video von prowildlife.....

Diskutiere video von prowildlife..... im Vogelschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; http://www.youtube.com/watch?v=JSaOLVzUv9A&feature=player_embedded

  1. #1 animalshope, 26. Dezember 2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26. Dezember 2012
    animalshope

    animalshope Foren-Guru

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    [video=youtube;JSaOLVzUv9A]http://www.youtube.com/watch?v=JSaOLVzUv9A&feature=player_embedded[/video]
     
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  3. traver

    traver Stammmitglied

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    Da man die Todesrate der teilweise noch sehr jungen Tiere sehr hoch ansetzen muß,machen mich solche Bilder immer wieder sehr betroffen.
    Was man machen kann....sicher nicht Vögel aus solchen Importen kaufen.Die armen Dinger,haben doch nen Knacks für´s Leben weg,wenn sie das ganze überleben.
    Wir sehen ja teilweise an unseren,die alle schon durch viele Hände gegangen sind,wie schwer,bisweilen auch unmöglich es ist,ihnen erlebtes vergessen zu lassen.
    Unsere sind alles Deutsche Nachzuchten und waren ursprünglich mal "Wunschvögel".Selbst wenn sie von einem guten Züchter kommen,sind viele auf Dauer dann mit so einem Vogel überfordert.
    Was werden wohl diese armen Würmchen für einen Start haben?!
     
  4. Joerg

    Joerg Guest

    Genau ... Du weißt aber, dass seit 6 Jahren keine wild gefangenen Vögel mehr in die EU eingeführt werden...
    Jörg
     
  5. Joerg

    Joerg Guest

    ...es bleibt immer noch die Frage, was dieses Video an dieser Stelle bezwecken soll... Reine Information? Niemand stellt so etwas online, ohne etwas erreichen zu wollen.
    Jörg
     
  6. traver

    traver Stammmitglied

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    Als wenn das wirklich irgendwelche Händler davon abhalten würde!
    Nach einem legalen Versand,sehen die Bilder ja nun wirkliich nicht aus.
    Gibt immer genug Leute,die einen preiswerten Exoten kaufen wollen.Die schaun sich die Papiere von der Herkunft und Zucht,
    dieser Tiere gerne nur mal flüchtig an.
    Einführen darf man vieles nicht mehr.....gemacht wird es trotzdem.
     
  7. #6 Rabenkrähe, 27. Dezember 2012
    Rabenkrähe

    Rabenkrähe Stammmitglied

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    Jedes Geschäft läuft nach dem Muster : Angebot & Nachfrage !!!
    Ist kein Interesse für ein Produkt (illegale Papagei:n) ,-wird kein Geschäft zu Stande kommen.
    Nun gibt es aber ein großes Interesse ( bedingt durch den Preis)...die Begehrlichkeit steigt..... an diesen Tieren, dann gibt es ein Problem....in diesem Geschäftsmodell!!!!!
    Die Nachfrage steigt !!!!!!! Somit wird der "Graumarkt" weiter aktiviert!!! Fakt: Der Preis ist wichtiger (...für den Käufer) als die Herkunft der Tiere!!!
    Das sagt schon etwas über den Käufer aus...!!!!
    Eine Lösung kann nur in der Ebene der Aufklärung liegen!! Aber gibt es da eine Lobby....???....die der "einfachen Aufklärung" die der Interessent auch versteht möchte..???
    Ich sehe...leider...keine!!!
     
  8. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    @Rabenkrähe:
    Dein Beitrag wird durch all die !!! und ??? auch nicht sinnvoller und richtiger.
    Wir haben ein EU-Importverbot, Amazonen beringungs- und meldepflichtig und benötigen Papiere.
    Es bleibt also die Frage, mit welcher Intention dieses Video hier so kommentarlos eingestellt wurde.
     
  9. Tiffani

    Tiffani Vögel ohne Lobby

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    Wo die Polizei nicht tot über'm Zaun hängen möchte
    Ja wir haben ein EU-Importverbot....

