verändertes verhalten des gesunden vogels zum kranken

Diskutiere verändertes verhalten des gesunden vogels zum kranken im Agaporniden Allgemein Forum im Bereich Agaporniden; hallo! hat das schon mal jemand beobachtet, dass der gesunde vogelpartner dem kranken und dadurch vorrübergehend im täglichen leben...

  1. #1 claudia k., 8. Mai 2003
    claudia k.

    claudia k. Moderatorin
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    hallo!

    hat das schon mal jemand beobachtet, dass der gesunde vogelpartner dem kranken und dadurch vorrübergehend im täglichen leben eingeschränkten vogel ruppig geworden ist?

    ernie rupft natürlich an bertas halskrause - klar, er will sie weg haben.
    aber dann beißt er ihr auch in die füße.
    und wenn er sieht, dass sie frisst, geht er sofort dazwischen.
    berta zeigt dann sogar ein wenig angst vor ihm und will weg.
    (deswegen bleiben sie bis auf weiteres erst mal in zwei käfigen).
    manchmal greift er sogar meine hand an, wenn ich z.b. die näpfe austausche (das erste mal in 8 jahren, dass er mich gebissen hat).

    hat jemand mit so einem verhalten erfahrung?


    gruß,
     
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  3. #2 Federbällchen, 17. Mai 2003
    Federbällchen

    Federbällchen Guest

    Vielleicht nicht so wirklich eine Antwort

    aber: Meine absolut superliebe Hündin ohne jegliche Aggressionen kriegt jedes Mal einen regelrechten Tilt, wenn sie andere Hunde mit Trichter sieht (kommt ja zum Glück nicht so oft vor).

    Denke, es ist einfach nichts "Naturgegebenes" und passt nicht in das Bild, was sie von Mithunden hat - sie scheint damit einfach "überfordert" zu sein.

    Möglich, dass die Halskrause ähnlich sauer aufstößt ???

    Martina
     
  4. Elch

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    Hallo Claudia!

    Bei Wildvögeln ist aggressives Verhalten gegen kranke Artgenossen häufig festzustellen.

    Hatte vor einigen Jahren einen Kernbeißer. Ein zweiter, Scheibenanflugopfer, wurde gebracht. Dieser lag auf der Seite und drehte sich. Habe den Fehler gemacht in zu Nr. 1 zu setzen. Der gab sich alle Mühe Nr. 2 totzuhacken und nur die sofortige Trennung konnte Schlimmes verhindern. Als Nr. 2auf dem Weg der Besserung war und das Drehen aufgehört hatte, saßen sie friedlich in einer Behausung.

    Ein beinlahmes Entenküken zu 7 gesunden gleichaltrigen gesetzt wurde von diesen am Hals gepackt, in die Wasserwanne gezogen und sollte ersäuft werden. Auch hier half nur strikte Trennung.
     
  5. Nymphie

    Nymphie Guest

    Hallo Claudia,

    also bei mir konnte ich dieses Verhalten nicht beobachten. Mein Teddy war rührend bemüht um seine Micksy, natürlich hat der Schlendrian auch alles drangesetzt dieses Ding loszuwerden.

    Harmonieren sie sonst sehr gut ? Ich meine vielleicht ist die kleine Berta sonst eine kleine Zicke und der kleine Mann sieht jetzt seine Stunde geschlagen ?

    Ich kann nur mal als anregung über meine anderen Geier berichten, die waren sehr, sehr skeptisch meiner Micksy gegenüber als sie die Halskrause trug, sie hatten sogar als regelrecht Angst davor, was glaube ich damit auch zusammenhing, da sie ukontrolliert rumgetorkelt ist !


    Liebe Grüße

    Petra

    :0- :0-
     
  6. Dingens

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    Hallo,
    Einer von meinen jungen Agas hatte sich, grade flügge geworden , das Bein gebrochen! Die Kleinen wurden aber noch beigefüttert vom Papa. "Gipsy", wie wir ihn dann getauft hatten, aber nicht, er wurde aufs Äußerste gejagt und gepisakt, von allen...deshalb habe ich íhn separat halten müssen. Als das BEin wieder OK war, hat er sich aber behauptet...und die anderen haben ihn dann wieder akzeptiert...Scheint also normal zu sein, das sie die kranken und Schwachen verjagen...
    Aber es geht weiter:
    Gipsy hat sich letzte Woche auch noch einen Flügel gebrochen....
    Der Ta hat ihm den Flügel bandagiert, also anden Körper getapet, damit komtm er ganz gut klar ( soweit zumindest)..
    wir haben ihn sofort separiert und in den KRankenkäfig getan, damit er seine Ruhe hat..
    Nun, als alle dann mal draussen waren, auch Gipsy, dann wollten die Eltern ihn mal wieder pisaken, aber Gipsy,trotz seiner Behinderung, hat sich dermaßen gewehrt, das er alle verjagt hat...:D
    dann ist er unter Einsatz seiner ganzen GEschicklichkeit über Schluchten und Täler ( Der Agakäfig steht auf einem Sideboard) inden Käfig wo alle drin sind .....und hat seine Ruhe, keiner traut sich ihm was zu tun....
    Ich glaube, wenn es nicht der PArtner ist, der verletzt ist, dann akzepieren sie den "Anderen" nicht mehr, weil er anders ist..
    beim Partner kanne es sein, das sie helfen oder ihn einfach wieder "so wie immer" machen wollen..
    ICh für mich habe beschlossen, das Agas grausam sind...
    Gruß
    Olly
     
  7. #6 Rüdiger, 17. Mai 2003
    Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin moin!

