Vogeleier bestimmen

Diskutiere Vogeleier bestimmen im Vogelbestimmung Forum im Bereich Allgemeine Foren; Nur hat das Aufheben eines zerdepperten Eis keinen Einfluss auf die Schutzbemühungen. Und bei den gezeigten Eierschalen handelte es sich...

  1. eric

    eric Guest

    Nur hat das Aufheben eines zerdepperten Eis keinen Einfluss auf die Schutzbemühungen. Und bei den gezeigten Eierschalen handelte es sich grossteils darum.

    Es geht ja gar nicht darum , sich eine Sammlung im Sinne des Kompletierens anzulegen sondern eine Sammlung aus dem, was einem so vor den Füssen liegen kann.

    Aber klar,natürlich wäre den Schutzbemühungen sehr gedient und vielen Vögeln würde es besser gehen, wenn ich schlussendlich alle Eier ( die z.T schon aus den 20er Jahren stammen) aus dem Fenster schmeisse und alle Federn abfackle :k.

    Hab mal die Reste eines jung Uhus gefunden und mitgenommen. Hier ist man froh darum und das Museum hätte sie gerne als Beleg für den einzigen Brutnachweis an diesem Ort. Bei euch wär ich ein Verbrecher.

    Bei allen guten Absichten eines Schutzgesetzes,
    Fakt ist einfach: es geht keinem Vogel auch nur im Geringsten besser, wenn ich ein zerbrochenes Ei nicht aufhebe.
    Desshalb nenne ich ein Gesetz in so einem Falle sinnlos.

    Das Belegen können eines Umstandes mit einem Fund, kann aber durchaus für eine Vogelart einen positiven Effekt haben.
     
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  3. Detlev

    Detlev -

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    Nö. Beim Museum abgeben ist doch ganz legal, da gehört so eine Seltenheit auch hin. Mach ich so wenn mir was Seltenes in die Finger fällt was präparationswürdig ist. Privatsammlungen haben immer den Nachteil, dass sie nach dem Tod des Sammlers bestenfalls langsam verfallen. Ist ein Stück wirklich wichtig gehört es in eine öffentliche Sammlung mit entsprechendem gesetzlichen Auftrag.

    Beim Rest steht privates unwichtiges Vergnügen gegen Artenschutz.
     
  4. eric

    eric Guest

    Ich dachte, bei Euch darf man eine Eule gar nicht behändigen.

    Und was ich in den Lagern von Museen schon angetroffen habe,( hunderte von Objekten, seit Jahrzehnten gefroren bis sie praktisch nicht mehr verwertbar sind). Tausende von Objekten, die kaum erfasst sind, sinnlos gehortet, kein Budget um eine Ueberarbeitung und Erfassung vorzunehmen.
    Fischadler, Uhus etc denen nur noch ein Flügel zur Aufbewahrung abgetrennt wird weil man schon so viele hat. Top Vögel, die nur gerupft werden ( hab mich schon geweigert dies für ein Museum zu tun).

    Auf der anderen Seite, Museen die brachliegen, mit Kellern die gefüllt sind mit Kisten voller Adlerbälgen, bis sie zerfallen. ( Manche waren leider wirklch nicht mehr zu retten).
    Die Lager sind insgesamt mit Millionen von Objekten voll, und wenn ein privater mal etwas findet, das er gerne selber aufbewahren möchte, wird ein Drama daraus gemacht.
    Lager, wo ich mir schon die Haare gerauft habe , von wegen miserabler Unterbringung.
    Hab in solchen Lagern schon Stücke gefunden , von denen keiner überhaupt wusste, dass sie existieren ( vom Mitteleuropäischen Gerfalkenbeleg bis zu Nashörnern und Walschädeln).
    Uebrigens, die ganzen Museen sind ja voll von Privatsammlungen. Ohne gerade diese privaten Sammler, wär manches Museum fast leer.

    Wesshalb , soll sich ein Privater nicht einen gefundenen Bussard oder Waldkauz, aus Freude an der Sache, ins Wohnzimmer stellen? Die Museen haben schon tausende davon.

    Ich erachte auch den persönlichen Kontakt mit solchen Objekten durchaus als nicht unwichtig. Didaktisch bringt das oft mehr, als ein Objekt, unantastbar in einer Vitrine im Museum oder gar im Lager wo es unter Ausschluss der Oeffentlichkeit die nächsten hundert Jahre verbringt.

    Kenne solche Lager wo im Schnitt gerade mal ein bis zwei Leute jährlich etwas genauer unter die Lupe nehmen.
    Lager wo nach über hundert Jahren mal einer merkt, dass da z.B. eine ganze Sammlung von John Gould rumsteht.
    Museen die mich anfragen ob ich ihnen ein Stück verkaufen könnte und ich ihnen sagen muss, dass sie dies im Lager ja schon haben.
    Museen wo Originalbeschriftungen ersetzt wurden durch Nummern für den PC. Nur leider gabs Fehler und nun können diese Stücke nie mehr richtig zugeordnet werden. ( z.B. einziger bisher möglicher Nachweis eines Sakerfalken in der Schweiz). Für immer verloren!
    Museen , die undatierte ( also wissenschaftlich uninteressante Stücke) nicht einmal für eine sichere Ausstellung ausleihen würden, auch wenn da noch eine ganze Reihe anderer steht.

