Vogelschwund

Diskutiere Vogelschwund im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo, gravierender Vogelschwund in Nordamerika: Zeitraum von 50 Jahren: Zahl der Vögel in Nordamerika ist um ein Viertel gesunken - SPIEGEL...

  1. Quak

    Quak Foren-Guru

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  2. #2 harpyja, 20.09.2019
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    Bei uns geschieht das gerade auch, schon jahrelang, und es wird sich deutlich verschlimmern.

    Ich komme gerade von der Demo und würde hier so gerne so viel dazu schreiben, aber ich weiß, dass dieses Forum unpolitisch ist... (was auch gut so ist)
     
  3. #3 Kolibrix, 20.09.2019
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    Kolibrix Neues Mitglied

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    Auch Ich kann dazu nur Sagen : Siehts bei uns anders aus ?? Viele Grüsse.:nonono:
     
  4. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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  5. #5 swift_w, 20.09.2019
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  6. owl

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    Sehr deprimierend. Während NABU, Alberst-Schweitzer-Stiftung (nur Beispiele) und wie sie alle heissen, mit aller Kraft für den Artenschutz kämpfen....
    • werden Pestizide weiterhin versprüht
    • werden Lebensräume weiter zerstört, in unserem Lkr ganz arg schlimm für Mountainbike-Trails, noch mehr Wanderpfade usw.
    • Nahrungsgrundlagen werden zerstört, z.B. weniger Insekten zu jagen, Artensterben bei vielen Wildpflanzenarten, keine Beerensträucher mehr in den Gärten, nur Bambus und Geranien.
    • Bäume und Hecken werden oftmals ohne Notwendigkeit gefällt
    • Haustiere dürfen ungehindert wildern, find ich gar nicht ok
    • Mähroboter
    und mit Sicherheit gibts noch einige mehr.

    Vieles oder das meiste davon finde ich nicht wirklich notwendig :nonono:

    manches von dem Aufgezählten liese sich evtl. ändern. Wo ein Wille ist..........
     
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  7. #7 swift_w, 21.09.2019
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    Hallo owl und Mitleser*innen,

    ja, so sieht's leider aus.
    Dein Beitrag gefällt mir - der Inhalt/Tatsachen gar nie nicht.
    Hinzu kommen u.a. noch die "abartigen ökologisch toten Schottergärten."

    Als Vogelschützer fällt mir u.a. der dramatische Rückgang von 2 spätheimkehrenden Zugvogelarten auf
    - nämlich Gartenrotschwanz und Trauerfliegenschnäpper. (Desweiteren Grauschnäpper, Neuntöter u. Wendehals sowieso).
    Beide erstgenannten Arten kamen bis vor ca. 10 Jahren in meiner Umgegend noch einigermaßen vor;
    mehrere Bruten in von unserer Nabu-Gruppe betreuten Nistkästen.
    Seit 5 Jahren fast totale Fehlanzeige; nur in ganz wenigen Fällen mal einen gesehen oder gehört.

    Obwohl der Gartenrotschwanz ja wohl wieder aus der Roten Liste herausgenommen wurde.

    Wenigstens gibt's einige Teilerfolge; siehe unten in meinen Links.

    VG
    Swift_w
     
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  8. #8 Gast 20000, 21.09.2019
    Gast 20000

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    Haussperlinge zum Beispiel sind in den letzten 60 Jahren um 90% zurück gegangen. Feldsperlinge noch höher.
    Warum der Gartenrotschwanz von der Liste verschwunden ist, erschließt sich mir nicht. In Nordwestfalen verschwanden sie schon 1960. In der Nachbarschaft waren bis dato min. 3 Paare angesiedelt. An meinem neuen Wohnort im Westen Kölns, ( seit 30 Jahren) gab es noch nie welche.
    Von anderen Vogelarten wollen wir gar nicht erst reden...
    Meine Beobachtungen von 1955 bis heute.
    Gruß
     
  9. #9 Alfred Klein, 21.09.2019
    Alfred Klein

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    Man muß ja nur in den Wald gehen. Eine derartige Totenstille, auch im Frühjahr, war noch vor 20 Jahren nicht vorstellbar.
     
  10. #10 harpyja, 21.09.2019
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    Stille würde ich es noch nicht nennen, aber es ist schon sehr viel weniger geworden.
    Ich kann erst den Eindruck von 20 Jahren wiedergeben, aber auch der ist schon deutlich. Bei meinen Eltern habe ich abends Wachteln gehört und in den Feldgehölzen waren immer Neuntöter und Goldammern unterwegs. Die Neuntöter sind schon seit 10 Jahren weg, Wachteln auch, und die Goldammern haben sich mindestens halbiert, obwohl die Büsche und Felder immer noch genau so da sind - daran merkt man, dass es echt an der fehlenden Nahrung liegt.

