Vergesellschaftung handzahmer Mohrenkopfpapageien

Diskutiere Vergesellschaftung handzahmer Mohrenkopfpapageien im Langflügelpapageien Forum im Bereich Papageien; Hallo Landflügelpapageien-Anhänger Ich brauche einen Ratschlag von erfahrenen Mohrenkopfpapagei-Besitzer. Seit einigen Monaten besitze ich ein...

  1. MarcoM

    MarcoM Neues Mitglied

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    Hallo Landflügelpapageien-Anhänger

    Ich brauche einen Ratschlag von erfahrenen Mohrenkopfpapagei-Besitzer. Seit einigen Monaten besitze ich ein handzahmes Mohrenkopfpapagei-Weibchen, das ich wegen Zeitmangel der ehemaligen Besitzer übernommen habe.

    Grundsätzlich bin ich gegen Handaufzuchten von Vögeln (ausser im Notfall, wenn die Eltern die Jungtiere vernachlässigen), da sich das Sozialverhalten der Vögel unnatürlich entwickelt. So ist das auch bei meinem Mohrenkopfpapagei, der total auf mich fixiert ist und den ganzen bei mir sein und mit mir spielten möchte. Das geht natürlich nicht, auch wenn ich mich täglich längere Zeit mit ihm abgebe, spreche und spiele. Im Moment halte ich den Vogel in einer Zimmervoliere im Haus.

    Mir war von Anfang an klar, dass ich ihm einen Partner besorgen möchte, was ich auch getan habe. Es ist ein jungen Mohrenkopfpapagei-Männchen, das leider nicht zutraulich ist und sich nicht an Menschen gewohnt, weil es eine Naturbrut ist.

    Ich habe heute versucht die beiden draussen, bei meinen anderen Vögeln, in einer grossen Voliere zu vergesellschaften, nachdem ich die beiden Mohrenkopfpapageien in zwei Volieren mehrere Tage nebeneinander hielt, damit sie sich gegenseitig ein wenig aneinander gewöhnen könnten. Mein Weibchen interessiert sich völlig nicht für das Männchen, das sehr neugierig ist, doch von meinem hanzahmen Weibchen eher aggressiv begrüsst wird.
    Das Weibchen möchte immer wieder aus der Voliere zu mir und wirkt überfordert in der Gesellschaft.

    Was soll ich machen? Kann es sein, dass mein handzahmes Mohrenkopfpapagei-Weibchen gar keinen Partner möchte, sucht oder braucht, weil es das nicht kennt und nicht gewohnt ist, doch ich bin ich völlig gegen Einzelhaltung von Vögeln, da sie während des Tages doch oft alleine sind, wenn ich arbeite? Ist eine Vergesellschaftung überhaupt möglich?

    Ich danke allen herzlich für hilfreiche Tipps und eigene Erfahrungen. Ich bin im Moment ein wenig überfordert, da ich doch nur das Beste für meine Vögel möchte und doch scheint mein Vorhaben nicht gewollt zu sein.

    Liebe Grüsse
    Marco
     
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  3. Nina33

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    Hallo Marco,

    erstmal ein Herzliches Willkommen bei uns Langflügelfans :bier:

    Du hast eigentlich schon alles richtig gemacht, indem Du deinem vermutlich handaufgezogenen Mohrenkopfweibchen sehr schnell einen Naturbrut-Hahn dazugesellt hast!! Von diesem kann die Henne viel soziales Papageienverhalten lernen und erfahren, das sie ja eigentlich ein Papagei ist.

    Wobei ich aber auch anmerken möchte, das auch Teilhandaufzuchten vorbildliches Sozialverhalten an den Tag legen können (mache die Erfahrung bei meinem Pärchen grüne Kongos, die nicht nur mit sich sozial umgehen, sondern auch uns Menschen mit in ihrem Schwarm einbeziehen!).

    Wichtig in der ersten Zeit des Kennenlernens ist für die Abnabelung von Dir bzw. den Menschen, dass Du dich bis auf das Nötigste (Versorgung und Pflege) zurückziehst, sodass sich beide aufeinander ohne viel Ablenkung einlassen können. Für die Vergesellschaftung von Langflügeln muss man unter Umständen viel Geduld aufbringen. Somit ist es nicht selten, dass die echte Papageienliebe zum Wachsen viele Wochen, manchmal Monate braucht. Keine Angst, wenn es dabei manchmal etwas ruppig zugeht. Gerade Mohrenköpfe sind da oft nicht gerade zimperlich! Leichte Schnabelhiebe und Drohverhalten ist da schon normal. Aufpassen musst Du nur, wenn einer von beiden offensichtlich den Kürzeren zieht und gar Verletzungen einstecken muss. Dann ist Trennung angesagt!

