Vogelbeeren - giftiges Ebenbild?

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Hallo zusammen

ich habe gestern einen Baum gefunden der orangerotfarbene Beeren trägt. Es ist ein Baum und hat fingrige Blätter.

Früher haben wir Beeren von einem Strauch gesammelt und waren erschocken dass dies dann wohl keine Vogelbeeren waren (man weiß was wir gefüttert hatten).

Bevor ich wieder was falsch mache: Gibt es einen ähnlichen Baum der giftige Beeren trägt? Was muss ich beachten und wie kann ich genau einen Vogelbeerbaum erkennen?
 
Hallo zusammen

ich habe gestern einen Baum gefunden der orangerotfarbene Beeren trägt. Es ist ein Baum und hat fingrige Blätter.

Früher haben wir Beeren von einem Strauch gesammelt und waren erschocken dass dies dann wohl keine Vogelbeeren waren (man weiß was wir gefüttert hatten).

Bevor ich wieder was falsch mache: Gibt es einen ähnlichen Baum der giftige Beeren trägt? Was muss ich beachten und wie kann ich genau einen Vogelbeerbaum erkennen?

Such einmal im Internet (z.B. bei Wikipedia) nach Vogelbeere und nach Feuerdorn.
 
Ist der Feuerdorn giftig? Weil Wildvögel scheinen diese ja zu fressen.
 
Hallo,
also wer Vogelbeere mit irgend einer anderen Pflanze verwechselt und hier nach giftigen Doppelgängern fragt sollte die Finger von der Gabe wilden Früchten lassen.

Da hilft dann auch kein Stochern im Nebel was es denn nun gewesen sei und ob die andere Pflanze giftig sein könnte. Etwas das man nicht 100% kennt, füttert man nicht. Zahlreiche Beeren sind rot-orange, da hilft nur die nach Farben sortierten Bücher wegwerfen (und die Finger von Abbildungen minderer Qualität im Internet zu lassen - wo z.T. falsche Blätter dabei sind weil es hübscher ist), ein gescheites Bestimmungsbuch kaufen, im nächsten botanischen Garten oder bei einem Waldlehrpfad die Pflanzen bestimmen, Merkmale aufschreiben und die Beschreibungstexte mit eigenen Notizen ergänzen. Auch die kleinen Abbildungen in den Vogelfutterpflanzenbüchern sind keine geeignete Bestimmungshilfe wenn nicht eine breite botanische Kompetenz da ist.

Ein gutes Buch über Bäume ist: Roger Phillips: Der große Kosmos-Naturführer Bäume. Dazu braucht man noch Giftpflanzenbücher und Bücher mit mehr beschreibendem Text.

Blind probieren nach dem Muster: ist bestimmt Vogelbeere, ist grobfahrlässig und dämlich. Im Zweifel sterben die Vögel und wir bekommen hier eine hübsche Debatte über verfütterte giftige Brombeeren.

Gruesse,
Detlev
 
Ganz ehrlich: ich wundere mich auch wie manche hier nach Bildern vorgehen. Ich denke der Rat mit den Büchern ist der Vernünftigste.

Trotzdem: Gibt es ein Buch welches mir genau sagt welche Beeren für meine Haustier-Vogelarten definitiv genießbar sind?

Denn da gibt es anscheinend große Unterschiede: Beeren die für uns genießbar sind sind für unsere Vögel giftig und/oder umgekehrt.

Wildvögel vertragen auch viel mehr als Haustiere da deren Darmsystem bestimmte Gifte schon ganz gut ertragen können.

Hat da jemand einen Tipp für mich?
 
Ganz ehrlich: ich wundere mich auch wie manche hier nach Bildern vorgehen. ..

