Unheimlich! Mantrailer

Diskutiere Unheimlich! Mantrailer im Hunde Forum im Bereich Tierforen; oder könnte das jeder Hund? Auch deiner? Mir ist eine Zeitschrift in die Hände gefallen, in der es um Verbrechen geht. Mord und Totschlag gehört...

  1. #1 Tiffani, 17.05.2020
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    oder könnte das jeder Hund? Auch deiner?

    Mir ist eine Zeitschrift in die Hände gefallen, in der es um Verbrechen geht. Mord und Totschlag gehört zu meinem täglich Brot, für mich ist das also Bildungslektüre :)
    Es gab dort einen Artikel der sich Spürnasen nennt. Selten hört man etwas über sie. Dabei sind sie die eigentlichen Akteure, wenn es um Verbrechensaufklärung, oder sagen wir mal "finden" geht. Abgesehen von ihren menschlichen Kollegen in der KT.

    Es geht um Susanna Simons, die etwas aus dem Nähkästchen plaudert. Sie ist eigentlich Apothekerin, bildet aber in ihrem Zentrum GO.FIND Such- und Zughunde aus.
    In dem Artikel berichtet sie über ein paar ihrer Hunde. Auch über Archie einem Labrador. Ein Ausnahmehund. Dieser hatte bis zu seinem Tode im Jahre 2018, 400 Einsätze geleistet. Das ist alles noch recht normal. Wir wissen ja wozu diese Hunde im Stande sind.
    Interessant aber, und schon unheimlich, ist ein Fall wo sie von einem Kommissar angefordert wird, der einen Fall auf dem Tisch hat, der schon drei Jahre her ist.
    Es geht um die Krankenschwester Christin M. die im Jahre 2007, nach dem sie ihren Sohn von dem Kindergarten abgeholt hatte, in einem Waldstück bei Kröpelin, durch das die beiden fuhren, von einem Mann mit einem Ast erschlagen wurde. Der Sohn hatte schwer verletzt überlebt. Der Täter war verschwunden. Evtl. mit dem Fahrrad geflohen.
    Kommissar Peter Ernst hatte von den unglaublichen Fähigkeiten von Archie gehört, und ihn deshalb angefordert. Nach drei Jahren!
    Sie sind dann in das Waldstück gefahren, mit all den Leuten die damals da waren. Also Polizisten, KTler, Sanitäter, Notarzt, dem Zeugen... Das muss so sein, damit der Mantrailer weiß wen oder was er suchen muss. Nur den Geruch der fehlt.....
    Archie hat also den Geruch des asservierten Astes abgeschnuppert, dann alle anwesenden Personen.... und machte sich auf den Weg. Sehr zielstrebig. Es ging über 10 Kilometer!
    Wenn Archie an eine Straße kam, wurde er ins Auto gesetzt und bis zu nächsten Kreuzung gefahren, um dort zu schnüffeln wo die Spur jetzt weiter geht. Das ging bis zu einem Fahrradverleih im Ort Rerik, von dort zu einem Bootsanleger am Ufer der Ostsee. Die dort befragten Hafenmeister und Fahrradverleiher haben keine Unterlagen mehr über Passagier oder Entleiher, daher ist der Fall bis heute ungeklärt. Aber Mord verjährt nie.

    Susanna Simons ist sich sicher, wie der Kommissar , das die Spur echt war, denn Archie wollte nicht mehr weg vom Hafen und starrte sehnsüchtig aufs Wasser. 2007 hatte die Polizei von Meckpom, leider noch keine Mantrailer im Einsatz, sonst hätten sie ihn bestimmt gestellt. Inzwischen hat sich das geändert.

