Vogelgrippe, Hintergründe, Summary und Links

Diskutiere Vogelgrippe, Hintergründe, Summary und Links im Vogelgrippe / Geflügelpest Forum im Bereich Allgemeine Foren; China beschuldigt, Vogelgrippe-Todesfälle zu verschweigen Die FAZ berichtet von 300 bestätigten Todesfälle und 3000 Menschen in Quarantäne in...

  1. #1 Gänseerpel, 7. Dezember 2005
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    China beschuldigt, Vogelgrippe-Todesfälle zu verschweigen

    Die FAZ berichtet von 300 bestätigten Todesfälle und 3000 Menschen in Quarantäne in der Provinz Hunan. In dem Artikel wird der Virologe Dr. M. Tashiro von der WHO zitiert, der die Provinz Hunan besucht hat.

    Die chinesische Webseite Boxum.com (derzeit nicht erreichbar) stellt die gleiche Behauptung auf, und gibt darüber hinaus an, dass Mensch zu Mensch (H2H) Übertragung stattfindet.

    Shangaiist.com (nicht erreichbar) veröffentlichte ein Regierungsdokument mit Anweisungen, Berichte über Vogelgrippe zurückzuhalten oder zu zensieren.

    Der ganze Sachverhalt wird natürlich von der China-Regierung dementiert.

    Die Zahlen aus Vietnam und Thailand mit mindestens 112 bestätigten Infektionen und 55 Toten vergrößern das Misstrauen eher noch: Angesichts dieser Zahlen ist es kaum glaubhaft, dass in China nur 4 Tote (heute der 4. fall) zu verzeichnen sein sollen, während Tausende im Rahmen des Impfprogramms dem Virus ausgesetzt sind.

    Geschönte Berichte ergeben ein völlig trügerisches Gefühl der Sicherheit. In China bestehen enorme Schwierigkeiten, exakte Daten zu erhalten: Bauern, die Vogelgrippefälle melden, müssen damit rechnen, dass ihr Bestand ohne Entschädigung vernichtet wird, es gibt nur wenige Medizinische Dienste, und zu wenig Ärzte, die mit Vogelgrippe Erfahrung haben, und eine Laboruntersuchung auf H5N1 ist teuer und schwer zu bekommen.

    Mangelhafte Berichterstattung kann weitreichende Folgen haben, eine Reminiszenz an 1918.
    Damals wurde die Öffentlichkeit falsch informtiert, die Gefahr verniedlicht und beschönigt, bis es zur Katastrophe kam und nichts mehr zu leugnen war.

    Quelle: http://www.birdflubeacon.com/ArticleChineseBirdFluCoverUp.htm
     
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  3. #2 Gänseerpel, 8. Dezember 2005
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    Indien intensiviert die Wildvögelüberwachung

    Indien steht kurz vor der Vogelzugsaison. Zahlreiche Gebiete, unter anderem der Chattra See in Nord Ost Indien sind das Ziel von Millionen von Zugvögeln, die zum Überwintern aus Sibirien, Tibet, China, der Mongolei, aber auch aus Europa kommen.
    [​IMG][​IMG]

    Aus Europa kommen v.a. die Europ. Spiessente/Anas acuta; Schnatterente/ Anas strepera; Knäckente/ Anas querquedula; Graugans/ Anser anser; Krickente/ Ana crecca; Europ. Löffelente/ Anas clypeata; Pfeifente/ Anas penelope; Tafelente/ Aythya ferina; Reiherente/ Aythya fuligula

    Bisher sind in Indien keine AIV Fälle aufgetreten.

    Die indischen Gesundheits und Forstbehörden versuchen 173 Vogelschutzgebiete im ganzen Land im Rahmen des Wildvogelmonitoring zu überwachen.

    http://www.channelnewsasia.com/stories/southasia/view/181655/1/.html
     
  4. #3 Gänseerpel, 8. Dezember 2005
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    Hongkong: Rückrufaktion von illegal importierten Impfchargen

    Die Impfdosen waren von einer nicht registrierten Firma an führende Kliniken in der ehemaligen Kronkolonie verscherbelt worden. Betroffene Patienten wurden aufgefordert, sich bei Aufteten von Beschwerden bei einer Hotline zu melden.

    Der Vorfall unterstreicht, dass die in China verwendeten Impfstoffe weder sicher wirken noch westlichen Sicherheitsstandards genügen.