    Also viel beobachten in der nächsten Zeit, wenn auch aus weiterer Entfernung.

    Ich wünsche eine glückliche Verpaarung und berichte doch bitte weiter, wie dieses Abenteuer verläuft. Wie heißen die Beiden eigentlich?
     
  4. #3 MarcoM, 14. August 2008
    Zuletzt bearbeitet: 14. August 2008
    MarcoM

    MarcoM Neues Mitglied

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    @Nina33: Vielen Dank für deine rasche und nette Antwort.

    Mein handzahmes Weibchen heisst "Coco". Die ehemaligen Besitzer meinten, dass es ein Männchen ist und tauften es deshalb "Coco". Ich glaubte jedoch an ein Weibchen und bekam nach der DNA-Analyse die Bestätigung. Ich wollte den Namen nicht mehr ändern, da sich der Mohrenkopfpapagei wahrscheinlich daran gewöhnt hatte. Manchmal sage ich ihm jedoch "Cocolina". Mein Männchen habe ich "Momo" getauft.

    Ich muss zu meiner Erzählung ergänzen, dass ich die beiden Mohrenkopfpapageien wieder getrennt habe, nachdem ich ihr Verhalten eine Weile lang beobachtet hatte. Nach deiner Beschreibung muss ich die beiden Vögel aber einfach zusammenlassen. Ich habe "Coco" gegenüber aber ein schlechtes Gewissen, ihn plötzlich draussen alleine mit "Momo" zu lassen, da er immer sofort ans Gitter kam, als ich anwesend war. Wenn ich daran denke, ihn einfach dort zu lassen, ihn zu ignorieren und ihm keine Aufmerksamkeit mehr zu schenken, gibt mir das ein Stich ins Herz, da er doch so verschmust und anhänglich mir gegenüber ist.

    Muss ich da einfach hart bleiben und mein schlechtes Gewissen auf die Seite legen? Das sind eben leider die Handaufzuchten, worüber ich durch diese Erfahrung sehr skeptisch gegenüber bin. Ich möchte ihn doch nicht im Stich lassen. Kann es denn sein, dass Handaufzuchten gar keine Partner und lieber alleine sein möchten? Oder ist ein ebenfalls handaufgezogener Partner die einzige Lösung?

    Ich freue mich nochmals über hilfreiche Tipps und eigene Erfahrungen. Besten Dank schon im Voraus.

    Liebe Grüsse
    Marco
     
  5. a.canus

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    Hallo Marco, also ich kann mich Nina nur anschließen.
    Halte dich zurück, beobachte wenn möglich so, dass sie dich nicht sehen. Gib beiden gleichviel Zuwendung, z.B. Leckerlie oder so. Lass ihnen Zeit.
    Sicher gibt es Mohren/Langflügel/Papageien, die so schlecht sozialisiert sind, dass sie nicht verpaarbar sind, aber das sind wirklich Ausnahmen.
    Ich habe hier schon wirklich viele Vögel verpaart, davon waren nur 2 Hennen wirklich nicht verpaarbar. Die waren dann aber gleich so aggressiv, dass beim Gegenstück Blut geflossen ist, dieser z.B. nur noch am Boden war usw. So extrem hört sich das bei dir nicht an.
    Besser wäre sicher noch, dass du momentan jemand anderen füttern lässt und wirklich keinen kontakt zu deiner Henne hast, so kann sie frei werden für den Hahn, aber bitte wirklich Geduld haben, oft sind 2-3 Monate noch gar nichts.
    Auch wenn es dir schwer fällt, es hilft und nachher geht es wieder ganz anders und du kannst wieder Kontakt haben und schmusen wie gewohnt. Bei weiteren Fragen einfach melden.
     
  6. #5 Bernd und Geier, 15. August 2008
    Bernd und Geier

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    Hallo Marco,

    auch von mir ein herzliches Willkommen.

    Als erstes, vergiss Dein schlechtes Gewissen, es gibt keinen Grund eins zu haben.

