Und nun?

Diskutiere Und nun? im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo Mein einer WS hat einen Tumor am Bauch:traurig: und eine TÄ meinte, da kann man nichts machen.Der Vogel ist sonst auch voll munter, er...

  1. Heather H

    Heather H Guest

    Hallo
    Mein einer WS hat einen Tumor am Bauch:traurig: und eine TÄ meinte, da kann man nichts machen.Der Vogel ist sonst auch voll munter, er singt, frisst, trinkt, geht gerne aus dem Käfig...etc.
    Und heute beim Freiflug war ich kurz nicht im Zimmer und schon blutete die Beule wieder.Er hat sich früher auch immer aufgebissen, da sie ihn offensichtlich stört, dann ist die Beule kleiner geworden.
    Es kam uns in den letzten 2 Wochen aber auch so vor, als ob sie wieder grösser wurde.8o
    Jedenfalls dachte ich zuerst, er hätte sich die Beule wieder aufgebissen, aber dann habe ich gesehen, dass er am Rücken sehr kurze Federn hat, also muss er sich irgendwie geschrammt haben.
    So, jetzt meine Fragen:
    1. Ich weiss nicht, ob diese TÄ vogelkundlich ist, sie steht jedenfalls unter Vogeldoktor.de.Stehen da wirklich nur vkTA drin?:?
    2.Soll ich dem Vogel jetzt noch irgendweche besonderen Sachen anbieten, abgesehen von Obst usw.?
    Wäre lieb, wenn mir jemand helfen könnte!:zustimm:
    Danke im Vorraus!
    PS: Im Moment sitzt der Vogel nur rum und lässt sich besingen.Er braucht wohl Ruhe.:traurig:
     
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  3. Monsun

    Monsun Foren-Guru

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    Hm, das ist schwierig zu beantworten, am besten du gehst mal unter Vogelkrankheiten und schreibst es dort rein!:)

    Ich wünsch deinem Vogel viel Glück!:trost:
     
  4. scotty

    scotty Foren-Guru

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    Ich verschiebs zu den Vogelkrankheiten.

    Für mich hört sich aber nicht so an als ob dein TA Vogelkundig ist :(
     
  5. Semesh

    Semesh registrierter Benutzer

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    Die Tierärzte, die dort empfohlen werden sind nicht unbedingt Vogelkundig, aber die meisten davon. Ich empfehle dir dabei die Bemerkungen anzusehen. das hilft bei der Suche.

    Zu dem Tumor: Wie hat der Tierarzt festgestellt, dass es ein Tumor ist? Hat er überprüft, ob gutartig oder bösartig? Vielleicht ist es ja auch nur ein Fettgeschwulst. Erzähl mal etws mehr darüber.
     
  6. Heather H

    Heather H Guest

    Wir hatten mit 2 Tierärtztinnen gesprochen.Die eine kennen wir schon von unseren Pferden, aber da sie auch eine Kleintierpraxis hat, haben wir sie mal angerufen.
    Sie meinte, ein Fettgeschwulst ist gelblich unter der Haut und bei unserem Vogel ist die Haut "ganz normal".
    Und dann blieb für sie nur noch ein Tumor übrig.
    Aber im Internet steht auch nichts von einem Tumor, der am Bauch wächst...:?
    Bei der 2. TÄ ist meine Mutter vorbeigefahren, aber ohne Vogel, weil wir dachten, man könnte ihm den ganzen Transportstress ersparen.Und die TÄ meinte, das sei "irgendein Tumor" und meinte, wir müssten nicht vorbei kommen, da man da ja sowieso nichts machen kann.:traurig:
    Und seit der Vogel sich diese Beule aufgebissen hat, verheilt die auch nicht schnell.Die Beule ist immernoch blutverkrustet, obwohl der Vogel versucht, sie sauber zu machen.Er kriegt nur seine Füsschen sauber.:(
    Meint ihr, ich sollte den Vögeln ein Badehäuschen reinstellen?Vielleicht will er sich ja dann waschen.
    Meine Wellis hassen Baden allerdings...
     
  7. scotty

    scotty Foren-Guru

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    Heather stell doch dein PLZ rein, vlt kennt jemand ein VK TA in deiner nähe.
    Ich denke du solltest den kleinen lieber beim TA vorstellen.
     
  8. Semesh

    Semesh registrierter Benutzer

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    ein vogelkundiger TA kann anhand einer Probe aus dem geschwulst feststellen, ob es en tumor ist. Oder er schaut sich das auf einer rötgen aufnahme an. Bei einer Meiner Wachteln wurde ein bösartiger tumor anhand so einer Probe festgestellt. für die offene Wunde gibt es z.B. eine Lebertransalbe von TA.
     
  9. Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Hallo,
    Hier geht terminologisch und inhaltlich einiges durcheinander.
    1. Jede Geschwulst ist ein Tumor, das sind Synonyme.
    2. Auf einer Röntgenaufnahme kann man den Dysplasiegrad (Grad der "Bösartigkeit" oder "Gutartigkeit" des Tumors) nicht feststellen; dazu bedarf es einer histologischen Untersuchung.
    LG
    Thomas
     
  10. Semesh

    Semesh registrierter Benutzer

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    Hallo Thomas,

    kannst du das Wort histologisch erklären, und was da genau gemacht wird? Du weißt ja, ich lerne immer gerne dazu.
     
