Urteil gegen Jäger bestätigt

Diskutiere Urteil gegen Jäger bestätigt im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Das wäre auch mehr als ungewöhnlich, daß ein Keiler mit Frischlingen um die Häuser zieht ... :D VG Pere ;) Ist in Berlin schon vorgekommen...

  1. raptor49

    raptor49 Foren-Dinosaurier

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    Ist in Berlin schon vorgekommen das Frischlinge mitsamt Eltern einen, bzw mehrere Gärten durchwühlt haben.

    Wenn Wildschweine in Berlin Tagsüber in der Innenstadt bereich streunen, liegt die Schuld nicht an Neugierigen Wildschweinen, sondern am Menschen, der ua die Tiere Füttern, die Biotonnen nicht genug sichern etc.

    Blöd nur für die Jäger die (noch) nicht in der Stadt jagen dürfen.:D
     
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  3. Peregrinus

    Peregrinus Peregrinus

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    Der Keiler ist ein Einzelgänger, der sich nur in der Rauschzeit zu den weiblichen Stücken gesellt. Es sind im Regelfall also nicht die "Eltern" mit den Jungen unterwegs, sondern nur die Mutter bzw. mehrere Mütter mit mehreren Jungen.

    Die netten Bildchen aus manchen Büchern, wo Papa und Mama Wildschwein gemeinsam den Nachwuchs hüten, entsprechen nicht ganz der Realität ... :D

    VG
    Pere ;)
     
  4. Tiffani

    Tiffani Vögel ohne Lobby

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    Wo die Polizei nicht tot über'm Zaun hängen möchte
    Berlin ist groß...
    Das was ihr Berlin nennt, wo man Wildschwein angetroffen hat, ist nicht anderes als ein Randgebiet, sozusagen der Parkplatz von Berlin :D

    Die Leute hier sind selber schuld, wollen im Grünen wohnen, und benehmen sich als wenn sie im Penthouse sitzen, und wenn's dann pressiert, schreien sie nach der Polizei und dem Jäger....
    Total weltfremd :k
    Wäre ja so als wenn ich meinen Hühnerstall offen lasse und mich dann beschwere wenn der Fuchs oder Marder mal guten Tag sagt :achja:
     
  5. Kanadagans

    Kanadagans Anserophiler

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    Hallö!

    Na, unmittelbare Randbereiche sind es schon nicht mehr, wo sich die Sauen rumtreiben, das geht schon mal bis 6 km ins Stadtinnere, und Füchse leben ohnehin flächig ^^...
    Ich verweise hier beispielhaft (wer's per GoogleMaps oder GoogleEarth erkucken will...) auf das kleine Stück Tegeler Fließ zwischen der Autobahn A111 und der Karolinenstraße in Berlin- Tegel.
    Nicht nur, daß hier eine Rotte einen langjährigen Kesselplatz hat, nein, seit mindestens 10 Jahren lebt auf dem winzigen Stück auch Rehwild. Verbindung zum Hauptteil des Tegeler Fließes und größeren Wäldern mit Anschluß an die brandenburgische Stolper Heide besteht nur durch eine gepflasterte und betonierte, etwa 20 m breite und 15 m tiefe S- Bahn- und Autobahnunterführung, also durch einen im wahrsten Sinne des Wortes: Korridor...

    Nun ja, zum Unterschied der Vertrautheit bejagtes/ nicht bejagtes Wild kann ich vom Schwarzwild ebenfalls etwas berichten ^^...
    Im besagten Tegeler Fließ fressen die Sauen den Leuten aus der Hand, und das frischlingsführende Bachen (!), wohingegen in Brandenburg das Schwarzwild auf leisesten Verdacht auf mehrere 100 m türmt...
    Das eine freilebende Wildsau mir aus der Hand frißt, darauf kann ich auch verzichten, ebenso aber auch darauf, daß man praktisch niemals Schwarzwild sieht, sowie man in bejagtes Gebiet kommt. Ein gesundes Mittelmaß wäre schön, also beobachtbares Wild zu humanen Zeiten, da müßte ich mich auch nicht dann und wann auf Hochsitze schummeln, um für 2 Sekunden 500 m weiter am Schilfrand nur mal kurz einen windfangenden Rüssel zu erahnen, sondern könnte von da beobachten, wo mich die Stehgreif- Beobachtung halt gerade erwischt ^^...
    Klar, ich kann an ein Wildgehege gehen, aber mal Hand aufs Herz, spaghettizahmes Gatterwild ist doch Kinkerlitzchen für Großstädter (obschon ich in Berlin lebe, bin ich um Welten keiner!), und befriedigen den passionierten Naturbeobachter nicht die Bohne. Da könnten wir ganzen Birders auch in den Vogelpark Walsrode gehen, wäre dasselbe =(...

