Vorsichtiger Neuling aus Sachsen ... trotz viel Recherche immer noch unsicher ...

Diskutiere Vorsichtiger Neuling aus Sachsen ... trotz viel Recherche immer noch unsicher ... im Sperlingspapageien Forum im Bereich Papageien; Hallo liebe Papageienfreunde, Ich bin Rudi und ich hege seit vielen Jahren den Wunsch mir fliegende Hausgenossen anzuschaffen. Aber bisher habe...

  1. #1 Rudi11g, 11. August 2013
    Zuletzt bearbeitet: 11. August 2013
    Rudi11g

    Rudi11g Mitglied

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    Hallo liebe Papageienfreunde,

    Ich bin Rudi und ich hege seit vielen Jahren den Wunsch mir fliegende Hausgenossen anzuschaffen. Aber bisher habe ich das immer verschoben da mir immer bewusst war das man das vernünftig planen muss und nicht einfach aus dem Bauch heraus entscheiden kann (wie man sich ja üblicherweise auch nicht mal nebenbei entscheidet Kinder zu bekommen...). Nun habe ich viele Beiträge gelesen, versucht mich über Arten und deren Besonderheiten informieren und bin aber leider immer noch nicht wirklich sicher über ob, wie und was ... :?:?

    Darum frage ich mal hier in den einzelnen Unterforen nach den Arten die mich interessieren - und da ich blutiger Anfänger bei der Papgeienhaltung bin frage ich zunächst was Grundlegendes:

    Sperlingspapageien stehen auf meiner Liste weil ich glaube das sie auf Grund ihrer geringen Größe für mich als Anfänger einfacher zu halten sind als andere, größere Arten. Da ich überhaupt keine Ahnung habe ist dies u.U. schon ein Fehler - hier würde mich Eure Meinung interessieren:

    + Ist für einen Anfänger ein Sperlingspapageienpärchen in einer Zimmervoliere mit etwa 1,20 x 0,80 x 0,80 ein guter Start oder erfordert die Art trotz ihrer geringen Größe dann doch mehr Raum ?
    Freiflug ist in einer Mietwohnung mit großen, hellen und hohen Zimmern aber auch selbstverständlich viel und oft explizit vorgesehen - nur wenn ich nicht zu Hause bin möchte ich sie ungern unbeaufsichtigt durch die Räume fliegen lassen, möchte aber das sie dann in der Voliere trotzdem genug Platz & Spass haben können ...
    Ich empfinde die vorgeschriebene Mindestgröße von 1,00 x 0,50 x 0,50 irgendwie implizit zu klein 8o ... aber will auch nicht gleich ein "Vogelzimmer" vorsehen müssen (... obwohl diese Möglichkeit prinzipiell bestünde und ich das als langfristigen "Plan" im Hinterkopf habe falls mir meine Vögel dann evtl. so ans Herz gewachsen sind das ich keine Aufwände scheuen und Ihnen sogar so einen kleinen "Palast" spendieren würde :D )

    + Gibt es Unterschide bei den Unterarten bzgl. Empfindlichkeit, Scheu und nicht zuletzt Lärm?

    Dann die Pärchenfrage: Da ich nicht vorhabe zum Züchter zu werden, erwäge ich die Haltung eines gleichgeschlechtlichen Paares. Bin aber unsicher ob das überhaupt empfehlenswert ist oder etwa gar nicht wirklich artgerecht. Ich möchte aber den Tieren auch die Freude eines andersgeschlechtlichen Partners nicht verwehren ... darum meine Frage dazu:

    + Ist es artgerechter und evtl. auch interessanter (anderes Sozialverhalten?) für mich als Halter ein 1,1 Paar zu bilden oder ist eine 0,2 Kombination auch in Ordnung? Wäre eine 2,0 Haltung schwieriger?

    + Falls eine 1,1 Haltung zu empfehlen ist - reicht es aus ihnen keine Nistmöglichkeiten (Box etc.) zu bieten um Nachwuchs zu "verhindern"?
    ( ich weiss das klingt irgendwie fies - die Tiere sollten ja auch in ihrer biologischen Artentfaltung nicht von uns "ausgebremst" werden ... aber ich wüsste einfach gar nicht was ich mit Nachwuchs machen sollte ... und weiss auch nicht ob ich bereit wäre die Eier dann abzukochen wie ich es hier schon gelesen habe ...)

