Verhalten von Singsittichen

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  1. #1 Dr.Mabuse, 19.03.2000
    Dr.Mabuse

    Dr.Mabuse Guest

    Habe heute ein paar Singsittiche erstanden.Nun zu meiner Frage [​IMG]er Hahn trällert den ganzen Tag rum(ziep,ziep)ist das ganz normal bei Singsittichen?Oder ist er in Brutstimmung?Wer hilft?Danke
     
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  3. #2 Rüdiger, 20.03.2000
    Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Doktor!

    Herzlichen Glückwunsch, endlich mal jemand, der auch Singsittiche hat! [​IMG]
    Zu Deiner Frage: eigentlich ist es normal und noch nicht unbedingt ein Zeichen für Brutstimmung.
    Singsittichmännchen "singen" aus verschiedenen Gründen:
    Zum einem die normalen Kontaktlaute in der Ruhe, bestehend aus angenehmen, trillernden Pfiffen (während es Fluges dagegen wird recht schrill gepfiffen).
    Auch die Balz wird von gesang begleitet, hinzukommen lautere Pfiffe und Kopfnicken,
    aufgefächerte Schwanz und leicht hängende Flügel. Danach wird das Weibchen gefüttert.
    Schließlich wird auch Streit zwischen artgenossen oder die Verteidigung des Nestes mit einem Gesang bestehend aus schrillen, zwitschernden Tönen, begleitet (den bekomme ich oft zu hören), hinzu kommt ein wiederholtes Schwanzschütteln.
    Vel Spaß mit den beiden, erzähle weiterhin mal was von ihnen!

    ------------------
    Tschüss Rüdiger

    [Diese Nachricht wurde von Rüdiger am 20. März 2000 editiert.]
     
  4. #3 Dr.Mabuse, 20.03.2000
    Dr.Mabuse

    Dr.Mabuse Guest

    OK,danke erstmal!Vielleicht kannst du mir ja noch ein paar Grundlegende Sachen sagen:Brutzeit,Ernährung usw.Kann ich sie eigendlich mit wellensittichen zusammen halten?
     
  5. #4 Rüdiger, 21.03.2000
    Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin moin,

    na, dann wollen wir mal!:-)

    Singsittiche (psephotus haematonutus, auch:
    Blutrumpfsittich)leben in Ostaustralien in relativ trockenen Grasland mit lockeren Baumbewuchs, meist in der Nähe von Wasserstellen. Zunehmend entwickeln sie sich aber zu Kulturfolgern, die auch auf Farmland und in Gärten zu finden sind. Sie sind recht
    recht häufig, gute Flieger, die weite Strecken zurücklegen können, auch wenn sie im allgemeinen standorttreu sind.
    Ihre Nahrung besteht in der Hauptsache aus halbreifen und reifen Grassamen, Kräutern, Blatteilen und Gemüse, zudem nehmen sie Sand und Holzkohle als Verdauungshilfe auf.
    Außerhalb der Brutzeit sammeln sich Singsittiche zu größeren Schwärmen. Sie brüten von August bis Dezember, meist in Baumhöhlen, aber auch in alten Sperlingsnestern und Bienenfresserhöhlen.
    Das Männchen sucht die Höhle aus, das Weibchen entscheidet über die Annahme. Zu Brutbeginn hält sich das Männchen in der Nähe der Höhle auf, dann schließt es sich wieder einem Schwarm an und kehrt nur etwa jede Stunde zurück, um das Weibchen außerhalb der Höhle zu füttern. Es wird meist nur die unmittelbare Nähe des Nestes
    verteidigt.

