"Vielgehasste Fasane"

Diskutiere "Vielgehasste Fasane" im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Zur Erklärung: In Baden-Württemberg wird alle drei Jahre auf der Grundlage dieses Gutachtens resp. dieser Erhebung beurteilt, ob der Reh- (oder...

  1. lady-li

    lady-li Banned

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    Dann solltest Du auch nicht verschweigen, wie das Ergebnis 2006 ausgesehen hat :
    Zitat :
    Bei der letzten Untersuchung im Jahr 2006 war der Verbiss in zwei Dritteln der insgesamt 751 Hegegemeinschaften so dramatisch, dass die Gutachter verlangten, deutlich mehr Wild abzuschießen. Bei allen Baumarten, egal ob im Flachland oder im Gebirge, hatten die Wildschäden deutlich zugenommen.

    http://www.br-online.de/bayerisches...biss-vegetationsgutachten-ID1237024927049.xml

    Hier drei weitere Links für diejenigen, die das interessiert :

    http://www.br-online.de/studio-franken/aktuelles-aus-franken/video-wald-franken-ID1238593935967.xml

    http://www.oejv.de/files/plochmannrede.pdf

    http://www.wasjaegerverschweigen.de/kapitel05.html
     
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  3. lady-li

    lady-li Banned

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    Der Exkurs zum Rehwild ist zwar off topic, aber mir ging es darum, zu diskutieren, ob das reine "Erntedenken" mancher Jäger wirklich das gelbe vom Ei ist.
    Man ist da einfach versucht, den Ertrag ins untragbare zu steigern !
    Zitat von Rud :
    Ein Grundproblem der Jäger bleibt, dass der Schutz und die Förderung bestimmter Arten primär angestrebt wird, um zu "ernten".

    Antwort von DanielG :
    Richtig. Weil erstens der Eigennutz der beste Motivator ist, und weil der Mensch das überalltut- beim Pflanzenbau, bei der Viehzucht, und eben auch bei der Jagd.


    Eine andere Frage habe ich noch, die vielleicht eher zum Thema passt :
    Wie stehen die Jäger zu bleihaltiger Munition ?
    Ich habe im TV unlängst einen Beitrag gesehen, der sich mit den Bleivergiftungen der Tiere befasste, die Schrotkugeln aus Kadavern aufgenommen hatten, die nach Abschuss nicht gefunden wurden.
     
  4. #83 südwind, 7. Juni 2009
    Zuletzt bearbeitet: 7. Juni 2009
    südwind

    südwind Foren-Guru

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    @danielG,
    das forstliche schätzungs-gutachten für b.w scheint mit deinem revier-gutachten nicht übereinzustimmen. die verbissschäden nahmen 2006, angeblich landesweit alarmierend zu. besonders bei tanne u.eiche, teilte der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Peter Hauk MdL, mit.
     
  5. Yogi

    Yogi Stammmitglied

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    Wenn man die letzten Aussagen von Lady-Li,Südwind und Rud genau betrachtet sind die deutschen Jäger Menschen, die aus purem Eigennutz bestimmte Tierarten im Winter füttern,Raben,-und andere Fressfeinde bekämpfen und Biotobveränderungen zum Vorteil der von ihnen bevorzugten (weil dem Jagdrecht unterligenden )Arten durchführen.Dies alles nur mit dem Ziel möglichst viele dieser Tiere in einem Anfall von tumben Blutrausch mit wildem Geballer ermorden zu können.
    Jetzt kommt aber der große Wiederspruch in der Sache (den mir doch mal jemand erklären müßte)
    Eine der jagdbaren Arten,die aus jagdlicher Sicht auch noch zu den interresantesten und auch lukrativ verwertbaren " Beutestücken "gehört wird in Baden -Württemberg in zwei Dritteln der Revieren zuwenig bejagd(bzw.erlegt).
    Wenn man jetzt selbst einige Revierpächter kennt und weiß welche Erfolge diese im privaten und auch beruflichen Leben vorweisen können muß man sich zwangsläufig fragen warum solche Menschen gerade in der Ausübung ihres Hobbys so dilletantisch versagen sollten.Sicher gibt es einige Revierinhaber denen es in erster Linie um um die eine ,prestigeträchtige,Jagd im Jahr mit möglich großer Strecke geht,aber diese sind sicher nicht in der Größenordnung von 2 Dritteln zu finden.
    Anderrerseits sind die Kenntnisse der drei "Jagdgegnern" zu der Entwicklung der Tierwelt in Mitteleuropa, als einem der dichtbesidelstem Kultur,-und Industrieraumes überhaupt,so rudimentär das eine ergebnisoffene Diskusion sicher nicht möglich ist.Wer bestimmte Parameter nicht anerkennt kann unmöglich als möglicher Dikusionsteilnehmer ernstgenommen werden.Der Status Quo in Mitteleuropa steht nuneinmal fest als Industriestandort mit hoher Besidelungsdichte und lässt einen Verzicht auf ein (menschliches)Regulativ innerhalb der Fauna nicht zu,vorrausgesetzt man ist für einen E
    rhalt der im Moment vorhandene Artenvielfalt.