Wollte nur auf die Frage
Birdslover schrieb:
ich habe gestern einen Baum gefunden der orangerotfarbene Beeren trägt. Es ist ein Baum und hat fingrige Blätter.
Früher haben wir Beeren von einem Strauch gesammelt und waren erschocken dass dies dann wohl keine Vogelbeeren waren (man weiß was wir gefüttert hatten).
Bevor ich wieder was falsch mache: Gibt es einen ähnlichen Baum der giftige Beeren trägt? Was muss ich beachten und wie kann ich genau einen Vogelbeerbaum erkennen?
einen Hinweis geben, wo man sich schon einmal die Pflanzen anschauen kann. Und wenn jetzt ein entsprechendes Bestimmungsbuch als DIE Lösung angesehen wird. Lobenswert - gehört aber eigentlich sowieso in jeden Bücherschrank eines Vogelhalters.
Aber nun ja.
 
Ganz ehrlich: ich wundere mich auch wie manche hier nach Bildern vorgehen. Ich denke der Rat mit den Büchern ist der Vernünftigste.

Trotzdem: Gibt es ein Buch welches mir genau sagt welche Beeren für meine Haustier-Vogelarten definitiv genießbar sind?

Denn da gibt es anscheinend große Unterschiede: Beeren die für uns genießbar sind sind für unsere Vögel giftig und/oder umgekehrt.

Wildvögel vertragen auch viel mehr als Haustiere da deren Darmsystem bestimmte Gifte schon ganz gut ertragen können.

Hat da jemand einen Tipp für mich?

Also bitte bitte nicht persönlich nehmen: Hier liest man immer wieder die Ergebnisse unseres Bildungssystems: Der Durchschnittsdeutsche kennt 17 Automarken fehlerfrei auseinander, noch mehr Handyklingeltöne aber nur drei Pflanzen (eine davon ist vielleicht Hanf). Da haben wir in der Bevölkerung eine durchschnittliche Artenkenntnis und da sind die Kühe lila. Es kann einem Angst und Bange werden.
Zurück zum Thema: Früher gab es mal ein gutes Buch: Vogelfutter aus der Natur von Horst Bielfeld, leider vergriffen.
Dass in den Schrank eines jeden Halters ein Bestimmungsbuch gehört, sehe ich auch für selbstverständlich an.
Auch in fast jeder Literatur über die verschiedenen Arten stehen Hinweise auf giftige Pflanzen.
Es gehört auch zur Verantwortung eines Tierhalters, sich v o r der Anschaffung über die Ernährung zu informieren. Klar, gibt so ein Forum jede Menge Tips aber ganz so einfach sollte man es ich nicht machen.....
 
Hallo Birdslover,

dieses Buch kann ich dir sehr empfehlen.
Auch ich würde die Finger von Pflanzen/Beeren lassen, die ich nicht 100%ig zuordnen kann.
ich habe gestern einen Baum gefunden der orangerotfarbene Beeren trägt. Es ist ein Baum und hat fingrige Blätter.
Kannst du nicht mal Bilder von Baum, Blättern und Früchten einstellen? :zwinker:
 
Hallo

ich wollte auch keinen angreifen. Aber nachdem ich mich informiert habe (im doofen Internetz) ist mir doch klar geworden dass man nicht einfach so nach Bildern gehen sollte.
Und diese Info habe ich eigentlich aus dem Vogelforum erwartet, die dann ja auch kam.
Wenn ich hier so manche Beiträge lese, dann finde ich das doch sehr leichtsinnig wie mit den "Naturfrüchten" umgegangen wird.

gehört aber eigentlich sowieso in jeden Bücherschrank eines Vogelhalters.
Aber nun ja.
und
Dass in den Schrank eines jeden Halters ein Bestimmungsbuch gehört, sehe ich auch für selbstverständlich an.

Nein, finde ich nicht wenn ich keine Naturfrüchte sammel. Nur wenn ich das vor habe, dann ja. Und das wollte ich jetzt angehen. Da muss man nicht angemacht werden, dass man es noch nicht hat wenn man gerade damit beginnen möchte.

Die Beeren die wir damals gesammelt hatten, das ist schon 1996 gewesen, also 13 Jahre her. Und genau aus dieser Erfahrung heraus wollten wir es diesmal richtig angehen.

Trotzdem Danke an die die mir wirklich hilfreiche Tipps gegeben haben.
 
Hallo,
ich wundere oft mich wie leichtfertig hier mit "Bestimmungen" umgegangen wird. Umgekehrt wird mit Warnungen vor Giftigkeit übervorsichtig und auch ohne solide Basis geschrieben.

