Volierenbau, Fragen wegen Schadnagern

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  1. GeorgB.

    GeorgB. verstorben am 5.7.2013

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    Hallo wp,

    In Vorwegnahme Deiner kommenden Frage hier mal eine Übersicht der Wirkstoffe aus der 1. und 2. Generation sowie eine Übersicht wie die Aufnahmemenge abnimmt wenn der Wirkstoff über mehrere Tage gefressen wird.

    Aus der „2. Generation“ der Antikoagulantien sind in Deutschland bisher nur die Wirkstoffe
    Bromadiolon und in geringem Umfang Difenacoum von Resistenz betroffen. Die drei „jüngsten“ Wirkstoffe Brodifacoum, Flocoumafen oder Difethialon sind noch uneingeschränkt wirksam. Allerdings sind dies unter den Antikoagulantien auch die drei Wirkstoffe mit der höchsten Toxizität nicht nur für Ratten, sondern auch für Nichtzielarten wie Haus- und Wildtiere (Pelz,1990). Diese können bei nicht sachgerechter Auslage primär, durch direkte Aufnahme der Ködersubstanz geschädigt werden sowie auch sekundär, z. B. beim Fraß von Individuen, die infolge der Mitteleinwirkung bereits geschwächt sind. Aus diesem Grunde sollten diese Wirkstoffe nur dort angewendet werden, wo keine Alternativen bestehen. Außerhalb des Resistenzgebietes
    lassen sich nach wie vor ausgezeichnete Bekämpfungserfolge mit den Wirkstoffen der „1. Generation“ bei der Wanderrattenbekämpfung erzielen, die deshalb überall dort die erste Wahl sein sollten, wo keine Resistenzprobleme bestehen.

    Wirkstoff LD50 mg/kg akut oral LD50 mg/kg x Tage
    (mehrfach akut oral)
    1 . Generation
    Warfarin 10-20 1,0 x 4-5
    Coumatetralyl 15-30 0,3 x 5
    Chlorphacinon 20,5 ?

    2. Generation
    Difenacoum 1,8-3,5 0,1 6 x 5
    Bromadiolon 1,3 0, 06-0,14 x 5
    Brodifacoum 0,2-0,37 0, 04-0,14 x 5
    Flocoumafen 0,2-0,56 ?
    Difethialon 0,4-0,62 ?

    Erklärung am Beispiel Warfarin:
    Die akute tödliche Dosis liegt bei 10-20 mg pro kg Körpergewicht. Verweigert die Ratte den Köder oder "probiert" ihn nur an, nimmt sie nicht entsprechend genug Wirkstoff auf. Probiert sie ihn jedoch über 4-5 Tage sinkt die Aufnahmemenge auf 1 mg pro kg Körpergewicht.

    Zu Deiner Frage: Die Wirkungsweise bei Nichtzieltieren ist die gleiche wie bei den Schadorganismen. Die Aufnahmemenge des Wirkstoffes ist abhängig vom Verdauungsapparat des Nichtzieltieres. Näheres findest Du auch im Thread: Kleine Wirkstoffkunde So weiß ich vom Wirkstoff Brodifacoum das die Aufnahmemenge 250 gr beim Hund pro 5 kg Körpergewicht und 2000gr bei der Katze ist. Natürlich nur ca. Werte vom Hersteller. Dies gilt für die akute Toxizität. Bei mehrmaliger Aufnahme verringert sich der Wert. Um wieviel ist mir aber nicht bekannt.

     
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