    Yogi

    PS.Ich bin kein Jäger,aber trozdem für eine Jagd mit dem nötigen Sachverstand!
     
  6. eric

    eric Guest

    Kenne hier dann wieder das andere Extrem, dass der Forst am liebsten gar kein Wild mehr sähe, damit garantiert nichts gefressen werden kann.

    Als Jäger steckt man halt schon auch in einer verzwickten Situation. Einerseits verlangt der Kleintierzüchter, dass wir was unternehmen, wenn der Fuchs und Marde wieder zuschlägt, der Bauer klagt über en Dachsloch in seiner Wiese und droht mit Schadenersatz für eine abgerissene Achse an seinem Ladewagen, der nächste verlangt Schadensersatz für von Krähen aufgehackte Siloballen, das Erdbeerfeld vom Nachbarn hat auch Besuch bekommen, Die bösen Rehe, fressen den Wald kahl, der Wolf hat ein paar Schafe gerissen, der Luchs ebenso, die Schadensmeldung folgt......Und wenn ein Wildunfall morgens um drei passiert, dürfen wir auch ausrücken.
    Wenn wir aber irgendwo eingreifen, sind wir dann die bösen Killer.

    Der Monokulturbesitzer klagt über Schäden, machen wir z.B. eine Ablenkfütterung, sind wir wieder die Wildmäster. Machen wir eine effektive Treibjagd um den Wildbestand zu senken, stehen wir am nächsten Tag in der Zeitung als Schlächter.
    Pflanzen wir eine Hecke , wird uns nur Eigennutz vorgeworfen.

    Hab grad einen neuen Wanderweg in einem guten Wildeinstand mit verhindert. Da ist man dann der Feind des Naturfreundes der gern wandert, der dann aber wieder klagt, er sehe so keine Rehe mehr wegen den bösen Jägern....

    Ich kann direkt ja nur für mich sprechen und kenne natürlich auch Deppenjäger. ( Die Kategorie Depp, gibts aber auch auf anderer Seite). Was mich am meisten stört, ist das so plakativ , verallgemeinernde Auftreten, nicht jagdorientierter Leute, die rein aus irgendwo hergeholten Zitaten ihr Wissen haben. Für jeden Bericht, jede Statistik , gibts die Gegenstatistik. Oft nur Auslegungssache der Zahlen.

    Die Betrachtungsweise ist hier oft so Oberflächlich, einseitig , so begreiflicherweise Laienhaft.
    Es ist kein Vorwurf ! Woher soll man alle Hintergründe kennen, wenn man die andere Seite von Anfang an nicht begreifen will? Bitte lest dies genau. Ich sage nicht, dass man alles gutheissen soll, sondern , dass man andere Möglichkeiten und Hintergründe verstehen oder begreifen kann!

    Ich hab selber auch Mitjägern gegenüber schon oft auch Kritik geübt. Kein Problem damit. Nur: Ich bin selber Jäger, Pflanzen und Tierschutzaufseher, war selber etwa 16 Jahre lang Fachkommissionsmitglied in einem internationalen Schutzgebiet, kenne von Berufswegen die Hintergründe der hiesigen wie internationalen Jagd, habe eine Pflegestation, halte jedes Jahr dutzende Vorträge für Naturschutzvereine, von Pro Natura, Tierschutz werd ich unterstützt, etc. etc.
    Leuts , hier haben einfach manche einen Horizont, den ich nur hier aus den hintersten Bergtälern kenne , wo die Felswände links und rechts steil aufragen!
    Es gibt wesentlich mehr als Schwarz und Weiss!
    Ich betrachte mich selber nach wie vor aber noch als Banausen, trotzdem ich meine kleine durchlesene Fachbibliothek nur noch in Metern zähle. Ich weiss, dass ich nichts weiss. Trotzdem hab ich wahrscheinlich schon mehr wieder vergessen als andere je wissen werden.
    Die Vielschichtigkeit des Themas ist so gross, da weiss ich echt manchmal gar nicht wo anfangen.
    Leider bin ich nicht so wortgewandt, dass ich die letzten dreissig Jahre Erfahrungen in Forums und Wikipediagerechte Kurzform fassen kann.

