Ungleich entwickelte Flügel bei einem Küken

Diskutiere Ungleich entwickelte Flügel bei einem Küken im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Wie ich schon früher habe ich zur Zeit 2 Bruten mit Küken, die demnächst flügge werden sollten. Wie ich schon in einem früheren Thread beschrieben...

  1. Pameka

    Pameka Mitglied

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    Wie ich schon früher habe ich zur Zeit 2 Bruten mit Küken, die demnächst flügge werden sollten. Wie ich schon in einem früheren Thread beschrieben habe, entwickeln sich die Jungen der einen Henne sehr viel langsamer. Obwohl jetzt 19 - 21 Tage alt sind sie zum ausfliegen noch nicht reif. Sorge bereitet mir v.a. das älteste Küken. Ich habe bemerkt, dass bei ihm einer der beiden Flügel viel kleiner ist, d.h. die Schwungfedern sind an diesem Flügel noch kaum entwickelt.
    Meine erste Frage: Sind solche "Spätzünder" normal?
    Meine zweite Frage: Hat jemand von euch auch schon beobachtet, dass re und li Flügel ungleich schnell wachsen? Liegt da eine Missbildung vor?
    Da ich ein Anfänger bin in der Vogelzucht, weiss ich so vieles noch nicht.

    Pameka
     
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  3. #2 ole olesson, 25. Januar 2004
    ole olesson

    ole olesson Foren-Guru

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    Sorry, da muss ich passen!

    Moin Pameka

    Nur soviel:

    Normal ist das nicht!!!

    Ich habe leider keine Ahnung, woran das liegen könnte.

    Manchmal sind die Küken später dran als zu anderen Zeiten, aber da stimmte dann bei mir immer irgendwas mit der Futterversorgung nicht, was bei Dir ja nicht zutreffen kann, wenn die anderen ganz normal wachsen.

    Eine ungleiche Entwicklung der Extremitäten deutet auf Durchblutungsstörungen hin, denn per Blut werden die Extremitäten ja mit den Stoffen versorgt, die sie zum Wachstum benötigen.

    So etwas kann durch mechanische Sperren ausgelöst werden (z.B. Scharpieschlinge am Bein), aber dann stirbt das Bein ab.

    Ganz sicher würde ich mit den beiden Elterntieren nicht mehr züchten, wenn sich das nicht in den nächsten Tagen behebt.

    Gib den Tieren auf jeden Falle immer reichlich Grit und Kalk und auch Vitamine (am besten Vitacombex V ins Trinkwasser) ...
    ... auch wenns daran nicht liegen kann.

    Vielleicht postest Du das Ganze noch einmal im kranke Vögel Forum?
     
  4. Spatz1967

    Spatz1967 in dubio pro animale

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    Solche Befiederungsstörungen werden tatsächlich in den meisten Fällen durch ein
    Unter-oder Fehlernährung verursacht. Die Proteinversorgung ist dabei wichtig ( sollte für die
    Jungvögel 20 % der Ration betragen). Wenn die Federn zudem abbrechen sollten guck mal,
    daß das Futter nicht zuviel Vit.A enthält.
     