  11. #10 Thomas B., 19. Februar 2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19. Februar 2006
    Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Hallo Semesh,
    Unter Histologie versteht man die Lehre von Aufbau, Struktur und Funktion von Geweben; sie ist ein Teilgebiet der Anatomie.
    Eine histologische Untersuchung ist die Untersuchung einer Gewebeprobe auf krankhafte Veränderungen unter dem Mikroskop und zusätzlich mit Hilfe zytochemischer Methoden. Was ist das letztere denn nun wieder?
    Der "Pschyrembel" definiert es wie folgt:
    "Anw. enzymatischer u. chem. Reaktionen (Histochemie) an zytol. u. histol. Präparaten zur Differenzierung von Zellen (z. B. von Blut- u. Knochenmarkzellen in der DD unreifzelliger Leukämien); z. B. PAS-Reaktion, Berliner-Blau-Reaktion, Feulgen-Plasmalfärbung, Nachw. von Peroxidasen, Esterasen u. Phosphatasen. Vgl. Färbung, Zytodiagnostik. "
    Anzeichen für Malignität (Bösartigkeit) eines Tumors sind infiltrierendes und destruierendes Wachstum, Zellpolymorphie (polymorphe Zellen, Kerne, Nukleolen), Aneuploidie, Anisonukleose, vermehrte Kern-Plasma-Relation, vermehrte Mitosen (Zellteilungen), Entdifferenzierung bis hin zum Verlust jeder Ähnlichkeit mit dem Ausgangsgewebe (Anaplasie), Metastasierung(Bildung von Tochtergeschwulsten).
    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  12. Semesh

    Semesh registrierter Benutzer

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    Ach je, so viele Fremdwörter:traurig:

    kannst du das auch nochmal in deutsch für Laien erklären? war mir jetzt ein bischen zu viel Fachchinesisch.
     
  13. Munia maja

    Munia maja Foren-Guru

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    Hallo Heather,

    normalerweise kritisiere ich ungerne Leute, wenn ich nicht persönlich die Verfehlungen erlebt habe, aber irgendwie scheint sich Deine TÄ nicht besonders viel Mühe zu geben. Sonst hätte sie sicher versucht, Dich zu überzeugen, dass sie den Vogel für eine Diagnose unbedingt sehen muss... Also tu ich das halt: stell Deinen Wellensittich baldmöglichst einem kompetenten TA vor!
    Ein Tumor am Bauch kann durchaus behandelt werden, sofern man den Vogel rechtzeitig vorstellt und der Tumor nicht zu sehr das umliegende Gewebe infiltriert. Das Aufbeißen ist ein Indiz dafür, dass der Tumor den Vogel stört, entweder weil er schon ziemlich groß ist oder weil er schmerzt. Vögel sind wahre Meister der Automutilation, deshalb ist Eile angesagt, sonst kann ihm auch ein guter vogelkundiger TA nicht mehr helfen...


    Hallo Semesh,

    ich heiß zwar nicht Thomas, aber ich versuch´s mal auf (hoffentlich verständlichem) Deutsch:
    "Histologisch" bedeutet einfach, dass man aus einem Gewebe Proben entnimmt, diese in sehr feine "Scheibchen" zerteilt und diese Scheibchen unter dem Mikroskop untersucht. Damit man verschiedene Zellen und Zellstrukturen unterscheiden kann, wendet man u.a. verschiedene Anfärbemethoden an. Normalerweise zeigt jedes Gewebe eine bestimmte Zellstruktur und -zusammensetzung, welche sich bei Krankheiten jedoch verändern. So kann ein Histologe z.B. bei einem Tumor erkennen, welche Zellarten vermehrt vorhanden sind - dementsprechend klassifiziert er diesen dann. Anhand von Defekten oder Abnormalitäten an den Zellen wird dann der Grad der Bösartigkeit (oder Gutartigkeit ;) ) bestimmt.

    MfG,
    Steffi
     
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  15. Semesh

    Semesh registrierter Benutzer

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    Ah ja,

    danke Steffi ;)
     
  16. #14 Püschel-007, 22. Februar 2006
    Püschel-007

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    Hallo Heather,

    ich kann Nicole und Thomas da nur zustimmen, auch wenn ich mich mit den Fachausdrücken nicht so auskenne. Leider hatten mehrere meiner Wellis schon solche Geschwulste, wie du sie beschreibst. Manche lebten damit aber sehr, sehr lange. Flora und Navita wurden beide 13 bezw. 14 Jahre alt, obwohl sie schon mit ungefähr 4 diesen "dicken" Bauch bekamen und der TA angeblich nichts machen konnte. Einer meiner jetzigen Wellis (Krümel, 7) hat auch schon seit Jahren eine solche Geschwulst, wird aber durch sie nicht behindert. Es ist auch nicht offen oder so und wächst zur Zeit auch nicht. Es gibt Spezialisten, die einen gutartigen Tumor entfernen, soviel ist klar. Ist aber Ermessenssache, einem so kleinen Tier eine derartige OP zuzumuten oder nicht. Ich persönlich tandiere dagegen. Ein bösartiger Tumor ist tatsächlich kaum heilbar. Ganz ehrlich, so schlimm es sich auch anhört und so leid es mir tut: Besser, der TA ist ehrlich zu dir, als dass er lange an dem Tierchen rumdoktort! Der Welli einer Arbeitskollegin hatte im Januar nicht so viel Glück (er hatte auch eine Geschwulst, die wuchs und hinterher offen wurde) und ist letztendlich doch gestorben. Bitte nicht böse sein, wenn ich so was schreibe, aber es ist die Wahrheit und nicht zu ändern. Drücke aber ganz fest die Daumen, dass dein KLeiner sich noch erholt!!!
     
Thema:

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