    Von den Psephotus-Arten ist der Singsittich die am häufigsten gehaltene Art: sie gelten als recht anspruchs- und problemlose, widerstandsfähige und robuste (sogar winterharte) Art, schreiten leicht zur Brut, sind im allgemeinen fürsorgliche Eltern und werden daher auch als Ammenvögel eingesetzt
    (kann ich grundsätzlich aus eigner Erfahrung bestätigen).
    An den Nistkasten stellen sie keine großen Ansprüche: normale Nymphenkästen reichen
    (ca. 15x15 bis 25x25cm Grundfläche, Höhe 30 bis 40cm, Einflugloch 6-7cm).Der Boden wird mit Sägespänen oder Holzmulm bedeckt.
    Brutbeginn bei uns etwa ab April, bis zu drei Jahresbruten (mehr sollte man auch nicht zulassen).
    Es werden 4 bis 7 Eier gelegt. Brutbeginn ist etwa ab dem zweiten, manchmal erst ab dem dritten Ei, wobei die ersten Eier mit einem Abstand von ca. 48 Stunden gelegt werden, später auch mit bis zu einer Woche Abstand. Brutdauer 17 bis 20 Tage.
    Nestlingszeit etwa 28 - 30 Tage, wobei das Weibchen solange im Nest übernachtet, bis das letzte Junge ausgeflogen ist.
    In den ersten Tagen füttert das Weibchen alleine, das Männchen trägt Futter heran, danach beteiligt es sich an der Fütterung. Die Jungen werden noch etwa 2 bis 3 Wochen nach Verlassen des Nestes von den Eltern weitergefüttert. Spätestens, wenn das Männchen beginnt die Jungen zu jagen, müssen sie von den Eltern getrennt werden, weil diese bereits zur zweiten Brut schreiten.
    Jugendmauser mit etwa drei Monaten, Brutreif ab etwa einem Jahr.

    Als Grundfutter eine Großsittichmischung mit wenig Sonnenblumenkernen oder keinen Sonnenblumenkernen und viel Gras- und Wildsamen, da Singsittiche überwiegend kleinkörnige Sämereien bevorzugen. Dazu Kolbenhirse, Obst, Gemüse, Grünfutter,reife und halbreife Samen von Gräsern und Kräutern.
    Zur Brut Aufzuchtfutter Keimfutter und verstärkt Grünfutter, dazu auch tierisches Eiweiß (z.B. Knochen mit Fleischresten, Insektenfutter, Ameisenpuppen, auch Quark und Joghurt).
    Da Singsittiche gerne ihre Nahrung am Boden aufnehmen, empfiehlt sich auch eine große Schale mit Sand oder Buchenholzgranulat, unter das das Futter gemischt wird oder noch besser eine Schale mit Vogelerde, in der Sämereien keimen.
    Auch außerhalb der Balz- und Brutzeit wird sich gegenseitig gekrault und das Männchen füttert das Weibchen, zu Brutbeginn wird die Fütterung aber häufiger.
    Da Singsittiche sehr gute, gewandte und stürmische Flieger sind, brauchen sie viel Freiflugmöglichkeiten: beim Zimmerfreiflug bleiben die Tiere oft eng zusammen.
    Singsittiche haben ein großes Badebedürfnis, deshalb sollte man ihnen täglich eine Badegelegenheit bieten (besonders wichtig während der Brutzeit). Manche bevorzugen es
    aber bspw. mit einer Blumenspritze eingesprüht zu werden.
    Zur Verträglichkeit: in der Literatur finden sich Aussagen von "sehr unverträglich" bis "verträglich gegenüber kleinen Arten, aber nicht anderen Sittichen gegenüber". Ich weiß aber, das einige Halter ihre Singsittiche zumindest außerhalb der Brutzeit mit Wellis und Nymphen zusammenhalten. Letztlich ist dies auch wieder eine Frage der Volierengröße.
    Meine beiden Singer dagegen sind beim Freiflug selbst gegenüber größeren Arten wie den Mohren aggressiv und angriffslustig, auch Wellis werden vertrieben und verfolgt, andere arten versuchen sie in ihren Käfigen anzugreifen (s. aggressive Singer) .

    Tja, ich glaube, das war erstmal das wesentliche.



    ------------------
    Tschüss Rüdiger
     
  6. #5 Dr.Mabuse, 21.03.2000
    Dr.Mabuse

    Dr.Mabuse Guest

    Danke für diesen super geilen Bericht,wenn ich noch fragen habe,weiß ich ja wo ich meine fragen zu stellen habe!?!
     