    Die Behörden sind außerdem besorgt, der aus Frankreich bezogene Impfstoff Vaxigrip könnte wegen falscher Lagerung auf dem Transport unwirksam sein

    Die Impfstoffe sind unwirksam gegen Vogelgrippe, verhindern aber das Auftreten anderer Grippeinfektionen, die das H5N1 Virus benötigt, um eine hochinfektiöse, stark pathogene Mutante zu bilden.

    http://www.channelnewsasia.com/stories/afp_asiapacific/view/181554/1/.html
     
  5. #4 Gänseerpel, 8. Dezember 2005
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    Tamiflu hoch im Kurs

    Korea's Pharmaindustrie kopiert erfolgreich Oseltamivir (Tamiflu)

    16 einheimische Pharmaunternehmen sind jetzt in der Lage, ab sofoert die Produktion von Tamiflu aufzunehmen. Aus furcht, das Mittel könne im Falle einer Pndemie auf eem Weltmarkt nicht in ausreichender Menge zu bekommen sein, will die Regierung die Produktion ohne rücksicht auf Verletzung des Patentschutzes erlauben. Die Firmen Hanmi Pharmaceutical Co., LG Life Sciences, Yuhan Corporation, Il-Yang Pharm., Daewoong Pharmaceutical Co., Estechpharma. Co., Shin Poong Pharm. Co., Korea Fine Chemical Co., Dongwoo Syntech, and Hwail Pharmaceutical Co. haben Zulassungsantrag gestellt.
    http://english.chosun.com/w21data/html/news/200512/200512060023.html

    Vietnam verteilt Tamiflu in großem Stil

    Hanoi (ANTARA News) - Vietnam`s Health Ministry has just decided to allocate 420,000 capsules of bird flu medicine branded Tamiflu to hospitals in all 64 cities and provinces, local media reported Thursday.

    The move aims at helping the localities being more active in bird flu prevention, and the hospitals in treatment, newspaper People said.

    Earlier, the ministry stipulated that Tamiflu was not freely traded in the market, but used by hospitals for treatment of bird flu patients, to ensure national reserve and avoid drug abuse among the general population.

    The ministry supports the research and then production of vaccines against bird flu virus strain H5N1 to be used in humans, said the report.


    http://www.antara.co.id/en/seenws/?id=7538
     
  6. #5 Gänseerpel, 9. Dezember 2005
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    Vietnam: AIV in weiterer Provinz

    Insgesamt ist die Epidemie nunmher an 24 Orten aufgetreten

    www.chinaview.cn 2005-12-09 12:58:30
     
  7. #6 Vogelklappe, 10. Dezember 2005
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  8. #7 Gänseerpel, 10. Dezember 2005
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    Vogelzugsaison geht ohne die vorherges.Verbreitung der Vogelgrippe zu Ende

