Turmfalken mit Wachteln vergesellschaften

Diskutiere Turmfalken mit Wachteln vergesellschaften im Greifvögel und Eulen Forum im Bereich Wildvögel; Ich habe eine sehr große Flugvoliere für 2 Turmfalken. Der Terzel ist 3 Jahre alt und war als Ästling in der Freiheit. Das Mädchen ist von diesem...

  1. #1 Elvira Berger, 07.11.2018
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    Ich habe eine sehr große Flugvoliere für 2 Turmfalken. Der Terzel ist 3 Jahre alt und war als Ästling in der Freiheit. Das Mädchen ist von diesem Jahr. Sie ist jagdunerfahren.

    Nun habe ich ein paar Legewachteln bekommen und würden sie gerne mit den Turmis vergesellschaften.
    Da die Falken ja nur kleinere Singvögel schlagen bin ich mir nicht sicher, ob ich es wagen soll...
    Ich glaube zwar, dass die Wachteln für die Turmis zu groß sind, aber wenn nicht.....
    Was würdet ihr tun?

    Ich danke euch schon im Voraus für euere Antworten
     
  2. Eric

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    Unterschätzt die Tumis nicht. Sicher sind Wachteln von Natur aus zu gross ( Japanische Zuchtwachteln). Hab aber schon Turmfalken gesehen die einen Steinadler am Kopf packten.
    Das Geflatter kann auslösen, dass er trotzdem darauf fliegt.
    Gibt auch Aufnahmen wo ein Turmfalke einen kleinen Junghasen schnappt ( aber sich dann von der Mutter vertreiben liess.)
    Man kanns versuchen, aber garantieren würd ich für gar nichts.
     
  3. #3 harpyja, 08.11.2018
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    Im Sinne der Wachteln würde ich das nicht versuchen. Wenn eine Wachtel mal losflattert, löst das den "Jagdreflex" bei den Falken aus, egal ob erfahren oder nicht. Das ist angeboren. Ich habe schon oft erlebt, das Greifvögel alles mögliche schlagen, was sich in ihre Voliere verirrt, von der Blindschleiche bis zum Spatz, egal ob es ins natürliche Nahrungsspektrum passt oder nicht.
     
  4. #4 Elvira Berger, 08.11.2018
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    Ich danke euch für euere Antworten. Mein Bauchgefühl sagte auch "nein" dazu.
     
  5. #5 Sammyspapa, 08.11.2018
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    Ich hätte von Bauchgefühl her auch bedenken um die Turmfalken. Selbst wenn es mal mit einem durch geht und er eine Wachtel schnappt, bis der mit seinen Füßchen eine Legewachtel totgeknetet hat, hat die Wachtel viel Zeit ihn zu verletzen.
    Ich hab zwar absolut keinen Dunst von Raubvögeln, aber ich würde es zu beiderseitigem Nutzen gefühlsmäßig lassen.
     
  6. jofri

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    Das wäre, glaube ich, auch für die Wachteln seelische Grausamkeit. Stellt euch vor, der Fressfeind fliegt immer über Euren Köpfen rum. Die Wachtel kann ja nicht abschätzen, ob der Turmfalke zu klein ist, sie zu schlagen.
     
  7. jofri

    jofri Foren-Guru

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    Hatte mal ein prägendes Erlebnis (unter Weichfresern).
    Vor einigen Jahren versuchte ich mal Hüttensänger und Rubinkehlchen in einer Voliere zu vergesellschaften. Da die Hüttensänger selten den Boden aufsuchen, wo die Kehlchen ihren Lebensraum haben, sah ich keine Probleme.
    Aber die Rubinkehlchen waren es nicht gewohnt, das Geflatter über ihren Köpfen. Verängstigt in der Deckung schielten sie immer noch oben. Es wurde auch aus Angst kaum noch gefressen, obwohl die Voliere (2x3m) genügend Raum für zwei Vogelpaare hergab.
    Nach ein paar Tagen hatte ich ein Einsehen. Die Rubinkehlchen bekamen wieder ihr eigenes Reich. Sie blühten förmlich auf und haben im selben Jahr noch Junge grossgezogen.

    Jetzt stellt euch mal das Szenario mit Greifvögeln und Wachteln vor !
     
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