Vogelgrippe

Diskutiere Vogelgrippe im Forum Vogelgrippe / Geflügelpest im Bereich Allgemeine Foren - Die Vogelgrippe ist erstmals im Sommer in Europa unterwegs und die Lage ist sehr, sehr ernst. Achtung, die verlinkten Nachrichtenseiten zeigen...
Wo ist der Herd ? So weit weg kann er ja nicht sein.
Er kann auch weiter weg sein, da sich die Vögel untereinander anstecken. Gerade Schwarmvögel sind stark bedroht. Die Verluste auf dem gesamten Weg werden nicht protokolliert.
Wie kann der Virus in komplett geschlossene Geflügelzuchtanlagen eindringen ?

Indem er von anderen Tieren, einschließlich Mensch eingetragen wird.

Die Vogelgrippe (Aviäre Influenza) entsteht durch eine Infektion mit einem Influenza-A-Virus. Die Erkrankung betrifft vor allem Vögel, aber in seltenen Fällen auch Menschen. Am häufigsten sind Infektionen mit dem Virus-Subtyp A/H5N1.


 
Hallo Eric, hallo zusammen,

ja, all das fragen sich einige auch.

Irgendwo ist arg gesudelt worden sodass auch die Zugvögel Kraniche und Entenvögel u.a.angesteckt worden sind.
Und dann ist es einfach alles auf diese zu schieben, die dann während der Inkubationszeit noch relativ weit fliegen
und angeblich das Virus alleine verteilen.

Der Kranichzug ist hier in der mittelhessichen Durchzugsroute auffallend dünn im Gegensatz zum vorigen Jahr.
Ca. Mitte Oktober nur vereinzelte Tage an denen relaliv wenige Formationen durchzogen.
Jetzt seit über 1 Woche keine Kraniche mehr zu sehen oder abends zu hören.
Hoffentlich sind deren Verluste nicht riesig.

Gruß
Swift_w
 
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Exakt: Einschleppung über Futtertransporte, Personen, Fahrzeuge. Nicht Wildvögel.

Zugwege der Kraniche sind ziemlich bekannt. Also muss ein Ansteckungsherd im Raum Baltikum liegen. Die Befallenen Tiere auf eventuellen Zugwegen interessieren seltsamerweise kaum jemanden. Hauptsache es sind die Wildvögel und die Zuchtvögel kann man ja keulen, da gibts Entschädigung vom Staat.

WO haben die Kraniche das aufgelesen ? Wie kam es dorthin ? War ja keine schleichende Sache , sondern Bumm da ist es.
 
H5N1 ist ein Virus aus der Familie der Orthomyxoviren. Einige Varianten werden zu den Hochpathogenen aviären Influenza-Viren (HPAIV). Zu diesen gehört insbesonders der zunächst in China aufgetretene Asia-Typ. Er ist besonders virulent und ist auch schon mehrfach auf den Menschen übergegangen.

in einer minder pathogenen Form ist der Virus schon seit den 50iger bekannt.
Es gibt eine Reihe von Subtypen des Influena-A Virus.

A/H1N1 (Schweine) eine Variante von H1N1 könnte der Auslöser der spanischen Grippe gewesen sein.

A/H1N2, H1N3, H1N8
A/ H2N1, H2N2, H3N3
Analoges für H4 Typen, H5 Typen, H6, H7 usw. bis H18.
Gerade die H5 Typen (und höher) aviäre Influenza. verursachen H13/H14 wurde in Grindwalen gefunden.

s.a.