  5. Pameka

    Pameka Mitglied

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    Hoi zusammen

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass mein Futterangebot nicht ausreichend ist. Ich stelle Eifutter, Keimfutter, Vitamine im Trinkwasser, Grünfutter (sogar Vogelmiere kann ich zur Zeit bei uns im Garten finden) zur Verfügung. Etwas schwierig ist es mit den Mineralien, weder Sepiaschale noch verschiedene Varianten Picksteine haben bisher Anklang bei meinen Damen gefunden. Ich versuche es jetzt mit einem Pulver, das ich mit den Körnern vermische.
    Ich komme immer mehr zum Schluss, dass es mit dem Verhalten der einen Henne zu tun hat. Da ich 2 Hennen habe, kann ich die Unterschiede sehr genau beobachten. Henne Itchy ist alleinerziehende Mutter von vier Küken, jetzt 15 bis 17 Tage alt. Ihre Jungen entwickeln sich prächtig und sitzen oft abflugbereit auf dem Nestrand.
    Henne Lisa wurde während der ganzen Brutzeit vom Hahn gefüttert. Sie selber verhielt sich bisher sehr passiv und sass fast den ganzen Tag im Nest. Im Vergleich zur anderen Henne sah ich sie viel seltener ihre Jungen füttern. Ich bekam fast den eindruck, als könne sie sich von der Rolle der brütenden Mutter nicht trennen. Wurden ihr die Jungen zu aktiv, setzte sie sich einfach auf sie, damit wieder Ruhe einkehrte. Noch gestern sass sie oft zusammen mit ihren Jungen im Nest, sperrte wie ihre eigenen Jungen den Schnabel auf, um sich vom Hahn füttern zu lassen. Ich denke, nicht gerade ein passendes Verhalten für eine Mutter von 3 Wochen alten Jungen. Heute endlich ist sie aus ihrer "Brutstarre" erwacht, sitzt tagsüber nie mehr auf ihren Jungen und ist eifrig mit Füttern beschäftigt. Uebrigens: Heute konnte ich mir auch ihre andern beiden Jungen etwas genauer ansehen. auch bei ihnen sind die Flügel noch zu wenig entwickelt, allerdings symmetrisch auf beiden Seiten.
    So hoffe ich jetzt, dass die Küken in den folgenden Tagen den Entwicklungsrückstand noch aufholen können.
    Frage: Hat jemand von euch auch schon ein solches Verhalten beobachten können? Kann es mit Unerfahrenheit zu tun haben, da es die erste Brut von Lisa ist?
    Ich werde euch auf jeden Fall über die weitere Entwicklung Bescheid geben.

    Pameka
     
  6. joeflai

    joeflai Guest

    Hallo Pameka!

    Da liegst Du gar nicht so falsch mit Deiner Vermutung!
    Es gibt halt auch bei den Kanarien schlechte Mütter!
    Da kannst Du noch so viel Futter anbieten, manche Hennen sind einfach schlecht in der Fütterung! Entweder sie füttern nur ganz spärlich oder sehr einseitig usw.! Wenn die Jungen bis jetzt noch durchgekommen sind hast Du Glück gehabt oder auch nicht, ganz wie man es sehen möchte! Ich gebe diesen Jungen nicht sehr viele Chancen, irgendwann werden sie sterben, wenn nicht heute dann in 1 oder 2 Wochen oder in einem Monat!
    Es kann mit der Unerfahrenheit zusammenhängen, es kann aber auch andere Gründe haben! Z.B. vielleicht merkt die Henne auch das die Jungen eh nicht ganz gesund sind, habe es schon erlebt das Hennen immer wieder die selben Jungen aus dem Nest rauswerfen, da stellt man sich natürlich die Frage warum!?
     
  7. Pameka

    Pameka Mitglied

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    Hallo joeflai, hallo Spatz1967

    Danke für deine Antwort.
    Ich habe die Hoffnung für meine Problemküken noch nicht aufgegeben. Das Aelteste hat heute einen Ausflug auf den Käfigboden gewagt. Fliegen kann es zwar noch nicht, hüpfend konnte es aber auf tief unten liegenden Ast gelangen, wo es sich tapfer den ganzen Tag stehend gehalten hat. Beide Eltern haben es regelmässig gefüttert. Am Abend habe ich es dann wieder auf den Nestrand gesetzt, da es sich allein da unten nicht mehr sehr wohl zu fühlen schien. Der unterentwickelte Flügel scheint mir ein wenig grösser geworden zu sein. Leider sind auch die beiden anderen Küken dieser Brut noch zu wenig entwickelt. Bei dem zweitältesten habe ich jetzt genau die gleiche Asymmetrie der Flügel bemerkt. Wahrscheinlich sind alle 3 Küken punkto Futter zu kurz gekommen.
    Eine vielleicht etwas theoretische Ueberlegung von mir: Während dem Brüten scheinen mir die Vögel wie in einem Trancezustand zu sein, wo sie sich durch nichts stören lassen. Bei Henne Lisa hatte ich den Eindruck, dass sie kaum mehr aus diesem Zustand herauskommen konnte. Erst seit gestern zeigt sie wieder eine normale Aktivität. Nur manchmal für einige Minuten hat sie nochmals einen "Rückfall" und setzt sich reglos ins Nest, sodass man sie sogar berühren kann. Gibt es das, Hennen, die nicht aufhören wollen, brütend still zu sitzen?

    Pameka
     
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