    Schon mal in die XX-Verkaufsanoncen geschaut? Plötzlich kann man Vögel kaufen, da wusste man früher nicht mal wie man die schreibt...[​IMG]
    Die Absicht die hinter dem Verlinken steht ist doch offensichtlich.
    Nur das es schon am 15. Dezember öffentlich gemacht wurde, und zwar da wo es hingehört, hat animalshope bloß übersehen ;)
     
  10. Joerg

    Joerg Guest

    Genau das war auch meine ursprüngliche Frage bevor sie wegen Nettiquette (wie mir später auf Nachfrage mitgeteilt wurde) gelöscht wurde! (Lächerlich!)
    Meine Punkte, die ich da angesprochen habe, waren
    1. wer erklärt den "Fängern", das sie sich einen neuen Lebensunterhalt suchen müssen?
    2. wer erklärt den Käufer (die sehr wahrscheinlich NICHT in der EU zu finden sind) dass solche vögel nicht gekauft werden sollten
    3. sollte das Video Betroffenheit erzeugen oder
    4. ging es darum, für diese Organisation Spenden einzutreiben?

    Jetzt wollte ich auch noch mal ganz nett anfragen, was denn aus all den "geretteten" Vögelchen geworden ist?
    Zurück ins Nest? Ganz sicher nicht!
    Handaufzucht und Auswilderung? Da will ich die Dokumentation zu sehen ....
    Vernichtung oder langsames Siechtum...

    Da sind noch Fragen offen!
     
  11. tamborie

    tamborie Guest

    Ach und wie bekommt der die ins Land?
    Nen 150 Euro Vogel in Spezialkoffern und Unterhose transportieren. Cool, warum gehen die dann nicht Flaschen sammeln.
    Mit Leergut verdient sich mehr!
    Ne, eher nach einen armen Land!
    So ein Blödsinn!!!!
    Die Pieper lassen sich für geringe Euros in den Niederlanden etc. kaufen, wozu soll die Jemand schmuggeln?

    Dieter Nuhr kann auch hier nur empfohlen werden.

    Tam
     
  12. traver

    traver Stammmitglied

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    Jo,schlau geschrieben Tam!
    Dann erkundige dich mal,wie es mit der Einfuhr und Schmuggel zB.auf dem Frankfurter Flughafen ausschaut!
    Das es in den Niederlanden fast alles zu kaufen gibt....ist auch nicht wirklich neu.Frage ist da halt nur,wie die Tiere
    dort so sehr günstig verkauft werden können?
    Kannst auch auf den Polenmarkt fahren,dort bekommst du auch nen reinrassigen Dalmatiner für 50,-Euro das gleiche gilt dort auch für Exoten.Wenn nicht vor dem Stand,dann dahinter.Auch Polen gehört zu EU.
    Ich bin seit 25 Jahren im Tierschutz tätig und kann da schon ein bischen mitreden.
    Daher empfehle ich nicht Dieter Nuhr,sondern sich mal ein bischen schlau zu machen,bevor man hier rumwettert.
     
  13. #12 tamborie, 28. Dezember 2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 28. Dezember 2012
    tamborie

    tamborie Guest

    Wieso schlau geschrieben, ich bin strunzdoof.

    Ja da sind ein paar Urlauber die Souvenirs versuchen zu schmuggeln, aber sicherlich und ich betone "ganz" sicherlich niemand der ne Amazone im Wert von 100 Dollar schmuggelt!
    Die müssten dann ja noch dööfer sein!

    Ach komm, die Gesetze in den Niederlanden sind teils schärfer wie hier.
    Die züchten Graupapgeien für 150 Euro mit Eigenaufzucht ab der vierten Woche, wer soll da Interesse dran haben Allerweltsvögel zu schmuggeln.
    Das sind doch Revolvergeschichten.
    Klar wird überall geschmuggelt, aber doch nicht so ein "Zeug". Was geschmuggelt wird, davon erfährst Du "Tierschützer" rein gar nichts. Sowas geht über private Flieger und noch teuere Vögel und Säuger.
    Wenn Du da Deinen Kopf reinstecken würdest wäre der schneller ab wie Dir lieb ist.

    Oh je, jetzt schmuggeln die schon aus Dalmatinien?
    Wahnsinn!
    Klar nen paar Pieper kommen über Umwege wie Spanien oder Tschechien etc, in die EU.
    Aber dann sind das lohnende Geschäfte und keene Dalmis für 50 Euro!
    Manchmal frag ich mich was ihr Tierschützer raucht?

    Ahja, deshalb wahrscheinlich! Daher kommt Dein gebaltes Nichtwissen?!
    Die schützen ja bekanntlich alles, aber zu faul ner alten Dame über die Straße zu helfen.

    Also sei mir nicht böse, aber so ganz ernst kann ich Dich da nicht nehmen.
    Wenn die nen Dobermann für 100 Euro züchten können, Aufgrund des sozialen Gefüges, was hat das Bitte mit Import von Vögel zu tun.
    Auch hier, schmuggeln lässt sich nur das was Geld bringt.
    Niemand schmuggelt Eintagsküken aus Holland, da fehlt der SINN!!!!

