wann sollte man ein Tier einschläfern?

Diskutiere wann sollte man ein Tier einschläfern? im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo! Mein 11-Jahre alter Fipsi (Wellensittich) hat leider einen Lebertumor. Gestern waren wir beim Tierarzt und haben ein Schmerzmittel...

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Sollte Fipsi eingeschläfert werden?

Diese Umfrage wurde geschlossen: 16. Juni 2012
  1. sofort einschläfern

    18,2%
  2. noch warten

    81,8%
  1. #1 krissili, 6. Juni 2012
    krissili

    krissili Neues Mitglied

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    Hallo!
    Mein 11-Jahre alter Fipsi (Wellensittich) hat leider einen Lebertumor. Gestern waren wir beim Tierarzt und haben ein Schmerzmittel bekommen weil er sich die Federn an der Stelle des Tumor ausgerissen hat und er sich immer so lange kratzt, zwickt etc. bis er blutet. Gestern gaben wir ihm zum ersten Mal das Mittel. Er nahm es zwar nur wiederwillig, aber immerhin. Heute hat er sich wieder ziemlich aufgerissen. Er quiekt dann auch immer ganz fürchterlich. Also habe ich beschlossen ihm noch einmal etwas zu geben.... als er die Spritze (ohne Nadel!) gesehen hat ist er gleich an die Tür gekommen und hat sich EXTREM gefreut, dass er es bekommt und sofort alles abgeschleckt!

    Jetzt stelle ich mir aber die Frage: wenn er im Prinzip täglich Schmerzmittel braucht, sollte ich ihn nicht lieber einschläfern lassen??? Er nimmt schon noch am sozialen Leben der anderen Vögel teil, frisst normal, trinkt, klettert munter herum usw. er zwickt sich halt immer wieder in den Bauch wenn er kein Mittel bekommt und schläft immer wieder für ein halbes Stündchen - was aber sicher auch durch das Alter kommt.
    Sollten wir ihn vielleicht noch paar Wochen das Leben mit Schmerzmitteln genießen lassen und warten bis sich der Zustand verschlechter? Oder ist es sinnlose quälerei und unnötiges Hinauszögern?
    Ich weiß einfach nicht, was das Beste ist

    Bitte euch dringend um Rat!!!!!

    Danke und lg
    Kristina
     
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  3. Sittie

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    Hallo Kristina,

    das kannst nur du allein entscheiden. Du kennst deinen Vogel am besten. Wenn du den Eindruck hast, dass es ihm mit dem Medikament ganz gut geht und er sich relativ normal verhält, dann würde ich ihn noch nicht einschläfern, auch wenn er täglich ein Medikament braucht. Ich denke, du wirst schon sehen, wenn es ihm so schlecht geht, dass man ihn erlösen sollte. Zwischendurch mal ein kleines Schläfchen kann ja nicht schaden, das machen meine beiden auch mal und die sind erst knapp 4 Jahre alt.

    Ich drücke dir die Daumen, dass es deinem Fipsi noch lange relativ gut geht.
     
  4. #3 Hühnermanu, 6. Juni 2012
    Hühnermanu

    Hühnermanu Stammmitglied

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    Hallo Kristina,

    du stehst da vor einer schweren Entscheidung.
    Ich denke, solange er noch am Leben teilnimmt und die Schmerzmittelgabe für ihn keinen zu großen Stress bedeutet, kannst du getrost noch warten. Wenn das Schmerzmittel irgendwann nicht mehr wirkt, oder er es nicht mehr nehmen will dann fände ich den Stress für ihn zu groß.
    Ich selber habe ein 10 Jahre altes Meerschweinchen, dass aufgrund ihres Alters nicht mehr so gut laufen konnte. Sie bekommt seit 1/2 Jahr täglich Schmerzmittel und nimmt dies auch freiwillig ein. Damit kann sie gut leben und läuft auch wieder rum.
    Solange es einem Tier relativ gut geht, darf man ruhig noch warten. Allerdings darf man nicht den Punkt verpassen, wenn die Warterei in Qual umschlägt.
    Aber ich denke, das merkt man, wenn man seine Tiere kennt.
     
  5. #4 krissili, 6. Juni 2012
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    krissili Neues Mitglied

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    Ich danke euch für eure Antworten!
    Wie gesagt wenn er diese Spritze sieht schlägt seine Stimmung sofort in fröhlich, glücklich um! Ich brauche nur einen Tropfen herauszudrücken und er schleckt es freudig ab. Er ist dadurch viel besser drauf! Ohne ist er schon sehr letagisch :(
    Dann werden wir ihm das jetzt einfach geben und abwarten.