    Nun ja ^^...

    Grüße, Andreas

    PS:
    Das ist doch haargenau dasselbe wie diese ganzen Windeier, die der Harmonie und Schönheit der Natur wegen aufs Land ziehen, und beim ersten krähenden Hahn oder quakenden Frosch Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um die Viecher per Gerichtsbeschluß still zu kriegen. Da könnte ich auch immer so richtig saftig :+kotz: ...
     
  6. Rud

    Rud Foren-Guru

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    "Spagettizahmes Gatterwild" - schöne Wortschöpfung - hat einfach eine andere Zielgruppe, @Kanadagans ... und erfüllt damit einen sehr wichtigen Zweck - den Du Dir sicherlich auch vorstellen kannst!

    Und was hast Du für eine Vorstellung vom "Großstädter" ... ? Sicherlich, eben Deine - aber die erscheint doch recht simplifizierend, pauschal und schon deshalb wenig realistisch (bei allem Verständnis für Deinen Ärger; nur warum so ärgerlich ...?)

    Kommt vor, sicherlich ... aber wenn es einmal vorkommt, dann ist es auch jedes Mal eine Zeitungsmeldung wert :)

    Die Umzüge auf´s Land einmal hochgerechnet: sicherlich vernachlässigbar und weit vom Promille- (!) Bereich entfernt ... Und dann sollte man sich schon einmal die Mühe machen und jeden Einzelfall etwas genauer anschauen. Was da "eingesessene" Nachbarn veranstalten können, um ungeliebte, neue Nachbarn wieder zu vergraulen, kann ganz phantasievoll sein. Und solche Umstände machen in der Regel einen Großteil der von Dir angesprochenen Fälle (unterhalb der Promillegrenze) aus ...

    Also ... :zwinker:

    Gruß, Rudi
     
  7. Kanadagans

    Kanadagans Anserophiler

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    Hallo Rudi!

    Oh, sicherlich erfüllt das Gatterwild seinen guten Zweck, und zeigt den Leuten außerhalb von Zoos etwas einheimische Tierwelt, meine Vorstellung vom Großstädter ist aber die, und sie hat sich immer wieder bestätigt, das das nur oberflächliche Interesse an Tieren eindeutig die Oberhand hat...
    Ich lebe nun seit 1982 in Berlin, und habe eine recht gute Beobachtungsgabe, und das Interesse der Leute beschränkt sich darauf, an Seen die Enten und in Gattern das Wild nur bei gutem Wetter und an Wochenenden teils derart mit Spaghetti, Kartoffelchips oder sonstigem ernährungsphysiologischen Müll zuzukippen, daß die Hälfte in den Boden getrampelt wird und vergammelt, aber bei auch nur leicht schlechtem Wetter ist dies Interesse schlagartig erloschen, und bei den Tieren ist Schmalhans Küchenmeister, bis zur nächsten Schönwetterzeit...
    Ich persönlich finde es Kinkerlitzchen, weil man dieses Wild jederzeit sieht, und man nur mit der Plastiktüte zu rascheln braucht, um die ganze Rotte im gestreckten Schweinsgalopp oder Zockeltrab anrücken zu sehen. Ist für mich Käse, sorry, und gibt ein nur verzerrtes Bild von der heimischen Tierwelt, das die Menschen leider allzu leicht als allgemeingültig hinnehmen =)...

