Ursachen für Aspergillose?

Diskutiere Ursachen für Aspergillose? im An Aspergillose erkrankte Vögel Forum im Bereich Vogelkrankheiten; Ich hab das Gefühl, dass es hier wirklich viele Vögel mit Aspergillose gibt, wenn man mal so das Krankheitsforum durchstöbert. Wie genau und...

  1. Antje

    Antje Guest

    Ich hab das Gefühl, dass es hier wirklich viele Vögel mit Aspergillose gibt, wenn man mal so das Krankheitsforum durchstöbert.

    Wie genau und unter welchen Bedingungen ensteht Aspergillose eigentlich? Trifft es nur Wohnungsvögel? Gibt es die Krankheit auch bei freilebenden Vögeln?

    Wie kann man ihr vorbeugen?

    Ist doch eigentlich erschreckend, wie weit verbreitet sie zu sein scheint... :traurig:
     
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  3. #2 Alfred Klein, 31. Januar 2006
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Hallo Antje

    Ich habe das Gefühl daß die Aspergillose besonders bei in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln häufig ist.
    Ein Beispiel dafür ist außer den Papageien auch die Haltung von Greifvögeln. Wie ich erfahren habe leiden in Gefangenschaft gehaltene Greifvögel auch oft an Aspergillose. Da hier die Krankheit mit Sicherheit nicht durch schlechte Nüsse oder Körner hervorgerufen wird muß es weitere Gründe geben.
    Meine Vermutung geht dahin daß durch zu wenig fliegen und damit viel weniger Luftumsatz in Lunge und Luftsäcken die Pilzsporen stärker abgelagert werden als bei in Freiheit lebenden Vögeln.
    Ansonsten habe ich alles was ich zur Aspergillose weiß hier geschrieben.
     
  4. Merlino

    Merlino Flügelmutter

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    hallo antje,

    von aspergillose spricht man, wenn der vogel einen schimmelpilzbefall mit einem pilz der aspergillusart hat, davon gibt es viele.
    dieser pilz kommt nicht nur im getreide vor, auch in der normalen raumluft kann er vorkommen... schau mal hier nach, vielleicht hilft dir das weiter :zwinker:
     
  5. Krabbi

    Krabbi Foren-Guru

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    .........und z.B auch in Gräsern, Laub, Rasen, Blumenerde und und und.
    Das macht nicht nur den Vögeln zu schaffen, auch Menschen die gegen Schimmelsporen allergisch sind (so wie ich) haben ganz schön zu kämpfen.
    Rasen mähen und Laub kehren auf andere abwälzen zu müssen :D ist ja nicht schlimm, aber ein Herbstspaziergang im Laub ist manchmal schon keine schöne Aktivität.
    Aufpassen muss ich, wenn meine Grauen mit Medis zum Pilzabbau behandelt werden, dann muss ich zum reinigen der Volieren Mundschutz tragen, weil im Kot Sporen zu finden sind -- mit solchen Schutzmaßnahmen kann man aber gut leben.
     
  6. Julius01

    Julius01 Foren-Guru

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    Hallo Antje,
    unser TA hat uns darauf hingewiesen, dass die meisten Vögel aus Wohnungshaltung an Aspergillose erkranken. Dies liegt zum Teil an der zu niedrigen Luftfeuchtigkeit, am Futter (Erdnüsse oder teilweise auch Sonnenblumenkerne), zu wenig Flugmöglichkeit und überhaupt ein schwächeres Immunsystem, weil die Tiere den normalen Witterungsbedingungen nicht ausgesetzt sind.
    Mit dem Wissen von heute würde ich mir nie wieder Vögel für die Wohnungshaltung anschaffen, da ich persönlich jetzt auch noch ein schlechtes Gewissen habe, dass sie wahrscheinlich durch meine Haltungsbedingungen automatisch krank geworden sind.
    Im Übrigen kann ich mich Alfred Klein nur anschliessen.
    Liebe Grüße
    Kati
     