    Ich fand das jedenfalls unheimlich, und habe mal ganz locker recherchiert...
    Tatsächlich, selbst nach Monaten noch (halbes Jahr) und das ist durch die Rechtsmedizin inzwischen bewiesen, finden Hunde eine Spur! Und schlimmer noch, in dem Artikel war sich Susanna Simons nicht sicher ob Hunde auch DNA finden/riechen würden.
    Das ist inzwischen auch durch diese Studie mit der Rechtsmedizin bewiesen.
    Wie? Weiß bisher keiner. Da DNA kein Gas ist, sich nicht verflüchtigt....Es könnte sein, das die Proben nicht sauber gewonnen wurden, und evtl. "verunreinigt" waren.
    Die Forschung geht also weiter....

    Hunde können DNA riechen

    Ergänzungen zur Pressemitteilung zur Mantrailingstudie
    Der Standard - Experten erheben Zweifel an DNA Geruchssinn von Hunden, evtl. verunreinigte Proben

    Video mdr - Trainierte Spürnasen: Was Mantrailer-Hunde können

    :0-
     
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  2. #2 Tussicat, 18.05.2020
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    Super interessant.
    Würde dazu passen, dass man jetzt darüber nachdenkt, Hunde zum Erschnüffeln des COVID-Virus auszubilden. Habe allerdings nicht darauf geachtet, wo das sein soll, da ich generell davon ausgehe, dass das nicht so schwierig ist. Zumal Hunde ja bereits dafür bekannt sind, einige Krankheiten lange vor unserer medizinischen Technik ausmachen zu können.

    Allerdings ist mir das mit dem Hund noch etwas rätselhaft, denn auch DNA besteht aus Eiweißen, die sich im Laufe der Zeit abbauen, wenn das Klima da nicht explizit dagegen steht.
    Mich würde auch interessieren, wie der Stock asserviert wurde und ob der Trail tatsächlich auf die DNA aufgenommen wurde.
    Man sagte der Stasi ja schon nach, Geruchsproben intensiv archiviert zu haben, um notfalls die verdächtigen Personen schnell finden zu können. Da war sicher auch einiges an Kriminalistikwissen mit bei und ggf. sogar experimentell oder über Studien. Seiberzeit wurde wohl, so weit mir bekannt, damals auch mehr Kriminalistik in der Lehre gefahren als Kriminologie, die heute den Vorrang hat.

    Übrigens gibt es auch Ausnahmemenschen, die menschliche Geruchsspuren wahrnehmen können. Ob sie den Vergleich mit den trainierten Hunden aufnehmen können, weiß ich nicht. Da Fähigkeiten in allen Lebewesen variieren, wird der Ausnahmehund wohl Ausnahme bleiben.

    Und wir werden nie erfahren, wie es ist, mit einer solch intensiven Geruchserfahrung zu leben, vor allem bei den vielen künstlchen Gerüchen, bei denen meine Sensibilität es mir schwer macht, durch Parfümabteilungen oder der Kerzenabteilung von IKEA gehen zu müsssen (Laufschritt und nichts wie weg!!). Was muss dann der Hund empfinden, wenn sich so ein parfümiertes Wesen in seine Nähe begibt? Natürliche Gerüche sind zumindest für mich deutlich einfacher zu ertragen, bzw. der Geruchsteppich von Pflanzen oder die süßen Wolken von Bäumen im Frühjahr sind betörend schön.

    Ja und für mich kannst Du gern mehr von Deiner Weiterbildungslektüre einstellen. Ich finde es einfach spannend.
     
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  3. #3 Tiffani, 18.05.2020
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    Wo die Polizei nicht tot über'm Zaun hängen möchte
    Nun in Zig / Bornar habe ich das reingestellt, ist ein kurzes Video von PENN VET.
    Asserviert wird normalerweise in Papiertüten oder Plastiktüten (große Dinge). Das meiste wird wohl hier verwahrt.