    In Berlins Wäldern gibt es zum Glück neben Schwarzwild auch recht gut vertreten Dam- und Rehwild. An einem Wildgehege mit Muffel-, Dam-, und Schwarzwild ganz in meiner Nähe, das im Tegeler Forst liegt, ist dies besonders nett anzuschauen, da regelmäßig wildes Dam- und Schwarzwild an den Gehegen vorbeiwechselt, und ich finde es ungleich reizvoller, den Fährten ein Stück weit nachzuspüren, und dann vielleicht tatsächlich den Kessel der Sauen von weitem zu entdecken, oder ein Stück Damwild, welches auf einer kleinen sonnenbeschienenen Waldesblöße wiederkäut ^^...

    Was die Sache mit den zuziehenden Leuten angeht, so habe ich das in der Umgebung meiner alten Wohnung gesehen, was gar nicht mal besonders ländlich war.
    Bis in die 90er Jahre hinein hatten da viele der älteren Leute Tauben, Hühner oder sogar Enten. Obwohl heute teils noch die selben Leute da leben, und durchaus noch fit sind, sind mit dem Zuzug neuer Leute, welchen man in seiner Nachbarschaft ja besonders gut mitbekommt, sukzessive zuerst die Tauben (Dachvollkacker) und die Enten (Stinker und Krachmacher) verschwunden, dann die Hühner (auch Krachmacher), und ebenso ist es im Dorf eines Freundes gewesen, der zwar nicht mehr im Speckgürtel Berlins lebt, aber noch nahe genug dran.
    Mit der Maueröffnung erfolgte Stück für Stück Zuzug von Berlinern, und ebenso ging Stück für Stück die Geflügelhaltung zurück.
    So war beispielsweise neben dem Grundstück seines Vaters einst eine Pfedekoppel, die seins vom nächsten Grundstück trennte. Dann wurde 2001 die Koppel verkauft, und es baute einer aus Berlin ein Häuschen... Und mit Einzug dessen waren dann prompt die Hühner, Enten und Gänse zu laut, die mein Freund hatte...
    Auch sehe ich es in einem Ortsteil Berlins, Heiligensee, wo mein Urgroßvater lebte. Hatten damals, bis 1985, noch viele Leute da Geflügelhaltung, so auch mein Uropa, so ist diese seitdem nahezu komplett verschwunden. Die alten Leute starben weg, die jungen zogen zentraler nach Berlin, und die dafür zuziehenden Zentral- Berliner hielten nichts von dörflicher Tradition und Geflügelhaltung.
    Heute sieht Heiligensee aus wie jeder x- beliebige alte Dorfkern in Berlin. Neben den alten Bauernanwesen, die noch stehen (in denen die Stallgebäude entweder leer stehen oder umgewidmet wurden), zahlreiche neu gebaute Einfamilienhäuser mit fein Rasen und Thujahecke...

    Als Geflügelhalter muß man sich heute in den Schutz von Vereinen und speziellen Kleingartenkolonien zurückziehen, ansonsten ist da nichts mehr zu machen... Und deshalb ist meine Meinung von Großstädtern nicht die beste (ich sage nicht, ALLE sind so...)!

    Grüße, Andreas
     
  8. colchicus

    colchicus Foren-Guru

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    Dieses Phänomen ist schon in Kleinstädten zu beobachten. Ich wohnte über 20 Jahre in einer kleinen Neubausiedlung abgesetzt vom Stadtrand, nebenan Auwaldrest mit natürlichem Bachlauf. Da stört ein Kaninchen auf dem Rasen, weil die Enkelkinder auf die Losung treten. Oder eine Nachbarin hatte mich ernsthaft gebeten, ob ich nicht was gegen den Kuckuck da unten tun kann (ich sei doch Jäger:idee:).Er ginge ihr einfach tierisch auf die Nerven....
     
  9. Kanadagans

    Kanadagans Anserophiler

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    Das ist mein Reden... Ziehen aufs Land, weil da die Gegend und die Natur so schön ist, aber jedwede Lebensäußerung der Natur, die über leise im Wind rauschende Bäume hinausgeht, ist nur allzuoft zuviel...
    Au Mann :k...

    Grüße, Andreas
     
  10. #49 Rud, 13. September 2009
    Zuletzt bearbeitet: 13. September 2009
    Rud

    Rud Foren-Guru

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    Natürlich wird dort zunächst nur oberflächliches Interesse geweckt ... aber das gutmütige Gatterwild kann der Beginn eines späteren, der Natur zugewandten Lebens sein ... Kinder vergessen weniger als man meint!