    So und nun doch zurück zum Fasan. Für mich zwar irgendwie immer noch seltsame Exoten, würd auch keine extra auswildern und dafür züchten ( hier ohnehin verboten), trotzdem hab ich nichts gegen einen feinen Fasanenbraten. Wo sie sich selber gut halten können, ok kein Problem.
    Sie wurden angesiedelt, rein um sie nutzen zu können. Genauso wie Kaninchen gezüchtet werden, Hühner gahalten werden, Salat angepflanzt wird etc.
    Wer Jägern daraus einen Strick drehen will, na da hab ich denn doch ein paar Fragezeichen.
     
  7. Rud

    Rud Foren-Guru

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    Ja, es ist furchtbar ... so hat jeder seine Last zu tragen!

    Super, nur wo sind sie denn, Deine kritischen Hinweise, wenn hier dümmstes Zeug als "Praktiker seine Wahrheit" verkauft wird ...

    Warum bist Du mit Deiner Erfahrung nicht derjenige, der differenziert erläutert, erklärt ... und zwar nicht allgemein auf irgend einer Metaebene, wie oben, sondern ganz konkret, wenn um Erkenntnis gerungen wird!?

    Und die "Probleme" weiter Teile der Jägerschaft mit ihren Ansinnen sollten Dir doch besonders bekannt sein, Dir als Pflanzen- und Tierschutzaufseher! An keiner Stelle benennst Du sie, auch wenn Du selbst am besten weißt, wo Du sehr wohl den Daumen in die Wunde zu lägen hättest !!! Tust Du aber nicht ... stattdessen Beliebigkeit!

    Natürlich sind alles Einzelfälle, natürlich gilt es differenziert abzuwägen, natürlich gibt es immer Gegenargumente, natürlich gibt es in Fragen der Bestandsentwicklungen keine Sicherheit ... natürlich vergisst man viel!
     
  8. lady-li

    lady-li Banned

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    Auf dieser Basis ist ganz sicher keine Diskussion möglich, Yogi !!!
    By the way : Woher nimmst Du die Erkenntnis, daß ich Jagdgegner sei ???
     
  9. Rud

    Rud Foren-Guru

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    Hab´ ich mich als ebenfalls Angesprochener auch gefragt ... ohne Kommentar
     
  10. lady-li

    lady-li Banned

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    Der Unterschied liegt darin, daß Kaninchen, Hühner und Salat innerhalb des eigenen Grundstücks "geerntet" werden.
    Den Wald sehe ich irgendwie noch immer als Allgemeingut...:~
    Naja - vielleicht fehlt mir dazu das Detailwissen...
     
  11. eric

    eric Guest

    Wenn jemand ernsthaft Kommentare hören und auch verstehen will, kein Problem. allerdings schreib ich nur darüber, was ich selber auch genau kenne. Fremdzitate hab ich, glaube ich in den letzten 2000 Beiträgen kaum einmal benutzt.
    Was ich nicht mag, ist es z.B. gleich "lächerlich" gemacht zu werden so von wegen; furchtbar so eine Last zu tragen.

    Ja , wir haben es uns selber ausgesucht. Hier berappen wir z.B. den gesammten staatlichen Verwaltungsaufwand direkt selber aus der Jagdkasse, inkl. Wildschäden, Aufwendungen für Monitoring nichtjagdbarer Tiere wie z.B. Luchs, und vieles mehr.
    Wildfütterung ist offiziell verboten, Wildaussetzungen ebenfalls, Züchten von Wildtieren für die Jagd auch.
    Ja wir haben es uns selber ausgesucht und tragen eine Verantwortung. Nur wo aber etwas getan wird, passieren auch mal Fehler.

