Chris,

    danke für den ausführlichen Bericht und schön, dass Jamar es geschafft hat.

    Man kann gar nicht aufmerksam genug sein und muss auch kritisch beobachten,
    welche Diagnosen gestellt und welche Behandlungen vom Tierarzt vorgenommen werden.

    Ich freue mich sehr für Dich!
     
Thema:

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