    Gruß
    Tam
     
  14. traver

    traver Stammmitglied

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    Ok,wenn´s dann mit Wissen nicht weitergeht,werden wir persönlich beleidigend.
    Auf so einen geballten Blödsinn,habe ich auch keine Lust.
     
  15. tamborie

    tamborie Guest

    Wo war da nur ein Fünkchen Wissen? Das hast Du dann aber im Text sehr gut versteckt.
    Mir krempelt sich einfach die Hutschnurr hoch, wenn ich den Unsinn, der sogenannten Tierschützer lese.

    Dank Tierschützer haben wir hier Mittelmeerkrankheiten, weil alles so arg geschützt werden will.
    Unsere eigenen Viecher gehen vor die Hunde, weil man aus dem Ausland Hunde importieren muss.
    Dabei haben wir selber Märkte die trocken gelegt werden müssen, eben wie Polenmärkte etc.
    Da kommt mehr Elend rein, wie Du in Mazedonien jemals sehen wirst.
    Aber nein, das garantiert ja keine Lobby, keine Ei-deichi-ah gucke-mal.

    Dann wollten unsere tierlieben Tierschützer ja das Elend der Vogelimporte verhindern, nur was wurde verhindert?
    Ein EU weites Importverbot.
    Der heimische Fänger dessen Lebensgrundlage der Fang ist, bekommt jetzt weniger für seine gefangenen Tiere, dito der Großhändler und Abnehmer sind nun Drittstaaten, wo das Leben eines Tieres eben nicht soviel zählt.
    Fazit: Millionenfaches Leiden, skurille Versorgung, unmögliche Transportwege, extrem hohe Verlustraten, etwas was Länder wie wir verhindert haben, etc. etc.
    Da wurde doch ganze Arbeit geleistet. Das nenn ich gelebten Tierschutz.

    Wenn ich lesen, ich bin im Tierschutz tätig, Mensch da lieg ich schon am Boden und krieg mich nicht mehr ein vor Lachen.
    Da hat es bei irgendwelchen Leuten irgendwo nicht geklappt mit dem Sheriffstern zu Karneval, nein wir wollen uns das ganze Jahr lächerlich machen.
    Prima, tut dies doch, aber bitte wundert euch nicht über Texte die euch nicht passen, weil Ihr mit Tierschutz soviel am Hut habt, wie ich mit Winterschlaf.

    Tam
     
  16. olivastrild

    olivastrild Foren-Guru

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    Ich lach mich schlapp!
     
  17. Joerg

    Joerg Guest

    Ales ganz lustig, trotzdem stehen immer noch einge Fragen im Raum....

    Gruß
    Jörg
     
  18. Kolibri

    Kolibri Foren-Guru

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    Feliz año!!

    Schon von Berufes wegen, kann ich dir, bei der einer oder anderer, aber nur in knappen Sätzen, Antwort auf deine Fragen geben.


    Ich sicher nicht, meinst du ich will im Spital landen?

    Aber zur Info was im Moment so alles aktuell ist:
    Es gibt bereits verschiedene Versuchsprojekte in Südamerika, unter anderem diverse im Brasilianischen Bundesstaat Pernambuco, eines davon in Recife. Bei diesem Projekt probiert man mit ehemaligen Fängern, Birdwatching und auch Animalwatching den Touristen anzubieten. So etwas geht natürlich nur in den Touristenhochburgen. Auch muss dafür eine Infrastruktur neu aufgebaut werden. (was Geld kostet und davon hat man nicht genug) Es ist natürlich nur ein kleiner Tropfen auf dem berühmten heißen Stein, aber Gott hat die Welt ja auch nicht in einem Tag erschaffen. Alles braucht seine Zeit. Auch ein weiteres Projekt läuft leider nur zögerlich an, da will man versuchen, jetzige Fänger, als Ranger in den neu erschaffenen Nationalparks einzugliedern. Weiter werden heute in den Schulen, Kinder auf ihre Schätze der Natur, viel besser sensibilisiert. So, das tönt alles schön und gut, das mit den Schulen. Nur muss man jetzt Wissen, das in Brasilien leider nur wenige Kinder in die Schule gehen können. Die Armut ist enorm. Es fehlt an Geld, das Schulsystem ist auch ein anderes als das Europäische. Es wird sicher noch sehr lange gehen, bis der hinterste und letzte begriffen hat, was die Uhr schlägt oder geschlagen hat.

