Vögel in die Augen schauen?

Diskutiere Vögel in die Augen schauen? im Nymphensittiche Forum im Bereich Sittiche; Hallo Ihr alle! Habe mal eine Frage: ist es bei Vögeln ähnlich wie bei Katzen, daß man ihnen nicht direkt in die Augen schauen soll, weil sie...

  1. Lindi

    Lindi Guest

    Hallo Ihr alle!

    Habe mal eine Frage: ist es bei Vögeln ähnlich wie bei Katzen, daß man ihnen nicht direkt in die Augen schauen soll, weil sie das u. U. als Bedrohung wahrnehmen? Wie macht ihr das bei Euren Nymphies?

    Ich bin mir da etwas unsicher, meine sind nicht zahm, kennen mich aber gut als Futterspender :D Allerdings rennen die oft weg, wenn ich auf sie zugehe und ihnen dabei in die Augen sehe, auch, wenn ich sie leise und freundlich anspreche. Wenn ich das nicht so offensichtlich mache, sind sie viel friedlicher und bleiben eher sitzen.

    Über Eure Erfahrungen oder Eurer Wissen würde ich mich sehr freuen!!!
     
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  3. Antje

    Antje Guest

    Du hast Recht, Augenkontakt kann auf einen Papageien (also auch Nymphen) bedrohlich wirken und bei streitlustigen Papageien auch Aggressionen auslösen (Quelle: Papageien sind einfach anders, von Rosemary Low).

    Es ist vielleicht besser, wenn Du bei Deinen noch recht scheuen Nymphen den direkten Augenkontakt vermeidest. Außerdem ist es sehr wichtig, daß Du Dich langsam und vorsichtig bewegst und die ganze Zeit ruhig mit ihnen sprichst. Ich mache das auch heute noch, obwohl meine Nymphen eigentlich keine Angst mehr vor mir haben.

    Nur wenn sie z.B. zurück in ihre Voliere sollen und alle bis auf einen schon drin sind, geht der Letzte garantiert NICHT hinein, wenn ich ihn dabei ansehe. Ich gucke dann in eine andere Richtung und schon fliegt er rein.
     
  4. Lindi

    Lindi Guest



    Haha, das kenne ich :~ Ich habe die nachts gerne drin, ist mir einfach lieber. Und abends zur Pickzeit gehen auch alle schön rein, nur einer bleibt stur in der Tür sitzen und muß sich gaaaaanz dringend und intensiv putzen :D Anfangs habe ich auch versucht, die davon zu überzeugen, reinzugehen, aber je mehr Mühe ich mir gegeben habe, desto weniger funktionierte das. Ich glaube, die können auch sowas wie Gedanken lesen, die wissen immer ganz genau, wann ich vorhabe, die Tür zuzumachen :s Und schon sitzt einer genau auf der Schwelle und tut so, als wäre gaaaaaaar nix.

    Aber gut, daß Du das bestätigen kannst mit dem Hingucken, ich denke, ich muß einfach anders mit denen umgehen und meine Erwartungen überdenken, es ist ja schließlich der "Fehler" des Halters, wenn was nicht so funktioniert, die Vogelz können schließlich nix dafür :S
     
  5. Antje

    Antje Guest

    hallo Lindi,

    ich weiß ja nciht, wie lange Du Deine Vögel schon hast, aber mit der Zeit bekommt man ein ganz gutes Gespür dafür, wei man sie am besten behandelt und wie sie in bestimmten Situationen reagieren.

    Eine wichtige Erfahrung habe ich auf jedem Fall gemacht. Man darf nie ungeduldig mit den Geiern werden. Wenn man selber hektisch und nervös ist, muß man sich nicht wundern, wenn die Vögel genauso reagieren. Selbst wenn es "nur" Nymphensittiche sind (im Gegensatz zu Großpapa´s), können sie die Empfindungen ihrer Bezugsperson doch recht gut erkennen und entsprechend darauf reagieren.
     
  6. Lindi

    Lindi Guest

    Hallo Antje,

    ja, die Nymphies sind schon sehr sensibel, die Erfahrung habe ich auch gemacht. Ich bin von Natur aus ein etwas frickeliger und ungeduldiger Mensch :~ und die Geiers reagieren da natürlich auch drauf. Vermutlich kann ich von denen mehr lernen als die von mir :)

    Ich werde jetzt zunehmend versuchen, geduldiger zu sein, und ich denke, wir kriegen das schon hin. Mittlerweile lassen sie sich von mir auch beruhigen, wenn irgendwas passiert ist, also ist ja ein gewisses Vertrauen wohl schon da :~

    Die müssen ja auch nicht morgen aus meiner Hand fressen, obwohl das natürlich total nett wäre ;) aber Hauptsache, denen gehts gut, und das denke ich doch!
     
  7. DaniS

    DaniS Vogel-Mami

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    Also, ich habe die Erfahrung gemacht, daß direkter Augenkontakt beängstigend für die Vögel sein kann.

    Wenn ich zu einem Vogel Vertrauen haben will, dann stelle ich mich so, daß ich ihm seitlich in die Augen schaue und dabei bewußt stark blinzel. Nach ein paar Blinzlern geht der Vogel drauf ein, entspannt sich und blinzelt zurück.

    Das ist bei Sittichen ein sehr großer - wenn nicht der größte - Vertrauensbeweis. In freier Wildbahn würde ein Sittich niemals länger als nötig die Augen schließen, da er ja jede Menge Gefahren ausgesetzt ist.