  7. #6 Rüdiger, 21.03.2000
    Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Klar doch, hoffe nur, ich weiß auch die Antworten! [​IMG]
     
  8. Andy

    Andy Guest

    Hallo, Dr. Mabuse!
    Auch ich habe schon seit längerem ein singsittichpäärchen.
    Also: Mit meinen wellensittichen verstehen sie sich in einer gleichen Voliere überhaupt nicht- sie greifen die wellis an. dagegen aber in getrennten volieren haben sie es gerne, im gleichen zimmer zu stehen und sich gegenseitig die gesänge abzuluchsen.
    Meine zwei füttern sich ständig- das Männchen paßt auch ständig auf sein weibchen auf und das gerufe und gesinge hat keinesfalls etwas mit brutfreudigkeit zu tun, sondern sie sind so laut und vielfältig im gesang.
    mein Mann sagt immer schon scherzeshalber: Du hast da keine sing- sondern Schreisittiche.
    Eine voliere alleine reicht nicht - dachte ich am anfang auch, aber sie haben sich lautstark den Freiflugplatz unserer gesamten wohnung erkämpft!! Sie brauchen viel freiflug, sonst sind sie ungenießbar!!
    meine zwei leben mit uns in allen zimmern ( es kommt auch vor, daß man auf Toilette sitzt , hoch schaut und oben im Raum sitzt ein singsittich auf einem Bild....)
    Aber ich würde meine zwei nie wieder hergeben.
    Es sind ganz tolle vögel und so schlau - sie kapieren alles und probieren erst mal aus, wie weit sie gehen könnten , und wo da jetzt genau die grenzen liegen- eben wie bei kleinen Kindern. Man darf sie ja nicht unterschätzen!
    Ciao andy
     
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  10. #8 Dr.Mabuse, 01.04.2000
    Dr.Mabuse

    Dr.Mabuse Guest

    Was mich noch interessieren würde,der Züchter hat zwar gesagt das es Hahn und Henne sei,aber man weiß ja nie.Wie kann ich es feststellen?Hahn ist wildfarbig,Henne gelb-schwarz gescheckt.gibt es irgendwelche Verhaltensmerkmale ?
    Danke nochmal
     
  11. #9 Rüdiger, 03.04.2000
    Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin moin!

    Bei den naturfarbenen Singsittichen und den meisten Mutationen sind Männchen und Weibchen eindeutig am Äußeren zu unterscheiden: Weibchen sind stets nahezu einfarbig (braunoliv, gelblich, grünlich in verschiedenen Schattierungen), während naturfarbene Männchen eine viel kräftigere Grünfärbung im Brustbereich, gelb im Bauchbereich, blaue Flanken, braungrüne Rücken und Oberarmdecken, hell- bis dunkelgrüne Oberschwanzdecken und vor allem den roten Unterrücken und Bürzel haben.
    Es gibt Mutationen, bei denen diese Farben sehr viel gedeckter und matter sind, aber dennoch auftreten.
    Aber keine Regel ohne Ausnahme und um den Halter zur Verzweiflung zu bringen ist es schließlich auch gelungen, eine Mutation ohne geschelchtsdimorphismus zu züchten: bei den olivbunten Singsittichen fehlt das Rot des Bürzels und die Gelbfärbung ist stark variierend.
    Jedoch "singen" und zwitschern zwar auch Singsittichweibchen etwas, jedoch singen Männchen erheblich mehr und der Gesang des Männchen sehr viel ausgeprägter und abwechslungsreicher, so das dies ein sicheres Unterscheidungsmerkmal ist.
    In aller Regel füttern auch nur Männchen Weibchen, jedoch kann bei einer gleichgeschlechtlichen Verpaarung nicht gänzlich ausgeschlossen werden, das auch mal ein Weibchen das andere füttert.
    Schließlich ist auch die Balz ein Unterscheidungsmerkmal: mit nickenden, hochgereckten Kopf zeigt das Männchen seine Brust, läßt die Flügel hängen und schlägt mit dem gefächerten Schwanz schnell hin und her, begleitet von zwitschernden Tönen.


    ------------------
    Tschüss Rüdiger
     
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