    Sicherlich ist es für beide Seiten, einmal für Dich, andererseits für Coco schwer die jetzige Situation zu verstehen, doch da müsst ihr beide jetzt durch.

    Einerseits vernachlässigst Du, aus Deiner Sicht, Coco, andererseits hast Du aber auch das Beste gemacht was man machen kann, ihr Momo dazu gehohlt. Nur leider ist es auch bei MoPa´s nicht so einfach, Henne + Hahn = Paar, diese Rechnung kann mal schnell aufgehen - bei meiner Lori und Charly hat das 15 min. gedauert, danach waren sie ein Paar. Beide sind nicht Handzahm und hatten vorher schon Partnervögel. Charly allerdings einen Barnadsittich. Ein anderes Paar, welches acht Jahre zusammen in einem Käfig (45 x 75 cm) ohne Freiflug lebte, mal kuschelte aber auch mal dem Partner die Federn zupfte, der Hahn war um den Hals kahl, hat sich hier dann nach drei Wochen getrennt und neu verpartnert.

    Die Henne lebt jetzt in einer dreier Gruppe mit zwei Hähnen. Der Hahn ist zwischezeitlich verstorben, hatte aber auch noch eine Henne gefunden, welche auch zwischenzeitlich verstarb.

    Dazu eine zweite Gruppe, hier handelt es sich um ein handzahmes Paar, welches ich im Alter von ca. 4 Jahren, übernommen habe und eine zweite Henne. Die Henne lebte über 20 Jahre, davon gut ein Jahr hier bei mir, in ihrem angestammten Käfig (45 x 75 cm), den sie seit Jahren nicht verlassen hat. Hier war von Anfang an die Käfigtür offen, wenn jemand da war. Ab und an ging mal ein anderer MoPa zu ihr in den Käfig, das störte sie nicht weiter, intressierte sie auch nicht. Eines Tages kam sie dann ganz vorsichtig raus und ging auf Entdeckungstour. Hinterher aber zurück in ihren Käfig. Irgendwann flog sie mal in die Voliere der anderen, frass auch dort und trank und damit war ihr Käfig uninteressant, von den beiden anderen wurde sie akzeptiert und nach und nach lebte sie auf. Irgendwann kuschelte sie dann mit dem Hahn. Der Hahn kuschelt jetzt mal mit der einen mal mit der anderen Henne. Gelegentlich greift die ältere Henne die jüngere an, nichts wildes, mehr verscheuchen als kämpfen, sobald diese dann nach gibt ist auch wieder Ruhe.

    In den Gruppen herscht soweit Harmonie nur beim gemeinsamen Freiflug beider Gruppen kommt es vor, dass der eigentlich unverpaarte Hahn der einen Gruppe, die eigentlich freie Henne der anderen Gruppe angreift.

    Die Gruppen haben sich im gemeinsamen Freiflug so gebildet, die Vögel sind alle unterschiedlicher Herkunft, es sind hier zwei Volieren von jeweils 1 x 2m und noch eine von 0,5 x 1m und dann standen die ganzen angestammten Käfige herum, so dass die Vögel die freie Auswahl haben. Zur Zeit sind hier sieben MoPa´s im Wohnzimmer und ein Paar, wo die Henne sich nur mit ihrem Hahn versteht, alle anderen werden angegriffen, in der AV. Ursprünglich sollte es mal ein Schwarm von ca. 4 - 6 MoPa Paaren werden.

    Also es ist nicht einfach das leben mit MoPa´s, es hält viele Überraschungen bereit und manches kommt anders als man es denkt oder geplant hat. Nur was man immer einplanen muss ist Zeit lassen, soll heissen was heute nicht passiert kann in ein, zwei Wochen oder auch erst nach einem halben Jahr passieren.

    Ich denke Du solltest Coco und Momo einfach Zeit lassen sich kennen zu lernen.

    Wie gross sind denn die Volieren, hast Du vielleicht mal Fotos um die Örtlichkeiten besser einschätzen zu können.

    Manchmal ist es auch das Vögel sich gegenseitig behacken, wenn ein Gitter dazwischen ist, wenn sie jedoch in einer Voliere, welche groß genug ist und sie sich aus dem weg gehen/fliegen können problemloser klappt.

    Wichtig ist, in einer gemeinsamen Voliere zwei Futter- und Trinkplätze einrichten, an zwei Stellen eine hohe Sitzstange anbringen, da meistens der höchste Platz zum sitzen und schlafen aufgesucht wird. Und Beschäfftigungsmöglichkeiten, frische Äste zum abknabern und so anbieten.