    Bei meinem Mohrenkopfpapagei, bei Wellis und auch bei Nymphen hat es sich in der Vergangenheit mehrfach bewährt.
     
  8. #7 Stefan R., 10. Juli 2002
    Stefan R.

    Stefan R. Guest

    Die Angst der Vögel lässt sich ganz leicht erklären: für die Nymphen haben wir ein typisches "Räubergesicht", d.h. zwei parallel auf sie gerichtete Augen, die sie anstarren. Die meisten Vögel sind Fluchttiere, für die die seitlichen Augen typisch sind, da sie einen Rundumblick ermöglichen, um rechtzeitig Fressfeinde zu erkennen. Die meisten Nager wie z.B. Kaninchen oder auch Huftiere (Pferde, usw.) haben alle seitliche Augen, die für eine schnelle Gefahrenerkennung sinnvoll sind! Also die Reaktion ist ganz natürlich für die Nymphen, obwohl auch schlechte Erfahrungen zusätzlich die Angst schüren können.

    Das war jetzt eine etwas theoretische Erklärung, aber ist vielleicht auch mal ganz interessant zu wissen:)
     
  9. #8 papageienweb, 10. Juli 2002
    papageienweb

    papageienweb Guest

    Hi!

    Bin zwar nicht unbedingt bei den Nymphen zuhause, aber es betrifft eigentlich alle Sittiche/Papageien.

    Wie Dani schon angedeutet hat, direkter Augenkontakt mit scharfem Blick soll vermieden werden.
    Hingegen zeugt es von großem Vertrauen, wenn man den Vogel kurz ansieht und für 1-2 Sekunden die Augen schließt und dies immer wieder mal wiederholt.

    Dies ist ein absoluter Vertrauensbeweis von dir gegenüber deinem Vogel. Du hast Vertrauen in ihn.

    Er wird vielleicht nicht sofort darauf ansprechen, aber so schaffst du eine Basis.
    Sollte er deine Geste erwidern, ist das schon ein guter Schritt nach vorne. Ohne Vertrauen in sein Gegenüber würde ein Sittich/Papagei seine Augen nie länger als nötig schließen.

    Dani hat dies ja schon klar zum Ausdruck gebracht.
     
  10. Snoere

    Snoere Foren-Guru

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    Hallo!
    Zwei meiner Katharinasittiche sind futterzahm, einer sogar mehr als das, die anderen beiden recht scheu. Und da kann man die Unterschiede total gut erkennen.
    Gizmo, der "ganz" zahme, sitzt oft auf meiner Schulter, und manchmal nehm ich ihn dann auf die Hand und quatsch mit ihm. Dabei guck ich ihn auch an. Ihm macht das gar nix aus, ganz im Gegenteil, er glotzt ebenso wie ich :D . Die beiden Futterzahmen vertrauen mir inzwischen soweit, dass sie auch in meiner direkten Anwesenheit, also ich kann mit der Hand ihren Bauch berühren, mit halb geschlossenen Augen dösen. Sie haben auch keine Angst mehr vor direktem Blickkontakt. Anders die zwei Scheuen. Sie mögens nicht besonders, auch wenn ich mich ihnen direkt zuwende, werden sie nervös. Da muss noch nen bißchen dran gearbeitet werden.
    Aber allen ist eines gemeinsam - wenn sie was angestellt haben bzw. gerade dabei sind, merken sie sofort, wenn ich sie anschaue. Dann wird gaaaaaaaanz schnell auf unschuldig gemacht und der absolute Dackelblick aufgesetzt. Dabei suchen sie quasi den direkten Blickkontakt, wahrscheinlich, um meine Reaktion einschätzen zu können. :D
    Naja, so sind sie, unsere Vögelchen.
    Voller Geheimnisse und Rätsel.

    Schönen Gruß,
    snoere
     
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  12. Lindi

    Lindi Guest

    Vielen Dank, das hilft mir alles schon sehr weiter! Wenn ich meine Vogelz abends "ins Bett bringe", mache ich das auch oft so, daß ich mich vor sie stelle, und dann die Augen zu machen, um ihnen zu zeigen, das Schlafenszeit ist. Und wenn die ganz entspannt sind, machen die nach ein paar Sekunden auch die Augen zu und ziehen ein Beinchen ein. Ich finde das immer sehr beruhigend.

    Die Erklärung von Buffi finde ich sehr interessant! Jedenfalls weiß ich jetzt, was ich "besser machen kann" :)
     
  13. Antje

    Antje Guest

    Hallo Snoere,

    bei den Katharinasittichen ist es ja auch noch ein bißchen anders als bei den nymphen, weil sie im Gegensatz zu diesen ihr Heil nicht in der Flucht suchen, sondern auf ihre Tarnung vertrauen. Normalerweise leben sie ja in den grünen Baumwipfeln und sind dort mit ihrem grünen Gefieder prima getarnt. Sie bleiben wirklich sehr lange unbeweglich sitzen und fliehen erst im letzten Moment.

    Nymphen dagegen leben in der offenen Steppe und halten sich zur Futteraufnahme oft auf dem Boden auf. Ihre erste Reaktion bei einer möglichen Gefahr ist daher die Flucht.

    Aber Du hast schon recht. Bei meinen 2 besonders zutraulichen nymphen ist es völlig egal, ob ich ihnen in die Augen schaue oder nicht. Die haben sowieso keinen Respekt mehr vor mir. :D
     
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