    Der damalige Trail wurde einfach so aufgenommen. Lt. dem Bericht, schnuppern lassen. Auf die Idee mit DNA kam man da noch gar nicht. War ja 2010. Das sind ja Lichtjahre, was die Entwicklung und Erkenntnis angeht. Das mit der DNA ist jetzt erst durch Leipzig getestet worden. Aber da kann es sein, das die Proben nicht sauber genug extrahiert wurden.
    Die Weiterbildungslektüre habe ich ab und an schon in Welches Buch lest ihr gerade reingestellt....
    Z.B.
    Wahrheit - Tote haben Rechte (Mitautor ist da auch Herr Püschel, der Pathologe der in Eppendorf die ganzen SARS-CoV-2 Leichen seziert).
    Oder
    Wenn Insekten über Leichen gehen. Das Arbeitsfeld eines Entomologen der für die KT arbeitet. Was er so vorfindet, welche Helferlein er zu Rate zieht. Worauf es ankommt... Was ihm die Arbeit erschwert oder erleichtert. Und natürlich Tips, für die, die zuerst am Tatort eintreffen und evtl. für ihn Spuren sammeln müssen.
    Oder
    Spaß und Tod. Vom Sportwaffen-Wahn, Opfer, Täter, Lobbyisten. Das ist ziemlich zäh, schwer zu verdauen.

    Damit nichts direkt zu tun, nur peripher, habe ich mir jetzt Das Meer bestellt, von Wolfram Fleischhauer. Ist ein Ökotriller. Ich glaube da geht es um eine Vergiftung der Menschheit, damit die kein Fisch mehr essen können.... irgend wie so :+keinplan
    Hat ja entfernt auch was mit Verbrechen zu tun :roll:

    Und ja, meine Hunde haben es gehasst, wenn ich Parfüm drauf tat. Gesicht verziehen, niesen. Und rauchen fanden sie total ätzend. Wenn ich ihnen meine Fluppe angeboten habe, haben sie immer den Kopf weg gedreht, und mit einer Pfote über Auge und Nase gerieben...."Wie kannst du mir nur so etwas ekeliges anbieten!"
    Und meine alte Oma, die kannte jeden Grashalm, jeden. Ich schwöre! Wenn du also das Pech hattest, in BigCitty irgendwo ein Büschel Gras zu treffen, konnte das Stunden dauern bis Oma alles "gelesen" hatte :+schimpf
    Also zwei Zigaretten konnten da schon drauf gehen.....
    Dann kannst du dir ja vorstellen, wie das im Wald war, da bist du nicht weit gekommen :D
     
  4. #4 Tussicat, 18.05.2020
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    Klingt doch gut.
    Ich habe erste Pflanzen auch von der Omageneration gelernt. Ist an der Zwischengeneration so komplett vorbeigegangen seinerzeit ..
    Ich habe mir bzgl. o.g. Disziplinen kürzlich mal eine Basisausbildung gönnen können. War Teil einer Ausbildung (IT-Bereich, ja die Kombi gibt es und war Grund der Wahl), die ich gerade aus Wissensdurst mache. Freaks könen sich eben auch mit sowas das Leben versüßen, die Notwendigkeit, weshalb diese Wissenschaft existieren muss, mal außen vor gelassen. Auch forensische Entomologie ist ein spannendes Thema, Bodyfarming etc. haben mich schon immer fasziniert. Und je mehr man weiß, desto schwerer haben es die Verbrecher, das ist gut so.
    Allerdings muss ich es nicht zum Broterwerb einsetzen, was mich in eine komfortable Position bringt.
    Übrigens gibt es bei den Briten eine mittlerweile berühmte Botanikerin, die verspätet studierte und sich so viel angeeignet hat, dass sie nun eine forensische Tatortexpertin ist. Hab zwei Mal ein Interview hören dürfen, mein Namensgedächtnis (wenn akustisch übermittelt) ist jedoch so was von grottenschlecht, dass ich mir den der Frau nicht ansatzweise merken konnte.
     