Herkunft (wickipedia.org)​

Chinesischen Forschern war es einer im Februar 2006 veröffentlichten Studie zufolge offenbar gelungen, den Entstehungsort der hochpathogenen H5N1-Variante einzugrenzen. Die Forscher hatten von Anfang 2004 bis Mitte 2005 auf Märkten in sechs südostchinesischen Provinzen mehr als 51.000 Enten, Gänse und Hühner untersucht und dabei festgestellt, dass ungefähr 2 von 100 Enten und Gänsen das Virus unauffällig in sich trugen. Auch in einigen Hühnern (0,26 %) kam das Virus vor. Sie konnten ferner drei regionale Cluster (Unterschiede) in den Genen der Viren nachweisen, und zwar mit Schwerpunkt in den südchinesischen Provinzen Guangdong, Hunan und Yunnan. Diese Unterschiede deuten den Forschern zufolge darauf hin, dass die Viren schon geraume Zeit zur Verfügung hatten, um sich zu verändern. Die chinesischen Forscher vermuten, dass A/H5N1 bereits seit mehr als 10 Jahren in Südchina zirkuliert, obwohl es erst 1997 den ersten großen Ausbruch in der Geflügelhaltung gegeben hat. Im Gegensatz zu den offiziellen politischen Institutionen Chinas gehen die Forscher auch davon aus, dass sich die Viren in Südchina in die heute bestehende hoch pathogene Variante entwickelt haben und von dort in die Nachbarstaaten gelangt sind; Virusproben aus Thailand ähneln nämlich sehr stark den Proben aus Guangdong.[21] Der beachtliche Durchseuchungsgrad der chinesischen Geflügelbestände mit A/H5N1 wird von Forschern auf die dort übliche Impfung vieler Tiere gegen Geflügelpest-Viren zurückgeführt, aufgrund derer viele Virusträger vor auffälligen Krankheitssymptomen geschützt sind.

Abstriche aus der Nase von 702 asymptomatischen indonesischen Schweinen, die zwischen 2005 und 2007 analysiert worden waren, erbrachten den Nachweis, dass 52 Tiere (7,4 %) mit A/H5N1-Viren infiziert waren.[22] Die Viren zeigten jeweils eine große Ähnlichkeit mit Vergleichsproben, die zur gleichen Zeit in der Nachbarschaft aufgrund von H1N1-Ausbrüchen unter Geflügel gewonnen worden waren; hieraus leiteten die Autoren die Vermutung ab, die Viren seien vom Geflügel auf die Schweine übergegangen. Eines der Virusisolate (A/swine/Banten/UT3062/2005) war aufgrund einer Mutation in der Lage, an einen Rezeptor zu binden, der sowohl bei Vögeln als auch beim Menschen in der Nase vorkommt. Diese Mutation war bis dahin aus Virusproben von Vögeln nicht bekannt, sondern mutmaßlich eine im Schwein vollzogene Anpassung an diese Tierart; die Mutation könne möglicherweise als Marker dienen für das Abschätzen des pandemischen Potentials auch anderer H5N1-Isolate.
 
Googeln kann ich selber. Das beantwortet aber keine meiner Fragen.
Ich wette , schon vor vierzig Jahren, als ich regelmässig am See die toten Enten und Taucher einsammelte waren welche mit Vogelgrippe dabei. Nur hats niemanden interessiert.

Meine Frage immer noch: Wie kommt die Sch.... jetzt so akut zu den Kranichen bei einer Inkubationszeit von höchstens 21 Tagen.

So weit weg kann der Herd ja nicht liegen und dass sie mit Enten und Gänsen zusammen kommen, war schon immer so. Was ist da Wo passiert ? Bei jeder anderen Krankheit würde man dem intensivst nachgehen.
 
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Dafür brauch ich nicht googeln, Fachbücher reichen nur ist es einfacher die Erkenntnisse zu kopieren als sie einzutippen.
Wer Zeit investieren möchte der möge den angehängten PDF Artikel lesen
 

Anhänge

  • FLI FAQ_ Hochpathogene Aviäre Influenza - FLI-Information-FAQ-Gefluegelpest-2024-08-02_bf.pdf
    1,9 MB · Aufrufe: 3
Gelesen und die Fragen bleiben immer noch. Einiges wird bestätigt, anderes als eventuelle Möglichkeit etc. betitelt.