    Anderseits muss man die Südamerikaner natürlich auch verstehen, die hatten bis vor kurzer Zeit, absolut kein Auge für Ihre Natur. Die sahen nur eines, Tiere fangen und Verkaufen, gleich Geld verdienen, gleich Familien ernähren. Das hatte der Grossvater so gemacht, der Vater auch schon, der Sohn wird es auch noch machen. Die Amerikaner und Europäer kauften ja zu Hundertausenden solche Tiere. Teilweise bezahlte man jeden Geldbetrag. Es war einfach auch ihr Job den Sie ausübten, wie du und ich auch einen Job ausüben. Wir Europäer, aber auch die Amerikaner und auch andere Länder, wollten ja die exotischen Tiere kaufen. Dass da irgendeinmal der Hahn zugemacht werden musste, war ja an einer Hand abzulesen. In den 70er-90er Jahren war es eine Ausbeute der Natur hoch zwei. Ich erlebte dieser Boom Vorort und weiss von was ich spreche. Schlussendlich ist es heute sehr einfach sich aus der Verantwortung zu schleichen, die anderen können es ja richten!! Darum spreche ich immer wieder die Züchter an, „ hält Sorge zu euren Vögel, es gibt kein Nachschub mehr“. Das ist eure Verantwortung und nützt die Chance.


    Wenn du nach China, Japan, Taiwan oder nach Amerika reisen möchtest, dann bitte. Mir gefällt es da wo ich bin. Im Moment sind diese Länder die grossen Abnehmer. Und die zahlen gutes teures Geld, mehr als wir in Europa. Aber, erfreuliches habe ich letzte Woche vernommen, der Schmuggel aus Mexiko hat massive abgenommen. Die speziellen Zollkontrollen greifen endlich. Mexiko war schlichtweg der Drehpunkt in Sachen Vogelschmuggel/ Tierschmuggel von Süd und Mittelamerika.


    Ich glaube nicht, wahrscheinlich wollte der Einsteller einfach auf den Fall aufmerksam machen da ja ein deutsches Ehepaar involviert ist. Für mich persönlich ist dieses Video nichts Aussergewöhnliches. Ich habe schon mehrfach grösseres Elend gesehen.
    Betroffenheit sollte hingegen dieses Video machen. Bitte Video nur anschauen wenn man wirklich sehr starke Nerven hat.






    Ich antworte ganz nett, weil ich selber in verschiedene Projekte involviert bin.

    Zurück ins Nest sicher nicht. Nein, das würde total in die Hose gehen. Denn meistens werden ja die Jungvögel eingefangen, indem die Nesträuber einfach die Bäume fällen in dem die Altvögel ihre Junge aufziehen.
    Explizit zu diesen Vögeln kann ich dir nicht sagen, ob alle wieder zurück in die Natur gebracht werden könnten. Wahrscheinlich schon, denn Südamerika macht viel mehr als wir Europäer überhaupt nur erahnen, respektive Wissen. Oder einfach nicht Wissen wollen? Auswilderungen sind in Südamerika/Mittelamerika heute fast ein Tagesgeschäft. (Sorry leicht übertrieben, aber sicher ein Monatsgeschäft) Auch wenn es der Europäer nicht so recht wahr haben will. Es wird natürlich auch nicht immer gross Kommuniziert. Solche Aktionen verlaufen meistens ohne grosses traritrara, ohne jegliche Medienvertreter. Die Erfolgsquoten sind mittlerweile auch nicht mehr so schlecht wie auch schon. Man musste natürlich auch zuerst gewisse Erfahrungen sammeln. Wie geht man richtig vor, wie soll man die Vögel vorbereiten u.s.w. Heute geht man davon aus, dass ca.70%- 80% von den ausgewilderten Vögeln überleben werden. Papageien sind einfacher auszuwildern als zum Beispiel ein Weichfresser, also Tucan, Arassari oder auch nur Tangaren.
    Nebenbei gesagt, Tangaren wurde auch schon sehr erfolgreich ausgewildert. Da kommt es dann aber wirklich auf die Art an. Samt - Berg und Schillertangaren gehen einigermassen gut, bei den anderen Arten wird es kritisch bis fast unmöglich. Vor allem natürlich die Blütenbesucher können recht Probleme machen. Beim Baumsteiger (Dendrocolaptidae) haben wir in Belize selber auch schon ein Projekt erfolgreich durchgeführt. Es wurden anfangs 2012 15 Lanzettstrichel-Baumsteiger (Lepidocolaptes souleyetii) ausgewildert.