    So ich denke das langt erstmal an Erfahrungen und Tips. Wenn Fragen sind dann einfach melden.


    Mit freundlichen Grüßen
     
  7. MarcoM

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    Vielen Dank für die netten und ausführlichen Antworten.
    Ich melde mich am Wochenende wieder mit weiteren Ausführungen.

    Wie es scheint, muss ich einfach hart bleiben und "Coco" wieder nach draussen tun. Im Moment sitzt "Coco" neben mir und schaut mir beim Schreiben zu.

    Aber kann es nicht auch sein, dass "Coco" einfach allein bleiben möchte und so zufrieden ist? Befreundete Personen haben mir auch schon den Rat gegeben, Tierkommunikation zu Hilfe zu nehmen, doch ich bin da skeptisch, weil ich nicht so recht glaube, dass jemand über das Telefon sich in die Aura eines Vogel versetzen kann, ohne das Tier jemals zu Gesicht bekommen zu haben.

    Ich möchte einfach nur das Beste für meine Vögel.

    Meine Voliere für die Angewöhnungszeit meiner beiden Mohrenkopfpapageien ist 2m (Länge) x 1m (Breite) x 2m (Höhe), nachher sind meine Gedanken, dass ich die beiden Mohrenkopfpapageien, wenn alles einmal geklappt hat, in eine Aussenvoliere von 2m (Länge) x 2m (Breite) x 2m (Höhe) mit Innenvoliere 2m (Länge) x 1m (Breite) x 2m (Höhe) umsiedle. Dort sind dann zwar noch fünf Springsittiche zu Hause, was ein bisschen Leben in das Volierenleben geben soll. Eventuell baue ich an der Aussenvoliere noch 2m (Länge) x 1m (Breite) x 2m an, denn Platz hätte ich noch.

    Also, nun muss ich aber zur Arbeit. Allen eine gute Zeit und bis bald
    Marco
     
  8. pc-bella

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    Hallo Marco,

    wir hatten vor 3, 4 Jahren auch eine total menschenbezogene Mohrenhenne übernommen, wo wir schon der dritte Versuch waren, sie zu sozialisieren. In den zwei Wochen, wo sie Voliere an Voliere standen, war unser Hahn schon an ihr interessiert, sie an ihm nicht. Sowie wir abends in die Wohnung kommen, hat sie uns die Bude zusammengeschrien. Hatten ich sie dann mal alleine draußen, hatte sie unseren Hahn durchs Gitter seiner Voli attakiert oder hing an mir. Da sie bei vorherigen Versuchen die Hähne beim gemeinsamen Freiflug angegriffen hatte, hatten wir dann auf einem gemeinsamen Freiflug der beiden verzichtet. Zum Schluß saß unserer Hahn "genervt"/ desinteressiert weit entfernt von ihr in seiner Voli.
    Da dann auch bald unser Urlaub anstand, haben wir sie wieder zu Vermittlungsstelle zurückgebracht und am selben Tag noch vom Züchter ein anderes Weibchen geholt. Unser Hahn dachte wohl, wir bringen sie wieder zurück und beachtete sie erst gar nicht. :D
    Wenn agressiv begrüßt nicht gleich bis aufs Blut beißen heißt, dann klingt das bei Deiner Henne schon mal besser als bei uns. Ich drücke Dir die Daumen, das es klappt.

    Mal eine andere Frage, welche anderen Vögel sitzen noch in der Voliere? Ich wäre da etwas vorsichtig bei Mohrenköpfen.
     
  9. Ida

    Ida Foren-Guru

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    Hallo Marco...auch ich befinde mich gerade in der Phase der Vergesellschaftung 2er Mopas...allerdings sind Ida und Michel beides handaufgezogene Mohrenköpfe und kennen sich jetzt knapp 2Wochen...Ida war zuerst da...2,5Monate alleine bei mir...und natürlich sehr auf mich bezogen...Michel ist sie beim ersten Treffen aggressiv gegenüberaufgetreten...inzw.ist sie sehr neugierig auf ihn...er hat allerdings Angst vor ihr...seit 2Tagen leben sie bereits gemeinsam in einer Voliere...hat sich mehr oder weniger zufällig ergeben...und es funktioniert...sie sind natürl.noch nicht `Die Besten Freunde`...aber heute morgen hat Ida tatsächlich auf Michel gewartet...um mit ihm gemeinsam die Voliere zu verlassen!...sie möchte auch weiterhin mit mir kuscheln und bei mir sein...was ich auch zulasse ...weil sie ja trotzdem den Kontakt zu Michel sucht!...ich glaube,es gibt keine Pauschalantwort...es hängt einfach vom Tier ab...ob man sich zurückziehen muss...oder nicht!...es hilft-glaub`ich-nur beobachten und ein bisschen ausprobieren!Viel Glück!Susanne!
     