  5. #5 Karin G., 18.05.2020
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    ha, da fällt mir etwas wieder ein....
    Habe als Jugendliche mal unserem Dackel ein Parfümfläschchen vor die Nase gehalten, er war so entsetzt und pinkelte mir sofort aufs Sofa :roll:
    naja, selber schuld
     
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  6. #6 Tussicat, 18.05.2020
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    Haha, gut, dass nicht nur ich das Gefühl habe, so was tun zu wollen, wenn sich jemand mit son Zeugs nähert! :hammer::+pee::dance:
     
  7. #7 Tiffani, 18.05.2020
    Zuletzt bearbeitet: 18.05.2020
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    Bei Bodyfarming musst du immer aufpassen das Google da nicht Bodyforming draus macht :D
    Die Goethe Uni sucht ja schon lange nach einem geeigneten Gelände, ähnlich wie es die Amis haben. Aber bei all den Auflagen ist es sehr schwer. Soweit ich weiß nutzen sie bisher die Daten aus den Niederlanden, die haben da was kleines. Aber das ist nicht reell. Die müssen da immer alles einbuddeln. Und "wir" brauchen ja eigentlich ein Gelände was dem echten Tatort entspricht. Die Daten der Amis sind für uns auch nicht zielführend. Deutschland ist nicht Amerika. Wie haben eine andere Insektenpopulation! Und natürlich auch andere Wetterlagen. Und natürlich auch andere Aasfressende Tiere.
    Ich glaube nicht das die ein passendes Gelände in der Nähe von Frankfurt finden werden :nonono: da sind unsere Auflagen zu streng.
    Über forensische Botanik habe ich mal einen Krimi gelesen. Der war auch nicht ohne, was Forscher aus ein paar Krümeln alles analysieren können, auch aus Samen, Sporen, wenn sie sich richtig auskennen. UNGLAUBLICH!
    Der Roman? Grünes Gift - Pattrick Nottret
    Buchreihe: Kommissar Pierre Sénéchal
    Der Kommissar ist Ökobulle und arbeitet für ein französisches Umweltministerium, was natürlich total unterfinanziert ist.
    Drei Bücher wurden bisher übersetzt.
    Die Romane lesen sich gut, und haben immer viel Wahres in sich. Das gefällt mir.
    Ach ja, habe vorhin noch ein Schnäppchen ergattert.... Der Geruch des Todes
    Da sind ja meine Abend / Nächte erst mal gesichert....
    P.S.
    Es geht um die Arbeit eines Leichenspürhundes.
     
  8. #8 Tussicat, 18.05.2020
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    Oh, ich muss mehr Zeit zum Lesen finden!!

    Vor einem Jahr hieß es in den Insiderkreisen noch, dass das Projekt BF in Hessen bzgl. Installation ganz aussichtsreich läuft. Man wolte aber noch nicht mehr sagen, aus verständlcihem Grund. Habe aber danach nicht noch mal nachgefragt. Hatte vor mindestens 20 Jahren mal dazu einen Fernsehbericht gesehen und fand es einfach nur klasse und wahnsinnig interessant.
    Natürlich muss Klima und Biotop mit dem Tatort / Fundort möglichst genau übereinstimen, also nutzt bei unserem deutschen Klima keine BF in der Tundra oder in der amerikanischen Wüste zum Erkenntnisgewinn. Die liefern bestenfalls Anhaltspunkte. Zu viele Faktoren, die eine Rolle spielen.

    Vieles wäre in der Forschung möglich, wenn sich da die Menschen nicht so gruseln würden. In Sachen Erkenntnis sind da wohl oft die Hände gebunden, auch was die genetische Forschung (nicht die genetische Manipulation!!) betrifft. Dabei ist das bei weitem harmloser als die Biotechlabore, die von allen so hoch geschätzt werden.