    Eure Beispiele sind nicht charakteristisch für die Großstädte, nicht charakteristisch die Kleinstädte, die Vorstädte, die Randgemeinden und das Land selber! Eure Beispiele beschreiben eine allgemeine, sich überall in vergleichbarer Weise vollziehenden Entwicklung. Damit ist dies kein den Großstädtern allein zuzuordnendes Verhalten ... es findet sich bei allen, egal wo aufgewachsen ... und die Ursachen sind doch hinlänglich bekannt! Und die Unwissenheit der "Landbevölkerung" ihre Naturschätze betreffend ist doch die größte ... !

    Noch eines: Die Menschen sind nicht Schuld an ihrer Unwissenheit! Der Umgang vieler Menschen mit Natur erscheint regelmäßig absurd und lächerlich, ja, manchmal nur komisch, leider auch gefährlich (für "Natur") und fatal ... Schuld sind sie aber nicht - sie wissen es nicht besser!

    Trotz eigener guter Urteilsfähigkeit und Beobachtungsgabe also einfach aufklären ... :)

    Beratungsresistenz erscheint mir dagegen sträflich ... ! Und d i e s e Charakterschwäche ist mindestens ebenso reichlich vertreten wie harmlose Unwissenheit - in der Stadt, auf dem Land - und hier in den Foren!

    Gruß, Rudi
     
  11. HansWilhelm

    HansWilhelm Mitglied

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    Der ländliche Raum ist geteilt in eine agroindustriell zerstörte und kommerziell ausgebeutete Wirtschaftszone (Land und Forstwirtschaft) und einen Schutzraum für genetische Ressourcen (Naturschutzgebiete, Nationalparks usw.) Letzterer bezieht seine Legitimation aus einer künftigen, kommerziellen Verwendbarkeit seiner genetischen Naturschätze Der gesamte Öffentliche Raum ist damit dem Ausbeutungs- und Kontrollparadigma unterworfen und eine machtvolle staatliche Bürokratie sorgt für deren Umsetzung.

    Der urbane Siedlungsraum ist der einzig verbliebene Freiraum, in dem der Mensch sein Verhältnis zur Natur noch als kulturelles Projekt formen und erleben darf.

    Die Naturschutzbewegung ist schwach und reaktionär geworden, weil sie vielfach nur noch die Fleißarbeit für die staatliche Ressourcenschutzbürokratie übernimmt (Kartierung, Monitoring) aber keinen „ästhetischen Plan“ hat, wie eine Welt nach ihrem Wunsch aussehen könnte. Sie ist ohne Träume und verirrt sich in technokratische und juristische Konstruktionen, die immer nur Staat und Industrie stärker gemacht haben.

    Dieser zu entwerfende „ästhetische Plan“ wäre nichts anderes als ein Gegenentwurf zur Weltgestaltung, wie sie zur Zeit läuft. Er kann nur in den urbanen Gebieten als Gegenprogramm zur offiziösen Naturverwaltung entwickelt werden, denn hier finden sich noch menschliche Subjektivität und ein Naturreichtum, der noch nicht in ökonomische Zwecke hineingepresst wurde. Das letzte, was man dabei gebrauchen könnte, wären die PR-Agenten der Jagdlobby und ihr pseudoökologisches Geschwafel.

    Die Frage, was lebende Natur ist und welche Art von Erfüllung wir durch sie herbeiwünschen, wird so oder so von Menschen beantwortet. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass die Natur selbst die Antwort geben würde. Menschen können sich entsetzlich irren oder mit Vorsatz Scheiße bauen. Streit ist also vorprogrammiert. Er ist immer besonders heftig, wenn er „religiös“ wird. Die Naturbeziehung ist aber eine säkulare Religion. Ihre Vergegenständlichungen werden im urbanen Raum erschaffen. Zeige mir deine Gärten, deine Parks und Friedhöfe, welche Tiere du an deinen Lebensraum binden konntest und ich verstehe dein Verhältnis zur Natur.
     