    Endlich mal gute Nachrichten

    Zugvögel sollten angeblich die Vogelgrippe verbreiten, es gab aber im Herbst keine Ausbreitung in Mittel -und West- Europa, Süd Asien, und Afrika. Die lokalen Ausbrüche in Osteuropa lagen zwar auf der Süd- Flugroute, waren aber sehr wahrscheinlich durch andere Faktoren wie Geflügelimport verursacht. Wildvögel kommen gelegentlich in Kontakt mit infiziertem Geflügel und sterben dann, sie sind Opfer nicht Verursacher der Vogelgrippe
    Die gegenwärtige Serie von Epidemien begann 2003 in Südostasien, wo ein gewaltiger Anstieg der Geflügelintensivbewirtschaftung häufig verbunden mit armseligen hygienischen Bedingungen verbunden ist. Vögel aus unterschiedlichen Gebieten werden in einem Netzwerk von Geflügelmärkten zusammengebracht und oft Hunderte von Kilometern transportiert.
    Es gibt mindestens 144 Grippesubtypen, von denen viele in Wildvögeln zirkulieren. Die meistens Subtypen sind nur schwach pathogen (LPAI). Nur weinige Subtypen sind sehr aggressiv und können ganze Geflügelbestände hinraffen. (HPAI) Werden Wildvögel damit infiziert, sterben sie. Wie es scheint, erfolgt die Infektion durch Kontakt mit Geflügel. H5N1 entwickelte sich in Geflügelbeständen aus einer schwach virulenten Form heraus, die wiederum wahrscheinlich von Wildvögeln stammte. Schlechte Haltungs- und Hygienebedingungen wie zu dichter Bestand, verlängerter und intensiver Kontakt mit Kot, Speichel und anderen Körperflüssigkeiten, bieten dem Virus ein ideales Reservoir, in dem er sich dauerhaft halten kann.
    Die Epidemiezonen in China, Kasachstan und Russland sind durch große Eisenbahn- und Straßenverkehrswege verbunden. Das Verbreitungsmuster der Ausbrüche entspricht nicht dem geographischen Muster der Flugrouten.. Lebendgeflügelmärkte spielten die Hauptrolle bei der Verbreitung. Sie wurden als Infektionsquelle für die H5N1 Epidemie auf Geflügelfarmen in HK 1997 und in Vietnam eindeutig identifiziert. H5N1 wurde in chin. Geflügelfleischexporten nach Korea, Japan und Taiwan entdeckt. Noch heute wird Geflügel illegal aus Asien in die USA und Europa importiert .
    Vogelmist wird in großem Umfang als Dünger und Fischfutter in der Teich- und Landwirtschaft eingesetzt, obwohl bekannt ist, dass infiziertes Geflügel den Virus über den Kot ausscheidet. (Siehe auch WHO: „Hochrisiko Produktion“)
    Alle bisher von klinisch gesund erscheinenden Wildvögeln entnommenen Proben (rund 160000 seit 1997 in Hongkong, 700 in Pakistan, 2500 in Neuseeland 173 in Australien 20000 seit 1986 in Europagetestete Wildvögel waren durchweg negativ, mit einer Ausnahme eines positiv getesteten Schwans in der Mongolei. Auch die um Umfeld erkrankter Wildvögel untersuchten Proben waren stets negativ.

    Birdlife.org

    @Vogelklappe: Danke, Almuth für den guten Artikel.
     
  9. #8 Gänseerpel, 10. Dezember 2005
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    Vietnam: Wahnsinn gestoppt

    Die zweite gute Nachricht

    Die Vietnamesische Zentralregierung hat mit sofortiger Wirkung die Tötung von Wildvögeln in Ho Chi Minh Stadt, Da Nang and Hue.verboten. Die Keulungen waren von den Stadtverwaltungen veranlasst worden, um die Vögel aus den Städten zu „entfernen“.

    Von den Keulungen betroffen waren v.a. Tauben aber auch verschiedene Reiherarten.

    UN Vertreter waren mit dem Vietnamesischen Landwirtschaftsminister zusammengetroffen und hatten die Vorgänge zur Sprache gebracht. Der Minister erklärte, die Maßnahmen seien auf Initiative der jeweiligen Stadtverwaltungen ohne Genehmigung oder Empfehlung der Zentralregierung erfolgt.


    Diese Reiher wurden tagelang getötet:
    [​IMG]

    http://www.birdlife.org/news/news/2005/12/flu_vietnam.html
     
  10. #9 Gänseerpel, 11. Dezember 2005
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    China betrachtet Information über H5N1 als Staatsgeheimnis

    Der in Hongkong beheimatete Wissenschaftler Guan Yi hatte vor kurzem eine Studie über die Zugvögel während der Epidemie in Qinghai (4/2005) veröffentlicht. Nun wird ihm von der Regierung der Vorwurf gemacht, er habe das Ausmaß der Epidemie übertrieben und Staatsgeheimnisse verraten. Gleichzeitig erließ das Landwirtschaftsministerium neue „Richtlinien“, wie wissenschaftliche Forschung zu handhaben ist.

    Dies nährt Befürchtungen über eine Straffung der Regierungskontrolle der wissenschaftlichen Arbeit, und könnte die internationalen Anstrengungen, die Vogelgrippe unter Kontrolle zu bringen, zuwiderlaufen.



    http://www.thestandard.com.hk/stdn/std/Front_Page/GG13Aa01.html
     
  11. Gänseerpel

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    China hält Ausmaß der H5N1 Epidemie geheim (Nr2)

    Informationen gehen in erster Linie auf den Virologen Guan Yi (Hongkong) zurück, dem mittlerweile auch Landesverrat (s.w.o.) vorgeworfen wird.

    anscheinend haben ganze Provinzen, die Ausbrüche verzeichnen, dies noch gar nicht gemeldet.