    Vielleicht gibt es ja mal ein Offtopic-Vogelfreunde-Reallife-Treffen irgendwann nach Corona, wo man mal schön schwatzen könnte.
    Ich vermisse im Forum hier seit längerem unseren jungen Jäger, der so viel für Naturschutz machte und auch vieles aus seiner Sicht erklärte. Wir haben hier doch eine Ansammlung von recht interessanten Menschen :)
     
  9. #9 KikiBaWü, 19.05.2020
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    Hallo Tiffani,
    Sehr spannende Geschichte mit dem Labrador! Ich habe vor ein paar Monaten mit meiner Shiba Hündin (kleiner japanischer Jagdhund) zum ersten mal getrailt. Wir hatten in einer Hundeschule einen "Probe Trail" vereinbart. Generell sind Shiba eigenständige, flexible Jäger und dabei auch schwer zu kontrollieren. Meine Kami ist überaus passioniert und es bedarf zwei Jahre Training bis ich sie frei laufen lassen konnte. Dazu mögen Shiba generell keine Fremden. Das nur als Kontext. Wir kannte die Hundetrainerin nicht und nach kurzem Gespräch wie das nun abläuft um zu schauen ob Kami überhaupt Spaß am Suchen hat, ging es los. Die Trainerin legte Stofffetzen mit ihrem Geruch über eine Strecke von 50 Metern im Abstand von ca 1-2 Metern um ein Gebäude herum und wartete dort. Ich war etwas skeptisch, ehrlich, denn warum sollte mein Hund Interesse daran haben, diese ihr völlig fremde Person zu suchen und soll ich Kami das nun ins Ohr flüstern oder wie?! ...Vor dem ersten Stofffetzen abgesetzt, gezeigt und ein neues noch nie gehörtes Kommando "go trail"! Und mein Hund raste los!! Die ersten Stofffetzen nahm sie noch mit der Nase mit, die nächsten schon nicht mehr und zack stand sie vor der Trainerin und war sich dann auch nicht sicher ob sie sich nun freuen sollte, denn sie ist ja eine Fremde... echt irres Erlebnis! Die Trainerin machte dann noch drei Spuren, jede etwas schwerer, bei der letzten gab es nur noch den ersten Geruchsartikel und meine Kami zog mich übers Feld! Also erklären konnte ich mir das nicht wirklich, klar sie ist eine lern und arbeitswillige Hündin aber dieses Ergebnis hätte ich nicht erwartet! Es gab nach zwei Wochen nochmal so einen Einzeltrail und dann wollten wir in eine Gruppe, doch dann kam der Corona Stopp.... Ich hoffe wir dürfen bald ihre Fähigkeiten weiter ausbauen!
    LG Kiki
     
  10. #10 KikiBaWü, 19.05.2020
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  11. #11 Tiffani, 19.05.2020
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    Shiba inu, die kleine Variante von Hachiko, die kenne ich gut. 2 Jahre traf ich jeden morgen eine Asiatin mit ihrem Shiba inu wenn ich zur Arbeit ging. Sie erinnern mich immer an Füchse, weiß auch nicht warum. Ich hab das oft gehört, daß diese Hunde nicht so leicht zu erziehen sind, ein bisschen wie Katzen. Man muss bitten, nicht befehlen. Ich glaube sie sind richtige kleine Persönlichkeiten, und wenn das Team nicht passt, dann ist es wohl besser nach einen anderen Besitzer zu suchen, sonst wird das ein Leben lang nix.
    Wenn es deiner Kleinen soviel Spaß gemacht hat, versuche doch, ob sie such verloren kann, als Corona Überbrückung.
    Du lässt beim Spazieren gehen irgendwo etwas fallen (unbemerkt), und schickst sie dann auf der Spur zurück. Das ist natürlich einfach, der Trick ist aber, daß sie etwas finden muss was du mal in der Hand hattest, aber nicht unbedingt auf der Spur liegt, sondern etwas daneben. Wenn sie das gut kann, könnte man die Schwierigkeit erhöhen, in dem man etwas leichtes nimmt, wie ein Tuch oder Taschentuch, was vom Wind etwas verwehrt werden kann.
    Dann hab ihr was zu tun, bis Corona vorüber geht.
    Was mich auch interessieren würde, ob Hunde das begreifen, wenn man ihn am Ende des Weges, ein Schlüsselbund vorhält, und sie nach einem deiner verlorenen Schlüssel suchen sollen, also nicht nach einem Taschentuch oder einer Zigarettenkippe. Ob sie begreifen, daß jetzt etwas aus Metall gefragt ist? Quasi dann Taschentücher und so links liegen lassen würden. Das wäre praktisch, wenn du zu Hause mal deine Autoschlüssel verlegt hast :D Dann sucht sie alle Schlüssel.
     
