Bei allen Virentest sollte (Borna, PBDF Influenza usw) zum gesicherten Nachweis
1. immer eine Feder, Blut und Gewebeprobe oder Nasen-und Rachenabstrich) (vom Virus abhängig) genommen werden.
2. Das Ergebnis einer mittels PCR gewonnenen vervielfältigten DNA oder RNA ist stark abhängig vom Einsatz der spezifischen Reagenzien. So sollte die z.B. Polymerase und Primer, sowie das Reaktionsmedium. genau auf den jeweiligen Virustyp passen. Für H5N1 sollte ein Rachenabstrich oder Nasensekret mit spezifischer RT-PCR (Nukleinsäurenachweis) durchgeführt werden.
Labordiagnostik sollte mindestens eine der folgenden Methoden beinhalten:
1.Nukleinsäurenachweis (RT-PCR) [Goldstandard]
2. Serologische Differenzierung oder molekulare Typisierung
3. Vierfacher Titeranstieg spezifischer Influenza-Antikörper (keine klinische 3. Bedeutung mehr, da nur im Abstand von 2–4 Wochen zuverlässig messbar)
Anmerkung:
Rt-PCR (Reverse Transkriptase Polymerase-Kettenreaktion)
Die RT-PCR (Reverse-Transkriptase-PCR) dient zum
RNA (Ribonukleinsäure) Nachweis, indem man sich das Enzym Reverse Transkriptase zur Nutze macht. Sie ist in der Lage aus einem RNA Abschnitt eine cDNA (
complementary DNA) herzustellen, die dann über eine Polymerase Kettenreaktion vermehrt werden kann. Der „Umweg“ ist notwendig, weil die DNA Polymerasen keine RNA vervielfältigen können.
Die Methode dient zum Beispiel dazu die Erbinformationen(=
Genom) von RNA-Viren zu ermitteln, was in der medizinischen Diagnostik von großer Bedeutung ist.
Bedeutet das ein sicherer Nachweis nur in entsprechend ausgerüsteten Laboren stattfinden kann.
Das ist jetzt alles sehr vereinfacht zusammengefasst.
Falsch positive Ergebnisse sind auch bei einfachem PCR relativ selten, während falsch negative Ergebnisse häufiger auftreten. Deshalb sollte diese Tests auch mindestens 2 mal erfolgen.