  10. #9 Bernd und Geier, 15. August 2008
    Bernd und Geier

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    Hallo Marco,
    da kann ich nur zustimmen. Mohren reagieren anderen gegenüber schon mal recht heftig. Aber erstmal müssen die beiden miteinander klar kommen.

    Hast Du die beiden schon gemeldet und wo lebst Du, welches Bundesland. Das einsetzen von MoPas in eine AV macht diese zu einem Tiergehege, zumindestens in Niedersachsen, und Tiergehege sind genehmigungspflichtig.


    Mit freundlichen Grüßen und ein schönes Wochenende
     
  11. a.canus

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    Hallochen, sehe ich ein klein wenig anderst, denn man kann Jungvögel, die noch nicht geschlechtreif sind, also noch voll in der Entwicklung recht gut aneinander gewöhnen, auch ist die Bindung zum Menschen zwar da, aber nicht so verfestigt wie bei adulten Tieren.
    Adulte sind oft, wenn allein gehalten, mit ihrer Bezugsperson verpaart und dass macht dann die Sache so schwierig, auch wenn sie weg sind, so sind sie doch einen Menschen als Partner gewohnt, sie dann wieder zurück zu einem Vogelpartner zu führen ist einfach viel schwieriger und anders anzugehen.
    Eigentlich will der Vogel ja nur, dass sich sein Menschenpartner um ihn kümmert und der geht jetzt auch noch fremd mit einem anderen Mohren, man ist eifersüchtig, und dann kommt es richtig zu Aggressionen, die Vögel verbeissen sich dann so fest ineinander, sehen und hören nichts mehr, fallen oft als "Vogelknäuel" auf die Erde und loslassen tut keiner. Klar man will den Rivalen vertreiben. Ist nun der menschl. Bezugspartner nicht mehr da, man kümmert sich wenig um das Tier ( was nicht vernachlässigen heissen soll...) kann das Tier sich an den anderen Vogel anbinden, im Prinzip hat es keinen anderen Partner mehr und ist wieder frei. Kommt der menschl. Partner immer wieder vorbei, dann geht das nicht, man ist ja noch verpaart und der Partner ist eben gerade nicht da.
    Sorry, anders kann ich das jetzt mal nicht erklären, hoffe ist verständlich ausgedrückt.:zwinker:
     
  12. Ida

    Ida Foren-Guru

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    ...ich bin`s nochmal...meine Ida hat trotz `Kuschelkontakt`zu mir heute morgen versucht Michel zu füttern!...ein schönes Wochenende!Susanne!
     
  13. Tierfreak

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    Hallo Marco,

    auch von mit ein herzliches Willkommen hier im Forum :bier:.

    Du hast ja schon eine Menge guter Tipps bekommen und auch ich würde dir raten, die beiden in der Außenvoliere zusammenzulassen und dich zurückzuziehen.

    Je weniger Kontakt Coco nun zu dir oder zu anderen Menschen hat, um so eher wird sie versuchen sich einen Artgenossen anzuschließen.
    Dass geht zwar meist nicht von heut auf morgen, aber wenn man den beiden viel Zeit lässt, stehen die Chancen ganz gut, dass Coco sich umorientiert und wieder lernt Vogel zu sein. Solange keiner den anderen ständig jagt oder ernsthaft gebissen wird und es eher bei harmlosen Gefechten bleibt, bitte nicht eingreifen und die beiden zusammenlassen, damit die beiden den Rang untereinander klären können, was gerade am Anfang der Zusammenführung von Papageien durchaus normal ist, solange es halt kein Überhand nimmt.

    Ich drück dir die Daumen, dass Coco und ihr Hahn sich bald näherkommen :zwinker:.