  12. #12 KikiBaWü, 19.05.2020
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    Ja die Shiba sind schon echte Typen! Ich beschäftige mich seit meiner Kindheit mit Hunderassen, meine Tante züchtete Collies. Ich hatte viele Hunde nur zur Betreuung oder Ausbildung. Mein erster eigener Hund war eine Mischlingshündin aus der Türkei. Sie war 13 jahre ein Problemhund... Mit Kami, die aus einer Tip Top Zucht kommt hab ich mir einen Lebenstraum erfüllt. Sie hat mich, trotz meiner Erfahrung, echt an den Rand gebracht. Mehrere Einzelstunden bei einer sehr erfahrenen Hundetrainerin waren nötig. Sie ist ein Shiba wie sie im Buche stehen und absolut nichts für Jedermann. Der Vergleich mit Katzen passt super, meine zwei Kater haben sich oft ähnlich verhalten. Zum trailen hat die Trainerin gesagt ich soll jetzt nichts ähnliches in Eigenregie unternehmen bis der Kurs weiter geht und es richtig sitzt. Leckerli oder Spielzeug suchen im Haus machen wir schon immer, da hat mein Sohn auch immer Spaß dran. Ja so bin ich auch aufs trailen gekommen, ein Junge aus dem Kindergarten wurde vermisst, 5 Stunden... und da war dann auch eine Suchhundetruppe unterwegs. Wohlbehalten wurde er gefunden.
     
  13. #13 KikiBaWü, 19.05.2020
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    Ach zum Thema Schlüsselbund, Metall... Ich habe einmal eine Doku über einen Behindertenbegleithund gesehen. Für ihn wurden Haken in der Wand montiert, in Maulhöhe mit verschiedenen Schlüsselanhänger Kuscheltieren und anderen Dingen die er geschickt von da weg nehmen konnte MIT DEM ZWECK das jedes Teil eine Bedeutung hatte womit sich der Hund "äussern" konnte. Eigene Bedürfnisse wie Gassi gehen oder Hunger/ Durst. Er konnte dem Besitzer bei allem Helfen, ausser kochen und putzen glaube ich ;) ...Schalter bedienen, Türen öffnen, Dinge bringen, alles bekannt. Was mich sehr beeindruckte war eins dieser Symbole dessen Bedeutung war " ich weiß nicht weiter" also er konnte die Aufgabe nicht erfüllen weil er sie nicht verstand oder zB etwas war für ihn unerreichbar. Diese Denkleistung und diese Selbstständigkeit in seiner Arbeit war echt beeindruckend! Viele Jahre her, damals gab es vor allem Schutzdienst auf dem Hundeplatz und wenn man keinen Deutschen Schäferhund hatte, war man eh raus....
    Man kann mit Sicherheit allgemein Metall oder Plastik oder oder oder mit Suchwort verbinden aber ob er dann nicht auch die Besteckschublade anzeigt?! ;)
     
  14. #14 Tiffani, 20.05.2020
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    :D
    Ich denke aber daß er den Unterschied, durch seine Verwendung, zwischen Besteck und Schlüssel kennt.
    Schon 2007 bekannt



    Und heute? Unterschätzen wir immer noch die Fähigkeiten unserer Freunde. Das ist so, wie wenn du mit einer Exceltabelle nur Summenaufgaben löst :D