    Wir haben sogar praktische Erfahrungen mit Kantonen mit "Jagdverbot" etc.

    Die Praxis ist hier aber ein wenig anders als bei euch.
    Wenn ich die Hintergründe nicht wirklich genau kenne, masse ich mir nicht an , andere zurechtzuweisen. Dass es Leute mit anderer Ansicht gibt, kann ich soweit akzeptieren, ansonsten würd ich hier ganz anders schreiben und wäre längst hochkannt rausgeflogen.
    Ok manchmal juckt es mich schon auch. :D

    Selbst in unserem eigenen Jagdforum kritisiere ich meine " Jagdkameraden" öfentlich wenn ich es für nötig halte. Ich mache dies aber direkt bei den Betroffenen, nicht bei irgendwelchen fremden "nicht Jagdbefürwortern".

    Wo die grosse Wunde ist, in die man den Daumen drücken sollte weiss ich durchaus. Es ist das Verhalten von uns allen! Jeder trägt zur Misere mit bei! ist doch völliges Detail, ob irgendwo ein paar Fasane leben oder auch erlegt werden, wenn nebenan zig Hektar Land überbaut werden .

    Ganz klar gibt es auch jagdliche Auswüchse , die ich selber nicht so akzeptieren kann. Hab auch schon ganz klar Jagdeinladungen ausgeschlagen mit der Begründung, dass ich es so nicht für richtig halte.
    Ich halte selber auch Vorträge für Jagdvereinigungen und betreibe auch Jagdausbildung.
    Im direkten Kontakt versuche ich zu vermitteln was immer möglich ist.
    Ich kenn die verschiedenen Seiten direkt, weil ich in Gremien des Naturschutzes wie auch der Jagd engagiert bin.

    Auf direkte Fragen geb ich auch gern direkte Auskunft. Meine Ansichten sind auch absolut nicht der Weisheit letzter Schluss. Gerne lerne ich mehr dazu.
    Feindbilder hab ich schon längst abgebaut.
    Wer wirklich diskutieren will, nur zu. Dazu gehört aber auch ein verstehen wollen der Gegenseite.
    Wer was zu sagen hat , gern , immer.
    Wer nur Zeugs vom hörensagen bringt, das bringt mir nichts.
    Hab allein innerhalb der letzten vier Wochen, volle 10 Tage von morgens bis abends nur Red und Antwort gestanden mit Leuten die interessiert waren und Fragen hatten. Leute die wissbegierig waren und Erklärungen wollten. Meist konnt ich sie beantworten, manchmal auch nicht.
    Was hier abläuft ist, abgesehen vom Unterhaltungswert, oft einfach Kinderkram.
    Also ganz gezielte Fragen und ich versuch auch ganz gezielt zu antworten.
    Aber wie gesagt, es ist immer nur meine Ansicht, und bin beileibe nicht das Sprachrohr der allgemeinen Jägerschaft.
     
  12. eric

    eric Guest

    Zum Wald als Gemeingut:
    Nun, wenn der Wald nicht jemandem gehören würde , ok. Er hat aber Besitzer und wird auch zur Nutzung verpachtet. Von daher ist das mit dem Gemeingut halt schon nicht ganz so frei.
    Insofern "erntet" der Jäger auch auf seinem Land, das er ja dazu gepachtet hat.
    Uebrigens hab ich hier als Jäger sogar das Recht auch Privatgrundstücke zu betreten und jagdlich zu nutzen, mit der speziellen Sorgfaltspflicht gegenüber fremden Besitzes.
     
  13. DanielG

    DanielG Foren-Guru

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    Der Wald als Gemeineigentum-

    das gabs mal im anderen Teil Deutschlands. Das deutsche Volk jedoch hat sich anders entschieden, die Mauer abgebrochen, den Zaun niedergerissen.

    Jetzt ist alles privat- und nur und ausschließlich dem Profitstreben unterworfen.

    Im Wald darf jedermann spazierengehen. Er ist dort aber nur geduldet; einen Rechtsanspruch erheben (im Sinne von Zugang erzwingen..) kann er nicht.

    Das Sagen dort haben die, die Eigentumsrechte innehaben. Welche Eigentumsform (ob Kommunal-, Landes- oder Bundesforsten, Privatbesitz, Bauernwald o.ä.) ist ohne Belang.
    Details kann man in den jeweiligen Landeswaldgesetzen nachlesen.