    Die Dissidenten Site Boxun.com bringt mehrere detaillierte Beiträge.
    http://www.peacehall.com/news/gb/english/2005/12/200512100209.shtml
    http://www.peacehall.com/news/gb/english/2005/12/200512092347.shtml

    Wer will, kann auch direkt an der Quelle lesen:
    http://www.boxun.com/ 博讯新闻直接 :D
     
  12. Gänseerpel

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    Nochmal zum Umfang und Ausmass der Vogelgrippe in "Mainland" China:

    Man sieht, dass die Schwächen und Mängel, die zu diesen Zuständen führen, vielfältig sind.

    Wenn man alles zusammen addiert, wundert man sich nicht mehr, dass
    die 2 großen Epidemien ("asiatische Grippe" 1957, "Hongkong" grippe 1968) der letzten 40 Jahre, und die jetzige H5N1 Epidemie in China ihren Ursprung hatten.
    Man kann sich gut vorstellen, wie ineffektiv die Bekämpfung unter den bekannten Verhältnissen sein muss.
     
  13. Gänseerpel

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    Gefahr durch Wildvögel übertrieben

    Hier wieder mal einige Links zu Artikeln, die vor Übertreibung der Rolle der WV warnen, einer davon sogar aus "Mainland" China:

    http://www.chinadaily.com.cn/english/doc/2005-11/24/content_497449.htm

    http://sciences.nouvelobs.com/sci_20050906.OBS8516.html

    http://today.reuters.co.uk/news/newsArticle.aspx?type=globalNews&storyID=2005-11-27T082048Z_01_FOR72 0361_RTRUKOC_0_US-BIRDFLU-TAIWAN-WILDBIRDS.xml&archived=False

    http://www.drmartinwilliams.com/com...nc,view/id,254/catid,7/limit,20/limitstart,0/

    Neue Erkennnisse drohen allerdings von Molekularbiologischer Seite. So wies aussieht, wird die These, dass Wildvögel frei von H5N1 Konfigurationen sind, nicht mehr lange halten.
     
  14. Gänseerpel

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  15. Gänseerpel

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    China: 85 % des Geflügelbestandes jetzt geimpft

    China's poultry immunity density hits 85%

    www.chinaview.cn 2005-12-21 00:18:01

    BEIJING, Dec. 21 (Xinhuanet) -- China immunized some five billion domestic birds since October, pushing the poultry immunity density to over 85 percent, a senior official said here Wednesday.

    Twenty-seven bird flu outbreaks hit China in the last three months with three in October, 23 in November and only one in December, said Li Changyou, deputy director of the Veterinary Bureau of the Agriculture Ministry.

    It shows that bird flu is under control along with the increase of immunity density and that immunity has played an important role, Li said.

    China expedited the process of developing bird flu vaccines to curb the outbreaks. A new vaccine that can prevent both bird flu and new castle disease is expected to be put into use shortly, he said. Enditem

    http://news.xinhuanet.com/english/2005-12/21/content_3953612.htm
     
  16. Gänseerpel

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    Was wir über Vogelgrippe nicht wissen

    ELLEN PAUL Washington Post in dem Artikel: Was wir über Vogelgrippe nicht wissen (auszugsweise):

    Ob H5N1 mit den Zugvögeln nach Europa kommt, können wir angesichts zahlreicher unbekannten nicht sagen.

    Wir wissen nicht,
    . .ob oder wie lange infizierte WV überleben, und, wann sie Krankheitszeichen bekommen und sterben.
    .. ob WV die Krankheit bekommen können und falls ja, ob sie gesund genug bleiben, um lande Strecken zu durchfliegen. Wenn dem so wäre, müsste die Krankheit überall entlang der Flugrouten auftauchen, nicht nur an den Endpunkten.

    Die meisten Ausbrüche in Europa entstanden in der Nähe von Geflügelbetrieben. Einige traten zu einem Zeitpunkt auf, wo keine ZV da waren.

    In einigen Ländern hat man mit der Keulung von ZV begonnen und fordert nun Zerstörung ihrer Rückzugsgebiete. Von der FAO wird dies abgelehnt. da dies weder praktikabel noch angemessen ist.