    In den Sommerferien 1998-2003 waren wir immer an der Ostsee im Urlaub und nach der Ankunft musste mein Opa als erstes die Windschutzscheibe putzen, ich erinnere mich auch noch gut an den Geruch von dem verschmorten Insektenbrei auf dem Kühlergrill. Kürzlich bin ich den Weg zur selben Jahreszeit selbst gefahren, da war überhaupt nichts an der Scheibe...
     
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  11. #11 esth3009, 21.09.2019
    esth3009

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    schon 1962 wurde darauf aufmerksam gemacht
    Der stumme Frühling
    oder als kurze Zusammenfassung
    Das Artensterben beginnt nicht erst mit Glyphosat sonder seit dem Beginn der Industrialisierung sterben Arten rasend schnell aus und der Ressourcenhunger ist stetig gestiegen. Aber das Artensterben hat schon mit dem Auftritt dre Homo Sapiens Sapiens vor 0,1 Mailionen Jahren auf der Bühne der Evolution begonnen..
    Artensterben - Der Mensch verdrängt eine Million Arten

    Eine einfache Überlegung kann verdeutlichen warum wahrscheinlich alle Anstrengungen nichts bringen. Der Lebensraum der Erde ist begrenzt und die Menschheit wächst rapide an, da müssen andere Arten einfach weichen oder ein Nischendasein im Zoo fristen. Vor 10 000 Jahren gab es ca 5 000 -10 000 Menschen. Die heutige Weltbevölkerung beläuft sich auf auf rund 7 700 000 000 Menschen und 220 werden es über 8 000 000 000 sein.



    Für mich heißt das , um die Art homo sapiens sapiens überlebensfähig zu machen gibt es nur eine Schlussfolgerung: Wir brauchen eine globale Katastrophe um die Weltbevölkerung rapide zu senken. Nur das ermöglicht anderen Arten das Überleben wenn es früh genug passiert. Jeden Tag sterben um die 150 Arten aus, meistens unbemerkt und einige noch gar nicht richtig bekannt.

    Übrigens homo sapien sapien = weiser, kluger, verständiger Mensch
     
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  12. Quak

    Quak Foren-Guru

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    Hallo,

    Der früheste Beleg für Homo sapiens ist ein auf 315 000 Jahre datierter Schädel aus Marokko.

    Quatsch, laut Wikipedia waren es zu diesem Zeitpunkt bereits 5-10 Millionen.

    Da empfehle ich mal ganz dringend diese Lektüre: Klimakrise: Die Bevölkerungsexplosion fällt aus

    Seit ich einen 10 000 Volt-Zaun um meinen Garten habe, brüten bei mir Goldammern. Hier sind das Problem eindeutig die Katzen gewesen. Über den Winter hab ich immer massig Goldammern im Garten, die meinen Schweinen das Futter klauen.

    Ich glaube auch, das ist der Hauptpunkt, v.a. für Insektenfresser bzw. Arten, die für die Aufzucht ihrer Jungen auf Insektennahrung angwiesen sind.

    Auf der anderen Seite hat sich innerhalb der letzten 30 Jahre doch auch einiges zum Positiven gewendet: Fischreiher waren vor 30 Jahren hier bei uns noch eine absolute Rarität, jetzt steht alle 50m einer am Straßenrand. Kormorane und Störche gabs in meiner Kindheit bei uns auch nicht. Jetzt schon. Und wer hätte vor 25 Jahren geglaubt, dass es auf der Schwäbischen Alb jemals wieder Kolonien von Bienenfressern geben würde?

    Also wenn man was für die Natur tut, wird das von der Natur schon belohnt, aber untätig auf einen Meteoriten warten und jammern ist natürlich bequemer und einfacher.

    Viele Grüße
     
  13. owl

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    Hallo Swift_w

    Lieber wäre mir gewesen, mein Beitrag, oder vielmehr der ganze thread wäre gar nicht nötig.

    Deine verlinkten threads gefallen mir deutlich besser. Ich ziehe meinen Hut vor euch allen, die ihr den Mauerseglern mit sehr viel Engagement Brut- und Aufzuchtmöglichkeiten zur Verfügung stellt :beifall:
    Danke für die Links dazu.
     
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  14. owl

    owl Foren-Guru

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    Möglichst viele Insekten in den Garten locken, den Würmern und Käfern in der Erde nicht mit Pestiziden oder Laubsaugern zu Leibe rücken, dazu Vogelnährgehölze pflanzen.... ich denke da sollte doch in jedem Garten ein kleines Plätzchen frei sein, um den Vögelchen ein bisschen Nahrung anbieten zu können.
     