    Falls deine Mopas derzeit mit den Sittichen wirklich zusammen sitzen sollten, würde ich auch sicherheitshalber raten, sie lieber getrennt unterzubringen. Mit Mopas ist gerade zur Brutzeit nicht zu spaßen und wenn deine Süßen wirklich zueinanderfinden sollten, könnte es über kurz oder lang wirklich gefährlich für die Sittiche werden.



    Ui, dass ist doch super :zustimm:.
     
  14. Perroquet

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    Hallo Marco,
    meine Erfahrungen sind eher, dass es eigentlich gar keine pauschalen Aussagen gibt. Adulte, ihr Leben lang allein gehaltene Tiere können sich schnell verpaaren oder auch nie. Junge, vergesellschaftete Mohren, die nie als Einzelvogel lebten, können sich genauso den Menschen als Partner suchen und sich im geschlechtsreifen Alter von ihrem Vogelpartner abwenden, bis hin zu richtigen Beißereien. Es kann einfach alles passieren.
    Zu Deiner Situation ist mir ergänzend zu den anderen Schreibern noch folgendes eingefallen:
    Wenn Dir der Abbruch zu Coco zu krass ist, wenn sie sofort in eine AV umzieht, und Du die Möglichkeit hast, könntest Du sie auch in einem Raum unterbringen, den Du nicht ständig betrittst, wo Du die beiden aber von ferne beobachten kannst. Sie sollten sich einfach langsam annähern können. Eine Garantie, dass sie sich zusammenfinden, gibt es natürlich nicht. Eine größere Chance auf eine gute Vergesellschaftung besteht eben dann, wenn sie sich in einer Mopagruppe jemanden aussuchen könnte. Aber Deine momentane Situation ist ja eine andere. Ich finde nur wichtig, ihnen Zeit zu lassen und sie nicht zusammen einzusperren, auch nicht mit anderen Arten unterzubringen.
    Es kann natürlich sein, dass Coco noch Monate auf Dich wartet, und das tut wirklich weh, ich kenne das von einer meiner Hennen auch. Du kannst Dich nur zurückhalten, auch das in deiner Nähe sitzen lassen kann die Vergesellschaftung schon erschweren. Aber wenn sie ihn schonmal nicht zusammenhackt, ist das doch ein Anfang. Ob dann mal mehr entsteht, wird sich bestimmt mit der Zeit zeigen.
    Alles Gute und viel Geduld:zwinker:!
     
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  16. MarcoM

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    Vielen Dank für die interessanten Ausführungen. Es war sehr spannend und lehrreich eure Erfahrungen und Erlebnisse geschildert zu bekommen.

    Ich wohne in der Schweiz und da hat es weniger Richtlinien. Bis zu Kleinpapageien (Rückenrückenaras) muss man nichts anmelden, also braucht keine Haltebewilligung. Eine Zuchtbewilligung braucht es auch nicht. Vielleicht wäre es zwar manchmal besser, die Richtlinien wären etwas straffer, damit die Personen ein Verbot für eine Vogelhaltung erhielten, bei denen die Haltebedingungen nicht tiergerecht sind.

    Ich werde diese Woche meine beiden Mohrenkopfsittiche zusammen tun und sie am Anfang viel beobachten. Ganz abgrenzen kann ich mich von "Coco" nicht, da ich die anderen Vögel auch füttern muss. Es wird mir sicher nicht einfach fallen, hart zu sein. Mein Gedanke wäre gewesen, die beiden Mohrenkopfsittiche später in eine grössere Voliere umzusiedeln, wo noch fünf Springsittiche hausen. Aber wie ich lesen konnte, ratet ihr mir von diesem Plan eher ab, oder?

    Ich hoffe, dass das Wetter bald wieder etwas Schöner wird, damit "Coco" bald bei "Momo" einziehen kann. Ich werde euch weiter berichten, wie sich "Coco" und "Momo" miteinander verstehen.

    Nochmals besten Dank für jede Hilfe und bis bald
    Marco
     
  17. Tierfreak

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    Ja, das ist wirklich für die Springsittiche sicherer :zwinker:.

    Wenn irgendwie möglich würde wirklich eher einen separaten Anbau für die Mopas in Angriff nehmen oder zur Not einen Bereich in deiner schon bestehende 2x2x2 m Voliere für die Mopas mit einer doppelt verdrahteten Trennwand abtrennen, damit beide Arten ihr eigenes Reich haben ;).
     
Thema: Vergesellschaftung handzahmer Mohrenkopfpapageien
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