Vergesellschaftung Senegalpapageien mit anderen Arten?

Diskutiere Vergesellschaftung Senegalpapageien mit anderen Arten? im Langflügelpapageien Forum im Bereich Papageien; Hallo zusammen, ich habe eine leere Voliere mit ca. 3mx2m Außenbereich und ca. 2mx1m Innenbereich. Ein Bekannter möchte mir ein...

  1. brazza

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    Hallo zusammen,

    ich habe eine leere Voliere mit ca. 3mx2m Außenbereich und ca. 2mx1m Innenbereich. Ein Bekannter möchte mir ein Senegalpapageienpärchen schenken, und ich würde die Vögel in die leere Voliere unterbringen. Da die Voliere recht viel Platz bietet, wäre die Frage, ob man andere Arten ähnlicher Größe mit den Senegalpapageien dort halten könnte. Gibt es dazu Erfahrungen hier im Forum?

    Hinweis: Ich würde den Bewohnern dieser Voliere keine Nistkästen anbieten.
     
  2. #2 harpyja, 26.07.2021
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    Ich kenne Senegalpapageien aus eigener Erfahrung als schwierige Gesellschaft. Eigentlich friedfertig, neigen sie manchmal spontan zu "Wutausbrüchen", wo sie Partner und andere Vögel angreifen können. In einer Auffangstation waren in einer großen Gemeinschaftsvoliere zwei Graupapageien, ein Rosakakadu, ein Gelbhaubenkakadu, ein Gelbbrustara und ein Senegal - letzterer war der dominanteste Vogel, vor dem alle tiefen Respekt hatten!

    Ich kenne eine Gemeinschaftshaltung mit Graupapagein, aber auch da kam es schon zu Zwischenfällen seitens des Senegals. Bei einer so großen Voliere kann das aber durchaus gut gehen. Spontan würde ich da höchstens andere Langflügelpapageien vorschlagen, aber damit habe ich keine Erfahrung.

    Besser wäre wohl Bodenbesatz wie Wachteln o.Ä., die Senegals gehen nicht gern auf den Boden.
     
  3. Ingo

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    ich sehe das genauso. Ich kenne Senegalpapageien als Choleriker mit hohen Aggressionspotential. Einzelne Exemplare sind friedlicher...aber um das herauszufinden muss man sie erstmal einige Zeit persönlich kennen lernen.
    Ich weiss von Vergesellschaftungen mit Graupapageien oder Grünen Kongopapageien. Aber eine Garantie, dass es gut geht gibt es nicht. Das Sagen haben in solchen Gruppen wohl immer die Senegalpapageien.
     
  4. brazza

    brazza Stammmitglied

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    Vielen Dank euch beiden! Dass sie so aggressiv werden könnten hätte ich gar nicht vermutet, da ich das Senegalpärchen relativ häufig sehe, und sie wirken immer sehr ruhig, friedlich, ja, sogar passiv... aber das liegt vermutlich daran, dass sie aktuell allein gehalten werden und keinen "Aggressionsreizen" ausgesetzt sind.

    Für mich ist das Thema dann gestorben - ich möchte keinen Ärger mit den Vögeln riskieren (hatte bereits genug Theater mit meinen Goldstirns), und werde die Senegals dann separat/allein halten, wenn ich das Geschenk überhaupt annehme.
     
  5. #5 harpyja, 27.07.2021
    harpyja

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    Wie gesagt, mit afrikanischen Wachteln oder anderen Bodenvögeln kann ich mir das sehr gut vorstellen.

    Ja, eigentlich sind die Senegals auch super nett und friedlich. Eine Henne, die ich hatte, hat sich gelegentlich (vielleicht 1-4x im Jahr?) wie aus dem Nichts in eine heftige Aggression reingesteigert und getobt wie eine Furie. Man konnte sie dann nur irgendwie in den Käfig bugsieren und hoffen, dass es schnell vorbei ist - auch Friedensangebote wie ein Stück Traube oder Käse wurden mit grober Gewalt gebissen und weggeworfen. Nach ein paar Minuten war der Spuk wieder vorbei und der Vogel schien sich mit Halter und Partner regelrecht "versöhnen" zu wollen durch sehr zärtliches Verhalten wie Füttern, Kraulen etc.

    Bei der Gemeinschaftshaltung mit den Grauen hat es sich so eingependelt, dass die Grauen vor dem Senegal nach so einem Vorfall einfach Angst haben, später flaut es zu Respekt ab. Theoretisch haben sie vor dem kleinen Papagei ja nichts zu befürchten, aber es macht einfach Eindruck. Gefährlich wird es vermutlich, wenn die größeren Vögel sich das nicht bieten lassen wollen. In einer entsprechend großen Voliere, wo sich alle ausweichen können, dürfte es aber gut gehen (dann aber mehr als 2x3m)
     
  6. brazza

    brazza Stammmitglied

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    Meine Voliere ist für Bodenvögel nicht sehr geeignet, sonst wäre das durchaus eine Variante.

    In unserem Verein haben wir eine große, runde Voliere (mindestens 20m Durchmesser), in der bereits Pfaue, Fasane, Enten und einige australischen Sittiche (Königssittiche & Princess of Wales) hausen. Vielleicht wäre das eine gute Lösung.
     
  7. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Wenn, dann ohne Nistkasten. Sobald Eier im Kasten war, hat seinerzeit zumindest mein Mohrenkopfhahan alles, was sich bewegt hat, energischst angegriffen. Egal ob oben oder unten sitzend, Egal ob Mensch oder Tier. Ich habe als Erinnerung noch eine 30 Jahre alte Narbe von ihm
     
  8. brazza

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    In der Großvoliere sind doch Nistkästen bzw. mögliche Nistplätze vorhanden... dann kommt das auch nicht in Frage.
     
  9. brazza

    brazza Stammmitglied

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    So, habe bei mir einiges umgestellt und eine kleinere Voliere frei gemacht. Die Senegalpapageien sind inzwischen dort eingezogen; die bisherigen Bewohner sind in die größere Voliere gezogen.

    Erste Erkenntnis: Die Senegalpapageien nagen viel, viel mehr als meine Goldstirns. Sie haben in einer Woche mehr Schaden angerichtet als die Goldstirns in 2 Jahren (meine Volieren sind hautpsächlich aus Alu, aber die Elemente sind an Holzbalken befestigt und die Lücken zur Decke durch Holzbretter geschlossen)!

    Ansonsten: Die 2 scheinen sich wohl zu fühlen und sind inzwischen gelassen und ruhig, wenn ich an die Voliere muss.
     
    Hanne, harpyja und Else gefällt das.
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