    Da ich erwäge Jungtiere zu nehmen um mit ihnen sozusagen "von klein auf" zusammenzuleben und alles mitzuerleben:

    + Wie jung dürfen bzw. sollten die Tiere maximal sein (also nach dem mind. futterfest-Alter) damit ich zumindest versuchen kann sie noch so an mich zu gewöhnen das sie als "handzahm" (was immer das genau bedeutet...) bezeichnet werden können und ich weniger Schwierigkeiten hätte wenn sie mal zum Tierarzt müssten...? Sind Jungtiere die ich beim Züchter aus einem größeren Schwarm kaufe eher schwieriger zu "zähmen" ?

    Ich habe Sperlingspapageien auch darum auf der Liste weil ich ich noch nicht weiss wie mein Leben und meine Einstellung zur Vogelhaltung in der Zukunft aussieht und darum möchte ich nicht gleich mit einer großen, empfindlichen und langlebigen Art beginnen - darum die vorletzte Frage:

    + Wenn ich mich für Sperlingspapageien entscheide - mit welcher Lebenserwartung der Tiere kann ich nach euren evtl. langjährigen Zuchterfahrungen ungefähr rechnen? Variiert die Lebenserwartung stark zwischen den einzelnen Unterarten?

    Letzte Frage - denn die ganze Leserei bringt nichts wenn man die kleinen "Racker" :zwinker: noch nie live gesehen hat:

    + Gibt es hier im Forum jemanden aus Sachsen oder gar aus dem Grossraum Dresden bei dem ich mir die Tiere einfach mal live und in Farbe ansehen könnte ? :~:~:~

    Ich danke Euch fürs Lesen und würde mich über Eure ausführlichen Antworten und Meinungen dazu freuen. Unter Umständen mache ich mir ja zu allen diesen Themen auch zu viele Gedanken - aber ich nehme diese Anschaffung recht Ernst und halte es also lieber mit Vorsicht. Und da hier alle viel mehr Erfahrung haben kann ich ja evtl. davon zehren ... :)

    Nochmal Danke & liebe Grüsse aus Dresden :0-
    Rudi
     
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  3. Isrin

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    Hallo Rudi,
    willkommen bei den Sperlihaltern und im Forum!

    Ich finde es sehr schön, dass du dir vor der Anschaffung Gedanken machst und nachfragst - meist ist es eher umgekehrt der Fall, da kommen die Fragen, wenn Probleme auftauchen.

    Ich kann dir nur über Blaugenicksperlinge berichten, die ich im Schwarm (5 Paare) halte.
    Angefangen habe ich vor 17 Jahren ebenfalls als blutige Anfängerin mit einem Paar. Da liest du es schon "Paar", denn Papageien sollten immer einen gegengeschlechtlichen Partner haben. Auch wenn sie sich paaren, mußt du nicht befürchten, dass sofort Eier gelegt werden - um sie zur Brut zu animieren, gehört etwas mehr, du kannst es durch Futter und Licht beeinflussen.

    Die Volierengröße, die dir vorschwebt, reicht für 1 Paar Sperlingspapageien. Wenn du in verschiedenen Ebenen einrichtest, wird auch die gesamte Höhe/Breite genutzt. Je größer die Unterkunft, desto schöner natürlich für die Vögel.

    Ob Vögel zahm werden, hängt von ihnen ab. Jede Annäherung sollte vom Vogel ausgehen - auf keinen Fall sollte er zu irgendetwas gezwungen werden. Wenn er der Hand ausweicht, auf keinen Fall hinterher fassen, sondern die Hand zurück ziehen.
    Von meinen 10 ist eine so zahm, dass sie mir aus der Hand frißt oder sich mal von allein auf meinen Kopf setzt - alle anderen sind zwar nicht scheu, vermeiden aber den direkten Kontakt.
    Wenn es denn mal sein muß, werden sie mit dem Kescher eingefangen - kein Problem für die Vögel, sie wissen, dass ihnen nichts passiert.

    Wenn du beim Züchter kaufst, sollten die Vögel zumindest 3 Monate alt und keine Handaufzuchten sein. Handaufzuchten bereiten immer viele Probleme, weil sie auf den Menschen geprägt sind - sie haben vergessen ein Vogel zu sein.