    Bis auf ganz wenige Ausnahmen habe ich durchgängig bei Wellis, Agas, Nymphen und Mohren beobachtet, das gegenüber kranken Vögeln sich die Schwarmmitglieder, Eltern- und oft auch die Partnervögel aggressiv verhielten.
    Am schlimmsten war dies bei meinen alten Paar Mohrenkopfpapageien: das bislang dominante Männchen hatte sich schwer am Bein verletzt. Ich hielt ihn etwa zwei Tage seperat, dann setzte ich ihn wieder zu dem Weibchen, die praktisch sofort begann, ihn zu jagen, woraufhin wieder aufbrach.
    das war ein schwerer Fehler von mir, der letztlich wohl auch zum Tode des Männchen und in der Folge durch den Partnerverlust zum Rupfen des Weibchens geführt hat. Die beiden waren übrigens über zwanzig Jahre zusammen und machten durchaus den Eindruck eines harmonischen Paares.

    Ich kenn allerdings auch eine Reihe von Berichten, in denen sich Partnervögel und/oder Schwarmmitglieder sogar fürsorglich um ihre kranken oder behinderten Artgenossen kümmern.

    Beide Verhaltensweisen - sowohl das Vwertreiben des kranken Tieres als auch das kümmern um ein krankes Tier - können biologisch im Sinne der Arterhaltung ja Sinn machen, ich denke aber, das im Freileben bei den meisten Tier- und auch Papageienarten eher das Vertreiben zum Schutz des Gesamtschwarms auftritt und die Fürsorge eher einem Gefangenschaftsverhalten zuzurechnen ist.
     
  8. #7 claudia k., 17. Mai 2003
    claudia k.

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    danke, eure antworten beruhigen mich in soweit, dass es wohl "normal" ist.
    wenn ich ernie fliegen lasse, klettert er aber die meiste zeit auf bertas käfig rum und sucht einen eingang.
    ab und zu lasse ich ihn unter aufsicht mal rein. wenn er sie füttert ist es ja gut. sobald berta aber unruhig wird und ihm ausweicht hole ich ihn wieder raus.
    die zwei haben sich jetzt einigermaßen an die situation gewöhnt glaube ich. ernie ist auch mir gegenüber nicht mehr so aggressiv.

    da es für agas logischerweise keinen käfig mit trenngitter gibt, nur für kanarienvögel und diese sind natürlich zu klein, habe ich mir einen riesigen hamsterkäfig mit rausnehmbaren trenngitter gekauft. so sind die beiden wenigstens direkt nebeneinander. sie schlafen auch nachts möglichst nah beieinander, nur das gitter zwischen sich. dann muß ernie eben öfter raus zum freiflug.

    das trenngitter habe ich agaschnabelsicher vorne und hinten festgeschraubt. das hat ernie sofort erkannt und rüttelt genau an diesen halterungen rum. ;)

    sind eben nicht blöd, die kleenen!

    gruß,
     
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  10. #8 claudia k., 17. Mai 2003
    claudia k.

    claudia k. Moderatorin
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    hi petra,

    ja, das kann ich mir sehr gut vorstellen. die beiden harmonieren sonst sehr gut, haben sogar ihre züchter mal festgestellt, und die haben ja nun wirklich jede menge vergleiche.

    sonst hat berta immer "die hosen an".

    :D

    warten wir's ab, wenn berta ihre zwangsjacke los ist, bekommt ernie wieder wind von vorne. ;)

    gruß,
     
  11. #9 Vogel-Mami, 18. Mai 2003
    Zuletzt bearbeitet: 18. Mai 2003
    Vogel-Mami

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    Beides!

    Hi,


    bei meiner Bande kenne ich beide Verhaltensweisen, sowohl Agressionen -oder zumindest ein Ungehaltensein- als auch Fürsorge...

    Ich denke, es kommt da nicht nur darauf an, wie harmonisch das Paar sonst miteinander umgeht, sondern auch auf den Charakter des einzelnen Vogels.
    Ich könnte da etliche Geschichten erzählen, jede wieder anders...

    Meine Sori z.B., ein Rosenköpfchen, ist so ein richtiger "Hoppla-jetzt-komm-ich" oder auch "Hans-Dampf-in-allen-Gassen".
    Als ihr Partner erkrankte, konnte sie überhaupt nicht versteh`n, daß der nun nur noch so tranfunzlig und langweilig rumhockt, und hat ihn deshalb ständig angestupst -allerdings nicht wirklich agressiv (hab eh nur liebe Köpfchen!!! :D).
    Zudem war auch noch grade Frühling, und die liebe Sori hatte halt zu dieser Jahreszeit noch was ganz anderes erwartet... ;)
    Jedenfalls mußte ich sie leider für `ne Zeitlang trennen, damit er seine Ruhe hatte.

    Andererseits hab ich zur Zeit eine RK-Henne, die zu meinem großen Entsetzen vor kurzem einen Kloakenprolaps hatte, und sich leider nur langsam davon erholt.
    Deren Partner konnte ich von Anfang an bei ihr lassen, ja es ist sogar von großem Vorteil, denn er kümmert sich sowas von liebevoll um sie!
    Is richtig rührend, das mit anzuseh`n -wobei, so süß das auch ist, ich`s wesentlich lieber hätte, Rica wäre endlich wieder fit!!! :(
    Zumal sich der treusorgende Ehemann das Ganze so sehr zu Herzen nimmt, daß er sich anfängt, auszuziehen! 0l
    Is eh `n ganz sensibler...:~

    Und die beiden sind nicht mein eiziges Problem... :(

    Bei mir is im Moment irgendwie der Wurm drin! 0l 0l 0l


    Grüßle

    Vogel-Mami
     
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