    Die Einhaltung guter Geflügelhaltungsstandards, Stop der Hühnermist Austragung auf Anbauflächen, sind wahrscheinlich die geeignetsten Methoden, um der VG Einhalt zu gebieten.

    http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2005/12/26/AR2005122600784.html

    Hoffentlich heißt das nicht, Aufstallung auf unbegrenzte Zeit.
     
  17. D@niel

    D@niel Guest

  18. lynx

    lynx ..........

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  19. #18 Gänseerpel, 11. Januar 2006
    Gänseerpel

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    Auszug aus dem Artikel
    Damit haben die Deutschen ja genügend Erfahrung
     
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  21. VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    Prof. Franz Bairlein (Almut kennt ihn im Zusammenhang mit einer anderen Thematik) zur Einschätzung der Verbreitung von H5N1 durch Zugvögel:

    "Bisher gab es keinen einzigen Fall, dass aus einem klinisch gesunden Wildvogel das H5N1-Virus isoliert werden konnte."

    Nachweise dieses Virustyps beträfen (auch nach Kenntnisstand der FAO) nur kranke oder tote Wildvögel, die in der Nähe von Geflügelfarmen oder Ansiedlungen entdeckt wurden.

    Bairlein:
    "Und es stellt sich die Frage, ob sie dann überhaupt noch weit fliegen können."

    Wären Wildvögel die direkten H5N1-Auslöser, dann hätte es auch schon im Herbst zu größeren Ausbrüchen kommen müssen.

    Die Gefahr, dass auf dem Vogelzug von Ende Februar bis Mitte Mai eine Einschleppung nach Mittel- und Westeuropa erfolgen könnte, schätzt Bairlein als gering ein.

    Drei Viertel der rund 200 mittel- und nordeuropäischen Zugvogelarten kehren über die Südwestroute aus dem westlichen Mittelmeerraum und Afrika zurück, weil die meisten die Alpen umfliegen. Weitere Arten kommen aus dem mittleren Nordafrika über Italien und die Alpentäler.

    Bairlein:
    "Nirgendwo dort wurde ein Fall von Geflügelpest gemeldet. Auch aus Afrika nicht, wo sich teilweise asiatische und europäische Vögel treffen und gegenseitig anstecken könnten.

    Gerade die rasante Ausbreitung der Geflügelpest in der Türkei ist für Bairlein (Zitat) "ein Parade-Beispiel, dass keine Zugvögel für die Ausbreitung verantwortlich sind. Da ist jetzt kein Vogelzug".

    Bairlein:
    "(...) wir gehen davon aus, dass gefährlich erkrankte Zugvögel keine umherfliegenden Killer sind. Sie sind Todeskandidaten."

    Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI) :

    "Es ist unwahrscheinlich, dass ein hochpathogenes aviäres Influenzavirus vom Subtyp H5N1 mit Zugvögeln auf direktem Wege von Asien nach Europa gebracht wird. Der Regel entsprechend ziehen östlich vom Ural brütende Wasservögel nach Südosten und Vögel, deren Brutgebiet westlich des Urals liegt, in südwestliche Regionen."

    Allgemein:
    Die im Verlauf dieser Forendiskussion des öfteren vorgenommenen Wertungen und Relativierungen in Bezug auf die "Zumutbarkeit" von gegen potenzielle Überträger gerichtete "seuchenpräventive" Massnahmen zum "Schutz menschlichen Lebens" unter Inkaufnahme und Anwendung von (unmenschlichen und teilweise unsinnigen) Methoden aus der mittelalterlichen Mottenkiste entbehren nicht eines gewissen Verlustes an "ethischer Reife". Hierin zeigt sich deutlich, wie sozusagen auf "Knopfdruck" noch so fragwürdige Handlungen und Massnahmen tolerierbar geredet werden, sobald das Wort "Seuche" dominiert.

    Schöne Grüße
    Volker
     
  22. #20 Gänseerpel, 12. Januar 2006
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    Corinna hat dieses sehr wichtige Dokument ausgegraben:

    Gutachten des Wissenschaftlichen Gremiums für Tiergesundheit und Tierschutz
    (AHAW) im Auftrag der Kommission über Tiergesundheits- und Tierschutzaspekte der
    Aviären Influenza

    Auszug:
     
Thema: Vogelgrippe, Hintergründe, Summary und Links
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