    Ein paar Müsterchen gefällig, nicht nur aus Südamerika


    Wie alles begann 3 Muster von vielen

    Blauscheitel-Edelpapagei 1971 wurden in der Nähe vom Strand Tanjong Aru (Malaysia)12 Blauscheitel-Edelpapageien ausgewildert. Schon ein paar Jahre später waren bereits 40 Paare vorhanden.

    1982 sind Weißstirnamazone (Amazona albifrons) auf Jamaika ausgebüxt. Heute hat es eine kleine Population auf dieser Insel.

    Im April 2007 wurden 27 Rubinloris auf der Insel Rimatara auf Atiu wiederangesiedelt. Innerhalb von 2 Monaten nach ihrer Auswilderung sind vier auf die benachbarte Insel Miti’aro geflogen und hinterliessen 23 Artgenossen auf Atiu. Bestandskontrolle 2010 ergab 100 Individuen


    Noch laufende Projekte, ein paar wenige von vielen

    Puerto Rico-Amazonen
    Bis jetzt wurden 86 Amazonen mit Erfolg auf Puerto Rico nachgezüchtet und Ausgewildert. Das Projekt läuft immer noch. Wobei das Zuchtjahr 2012 ein schlechtes Zuchtjahr war.

    Aruba:
    Auswilderung von St. Thomas-Sittiche (Aratinga pertinax)im Arikok-Nationalpark. Projekt läuft noch aber mir sind keine Zahlen bekannt.

    Bonaire:
    Auswilderungen von Gelbschulter-Amazonen (Amazona barbadensis) Projekt läuft noch.

    Drei private Projekte laufen in Brasilien und Argentinien mit der Taubenhalsamazone (Amazona vinacea), der Prachtamazone(Amazona pretrei) sowie dem Goldsittich (Guaruba guarouba) die beiden brasilianische Projekte werden von der IBAMA begleitet.

    Brasilien
    Caatinga Projekt, in diesem Projekt wurden bis dato 600 Papageien ausgewildert. Projekt läuft seit 2 Jahren.



    Auswilderungen 2012 Guatemala
    Durch ARCAS 5 Mülleramazonen (Amazona farinosa), 7 Weisskappenpapageien (Pionus senilus), 15 Weissstirnamazonen (Amazona albifrons), 52 Gelbwangenamazonen (Amazona autumnalis) und 1 Goldzügelamazone (Amazona xantolora). Alles Papageien die von Hand aufgezogen wurden.

    Auswilderungen 2010 Mexiko durch Conrehabit
    Unter anderem 272 Elfenbeinsittiche (Aratinga canicularis) kamen zu Conrehabit. Die den Auftrag bekamen, die Tiere für die Auswilderung vorzubereiten. Schlussendlich konnten 110 Sittiche ausgewildert werden, die restlichen kamen in den kontrollierten verkauf. Die Zahlen von den ausgewilderten Grünwangen und Blaukappenamazonen gibt die Regierung nicht bekannt.


    Auswilderungen 2011 Belize und Bolivien
    gesamthaft 550 beschlagnahmte Papageien die auch von Hand aufgezogen wurden. Darunter Mülleramazonen (Amazona farinosa) Atzekensittich (Aratinga nana) Glatzenkopfpapagei (Pionus senilis) Goldzügelamazone (Amazona xantholora) Mönchsittich (Myiopsitta monachus ) Soldaten-Amazone (Amazona mercenaria), Nandaysittich (Nandayus nenday), Rostkappenpapagei (Pionites leucogaster), Tucumanamazone (Amazona tucumana) und Gelbscheitelamazone (Amazona ochrocephala)


    Weiter gibt es mehrere Projekte in Kamarun, Kenia und Uganda die sich mit der Auswilderung von beschlagnahmten Graupapageien beschäftigen.

    Neuere Projekte gibt aber auch in: Bolivien, Costa Rica, Peru, Guyana und in Puerto Rico für die Blaukronenamazone die irgendeinmal wieder in Haiti ausgewildert werden sollte. Hochgestecktes Ziel, man arbeitet daran. Ist aber noch eine Baustelle


    Nicht ganz so erfolgreich war hingegen die Auswilderung des Arasittich (Rhynchopsitta pachyrhyncha) in Arizona. Aber anscheinend haben doch vereinzelte Tiere überlebt. Sichtungen vom letzten Jahr schöpfen wieder Hoffnungen.

