Vögel nicht nur im Winter, sondern ganzjährig füttern!

Diskutiere Vögel nicht nur im Winter, sondern ganzjährig füttern! im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Mal eine Frage, was das Versiegen einer Futterquelle wie z.B. so einer Futterstelle betrifft. Warum soll das so dramatisch sein? In der Natur...

  1. eric

    eric Guest

    Mal eine Frage, was das Versiegen einer Futterquelle wie z.B. so einer Futterstelle betrifft.
    Warum soll das so dramatisch sein?

    In der Natur hat ein Baum auch Früchte und nach einer Zeit ist da nichts mehr zu holen. Jede Futterstelle ist doch , ob natürlich oder künstlich, immer nur eine Zeit lang verfügbar. Es gibt doch draussen auch so nie eine Garantie, dass eine Futterquelle immer und dauernd was hergibt. Desshalb geraten Vögel doch nicht gleich in Not. Eine Vogel vertraut doch nicht einzig und alleine auf nur eine Futterquelle und ernährt sich ausschliesslich von dieser.
     
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  3. Peregrinus

    Peregrinus Peregrinus

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    Diese Überlegung mag logisch klingen. Es gibt aber Untersuchungen, die eine Anpassung der Vögel an solch regelmäßige Futterquellen belegen. Wenn ich es noch richtig im Kopf habe, dann verhindert eine regelmäßige Futterquelle das Ansetzen von größeren Fettreserven. Bei Wegfall der Futterquelle wird es dann viel schneller eng als bei einem besser im Futter stehenden ungefütterten Vogel. Eine natürliche Futterquelle wird meistens nicht so ergiebig sein wie eine künstliche. Da ist spätestens nach ein paar Tagen Ebbe.

    Wir kennen das ja auch vom Wild: Der natürlicherweise einsetzende Absenkung des Stoffwechsels findet nicht oder nicht im vollen Umfang statt, was bei Versiegen der Fütterung zu einem schnellen Ende führen kann.

    VG
    Pere ;)
     
  4. eric

    eric Guest

    Also ein regelmässig gefütterter Vogel hat weniger Fettreserven als einer der sich nur gelegentlich vollschlagen kann?
    Dann würden auch regelmässig gefütterte Vögel in Gefangenschaft weniger zu Verfetten neigen als andere die sich alles selber zusammensuchen müssen?
    So etwa analog: Wer einen Fastfood vor der Tür hat und sich dauernd vollfressen kann, neigt weniger zu Dickleibigkeit als jemand der sich seine tägliche Ration in Wald und Feld zusammensuchen muss?

    Eine nicht so ergiebige Futterquelle bringt grössere Fettreserven hervor als ein Schöpfen aus dem Vollen?

    Hab da noch ein bisschen einen Knopf in der Leitung.

    Der Stoffwechsel dürfte bei Vögeln auch etwas anders sein als z.B. bei einem Reh. Bei Wild gibt es im Extremfall auch Tiere mit Winterruhe bis zum Winterschlaf. So etwas gibt es bei Vögeln nicht. Der Stoffwechsel wird nie so heruntergefahren.
     
  5. harpyja

    harpyja Foren-Guru

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    Ich habe mir mal das ganze Thema durchgelesen und mir kamen einige Fragen auf. Wenn ich nichts überlesen habe, wurden sie bisher auch höchstens angeschnitten...

    Was den Nutzen der privaten Vogelfütterung im Garten betrifft: Damit hilft man nur einem wirklich kleinen Kreise, nämlich den häufigsten und anpassungsfähigsten "Kulturfolgern" (so richtige Kulturfolger sind sie ja nicht, aber mehr als andere Arten), was auch eigentlich jeder weiß, da ja stets die üblichen Verdächtigen am Futterhäuschen erscheinen. Die Arten, die wirklich Hilfe in strengen Wintern brauchen, erreicht man so gar nicht.

    Wie richtig erkannt, benötigen fast alle Jungvögel in der Nestlingsphase Insekten. Mein Fazit daraus ist doch nicht, mehr Insekten zu verfüttern - die kommen doch von ganz allein! Man kann wunderbar Beete mit Pflanzen anlegen, die für Insekten anziehend sind, Insektenhotels hinstellen/aufhängen, sowas habe ich bei meiner Arbeit 5-Jährigen beigebracht ;)
    Ist doch völliger Quark, die Gartenvögel durch ganzjährige Fütterung noch abhängiger zu machen oder das als Ausrede fürs Gewissen zu nutzen, um im Garten noch ein bisschen mehr Fläche zu betonieren... Wenn man einen Garten hat, dann kann man oben genannte Maßnahmen wunderbar einsetzen. Hilft mehr als gedankenverloren Körner in den Garten schmeißen, womit man dann den 3 Arten, die im Sommer Körner fressen, was gutes zu tun glaubt.