Fact: Mehrere tausend Kraniche haben sich offenbar in kürzester Zeit und auch praktisch gleichzeitig angesteckt. Alles innerhalb der letzten zwei , drei Wochen. Herkunftsgebiet eher Baltikum.
In Finnland gabs offenbar viel weniger Vögel mit Anzeichen.
Es geht ja nicht darum irgendwelche "Schuldigen" zu finden, sondern den Ursprung und Grund zu der Misere, damit man vielleicht ein Andermal etwas dagegen unternehmen kann. Vorbeugen und nicht die Folgen aussitzen.
 
Hab schon Fotos gesehen, wo nach Ausstallungen der ganze Mist, inkl. toter Hühner einfach auf Feldern verteilt wurde.
KI generiert?

Wie kann der Virus in komplett geschlossene Geflügelzuchtanlagen eindringen ? Und nun sage keiner, da hätte halt im Vorbeiflug eine Ente genau die Ansaugleitung für Frischluft getroffen.

Z.B. über die Füße/Schuhe der dort tätigen Menschen.

Schaust Du hier: https://www.openagrar.de/servlets/M...derivate_00000891/Merkblatt-AI_2016-11-25.pdf
 
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Gain-of-function ?

Problem schaffen, Lösung anbieten = $$$$ - alles aus einer Hand, und nur zu unserem besten, ganz klar.

@ jan65: Doch, Gain-of-function gibt es. Ich habe am Beispiel Ukraine Frau Victoria Nuland mit eigenen Ohren gehört, als sie solche Labore im Congress zugegeben hat. Und sie ist nicht die einzige. Eine bulgarische Journalistin war in Georgien, hat Labore entdeckt die an Milzbrand rumforschen, was für diese Frau nicht ungefährlich war, und das nicht wegen der Bakterien.

Japan erschafft Frankenstein-Vogelgrippevirus mit neuen immunologischen Merkmalen

Fury as it's revealed US and Chinese lab are creating deadly viruses
 
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Papier ist geduldig. Das WWW noch viel mehr. Gehirn einschalten beim Lesen ist sinnvoll.
Immer dem Narrativ folgen, gehört so.

Ich vergleiche es mit einer durchorganisierten Rundreise in einem fremden Land. Nur das zu sehen was die Reiseleitung anbietet, bloss nicht die vorgegebenen Wege verlassen. Und dann nachher glauben man hat alles gesehen, kennt dieses Land.

Nur so als Beispiel, als Vergleich.
 
"Mein" texanischer Podcast:

If someone comes after my chickens, they become ventilated :D
 
Und was soll das jetzt mit dem seit den Beginn der 2000 Jahre unter Vögeln gasierenden Vogelgrippevirus zutun haben?
 
Und was soll das jetzt mit dem seit den Beginn der 2000 Jahre unter Vögeln gasierenden Vogelgrippevirus zutun haben?
Vielleicht dass viele gesunde Tiere getötet werden ? Geflügel bei welchen dieses Virus vielleicht gar nicht nachgewiesen wurde ? Ich weiss es nicht. Ich weiss nur, dass wenn ich selbst Hühner hätte, ich auch für ihr Überleben kämpfen würde.
 
Wenn der Vogelgrippevirus bei erkrankten oder verendeten Tieren im Bestand festgestellt wird, wird der gesamte Bestand gekeult. Das ist so.
Würde man den Bestand nicht keulen und die Erkrankung einfach durchlaufen lassen, würden ca. 90 % des Bestandes an dem Virus verenden. So ist es auch in den Wildvögelbeständen. Das konnte man sehr gut in den vergangenen Jahren an hunderten bis in die tausender gehenden Kadavern an Küstenvögeln in verschiedenen Regionen Welt weit sehen.

Wer Hühner oder anderes Hausgeflügel hat, ist im Umkreis von 10 km um eine befallene Geflügelhaltung angewiesen enorme Schutzmaßnahmen, wie Aufstallung, Biosicherheitsmaßnahmen wie Desinfektion der Schuhe, Stallkleidung, Kontaktverbot des Geflügels mit fremden Personen usw durchzuführen. Das ist ein enormer Aufwand für jeden Halter.