    Bussen: Die die Justiz Brasilien ausspricht. Für ein Vogel der nicht gefährdet ist, bekommt der erwischte eine Busse bis zu 500R$. Für ein geschützter Vogel bekommt er bis zu 5000 R$. (Haltung von Vögeln ist auch in Brasilien Bewilligungspflichtig) (100 Euro sind ca. 270 R$) Wiederholungstäter fliegen in den Knast. Das ist gerade eben vor kurzem in Belo Horizonte (3) und in Ubatuba (5) passiert.


    Aber auch Kleinkatzen (Felinae) werden heute bereits ausgewildert. Leider kann man nur die in Südamerika nachgezüchtete Felinae auswildern. In Europa ist die Lebendfütteung verboten, nur die Warmfütterung ist erlaubt. Lebendfütteung ist aber die richtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Auswilderung von Kleinkatzen.

    Bosque de Zarate, Peru. Hier lebt ein Paar Andenkatzen (Bergkatzen)
    (Leopardus jacobita), die vor 4 Jahren ausgewildert wurde. Bereits ist Nachwuchs da. Ein weiteres Paar wurde dieses Jahr ausgewildert.

    Pica Sira, Peru in der Zwischenzeit 4 neue Paare Tigerkatze auch Ozelotkatze (Leopardus tigrinus). Eines davon hatte 2010 2 Jungtiere die dieses Jahr von uns besucht wurden. (Sorry wir schreiben ja 2013, also war es letztes Jahr)
    Neue Projekte laufen nun in Guanacaste und im Biológica Hitoy Cerere, Costa Rica, sowie im Nationalpark La Amistad Panama und Costa Rica an.


    Und nun das neuste Projekt das vor ein paar Wochen gestartet wurde.
    Der Brasilianische Bundesstaat Minas Gerais hat sich ein ganz ehrgeiziges Ziel gesteckt, das nun mit Hilfe von der IBAMA und der CITES umgesetzt wird/ werden sollte. Jeder Besitzer von Illegal gehaltenen Papageien, kann bis mitte dieses Jahres ohne Strafe, seine Vögel an die Behörde zurückgeben. Diese Vögel werden dann in 2-3 Jahren wieder ausgewildert. Schon am ersten freiwilligen Abgabetag, wurden über 300 Papageien abgegeben. Ich bin einmal gespannt auf den Ausgang, bin aber sehr zuversichtlich da ich die Leute hinter diesem Projekt persönlich kenne.

    Ich hoffe ich konnte dir die eine oder andere Frage beantworten.
     
  19. Joerg

    Joerg Guest

    Dir auch alles Gute zum Neuen Jahr!
    Vielen Dank für Deine Antworten. Ich denke und hoffe, sie werden hier einigen Leuten die Augen öffen!

    Viele Grüße nach Belize,

    Jörg
     
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  21. #19 animalshope, 1. Januar 2013
    animalshope

    animalshope Foren-Guru

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    665.. in der Pfalz
    danke Kolibri für deinen ausführlichen bericht.
    ich wollte nichts damit erreichen,schon garnicht für spenden werben,dass muß eh jeder für sich entscheiden.
    ich wollte nur informieren, was immer noch passiert.
    habe auch dass bei der organisation gelesen: Papageienhandel boomt
    Unfassbar: Seit Juli hat Kamerun wieder die Genehmigung, mit wilden Graupapageien zu handeln. Und das, obwohl der illegale Handel hier enorm zugenommen hat - die Papageien sind in Gefahr. Auch Papageien in Paraguay sind beliebte Beute bei Wilderern, wie ein Aufgriff von 211 Tieren im Dezember zeigte.

    grüsschen
    Birgit
     
  22. Joerg

    Joerg Guest

    Du hast aber nicht genau verstanden, warum das immer noch passiert, oder?

    Ja, speziell in den Ländern, die von Kolibri genannt wurden. Das was hier illegal ist, mag dort legal sein...

    Hier hat der illegale Papageienhandel enorm zugenommen? Versagen jetzt in Europa sämtliche Kontrollen? Welche unbedarften Leute sollten sich denn Papageienwildfänge ohne Ring und ohne Papier hier in Europa (EU) zulegen wollen, wenn es z.B. Blaustirnamazonen aus legalen Zuchten für vergleichsweise wenig Geld gibt?

    Du bist dir ganz sicher, dass du weißt, wovon du schreibst?

    Gruß
    Jörg
     
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