    Meine älteste Henne ist 12 Jahre alt. Alle verstorbenen Sperlinge von mir waren zwischen 8 und 12 Jahre alt. Ich habe aber auch schon von älteren Sperlingespapageien gehört.

    Mach dir nicht zu viele Gedanken - wir alle waren mal Anfänger und haben an und mit den Vögeln gelernt.
    Wenn du dich mit ihnen beschäftigst, merkst du nach kurzer Zeit, dass sie sich mitteilen können und dich merken lassen, was sie möchten.

    Ich hoffe, ich bin auf deine Fragen eingegangen - wenn nicht, melde dich einfach noch einmal.
     
  4. WHasse

    WHasse Foren-Guru

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    Hallo Rudi,

    herzlich willkommen bei uns "Grummschnäbel-Verrückten". Ich wohne zwar nicht in der Landeshauptstadt, aber nur eine knappe Autostunde entfernt in einer Kleinstadt bei Chemnitz.
    Gerne kannst du bei mir mal über die Schulter gucken. Bei mir gibt es zur Zeit viel zu sehen* und ich habe noch eine Woche "Heimaturlaub". Wenn du Interesse hast, dann melde dich mal per PN.

    * 4 Arten von Sperlingspapageien, Nympen, Plattschweifsittiche, Graupapageien und zur Zeit "div. Nachwuchs"
     
  5. Rudi11g

    Rudi11g Mitglied

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    Hallo Isrin,

    Danke für die blitzschnelle Antwort :)

    Also heißt das, das man gleichgeschlechtliche Paare überhaupt nie in Erwägung ziehen sollte? Und verstehe ich deine Aussage richtig das ich ihnen spezielles Futter und spezielle Lichtbedingungen bieten müsste um sie überhaupt zum Brüten zu bekommen? Wenn ich also diese bestimmten Bedingungen vermeide legt die Henne also auch nie Eier ?
    Lässt sich die Biologie echt so simpel austricksen ??

    Und obwohl du jetzt nur Blaugenick-Sperlingspapageien kennst ( gab es in deinen Anfängertagen nur diese Unterart bzw. hatte der Züchter deines Vertrauens nur diese? Oder wolltest du genau diese Art?) - hast du evtl. auch aus Berichten hier im Forum ( die ich noch nicht gelesen habe) trotzdem irgendwelche Vergleiche bezüglich unterschiedlichen Hürden bei der Haltung als auch bei der Lebenserwartung von anderen Sperlingsarten?

    Ansonsten vielen Dank für die ausführliche Antworten - wirklich tolle Hilfe :beifall:

    Gruss
    Rudi
     
  6. Rudi11g

    Rudi11g Mitglied

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    Das nenn ich einen schönen Zufall :zustimm: ... ich schreib dir mal ne PN!
     
  7. Isrin

    Isrin Foren-Guru

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    Hallo Rudi,
    spätestens, wenn die Sperlis geschlechtsreif werden, gibt es Stress in einer gleichgeschlechtlichen Haltung.
    Ausnahme: Die Vögel haben sich selbst für eine gleichgeschlechtliche Beziehung entschieden - auch das gibt es!
    Es gibt zwar Halter, die sich bewußt für nur 1 Geschlecht entscheiden, die auch abstreiten, dass es Probleme gibt - aber es gibt sie. Die Vögel sind nicht ausgeglichen, streiten und beißen vermehrt.

    Außer Blaugenicksperlingen werden häufig noch Augenringsperlinge gehalten, Gelbmaskensperlinge seltener - alle anderen Arten sind eher in Züchterhand.

    Augenring- und Gelbmaskensperlinge sind wohl in der Haltung ähnlich wie Blaugenick. Ich hoffe, die Halter dieser Arten werden sich auch noch zu Wort melden, denn es gibt sie hier im Forum :p


    Wenn du ihnen "magere, schlechtere Zeiten" vorgaukelst (wenig Grünfutter, kürzere Beleuchtungszeiten) werden sie schwerer brüten wollen, als wenn sie alles im Überfluß haben.
    Trotzdem läßt sich die Natur nie ganz austricksen, denn vor 14 Tagen überraschte mich eine meiner Hennen mit einem Ei.
    Sie hatte es einfach von der Stange auf den Volierenboden "abgeworfen" und kümmerte sich nicht darum. Es blieb aber bei diesem einem Ei.
    Es war das 2. Mal in meiner Haltung, dass ein Ei gelegt wurde - wobei vor vielen Jahren 1 Henne wirklich brütete - zum Glück auf unbefruchteten Eiern.