    Im Winter artgerecht füttern finde ich hingegen total in Ordnung, da man den Vögeln dann zur Verfügung stellt, was man ihnen zuvor wegnimmt. Korn, Sonnenblumen, Obst, das lässt kaum jemand über den Winter draußen stehen bzw. am Baum hängen. So etwas im Winter im Garten anzubieten finde ich nur sinnvoll. Stattdessen kann man natürlich auch gleich was hängen/stehen lassen oder vielleicht sogar gezielt Eberesche, Weißdorn oder so pflanzen, was dann nur zur Vogelfütterung dient.
     
  6. Peregrinus

    Peregrinus Peregrinus

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    So zumindest steht es geschrieben in 'Der Falke' Nr. 12/2013 zum Thema Vogelfütterung. Es wird in dem Zusammenhang erwähnt, dass dadurch die Mobilität größer ist, um Feinden besser entkommen zu können. Vor diesem Hintergrund würde es für einen Singvogel durchaus Sinn machen, das Risiko eines leeren Napfes zugunsten besseren Prädatorenentzugs einzugehen.

    VG
    Pere ;)
     
  7. alfriedro

    alfriedro Wildfang

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    Zum Thema Wildvögel füttern:

    Auch Prädatoren freuen sich über gefüllte Futterkrippen. Wo sonst kann man leichter Beute machen?

    Wozu extra und zusätzlich füttern?

    Mag sein, dass in Wald und Flur nichts mehr zu finden ist und alle Vögel verschwinden. Dort für einen Ausgleich zu sorgen ist zwar sinnvoll, aber auch nur vorübergehend. Es ist viel sinnvoller, Wald und Flur mit Hecken und Feldsäumen anzureichern. Es gab mal eine Agrarkultur, die eine Artenfülle erst möglich machte. Die heutige Agrarkultur macht aus der Natur ein steriles Bio- und Chemielabor. Wenn das so weiter geht, ist irgendwann alles tot. Zum Glück gibt es aber auch noch denkende und fühlende Menschen.

    Ansonsten finden sich immer mehr Vögel in Zahl und Art in den Städten ein. Auch solche aus Übersee. Hier ist ein Paradies und ein wesentlich größeres Angebot, als die Natur je geboten hat. Ein Dilemma: Scheue Zugvögel wie z.B. Pirol oder Kuckuck trauen sich nicht in die Städte (noch nicht, oder doch?). Weiteres Dilemma: der Konkurrenzdruck durch die Nichtzieher wird sehr groß und der Krankheitsdruck wächst. Ausgleichsfaktoren: Elstern, Rabenkrähen und Eichelhäher, sowie Waschbär, Eichhörnchen, Marder und vor allem Katzen. Da diese außer dem Nestplünderer Eichhörnchen aber Prädatoren sind, sind sie bis auf Miezi unerwünscht von den Menschen, die nur Meisen, Amseln und schmusige Katzen kennen und mögen. Dafür kommen aber wiederum auch Wanderfalken und Sperber/Habichte in die Städte, Katzen werden beizeiten von bösen Nachbarn vergiftet oder von Autos überfahren. Also da braucht man als Mensch gar nicht viel tun außer eben Parks und Gärten mit Hecken und ein wenig Wildnis anlegen und Müll herumliegen lassen, was ja reichlich passiert. Der Müll ist auch wiederum gut für viele Ratten und Mäuse, die sind wiederum gut für Füchse, Iltisse, Waldkäuze und Turmfalken.

    Ist doch herrlich, die Stadt als Paradies. Die Vogelhäuschen sind aber nur für ganz wenige Arten nützlich und für Omis, die vor dem Fenster etwas flattern sehen wollen.
     
  8. #87 vögelchen3011, 22. Februar 2014
    vögelchen3011

    vögelchen3011 Guest

    lass den "Omis" doch auch ihre Freude.:) somit haben die "Prädatoren" ein reiches "Futterangebot"

    Bin auch gerade dabei den einen oder anderen "Prädator" zu vernichten, die einen "töten", die anderen "schmarotzen" Hier sind es eher die "Schmarotzer"....................

    Leben und Leben lassen:)
     
  9. alfriedro

    alfriedro Wildfang

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    Hast Du Bettwanzen? :D
     
  10. #89 vögelchen3011, 22. Februar 2014
    vögelchen3011

    vögelchen3011 Guest

    Glaube mal nicht, aber vielleicht doch:+schimpf
    ab und an "juckt es" so drei kleine Pusteln im geringen Abstand, können das Bettwanzen sein:zwinker:
     
  11. OR-Michi

    OR-Michi Banned

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    Habe nicht den gesammten Thread gelesen(vielleicht wurde es schon erwähnt),
    aber solch "Sommerfütterung" zieht auch unweigerlich Wanderratten an,die so, wenn erst zur "Plage geworden,8o man zu ~99% nicht wieder los wird,selbst wenn man die Sommerfütterung zeitweise einstellen würde!
    Michael
     
  12. El Hadji

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    Soo ich möchte das Thema mal wieder kurz ausgraben.