    Nun gut, wollte nur etwas zeigen, dass auch ein Museum nicht unbedingt immer der Ideale Ort ist und eigentlich ganz natürlich so viel anfällt, dass es für jeden, der Freude daran hat, genug da wäre.
    Museum und Artenschutz, ist auch nicht zwingend eins.

    Wenn etwas wirklich Sinn macht, geb ich es auch in ein entsprechendes Museum. Das sind aber meist ziemliche Ausnahmen.

    Zur Zeit werden mir z.B. dauernd Sammlungen angeboten, für die kein Museum überhaupt Interesse hat. Ganze Schulsammlungen, die eingestampft werden. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Lager voll.
     
  5. #24 Peregrinus, 26. April 2010
    Peregrinus

    Peregrinus Peregrinus

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    Da gebe ich Dir in allem völlig Recht! :zustimm:

    Wenn man das aber sehr großzügig handhaben würde, dann würden auf einmal jährlich hunderte oder tausendene Habichte bei den Präparatoren eingehen, alle in gutem Zustand und zufälligerweise frisch tot gefunden.

    Man kann eben nicht zwischen tatsächlich tot gefunden und erlegt unterscheiden. Und das ist der Hintergrund der Gesetzgebung.

    Für Deutschland: Findet ein Jagdausübungsberechtigter tatsächlich einen toten Habicht, Adler oder Wanderfalken, so hat er das Aneignungsrecht. Die zuständige Behörde hat ihm die erforderlichen Papiere auszustellen - wenn ihr glaubhaft gemacht werden kann, daß keine vorsätzliche Tötung vorliegt.

    Die ganzjährige Schonzeit läßt das Aneignungsrecht unberührt.

    VG
    Pere ;)
     
  6. eric

    eric Guest

    Oh, hier ist es so, dass der Präparator eine Meldung ausstellen muss, mit Angaben des Finders, Todesursache, Fundort etc. Wenn alles ok ist, kann der Finder sein Objekt präparieren lassen.
    Alles kein Problem.
    Nix mit hunderten zufällig frisch gefundenen Habichten. Wenn etwas langsam seltsam erscheint, gibts auch Betriebskontrollen.

    In Ausnahmefällen, kann es mal vorkommen, dass ein Museum Anspruch erhebt.
    Hatte das aber selbst bei Wiedehopf, Wanderfalke, Rohrdommel, Zwergohreule oder Steinadler noch nie.
     
  7. #26 Spottschnepfe, 26. April 2010
    Spottschnepfe

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    Warum stellen die Schulen ihre Präparate denn nicht auf ebay oder so? Oder schreiben sie aus zum Verschenken? Ich wette es gäbe genügend dankbare Abnehmer für sowas.

    Echt noch interessant, das über die Museen zu wissen. Hätte nicht geglaubt, dass die so grosse Lager haben O.o
     
  8. eric

    eric Guest

    So viel ich noch weiss, hat z.B. Zürich etwa eine halbe Million verschiedene Objekte in der Sammlung. das gilt als mittleres Museum hier.
    Bern, Genf und Basel sind grösser.( Basel 7,7 Millionen Objekte) In Aarau hab ich ca 10 000 Objekte mit abgepackt. Schubladen mit Fossilien etc waren es nochmals ein paar hundert.In Chur wurden z.B. schon gegen 100 Adler eingeliefert. In Luzern lagern auch ein paar tausend Objekte ( natürlich auch Insekten und Mollusken etc). Dasselbe in Solothurn, Olten, St.Gallen, Winterthur .........Als vergleich: in London lagern nur schon über eine Million Fische, Eier: hundertausende, Bälge und Präparate verschiedenster Art ebenfalls.
    Was ausgestellt ist, ist jeweils nur ein ganz kleiner Ausschnitt.
    Also wenn da einer etwas hübsches findet und dem Museum überlässt, ist die Chance, dass es jemals gezeigt wird verschwindend klein. Die wissenschaftliche Belegsammlung ist immer sehr viel grösser.

    Also wenn da auch einer mit einem Adler kommt, wird er zwar dankend entgegengenommen und vermessen. ob jemals viel weiteres mit ihm passiert, steht in den Sternen. Ganz hübsch , aber es hat da schon eine ganze Anzahl.

    Der Verkauf über Ebay etc. hat so seine Tücken. Der gewerbsmässige Handel mit geschützten Tieren ist verboten. Da brauchts Sonderbewilligungen.
     
  9. Detlev

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    Da ich öfter Museumssammlungen nutze habe ich durchaus eine Idee wie es dort aussieht. Man schwätzt ja so nebenbei auch mit den Kuratoren und Präparatoren und bekommt die Platznot, Klimaprobleme etc. auch der größeren Sammlungen mit. Trotzdem ein guter Ort um Sammelgut anzusehen und auch aufzuheben.