    @ lady-li

    Die von Dir verlinkten Beispiele sind aus Bayern. Dort ist die Situation grundlegend anders als hier- Wintersport, Tourismus etc.

    idS Daniel
     
  14. südwind

    südwind Foren-Guru

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    nochmal @danielG,

     
  15. lady-li

    lady-li Banned

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    Tja - der Wald als Gemeingut....irgendwann werden wir Maut bezahlen müssen, um spazieren gehen zu können...

    Gibt es neuere Erkenntnisse über den massiven Bestandseinbruch bei Jungfasanen ?
    Könnte es sein, daß der Fasan ein wichtiger Indikator für Umweltsünden ist ?

    Meine Frage nach der Bleimunition wurde noch nicht beantwortet.
    Spielt diese Problematik im Artenschutz keine Rolle ?
     
  16. südwind

    südwind Foren-Guru

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  17. DanielG

    DanielG Foren-Guru

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    Mit diesem Link hast Du aber richtig ins Klo gegriffen-

    2006 war das Jahr, wo die Forstbeamten wegen Personalmangels das Forstliche Gutachten zuhause am Schreibtisch ausgefüllt haben.
    Das Ganze war eine einzige Lachnummer. Wenn Du den Minister Hauk heute zu diesem Vorgang befragen willst, wirst Du keine Antwort bekommen, so peinlich ist denen das inzwischen.

    idS Daniel
     
  18. lady-li

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    Danke für die Links, Südwind ! Das übliche Hick Hack !!!:k

    Das Fazit :
    In vielen EG Staaten ist bleihaltige Munition verboten.
    Teilweise auch in Deutschland (bei Wassergeflügel).
    Eine Änderung des Jagdgesetzes war avisiert - kam aber nicht zustande.
    Die Argumentation der Jäger : Bleifreie Geschosse haben zu viele Nachteile.

    Frage :
    Warum können die Jäger in anderen EU-Staaten mit bleifreien Geschossen klarkommen und die deutschen Jäger nicht ?

    Gerade bei der Jagd auf Fasane richtet die bleihaltige Munition viele Schäden an, da die "ausgekommenden" Fasane von Greifen und Rabenvögeln gefressen werden.

    Auf die Umweltbelastung durch Bleischrot auf Malta hatte ich schon mal hingewiesen.

    http://www.claudia-haemmerling.de/2009/cha0217-PE-bleischrot_verbieten.pdf
     
  19. DanielG

    DanielG Foren-Guru

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    Ich fang jetzt nicht noch mal bei Adam und Eva an.

    Zum x-ten Male: der Jäger hat kein Interesse an bleihaltiger Munition per se. Der Jäger will wirksame Munition haben, ganz egal, woraus diese besteht.

    Gebt uns wirksame, bleifreie Munition, und wir werden sie verwenden. Wieso auch nicht?

    idS Daniel
     
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  21. perdix

    perdix Guest

    nicht nur der Fasan auch das Rebhuhn ist vergangenes Jahr teilweise massiv im Bestand eingebrochen, nur das werden wir wohl NIE erfahren, wenn es an Chemie lag wurde diese klammheimlich vom Markt genommen und die zuständigen Behörden haben kein Interesse daran dies aufzuklären, da ihnen sonst Schlampigkeit in der Zulassung von solchen Mitteln vorgeworfen werden könnte.....
     
  22. lady-li

    lady-li Banned

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    Das ist ja der Punkt : Es gibt diese Munition bereits !
    Oder schießen die Jäger in den anderen EU-Staaten besser als ihr und haben deshalb keine Probleme mit bleifreier Munition ?
    Oder haben die auch Probleme, müssen damit laut Gesetz aber zurechtkommen ?
    Wenn diese These stimmt, dann müßten sich die Bestände in diesem Jahr doch erholen ?!
    Hat man im letzten Frühjahr verendete Jungvögel gefunden ?
    Wann ziehen Fasan und Rebhuhn ihre Jungen hoch ? Und wann wird der Raps gespritzt ?
    Ab welchem Alter fangen die Küken an, den Rapsglanzkäfer zu fressen ?
     
Thema: "Vielgehasste Fasane"
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