    Wie ich mich bewußt für Blaugenicksperlinge entschied:
    Vor 26 Jahren las ich in einem Tiermagazin einen Artikel über Blaugenicksperlingspapageien und verliebte mich unsterblich in diese Kobolde.
    9 lange Jahre suchte ich nach ihnen, fragte in Zoogeschäften nach - ich hätte sie bekommen können für ca 400,- DM das Paar, was mir dann aber doch zu teuer war.
    Erst 1996 fand ich auf einer Vogelausstellung meine "Traumvögel" und konnte sie dort von einem Züchter für einen fairen Preis bekommen.
    Seitdem bin ich total infiziert und komme von diesen Rackern nicht mehr los.

    Du merkst sicher schon, dass ich die Vögel schon 10 Jahre besaß ehe ich auf dieses Forum stieß. In diesen 10 Jahren habe ich alle Fehler, die man in der Haltung machen kann (falsche Ernährung, falscher Käfig, ... ) gemacht und erst hier gelernt, was richtiger und besser für die Vögel ist. Ich hatte hier sehr gute "Lehrmeister" denen ich Löcher in die Bäuche fragen durfte und die immer hilfsbereit geantworten haben.
    Trotzdem sage ich, dass ich immer noch nicht ausgelernt habe.


    An Wolf gleich mal ein Dankeschön! Auf dich hatte ich gehofft, dass du eine "Besichtigung" ermöglichst.
    Bei ihm wirst du, Rudi, vieles aus erster Hand erklärt kriegen und die Vögel hautnah erleben.
     
  8. Igely

    Igely Mitglied

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    Ich bin zwar aus Dresden, doch leider verkriechen sich meine zwei Racker meist sofort, wenn wer Fremdes kommt. Sie brauchen dann mal mehr und mal weniger lang, bis sie den Mut zusammen nehmen und schauen, wem denn da die komische neue Stimme gehört. Ausserdem gehen sie meist gegen 19:00 schlafen (hab ein Schlaf"haus", dass sie als Rückzug vor den Menschen nutzen). Falls du es irgendwie nicht schaffen solltest, Wolf zu besuchen (bei dem es mit Sicherheit mehr zu sehen und zu erfragen gibt :) ), kannst du auch gern mal dein Glück bei mir versuchen.
    Meine beiden Biber in Federkostüm sind mittlerweile zwei Jahre alt und werden so langsam ruhiger (zumindest was den Zerstörantrieb angeht^^). Was die Lautstärke anbetrifft, wirst du hier im Forum sehr unterschiedliche Erfahrungen antreffen. Die Palette reicht von "sind aber wirklich still" bis "ich versteh mein eigenes Wort nicht mehr". Bei meinen Beiden hab ich Beides - je nach deren Gemütslage und was an Geräuschen um sie herum passiert. Wenn ich z.B. den Wasserkocher anwerfe (sie stehen im Wohnzimmer und die Küche ist gleich daneben), wird solang probiert, wer lauter ist, bis der Wasserkocher, da er fertig ist, verloren hat. Ansonsten gibt es öfter sehr lautstarken Streit, der dann aber genau so endet, dass ich ihnen nie böse sein kann: Sie sitzen Füßchen an Füßchen zusammen und bekraulen sich zärtlich. Das ist ein wirklich herzerwärmendes Bild :) Sie sind also recht temperamentvoll :)
    Zahm sind unsere, wie du sicher vermuten wirst, in keinster Weise. Sie suchen dennoch ab und zu unsere Nähe. Dies tun sie aber nur, wenn sie Freiflug haben. Heißt es "Mama kommt mit Futter zur Voliere", ist Mama eine Fremde und gleichzusetzen mit Gefahr. Obwohl ich mit Absicht jeden Tag genau in der gleichen Reihenfolge Futter und Wasser wechsle. Sind sie draussen, fressen sie Hirse aus meiner Hand. Aber immer nur, wenn sie es selbst wollen. Mit Hirsekolben hinhalten und Possierlichkeit erwarten, wird das nie was. Vom Charakter her würde ich sie daher eher mit Katzen vergleichen wollen. Sie sind echte Persönlichkeiten und haben ihren eigenen Kopf. Ihr Revier ist ihr Revier, auch wenn der Mensch da vielleicht anderer Meinung ist *schmunzelt*
    Anfangs war nichts vor ihren Schnäbeln sicher. Sie haben alles angefressen, was in Reichweite war. Das war der Punkt, an dem ich hier ins Forum gekommen bin. Mittlerweile haben sie ihr Zerstörungsmaterial direkt in der Voliere und dürfen, wenn sie draussen sind, meinen Notitzblock Stück für Stück zerlegen. Seitdem lassen sie auch meine Pflanzen in Ruhe. Dumm nur, dass ich extra einen Golliwogg gekauft hatte, weil sie eben immer an die Pflanzen gingen und es mal eine essbare sein sollte :)
    Also insgesamt gesehen habe ich es nie bereut, die kleinen Racker zu mir geholt zu haben. Dennoch sind sie ganz, also wirklich komplett, anders, als jeder Sittich, den ich je hatte.
     