     
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  15. #15 KikiBaWü, 20.05.2020
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    Der Border Collie in der damalige WD Sendung war ein Highlight, ich weiß das sich nach der Sendung Verhaltensforscher mit der Besitzerin in Verbindung gesetzt haben und dann getestet haben ob sie ihm kleine (für Menschen annähernd nicht wahrnehmbare) Signale gab. Das Ergebnis weiß ich aber nicht mehr. Heute sonnenklar das ein Hund Mikroausdrücke unserer Körpersprache wahrnimmt und deutet. Der Border Collie ist DIE Hunderasse wenn es um Team Arbeit geht, extrem lernwillige Hunde die sich viel merken können, seit jahrhunderten gezüchtet um mit dem Menschen zu kooperieren . Ich wage zu bezweifeln das man so eine Leistung auch einem Löwchen oder ähnlicher Schoßhundrasse beibringen könnte. Zum zweiten Video muss ich gestehen mein Englisch ist mittlerweile so schlecht das ich nur die Hälfte verstehe, oh Panne... aber ja ein Border der offensichtlich auf körperliche Signale seines Besitzers reagiert (die Frisbee Nummer...)......... Der Stuttgarter Zoo unterstützt seit Jahren eine Hundestaffel im Kongo deren Bloodhounds Wilderer Spuren nachgehen und damit tolle Erfolge haben. Hier der Link dazu. Dodobahati – Stiftung für den Schutz der Wildtiere
     
  16. #16 Tiffani, 21.05.2020
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    :D
    Und was glaubst du wer da im Stiftungsrat sitzt und die Präsidentin ist?
    Dazu kann ich mit folgenden Infos aufwarten, da diese mich besonders interessierte....damals.
    Bluthunde für den Kongo
    Ausbildende ist Marlene Zähner, es gab mal einen Film über sie und ihre Arbeit im Fernsehen, finde ich leider nicht auf Youtube.
    Sie ist Schweizer Tierärztin, und hat irgendwann dieses Projekt ins Leben gerufen. Der Film ist quasi wie eine Biographie und zeigt wie sie es bewerkstelligt hat, was die Probleme sind, und wie die Bluthunde da drüben klar kommen (kamen), Hitze etc. Ernährung, ein ganz wichtiger Teil! Das was die da drüben haben, reicht nämlich nicht. Hunde wurden krank etc. War sehr interessant der Film!
    Na gut, aber hier die Links...
    NBAS (National Bloodhound Association of Switzerland), Gründung 1996, nach der Rückkehr aus den USA
    Unter NBAS findest du Medien und Videos :zustimm:
    Aargauerin bildet Bluthunde für den Kampf gegen Wilderer aus – nun gibts einen Film über sie, mit kurzem Video, in swietscher dütsch
    und, natürlich ist sie auch hier nicht unerheblich beteiligt
    FarmersPlace AG

    Die Welt ist manchmal ein Dorf...
    Durch Marlenes Einsatz im Kongo, bin ich übrigens auf Kühldecken für Hunde gekommen, und so letztendlich auf ein Kühltuch für den Menschen :zustimm: Ist das selbe Material. Nur mal so, für alle die im Sommer mit ihrem nassen Handtuch unzufrieden sind.
    Du siehst, vielseitiges Interesse, abseits des Weges, bringt manchmal Lösungen, wo man sie nicht suchen würde :D

    Hier noch ein Schmankerl, ehrlich, ich hatte nicht geglaubt das die 8 Minuten reichen
     
  17. #17 Tiffani, 21.05.2020
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  18. #18 KikiBaWü, 21.05.2020
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    :zustimm: aber echt, die Welt ist ein Dorf. Ich wohne bei Stuttgart und der Zoo kommt ab und an im Fernsehen, wie so einige andere Zoos ja auch. Und da sah ich 2017 in einer Folge wie zwei Tierpflegerinnen das Projekt im Kongo besucht haben und Fr. Zähner alles erklärt und gezeigt hat. So kam ich darauf. Die Probleme vom Anfang (medizinisch) sind wohl mittlerweile gelöst mit einer Tierklinik in der Nähe. Aber schon irre was diese Frau alles auf die Beine stellt! :beifall:
     
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