Einen Schallschutz anzubringen macht nur Sinn, wenn man die komplette Wohnung damit versehenen würde, denn wenn Papageien mal loslegen, bleibt der durchdringende "Klang" nicht nur in dem Raum wo sie untergebracht sind (z.B. ein separates Vogelzimmer), sondern verteilt sich auch auf die anderen Räume. Ist das Haus hellhörig, nichts isoliert (in Häusern älteren Baujahres oft der Fall), dringt der Schall auch durch Wände, Böden und Decken.
Man sollte auch unterscheiden zwischen Schallschutz und Schalldämmung, bei letzterem wird zwar die Lautstärke gedämmt, allerdings bei hoher Empfindlichkeit ist diese immer noch außerhalb der Wohnung wahrnehmbar.
Es gibt ne ganze Menge Möglichkeiten für Schallschutz und/oder Schalldämmung....hier die verschiedenen Schallabsorber aufzuzählen, zu erläutern wie sie funktionieren, wäre viel zu zeitaufwendig.....wie Alfred bereits erwähnt hat, einfach mal googeln, im Netz gibt es viele gute Infos und auch Angebote darüber, auch die Hilfe von Fachleuten wie z.B. einem Ingenieur oder Akustiker wäre sicher aufschlussreich.
Zwei Faktoren sollte man allerdings bei einem solchen Vorhaben nicht außer Acht lassen. Das wäre zu einem der enorme Kostenaufwand, zum anderen, in einer Mietwohnung muss bei einem Auszug alles wieder in den ursprünglichen Zustand zurückgesetzt werden, heißt, bauliche Veränderungen müssen rückgängig gemacht und nachträgliche Einrichtungen entfernt werden. Sollte vorher gut durchdacht und überlegt werden, ob man diesen Aufwand mit den damit verbundenen Kosten auf sich nehmen möchte und es auch später noch finanziell stemmen kann.
"Schallschluckende" Stoffe, Bilder zur Schalldämmung, Eierkartons an Wänden, doppelter Fußboden mit Dämmung und der ganze andere Nonsens, der angeblich Abhilfe gegen Lautstärke schaffen soll, kann man getrost vergessen...... das Geld dafür kann man sich sparen, effektiv geht ganz anders.
Dies sind Erfahrungen, die ein Mitglied meiner Familie leider selbst mit dem "über"empfindlichen Gehörgang eines einzigen Nachbarn machen mußte, was dann irgendwann zur Folge hatte, dass die Vögel aus der Wohnung entfernt werden mußten. Als Mieter, selbst als Wohnungseigentümer zieht man bei einer solchen "Problematik" immer den kürzeren und es ist völlig nebensächlich, wie lange man schon Mieter/Eigentümer einer/seiner Wohnung ist und ob einem andere Nachbarn die "Stange halten".
@V empumpkt
Ich würde Dir empfehlen mit dem Nachbarn das persönliche Gespräch zu suchen, um eine gemeinsame, für beide Seiten akzeptable Lösung zu finden.