  9. Igely

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    Nachtrag Umzug in anderen Käfig - Verreisen:
    Wenn wir verreisen, nehmen wir sie gern mit. Die Reisewege sind nie länger als 3 Stunden und ich achte recht penibel darauf, dass sie weder Zugluft noch pralle Sonne währenddessen abbekommen. Allerdings könnte ich mit ihnen auch nie weiter fahren, selbst wenn ich das wöllte. Nach knapp zwei Stunden machen sie, erst leise, dann immer lauter, sich bemerkbar, dass ihnen das gerade überhaupt nicht passt. Die Pallette reicht dann von Schreien bis Wimmern. Da blutet mir dann so das Herz, dass es fast wie echte Kinder sind, die endlich da sein wollen :)
    Ansonsten sind sie während der Fahrt extrem neugierig. Da kann ich mir Mühe geben wie ich mag, mit einer Decke eine Zugluft freie Zone zu bauen - sie sitzen immer ganz vor und drehen neugierig das Köpfchen. Lieblingsplatz Nummer eins - die Schaukel. Also wenn du auf die Idee kommen solltest, im Reisekäfig eine Schaukel einzubauen, mach das erst, wenn du da bist :) Ausser du hast nur glattes Pflaster zu erwarten :)
    Geflogen sind sie während der Fahrt nie. Aber das ist bei mir bisher noch nie einer. Die waren immer alle extrem artig.

    Wenn ich in den Urlaub fahren mag, brauch ich meist einen Tag frei zuvor, an dem die Beiden dann Freiflug haben. Ich stelle den Reisekäfig, der wirklich immens kleiner ist (muss ja irgendwie ins Auto passen), einfach auf den Tisch und bestücke ihn mit Leckerlies. Mal sind es 10min, mal 3 Stunden, aber sie gehen immer hinein und machen danach keinen gestressten Eindruck.

    Auch wenn Viele es lieber mit kleinen Reisetransportboxen halten (nicht so große Verletzungsgefahr, da keinerlei Flugmöglichkeit und nur eine Stange), wollte ich ihnen nie den Stress mit dem Einfangen machen. Ausserdem würden unsere Finger gut gelocht^^ Wenn sie draussen sind, spielen sie zwar auch mit unseren Fingern, aber wenn sie sich in die Ecke getrieben fühlen, mag ich keinen Finger zwischen haben^^

    Wenn ich sie zum Tierarzt bringen müsste, würde ich mittlerweile nur mit Kescher und Handschuh fangen. Mit der Hand gefangen, habe ich selbst meine Sittiche sehr ungern. Sie waren danach immer mindestens zwei Tage beleidigt. :)
     
  10. Rudi11g

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    Ich hatte mir das schon so gedacht und werde also versuchen ein Papageienpaar in "klassischer" 1,1 Art zu halten. Und nur falls ich ein gleichgeschlechtliches Paar finde das schon älter ist und länger ein relativ harmonisches Zusammenleben gezeigt hat dann denke ich evtl. nochmal drüber nach - für den Moment hat mir Deine Aussage aber geholfen.