    Ich danke euch!

    lg Kristina
     
  6. #5 Munia maja, 6. Juni 2012
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    Hallo Kristina,

    nur Du alleine kannst beurteilen, wie gut oder schlecht es Deinem Fipsi wirklich geht - Deiner Beschreibung nach würde ich persönlich dem kleinen Herrn noch einige Wochen oder Monate gönnen...

    Um Deiner Überschrift gerecht zu werden: ich persönlich finde, dass ein Tier noch ein tiergerechtes Leben haben muss, damit es weiterleben kann. Das ist bei jeder Tierart sehr unterschiedlich. Ein dreibeiniges Pferd quält sich nur, ein dreibeiniger (kleiner) Hund kann dagegen problemlos so weiterleben. Jedes Tier sollte sein Grundbedürfnisse problemlos selbst stillen (fressen, trinken und "sich lösen") und dann aber auch tierindividuell seine Freuden haben können. Zum Leben gehört mehr als nur Lebenserhaltung: arteigenes Putzverhalten, die Sonne genießen können, eine Mindestbeweglichkeit usw. Wenn das alles gegeben ist, dann hat das Tier noch Lebensqualität - und wenn mit ein wenig Medikamentengabe diese sogar verbessert werden kann, warum nicht?

    Sodale, das waren meine Gedanken zu einem wirklich heiklen Thema...

    Herzliche Grüße,
    Steffi
     
  7. #6 tamborie, 6. Juni 2012
    tamborie

    tamborie Guest

    Der kleine Kerl zeigt ja noch sehr viel Lebenswillen.

    Diese Zeit würde ich ihm lassen.

    Tam
     
  8. #7 claudia k., 6. Juni 2012
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    Du kennst Dein Tier am Besten. Ich denke Du kannst Deinem Bauchgefühl in diesem Fall vertrauen. Wenn es soweit ist, wirst Du es wissen.
    So ging es mir letztes Jahr mit meinem fast 17jährigen Rosenköpfchen auch.
     
  9. #8 Stephanie, 6. Juni 2012
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    Meine Antwort auf die Frage wäre allg., wenn das Tier noch Lebensqualität hat, also sich nicht NUR quält, sondern noch Momente hat, in denen es das Leben genießt, und wenn diese Momente deutlich nicht in der Minderheit sind (2 min am Tag wären sicher zu wenig...).

    Wenn ein Tier noch deutlich Spaß am Leben hat, und zeigt, dass es bestimmte Sachen machen möchte, dann würde ich auch nicht einschläfern.

    In diesem Falle würde ich den TA fragen, ob man das Mittel anders dosieren oder anders dosiert öfter geben kann; denn das Verhalten von Fipsi deutet ja darauf hin, dass er VOR Gabe des Mittels deutliche Schmerzen hat, meine ich:

    Meine Calsey hat noch am Abend vor ihrem Tod deutlichen Lebenswillen gezeigt: Hat von innen an der Käfigtür "angeklopft" und dann noch mal eine Runde Ball mit mir gespielt - was zudem noch ein neues Spiel war, das wir gerade er einen Tag vorher angefangen hatten zu üben.

    Sie hatte einen Tumor, und der TA musste alle drei Wochen ca. den Kot aus ihrem Darm befördern, der dort hängen geblieben war.
    Das war ab November.
    Zu der Zeit hatte ich schon ans Einschläfern gedacht, der TA wollte aber noch warten.
    Bis zum Mai, als sie gestorben ist, hat sie mir dann noch ein Zuflugspiel beigebracht, wollte also zu mir fliegen und flog ein paar Mal quer durch den Raum an einen sonst nie benutzten Ort zu mir, obwohl sie auch immer mal wieder auf dem Ast das Gleichgewicht verlor und dann runterfiel, die Flügel benutzte aber vom Boden nicht mehr hochkam (und sich glücklicherweise aufheben ließ ohne *Aufhebens* darum zu machen).
    Man kann aber so wirklich sagen, dass sie ihr Leben bis zum Letzten ausgekostet hat.
    Dieses Anklopfen machte sie da auch zum ersten Mal, oder zum ersten Mal in der Woche davor, das weiß ich nicht mehr.
    Da stand sie dann abends, als ich eigentlich den Käfig abdecken wollte, vor der Käfigtür und tippte dagegen und kam eben noch mal zum Spielen raus; wie man sieht, schon reichlich "zerfleddert", aber noch aktiv - so weit es ging.
     