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  15. Quak

    Quak Foren-Guru

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    Hallo,

    Also das halte ich für einen Irrtum. In meiner Nachbarschaft haben Leute teils 2000qm Englischen Rasen, außenrum Thuja- und Kirschlorbeerhecken, und dann hängen sie irgendwo ein Insektenhotel an einen Baum oder die Hauswand und fühlen sich als Naturfreunde und Umweltschützer. Aber das reicht einfach nicht.

    Da gehört schon mal ein grundsätzliches Umdenken her. Z.B. dass man bei der Auswahl der Gehölze einheimische Arten bevorzugt, auch wenn die durch Laubfall oder Früchte mehr Arbeit machen. Dass man den Rasen im Garten nicht wöchentlich mäht. Das man für den Baum- und Heckenschnitt eine Gartenecke einplant, wo er verrotten kann. Dass man den Komposthaufen im Garten offen gestaltet usw. Das muss ein Gesamtkonzept sein. Irgendwo eine kleine Ecke echte Natur im Garten als Alibi ist nicht genug.

    Viele Grüße
     
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  16. #16 Peregrinus, 22.09.2019
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    Das stimmt so nicht. Das Artensterben hat bereits mit dem Beginn des Lebens auf der Erde begonnen. Arten kommen und gehen, genau wie Individuen. Die Lebensdauer einer Art auf der Erde ist begrenzt. M. W. gibt es keine einzige Art, die seit Beginn des Lebens unverändert auf der Erde lebt. Die größten Artensterben waren weit vor dem Menschen. Der Mensch mag Artensterben beschleunigen, die grundsätzliche Ursache dafür ist er aber nicht.

    Im Übrigen ist der Mensch nichts anderes als ein Säugetier. Und auch andere Tierarten beschleunigen Artensterben. Der Mensch in besonderem Maße, das steht außer Frage, aber er ist kein Alien, sondern nur ein besonders rücksichtslos lebendes Tier, das über kurz oder lang seine eigene Existenz auslöschen könnte.

    VG
    Pere ;)
     
  17. #17 Alfred Klein, 22.09.2019
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    Und sehr wahrscheinlich auch tut. Es ist ein einfaches Naturgesetz daß eine Art, welche auch immer, wenn sie sich unverhältnismäßig vermehrt ihre eigenen Existenzgrundlagen vernichtet. War schon immer so und wird sich nicht ändern.
     
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  18. #18 swift_w, 22.09.2019
    Zuletzt bearbeitet: 22.09.2019
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    swift_w Foren-Guru

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    Hallo Sonja u. Mitleser*innen,

    danke sehr.

    Noch lieber als "das Hütchen ziehen" wäre uns wenn möglichst viele Vogelfreunde mitmachen würden bei solchen
    Gebäudebrüterschutz-Aktionen, damit u.a. einige Arten in Ortschaften noch möglichst lange einigermaßen über die Runden kommen.
    Beispiele u.a. mit Fensterbank-Kästen:

    Mauersegler-Ansiedlung

    Junge Hausrotschwänzchen im Flugloch des Seglerkastens:
    Mauersegler-Ansiedlung

    VG
    Swift_w :0-
     
  19. #19 terra1964, 22.09.2019
    terra1964

    terra1964 Foren-Guru

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    Es ist hier auf dem Lande praktisch unmöglich Insekten in den Garten zu locken wenn Landwirte 100 Meter weiter Insektizide sprühen. Dabei verurteile ich nicht den einzelnen Landwirt denn der muß ja mitmachen wenn er nicht untergehen will.
    Hier ist der Gesetzgeber in der Pflicht.
    Gruß
    Terra
     
  20. #20 esth3009, 22.09.2019
    esth3009

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    Es gab in der Erdgeschichte 5 große Massenaussterben, die alle auf Naturereignisse ( Klimawandel, Kometen, Vulkane, Gammablitze ) zurückzuführen sind. Keines dieser Massensterben wurde durch nur eine Art verursacht. Das 6. Massenaussterben ist durch den homo sapiens sapiens verursacht. Der Mensch hat die Erde so verändert, so das sie nie wieder das sein wird was sie mal war. Inwieweit sich die Arten anpassen (der Mensch eingeschlossen) können wenn Ihnen Lebensraum und Nahrung fehlt ist zweifelhaft.
    Keine Tierart diesen Planeten, frisst sich so wie der Mensch weiter durch diesen Planten, schlägt seine Zähne in die Regenwälder, saugt die Rohstoffe aus den Böden, frisst die Ozeane leer, zermalmt den reichen Boden der Erde zu Agrar-Sand, um seine gentechnisch veränderten Samen zu sähen. Und verschließt seine Augen in Ignoranz.

    Und Ich: Die Menschheit schafft sich ab


    PS:
    Man muss Fehler nicht derart kommentieren, richtigstellen hätte gereicht.
     
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