  12. #51 Rud, 14. September 2009
    Zuletzt bearbeitet: 14. September 2009
    Rud

    Rud Foren-Guru

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    Jetzt, nach dem zweiten Durchlesen, muss ich doch an einigen Stellen widersprechen - Einmütigkeit gibt es natürlich auch, ist aber weniger spannend:

     
  13. Hellehavoc

    Hellehavoc Das Höllengeierchen

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    Leute, hier geht es doch immer noch um einen Gesellen, der artengeschützte Tiere wiederrechtlich getötet hat und mit noch wiederrechtlicheren Mitteln vorher gefangen hat.
    Der ist zu Recht verurteilt worden und fertig.

    Ist doch völlig egal ob das jetzt nen Klempner oder Jäger war. Fakt ist, er hat Scheisse gebaut und hat dafür die Rote Karte kassiert. Basta.

    Noch ein Wort zur Jägerhatz hier:
    Ehrlich gesagt find ich das zum abwinken.
    Wenn bei der Jägerausbildung oder Jagdausübung ein Defizit besteht, identifizieren und abstellen und gut is.

    Dafür aber dann alle Leute, die jagen in den Sack stecken und mit Knüppeln draufprügeln ist Schwachsinn, sorry.

    Denn dann dürft Ihr auch kein einziges Stück Fleisch mehr im Supermarkt kaufen .... oder halt, das kommt ja aus der Theke. Da weiss man ja nicht, wie das Vieh vorher gehalten (wohl meist in mieserabelster Massentierhaltung)
    oder geschlachtet wurde (normal in riesigen unwürdigen Schlächtereien wo die Tiere wie Dinge gefühllos abgeschlachtet werden).

    Sorry, aber da ist zumindest MIR das Fleisch eines zuvor frei argerecht lebenden Waldtieres lieber, das sauber mit einem Schuss erledigt wird.
     
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  15. HansWilhelm

    HansWilhelm Mitglied

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    Vielen Dank, Rud, für Deine Stellungnahmen. Es wäre wohl off-topic, hier in diesem Thread eine Entgegnung zu schreiben.

    Nur soviel: Mir ging es nicht darum, den jetzigen Zustand in seiner ganzen Heterogenität gedanklich abzubilden. Wir gewinnen aus Einzelbeispielen niemals eine Einsicht in das Funktionieren des Gesamtzusammenhangs. Der Sinn meiner Thesen liegt darin, die Logik einer Entwicklung zu beschreiben und Ideen zu formulieren, wie man sie durchbrechen könnte. Die Wahrheit dieser Thesen wird mit jedem Tag zunehmen.

    Wenn die Umwelt- und Naturschutzbewegung überhaupt noch so etwas wie eine kulturelle Bedeutung hat, dann verdankt sie diese den 70-er und 80-er Jahren, als die „Ökospinner“ noch einen zivilisatorischen Gegenentwurf zur Konsum- und Arbeitsgesellschaft vertraten. Sie hatten damals noch das, was ich einen „ästhetischen Plan“ nannte, und dessen Strahlkraft den heutigen Verbands- und Staatsbürokraten des Naturschutzes ganz unverdientermaßen immer noch zu Gute kommt (der grünen Partei auch).. Das heutige Personal der „ökologischen Modernisierung“ kann man aber nicht mehr von Autoverkäufern oder Bankberatern unterscheiden. Deshalb fahren wir fort in unserer Naturbeziehung etwas zu suchen, was über diese Leute und ihr Gequatsche hinausgeht und steigen doch allzu oft in den, von diesen Leuten vorgegebenen Diskurs ein….

    In den hiesigen Foren habe ich hin und wieder mal versucht, konkret zu werden. Eine niveauvolle und langanhaltende Diskussion gab es zu meinem Beitrag „Das moderne urbane Artenspektrum“, erschienen in der Rubrik „Stadttauben“, auch über den Halsbandsittich oder zur Neophytendiskussion (allerdings nicht hier) habe ich viel geschrieben. Da immer ein großer zeitlicher Abstand dazwischen lag, weiß ich nicht, ob man sie heute noch rausholen kann. Die oben geschriebenen Thesen sind u.a. ein Destillat dieser Auseinandersetzungen.
     
  16. Rud

    Rud Foren-Guru

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    Spannend - ich habe zu danken ...

     
Thema:

Urteil gegen Jäger bestätigt

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