    Ich habe mal den Versuch gestartet aufgetaute Pinkies und Buffalos anzubieten. Nebenbei werden die letzten Reste der Meisenknödel verfüttert. Die Meisenknödel gehen weg wie warme Semmeln, mehr als im Winter und bei den Insekten wird kein einziger angenommen.

    mfg El Hadji
     
  13. harpyja

    harpyja Foren-Guru

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    Bei den Insekten kann ich mir vorstellen, dass es etwas mit der Präferenz zu tun hat. Wenn frische, noch nährstoffreichere Insekten gerade genau so einfach zu finden sind wie der "aufgetaute Schmarrn", wer will den denn da haben? :)

    Es gilt nach wie vor: Beerenbüsche, eine kleine Wildwiese und Wildkräuter sind mehr wert als hundert Sommerfutterstellen... (pflegeleichter sowieso)
     
  14. El Hadji

    El Hadji Stammmitglied

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    Ich rede ja nicht davon dass unser Garten dass nicht bietet, der Rasen wird nicht regelmäßig gestutzt um Löwenzahn und Gänseblümchen eine Chance zu geben, es gibt genügend Obstbäume und und und.

    Es ging mir nur darum dass im Internet immer zu lesen war wie wild die Vögel auf dieses Frostfutter fliegen aber Pustekuchen.
     
  15. brummsel

    brummsel Mitglied

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    Hallo El Hadji,

    ich kann Deine Erfahrungen mit Meisenknödel und dargebotenen toten Insekten bestätigen.
    Der Meisenknödel wurde zugunsten der Sonnenblumenkerne den ganzen Winter links liegen gelassen. Seit ein paar Wochen sind die Blaumeisen plötzlich ganz gierig am Meisenknödel zugange.
    Ich habe letztes Jahr sporadisch lebende Mehlwürmer gefüttert (ja, ich kenne inzwischen das Für und Wider...). Diese waren für Kohlmeisen, Amsel und Hausrotschwänzen ein wahrer Leckerbissen. Tote Mehlwürmer hatte ich auch mal angeboten, die haben aber niemanden interessiert.
    Seit ein paar Wochen checkt wieder ein Hausrotschwanzweibchen ab und an meinen Balkon, ob wieder Mehlwürmer da sind. Ich fütter heuer aber keine lebenden Mehlwürmer mehr.

    Aber hat jemand 'ne Idee, was ich alternativ anbieten könnte?
     
  16. Tobias84

    Tobias84 Stammmitglied

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    Hallo!

    Wie unterschiedlich doch die Aufassungen der Menschen sind.

    Als Jäger muss man um seinen Jagdschein bangen und um strafrechtliche Konsequenzen fürchten, wenn man denn Wildiere im Winter füttern möchte und hier ist es eine Art der Experimente in jedermanns Garten, um selbst über die "Angemessenheit" des Zu-Fütterns entscheiden zu können.

    Schon 2011 sah es für uns Jäger so aus: Verbiss-Schäden: Grünen-Politikerin fordert: Wild verhungern lassen - Nachrichten Illertissen - Augsburger Allgemeine
     
  17. El Hadji

    El Hadji Stammmitglied

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    Soweit ich weiß ist es die Sache des Waldbesitzers ob er eine Wildfütterung erlaubt oder nicht.
    Oder irre ich mich?
     
  18. #97 Peregrinus, 21. Mai 2015
    Peregrinus

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    In dem Fall haben es sich die Jäger aussließlich selbst zuzuschreiben, dass es soweit gekommen ist. Zu viele Fütterungsexzesse mit oftmals schwerwiegenden Folgen für das Wild, dazu der Irrglaube, man könne damit den Wildverbiss verhindern. Das Ganze gepaart mit wildökologischer Unwissenheit und einer gehörigen Portion "L'état c'est moi"-Mentalität haben letzten Endes dazu geführt, dass das Füttern von Wild entsprechenden Restriktionen unterworfen wurde.

    Da irrst Du Dich. Es steht in den Gesetzen, wann und wie gefüttert werden darf. Der betroffene Waldbesitzer kann die Anlage einer Fütterung nur verhindern, wenn ihm deren Akzeptanz nicht zugemutet werden kann.