    Hält irgendjemand hier auch Blauflügel ? Die finde ich optisch auch sehr schön, aber hauptsächlich kommt es mir ja auf ihr Wesen an ... ich vermute da unterscheiden sich die Unterarten dann nicht mehr sehr, oder?

    Na das sollte ich doch hinkriegen :-)

    Ich befürchte das es mir ähnlich gehen könnte wenn ich sie dann mal live gesehen habe :zwinker:

    Ja, ich bin echt überrascht wie schnell, kompetent und hilfsbereit hier alle sind - tolles Forum :zustimm:. Ich freu mich drauf die Tiere endlich mal live zu sehen...also großes Dank auch nochmal hier im Forum an alle die mir hier bei meiner Entscheidungsfindung helfen.

    Wenn meine Entscheidung welche Papageienart ich halten möchte gefallen ist werde ich dann vor der eigentlichen Anschaffung evtl. nochmal mit Fragen hierstehen denn wenn ich dann mal 1.einen Züchter gefunden habe der 2. auch Tiere abzugeben hätte kommt dann sicher relativ schnell das Thema 3. Volierenbau:::221.html"]Volierenbau[/URL] und sicher noch vieles mehr...

    LG
    Rudi
     
  11. Rudi11g

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    Ich danke dir für das Angebot - ich schaue jetzt zunächst mal bei Wolf vorbei und dann weiß ich sicher schon mehr. Aber welche Unterart hast du denn genau?

    Ich denke das ist ja u.a. einer der Hauptgründe warum ich und wohl alle Papageienfreunde diese Tiere so lieben - sie sind eben kein langweilig stereotyper Hausgenosse sondern man muss sich mit ihnen arrangieren. Und wenn das gut klappt hat man eben keine einfachen Haustiere sondern sowas wie fliegende "Kumpels" die eben auch mal ihre Launen haben...

    Ich habe mir schon Pläne zurechtgelegt wie man ihr "Nagebedürfnis" stillen kann ohne die komplette Zimmereinrichtung opfern zu müssen. Aber da hätte ich gleich doch noch mal ne Frage:

    + Ich habe mir die Liste der giftigen Zimmerpflanzen durchgelesen und dort auch die Monstera gefunden. Nun habe ich so eine und die würde dann auch entfernt, aber habt ihr alle eure gesamte Wohnung von potentiell gefährlichen Pflanzen befreit?

    Danke
    Rudi
     
  12. Anemone

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    Hallo!
    Zu den Pflanzen kann ich nicht viel sagen. Ich denke das kommt darauf an, ob du vorhast, dass die Vögel die ganze Wohnung bewohnen oder eben nur ein Zimmer. Unsere Vögel verlassen ihr Zimmer z.B. nur sehr selten von alleine, auch wenn die Tür immer offen ist.
    Ich wollte nur einmal auf den Aspekt "Zahmheit" eingehen. Es klingt hier so als ob es kaum möglich wäre, Sperlingspapageien einigermaßen zahm zu bekommen. Meine Sperlingspapageien (sind jetzt beide ziemlich genau ein Jahr alt) sind meiner Meinung nach allerdings schon recht zahm. Sie haben keine Angst vor der Hand.Wenn ich sie aus dem Käfig hole, hüpfen sie von sich aus auf den Finger, um rauszukommen und gerade noch kam der eine Vogel auf Zuruf zu mir. Das macht er zwar nicht immer, aber wenn man die richtige Stimmungslage erwischt kommt er sicher. Für Futter sowieso ^^ Wenn Fremde bei uns sind ist oder einer von uns rote oder pinke Kleidung trägt sind sie allerdings schon scheu.
    Dazu muss allerdings erwähnt werden, dass wir von Anfang an viel Zeit mit ihnen bzw. in ihrem Zimmer verbracht haben
     