    Eine aus Zufallsfunden bestehende Eiersammlung wird wohl kaum je musealen Wert besitzen. Das gleiche dürfte für heimischen Wirbeltiere gelten. Seltene Belegstücke wohl ausgenommen.

    Da stellt sich einfach die Frage nach dem Wert solcher Aufsammlungen. Sind sie nur für den persönlichen Spaß da, fällt es schon etwas schwer dafür Artenschutzprobleme in kauf zu nehmen. Niemand braucht wirklich einen Adler an der Wohnzimmerwand.
     
  10. eric

    eric Guest

    klar braucht keiner einen Adler an der Wand. Braucht auch keiner einen Fernseher oder ein Bild, etc.
    Da es Artenschutzmässig aber keinen Einfluss hat , ob ein abgestürzter gefundener Adler irgendwo Privat hängt oder in einem Museum, oder vergammelt, spielt das auch keine Rolle.

    Also wenn ein Fund bei x zuhause hängt, soll es ein Artenschutzproblem sein, wenn der selbe Fund in einem anderen öffentlich angeschriebenen Haus hängt, ist es kein Artenschutzproblem :?

    Es ist generell kein Artenschutzproblem!

    Ein Problem wäre es höchstens wenn der Vogel absichtlich dafür getötet worden wäre.
    ( genau dies ist bei sehr vielen Museumsobjekten der Fall :D)

    "Eine aus Zufallsfunden bestehende Eiersammlung wird wohl kaum je musealen Wert besitzen. Das gleiche dürfte für heimischen Wirbeltiere gelten. Seltene Belegstücke wohl ausgenommen."

    Genau. Desshalb spielt es auch keine Rolle ob sie irgendwo privat sind oder nicht.
    Was die beschädigten Eierschalen betrifft, da besteht weder ein Interesse irgend eines Museums, noch spielt es für die betreffende Art schutzmässig auch nur die geringste Rolle. Einzig der Finder hat seine Freude und lernt etwas über die Bestimmung. Also was solls.
     
  11. Detlev

    Detlev -

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    Ein Fernseher hat einen gewissen Gebrauchswert, ein Adler an der Wand nur den als Staubfänger :D Und es macht auch für den Artenschutz etwas aus: es gibt keinen Weg einen gefundenen von einem eigens getöteten zu unterscheiden. Und dann gilt es halt eine Abwägung zwischen bestimmten Rechten vorzunehmen: hier das Recht auf Staubfänger, dort das Artenschutzrecht, was doch tangiert wird. Wären nun alle Menschen, Sammler und Züchter erhrenwerte Personen wäre das alles gar kein Problem. Es ist aber nicht so. Und so kann natürlich auch ein Adlerei in einer Sammlung die auf dem Auflesen von Naturalien beruht eine illegale Herkunft haben.

    Hatten wir das nicht mal hier im Forum wo die Artenschutzbehörden auf einem Westerntreff aufgelaufen sind und die Herkunftsnachweise für die Federhauben der Indianer haben wollten - und sie waren vorhanden. Es ist also nicht unmöglich so was zu besitzen es ist nur mit etwas Aufwand verbunden. Das finde ich als Abwägung: hier Artenschutz - dort reines Vergnügen ohne wirklich sachlichen Grund vertretbar.
     
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  13. eric

    eric Guest

    Kenne zwar keinen grösseren Staubfänger als einen Fernseher :D
    Einen gefundenen von einem eigens getöteten Vogel zu unterscheiden, gehört mit zu meinen Aufgaben. Da gibts sehr wohl Wege.
    Da ich aber nur ein unnützer Staubfänger Hersteller bin, der sinnlose Erinnerungsstücke anfertigt, deren Besitz man jedem verbieten sollte, lassen wir das lieber.
    Also ab mit allem in die Museumskeller, auf dass keiner mehr so leicht so was zu sehen bekommt. Zerstören oder einbunkern. Nicht dass sich zuletzt noch jemand einfach an seinem Fund erfreut, die Erinnerung daran aufbewahrt und sich sein Fundstück noch von nahe betrachtet. Ist doch verwerflich zu finden, so ein Objekt könnte schön sein, so dass man es immer wieder betrachten möchte. So was hat doch keinen Sinn und schadet dem Artenschutz. Zudem hat das nächste Museum die Eingangsnummer 2652773 noch nicht vergeben.

    Hört auch endlich auf, hier Federn zu zeigen die ihr gefunden habt und von denen ihr wissen möchtet was das ist. So was hebt man nicht auf, das wird nur zum Staubfänger und hat keinen Sinn. Wenn ihr die mitnehmt gefährdet ihr die ganze Art. :k

    Also im Ernst jetzt, ja ich weiss wie die Gesetzeslage bei euch ist, aber für mich schiesst sie reichlich am Ziel vorbei.
     
  14. #32 GoldundSilber, 29. April 2010
    GoldundSilber

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    Halleluja - endlich mal einer der noch ein normales Verhältnis zum Umgang mit der Natur und diversen Fundstücken hat. Danke Eric, von Deiner Sorte sollte es mehr geben! Magst nicht nach Deutschland auswandern und in die Politik gehen?
     
Thema: Vogeleier bestimmen
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