    VG
    Pere ;)
     
  19. #98 Tobias84, 21. Mai 2015
    Zuletzt bearbeitet: 21. Mai 2015
    Tobias84

    Tobias84 Stammmitglied

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    Naja also DIE Jäger gibt es so nicht und mir bekannt sind solche "Exzesse" immer noch von DENEN, die Wald und Jagd in Privatbesitz haben, wo es wohl für ihren "Besitz" keine Rolle spielt aber auch hier gibt es große Unterschiede in der gelebten Praxis. Wild verhungert nicht einfach so, entweder es nimmt in Notzeiten "reiß aus", aus den staatlich zugewiesenen Gebieten (was schon von der Definition blödsinn sein dürfte) und nimmt in Notzeiten Felder als Ersatz-Äsung an oder man kann es bei großräumigen aber in Deutschl. kaum vorhandenen Gebieten sehr wohl auf bestimmte Punkte durch Fütterung konzentrieren.
    Was auch gängige Praxis war, bis unserer neuer Zeitgeist in der Forstwirtschaft das Rad neu erfinden wollte und nun meint, die Rettung des Waldes vor Wild durch Wirtschaftlichkeit begründen zu müssen.

    Die zukünftigen Generationen, die den Wald nur als großräumiges Areal für ihre motorisierten und nicht-motorisierten Freizeitaktivitäten her kennen, werden es ihnen sicher danken, das alte Traditionen und gelebte Praxis dem weichen musste, was heute der Forderung des "verhungern lassens" geschuldet ist.

    Da du lieber Peregrinus aber rein ökonomisch begründest (zumindest beim Wild) kann ich mir die ökologische Sicht wohl sparen.
     
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  21. #99 Peregrinus, 22. Mai 2015
    Peregrinus

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    Da müssen wir wohl zunächst mal klären, von welcher Wildart wir sprechen. Ich habe vor meinem geistigen Auge diejenige Wildart, bei der sich die meisten über Fütterungsrestriktionen aufregen, das Rehwild.
    Damit sind die von Dir angesprochenen Schwarzwild-Fütterungsexzesse der blaublütigen Jagden nicht gemeint, die angesprochene großräumige Wildkonzentration ebensowenig (da nur Rotwild betreffend).

    Wie kommst Du darauf, ich würde nur ökonomisch begründen? Da tust Du mir aber unrecht. Bin ich hier jemals als Ökonom in Erscheinung getreten? 8o

    Laß einfach mal die ökologischen Argumente hören!

    VG
    Pere ;)
     
  22. Tobias84

    Tobias84 Stammmitglied

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    Naaaaa gut :trost: :D

    Bei den sommerlichen Fütterungen der Vögel im Garten denke ich, das es eher ökologisch unbedeutend ist und nur menschlich wohlwollend gemeint ist. Wer Freude daran hat, den Vögeln vor Ort (es ist ja auch nur Stichprobenweise und hilft keiner Art sondern "nur" einem oder mehreren Paaren) dabei zu zusehen, wie die Mehlwürmer etc. im Schnabel verschwinden, da ist es wohl irgendwie gerechtfertigt. Eine gepflanzte Hecke oder versch. Büsche die auch über Winter noch Beeren tragen oder Obstbäume im Garten zu pflanzen, macht wohl mehr Sinn und ist auch über das Ableben des Menschen hinaus nachhaltiger zu bewerten.

    Zum Wild: Reh- und Schwarzwild sollte nicht gefüttert werden. Das Verbreitungsgebiet vom Rehwild ist bei uns ja nicht begrenzt wie beim Rotwild und damit leidet es auch kaum "eingegrenzte" Not. Anders dagegen das Rotwild, welches man ja nur in bestimmten Gebieten haben möchte und wenn dann diese Gebiete vom Menschen begrenzt werden, spielt sich innerhalb dieser dem Wild verordneten "Grenzgebiete" im Winter oftmals eine Tragödie ab. Das Rotwild wird in diesem Sinne vom Menschen auf das dortig vorkommende Ökosystem konzentriert, so dass gerade in Notzeiten einen Schaden verursacht wird (nicht nur ökonomisch) sondern eben auch ökologisch. Hier macht das Füttern als Ausgleich Sinn.

    Bsp. aus dem Harz: Im strengen Winter 2010 sagten die Landesforsten anfänglich "NEIN" zum füttern, die Privaten dagegen "JA" und so hatten diese dann ca. 120 Stücken Rotwild an ihren Fütterungen (jeweils!) und wie der Wald drum herum aussah, brauch ich an dieser Stelle wohl nicht beschreiben.
    Erst als die Landesforst ebenfalls zustimmte, konnten die Rudel verteilt werden und große Gebiete welche auch forstwirtschatlich sensibel betrachtet werden, waren für einige Monate wie ausgestorben, damit aber auch "Rotwild-sicher" gewesen. Diese Verzögerung des Fütterns hätte erst gar nicht sein müssen, zumal einige Standorte nicht mehr angenommen wurden weil die Eingewöhnung über längere Zeit fehlte.
     
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