Ändern würde das ganze nur eine Impfpflicht für landwirtschaftlich gehaltenes Geflügel. Nur, das ist der Landwirtschaft und Politik bisher zu teuer!!!
 
Wer Hühner oder anderes Hausgeflügel hat, ist im Umkreis von 10 km um eine befallene Geflügelhaltung angewiesen enorme Schutzmaßnahmen, wie Aufstallung, Biosicherheitsmaßnahmen wie Desinfektion der Schuhe, Stallkleidung, Kontaktverbot des Geflügels mit fremden Personen usw durchzuführen. Das ist ein enormer Aufwand für jeden Halter.
Genau diese Aufstallung hat in der Vergangenheit bereits viele Vogelleben gekostet. Wenn ich nur an die Tragödien bei den Laufenten denke, sie sind nach der Aufstallung krank geworden, und vormals gesunde Tiere sind gestorben. Das ist einige Jahre her, blieb aber in meinem Gedächtnis hängen.
Ich erlaube mir einfach die Frage, ob das nicht alles ein bisschen hysterisch ist, und vor allem wo der Ursprung dieses Virus ist ?
Ändern würde das ganze nur eine Impfpflicht für landwirtschaftlich gehaltenes Geflügel. Nur, das ist der Landwirtschaft und Politik bisher zu teuer!!!
Problem schaffen, Lösung anbieten = $$$$ - alles aus einer Hand :?
 
Viren, haben im Gegensatz zu Bakterien, einige unangenehme Eigenschaften.

1.Bakterien können durch AB eliminiert werden, gegen Viren gibt es kein Mittel
2. Bakterien sind Lebewesen mit einem Stoffwechsel, während Viren sowohl lebendig als auch tot existieren. Im Polareis wurden Leichen gefunden die an der spanischen Grippe gestorben sind, die Viren fingen an sich zu vermehren sobald sie in ein entsprechendes Medium kamen .
3. Viele Viren besitzen auch eine entsprechende Überlebensrate außerhalb ihrer Wirte, indem sie in einem Zustand toter Materie verharren bis ein Wirt vorbeikommt.
4. Gegen die meisten gebräuchlichen Desinfektionsmittel sind Viren immun.
5. Viren mutieren sehr schnell so das jederzeit neue tödlichere Varianten auftreten können.
6. Viren gehören zur Evolution, ca 20 % unserer DNA ist Viren DNA. Hauptsächlich durch Retroviren.

Im Labor werden sie bei 134°C , Überdruck mindestens 60 Minuten , für Baktrien reichen meist 121°C und 20 Min. bei einen Überdruck von 3bar .

Welcher Landwirt kann so seinen Stall sterilisieren, d.h. alle Ecken und Kantern behandeln. Somit wird immer ein Teil übrigbleiben, der gerade auch bei der heutigen Geflügelhaltung wenn die Abwehr herabgesetzt ist (vorausgesetzt sie haben eine, was bei der Massentierhaltung fraglich ist) wieder eine Angriffsfläche finden.

Ganz zu schweigen in Naturgebieten, Seen, Ufer etc. Währen des Vogelzugs ist die Abwehr der Zugvögel meisten durch äußere Faktoren herabgesetzt, Die Nahrung besitzt ( durch Klimawandel) nicht den Nährwert den sie früher hatte, extrem wetter, kalt nass und windig, setzten die Abwehrkräfte unter Druck

D.h. der Virus ist nicht weg. Es existiert aber kaum Material über die einzelne Varianten der Influenza A Viren.


Helfen tut bisher nur eine Impfung, welche aber selbst bei dem gebräuchlichen Grippe Virus nur zu etwa 60 % wirksam ist oder entsprechende Immunstärkung.

Wer mehr wissen möchte
 
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Thema: Vogelgrippe

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