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  10. FoeniX

    FoeniX Foren-Guru

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    Die Frage, wann man ein Tier einschläfern lassen soll, ist unendlich schwer zu beantworten.
    So lange das Futter noch schmeckt und das Tier noch eine gewisse Lebensqualität hat, sollte man wohl abwarten.
    Bei zweien meiner Hunde, habe ich z.B. den Zeitpunkt verpasst und sie sind elendig "verreckt".
    Einen anderen habe ich "rechtzeitig" einschläfern lassen.
    Gerade an diesem Tag war er super drauf und ich quäle mich heute noch mit Schuldgefühlen.
    Da gibt es kein Patentrezept.
    Ich wünsche Dir, dass Du den richtigen Zeitpunkt erkennst und zu diesem Zeitpunkt auch einen TA findest, der reagieren kann.
     
  11. #10 Floh und Moni, 6. Juni 2012
    Floh und Moni

    Floh und Moni Guest


    Das sehe ich auch so!
     
  12. may luna

    may luna Neues Mitglied

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    ohje, bin ja neu hier.

    Unser Labrador-Mix macht auch Probleme, frißt gut, ist ansonsten Mobil, aber er kann seinen Urin nicht mehr halten.

    Ich bin da immer noch im "zwiespalt" ja klar, jeden Tag den Urin beseitigen?

    Gut das wir zu ebener Erde wohnen, die Treppen würden ihn wohl auch schwer fallen. aber elendig verecken..................nein das, würde ich mir nie verzeihen.

    MFG
     
  13. #12 Alfred Klein, 7. Juni 2012
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Ein Tier einschläfern lassen zu müssen das sind die bittersten Momente in der Tierhaltung. Im Laufe der Jahre habe ich diese Entscheidung schon mehrmals treffen müssen. Am schlimmsten ist es wenn das Tier eigentlich noch gar keinen so schlechten Eindruck macht, man aber weiß daß es qualvoll sterben wird wenn man nicht handelt. Ich selber habe es immer vorgezogen nicht bis zum allerletzten Moment zu warten. Mir war es immer lieber das Tier gehen zu lassen bevor es wirklich zu leiden begann. Natürlich steht man jedesmal und auch in der Erinnerung vor der Frage ob das jetzt richtig war. Ich denke daß man darauf wohl nicht immer eine Antwort finden wird. Vergessen wird man es wohl nie. Man muß nur sich selbst gegenüber dazu stehen dann ist es erträglich.
     
  14. krissili

    krissili Neues Mitglied

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    Danke für eure Beiträge!
    Da unser kleiner nur noch wenig spielt, schmust, springt etc. und hauptsächlich schläft und sich zwickt haben wir beschlossen ihn zu erlösen. Schweren Herzens :(
     
  15. krissili

    krissili Neues Mitglied

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    Aber wie gehe ich jetzt vor? wann ist der beste Zeitpunkt? Muss ich den Käfig umstellen, wenn ich eunen neuen Partner für meine Laura hole? Braucht sie eine Trauerzeit?

    Bitte helft uns.
     
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  17. #15 IvanTheTerrible, 3. September 2012
    IvanTheTerrible

    IvanTheTerrible Guest

    Trauerzeit? Wir reden doch von Vögeln, nicht von Menschen, oder?
    Neuer Partner kann am nächsten Tag besorgt werden und nach der Quarantänezeit gewöhnt man die Vögel vorsichtig aneinander. Quarantäne min. 4 Wochen.
    Wo ist das Problem?
    Ivan
     
  18. #16 charly18blue, 3. September 2012
    charly18blue

    charly18blue Moderatorin
    Moderator

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    Hallo Krissili,

    ich verlasse mich da auf meinen vk TA, wenn er mir rät, dass der Vogel erlöst werden sollte, weiß ich es ist so. Du kannst dann relativ schnell einen neuen Partner holen und solltest wie Ivan riet entweder wirklich 4 Wochen Quarantäne einhalten. Ich verkürze das Ganze, indem ich eine Untersuchung beim TA veranlasse mit Kropf- und Kotproben, die auf Parasiten, Pilze, Bakterien untersucht ( angezüchtet werden. Diese Ergebnisse habe ich in der Regel innerhalb einer Woche.
     
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