  13. Marie-A

    Marie-A Mitglied

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    Da kann ich Anemone nur beipflichten, wir haben eine ganz offene Wohnung mit einer Galerie in ein 2. Stockwerk und doch halten sie sich immer nur im Wohnzimmer auf und finden die hier stehenden großen Pflanzen erstaunlicherweise völligst uninteressant und haben bisher erst 1-2 Landeversuche gestartet. Es stellt sich natürlich auch die Frage, ob man die Vögel unbeaufsichtigt lassen will, ich wäre jederzeit zur Stelle, um das anknabbern der Pflanze zu verhindern - du wirst recht schnell herausfinden, was die kleinen interessant finden und was nicht ;-) In meiner Wohnung ist nichts sicher, trotz jeder Menge Alternativen in der Voliere, es wird keine 2 Minuten daran gedacht mal nicht zu zerstören - eigentlich geht es von morgens bis abends darum Dinge mit dem Schnabel zu erkunden und zu zerstören. Meine beiden sind unglaublich neugierig und haben vor sehr wenig Angst. So verhält es sich auch im Umgang mit Menschen - auch Fremden. Sind sie draußen kommen sie zu wirklich jedem auf den Finger, manchmal wird man auch von "oben" überrascht, auf dem Kopf lässt es sich wunderbar landen und Haare knabbern. Ich habe die beiden ganz jung bekommen, sie waren zu dem Zeitpunkt schon im Schwarm - Menschen sind für sie erkundungswürdige Umgebung - die Transportbox zum Tierarzt ist der einzige Feind, so viel Vertrauen baut wohl kaum ein Vogel auf, dass er freiwillig dort rein geht. So, wollte nur mal berichten, wie es bei uns so ist :)
     
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  15. Rudi11g

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    Dankeschön ... und ich melde mich hier mal ab.

    Hallo an alle,

    Ich habe mich schon einige Zeit nicht mehr hier gemeldet - weil ich bei meiner Suche nach den richtigen Papageien nun wohl angekommen bin - und zwar bei den Afrikanischen Arten. Und nein - keine Aga's - sondern es werden nun wohl Langflügelpapageien. Ich habe mir inzwischen viele Tiere angeschaut - auch sehr viele Neuweltarten ( ... von den Aratingas schmerzt mir jetzt noch fast das Ohr :+shocked: ) und hatte zwischendurch sogar schonmal kurz das Gefühl Katharinasittiche könnten passen, aber nun scheint mein Herz letztendlich doch für die Langflügel zu schlagen.

    Ich bin dort zwar noch nicht soweit das genau feststeht welche Unterart es wird ( obwohl ich inzwischen schon sehr enge Kreise gezogen habe :jaaa: ) aber über alle meine weiteren Schritte in die Welt der Papageienbesitzer werde ich also weiter dort im Forum bei den Langflügelfans berichten.

    Ich wollte jetzt hier aber noch mal allen die mich mit Rat und Tat bei dieser Entscheidungsfindung unterstützt haben bedanken! Es ist für einen Anfänger sehr sehr angenehm und hilfreich wenn man gleich in eine angenehme Umgebung kommt in der einem selbst die dümmste Anfängerfrage nicht übel genommen wird und man stattdessen freundlich angelernt wird. :+streiche Eine solche Atmosphäre herrscht hier im Forum in höchstem Maße und da dazu jeder beiträgt der hier regelmäßig reinschaut und etwas schreibt, geht also mein Dank einfach an alle. Sowohl an die deren ältere Grundlagenbeiträge mir elementare Dinge erklärt haben als auch an die die mir direkt Fragen beantwortet haben und natürlich auch an die Züchter die ich besuchen durfte.

    Kurz: ihr seid ne tolle Gemeinschaft hier und da sowas in der schnellen und oft unpersönlichen Welt des Internets nicht sooo selbstverständlich ist bin ich sehr froh hierher gefunden zu haben. :gimmefive

    Nochmal ein großes DANKESCHÖN :beifall:

    LG aus Dresden
    Rudi
     
  16. Isrin

    Isrin Foren-Guru

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    Hallo Rudi,
    ein großes Kompliment an dich: So wie du nach den richtigen Vögeln für dich suchst, finde ich großartig!

    Viele Vögel werden spontan gekauft - und dann kommt das große Erwachen: Die Vögel passen nicht in das Umfeld, man hat zu hohe Erwartungen gehabt, ...

    Ich wünsche dir mit deinen zukünftigen "Mitbewohnern" alles erdenklich Gute und ganz viel Spaß!
     
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