Wenn Beeren und Früchte in einem ähnlichen Maße wie Pilze für Menschen giftig wären, dann hätten wir es aufgrund der zahlreichen Vergitungen laufenden Meter mit Todesmeldungen zu tun.

Insofern schützt die Vögel weniger die Kompetenz der Halter als eher ihre eigene Robustheit.

Gruesse,
Detlev
 
naja, den feuerdorn und die eberesche kenne ich schon. da kann ich mich nicht vergreifen. Bittersüßer Nachtschatten schaut ganz anders aus. natürlich muss sich jeder erst vergewissern, was er/sie abpflückt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

bei uns im Dorf gibt es zahlreiche Ebereschen. Selbt bei uns im Garten sind zwei wild gewachsten. Meine Frage: Am oberen Feldrand stehen zwei Bäume nebeneinander. Der eine hat dunkle rote Beeren, der andere orangefarbene Beeren. Die bei uns angeflogenen Bäume haben beide orangene Beeren. Woran liegt der Farbunterschied? Kann ich beide bedenkenlos verfüttern?
 
Das ganz normal bei der Vogelbeere (Sorbus aucuparia). Es gibt eine Reihe von Unterarten und sicher auch Gartenformen, die züchterisch weiterbearbeitet wurden.
Bei uns kommt z. B. die Unterart Sorbus aucuparia ‚glabrata' vor.
Die Unterart Essbare oder Edle Eberesche (Sorbus aucuparia ‚edulis') stammt aus dem Altvatergebirge in Tschechien. Sie heißt auch Süße (‚dulcis') oder Mährische (‚moravica') Eberesche. Um 1810 wurde sie bei Spornhau in Mähren entdeckt. Sie ist sehr anspruchslos und widerstandsfähig. Ihre Früchte sind etwas größer als die der Gemeinen Eberesche und nahzu frei von Bitterstoffen. Sie eigenen sich gut als getrocknete Beeren, Gelee oder eingekocht für Wildgerichte.
Vermutlich bastardieren diese Unterarten auch fleißig miteinander, so kommen diese Unterschiede zu Stande.
Ich sehe z. B. schon auf größere Entfernung ob es sich um eine süße Eberesche handelt: Viele kleine, oft orange Dolden heißt auf jeden Fall sauer/bitter. Dunkelgrünes Laub, sehr große Dolden, selten mehrere eng beisammen? Da guck ich hin, könnten süße zum Beernten sein.
Ja und dann gibt es noch die Schwarze Vogelbeere, die eigentlich Aronia oder Apfelbeere heißt. Auch diese Art wurde mit der eigentlichen Vogelbeere gekreuzt.
Auch die Aronia verwende ich, allerdings ist diese wesentlich bitterer.
Oft wird auch die Elsbeere (Sorbus torminalis) oder die Mehlbeere (Sorbus aria) mit der Vogelbeere (Eberesche) verwechselt.
Den Vögeln ist das egal , denen schmecken sie alle!
Finken z. B. fressen allerdings nur die Kerne und tragen somit nicht zur Vermehrung dieser Baumart bei, wie schon mal geschrieben wurde. Wenn der Kern weg ist, ist Schicht im Schacht!
 
Ui, das ist echt interessant. Beim nächsten Spaziergang schau ich mir die einzelnen Bäume mal ganz genau an. Da stehen einige am Weg entlang! Danke für die Info :prima:
 
@petra: Wenn Du aber die verschiedenen Sorten in flüssiger Form einer in Deiner Heimat bekannten Likörsorte zu Dir nimmst, Du kennst keinen Unterschied. Vorher nicht und hinterher erst recht nicht!:bier:
 
@ colchius

Oh ja, so aufbereitete Beeren sind wahrlich eine Offenbarung. :D Schade, daß unsere Pieper die nur im Urzustand kriegen dürfen. Aber einen Unterschied zu uns Federlosen muß es ja noch geben! :bier:
 
Thema: Vogelbeeren - giftiges Ebenbild?

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