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  8. Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Hallo Antje,
    Aspergillose ist eine (übrigens nicht "ansteckende"!)Faktorenkrankheit.
    Schimmelpilzsporen sind ubiquitär (überall vorhanden). Einem gesunden Vogel mit einem starken Immunsystem können sie, wie andere Keime übrigens auch, normalerweise nichts anhaben.
    Bestimmte Vogelarten sind auch anfälliger als andere: Aras, Amazonen, Kakadus, Graupapageien und übrigens auch Beos und Greifvögel gehören, besonders bei Mangelzuständen (s.u.) und ungenügenden Flugmöglichkeiten, zu den für Aspergillose besonders anfälligen Vogelarten.
    Was ist zur Vorbeugung zu tun?
    Zu vermeiden sind pilzträchtige Futterstoffe wie Erdnüsse, aber auch Walnüsse und Paranüsse mit Schale. Auch Zirbelnüsse sind sehr häufig verpilzt und sehr gewissenhafte Futtermittelhändler wie Rico's Futterkiste, die ihr Futter regelmäßig im Labor untersuchen lassen, haben deshalb Zirbelnüsse ganz aus ihrem Programm genommen. Auch die von der Herstellerwerbung und manchen Tierärzten hochgelobten Pellets und Extrudate stellen m.E. ein nicht unbeträchtliches Risiko dar. Es mag zwar sein, daß diese Futtermittel, wenn sie die Fabrik mit ihren Ultrahocherhitzern verlassen haben, pilzfrei sind. Doch wehe, wenn sie nicht absolut fachgerecht (trocken und kühl) gelagert werden. Durch ihre hochaufgeschlossene Form stellen sie geradezu einen idealen Nähr- und Anzuchtboden für Keime aller Art, auch Schimmelpilze, dar. Ein anfangs keimfreies Extrudat kann unter normalen Raumbedingungen binnen weniger Tage gefährlich verpilzen, wie Versuche des Berliner Tierarztes Dr. Sassenburg ergeben haben.
    Ansonsten ist als allgemeiner Tip zu sagen, daß speziell Graupapageien einen erhöhten Vitamin-A-Bedarf haben. Ein Mangel führt zu Haut- Schleimhaut- und Federveränderungen und erhöhter Anfälligkeit gegenüber Aspergillose. Trinken die Vögel regelmäßig Möhrensaft oder bekommen sie sonst ausreichend Vitamin A? Auch Calcium, Vitamin D und Kieselsäure sind für das Gefieder von großer Wichtigkeit. Wenn eine ausreichende Versorgung damit nicht sichergestellt ist, empfehle ich die Zufütterung eines speziellen Vitamin/Mineralstoff/Spurenelementepräparates, am besten PRIME zur Dauerversorgung oder, während Mauserzeiten und bei Gefiederschäden, vorübergehend Nekton Bio.
    Wichtig ist ferner eine hohe Luftfeuchtigkeit von ca. 60%, da ausgetrocknete Schleimhäute den Schimmelpilzen ein geschwächtes und daher günstiges Milieu bieten.
    Zu ergänzen hätte ich noch: Viel fliegen lassen! Flugfaule Vögel oder solche, die wenig Flugmöglichkeiten haben (Alfred erwähnte das schon bzgl. der Greifvögel), sind stärker betroffen. Der Vogel ist ein auf Fliegen und Bewegung eingestelltes Luftwesen. Beim Fliegen werden Lunge und Luftsäcke ständig kräftig "durchgelüftet". Hapert es daran, wird er anfällig. Wie in einem schlecht gelüfteten Zimmer eher Schimmel entsteht. Deshalb ist auch der Tip "bei jedem Wetter in die Außenvoliere" Gold wert - von strengem Frost abgesehen. Unsere Kakadus baden mit Begeisterung bei 0°, Graupel und Eisregen. Das kräftigt ebenfalls das Immunsystem. Reine "Stubengier" sind erheblich stärker gefährdet.
    LG
    Thomas
     
  9. Antje

    Antje Guest

    Erstmal danke für Eure Antworten. Das bestätigt meine Meinung, dass ich meine Vögel in der Außenvoliere halten werde mit möglichst viel Flugraum. Nur in der Wohnung kann einfach nicht gut sein.

    Danke Alfred für den Link, ich werd ihn mir genau durchlesen. Danke Thomas für die ausführliche Erläuterung. :)
     
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