Warum neigen Lutinos genetisch bedingt zur Glatzenbildung?

Diskutiere Warum neigen Lutinos genetisch bedingt zur Glatzenbildung? im Nymphensittiche Forum im Bereich Sittiche; Hallo, Ihr Lieben, meine junge Nymphen-Henne (Lutino) hat oben auf dem Kopf viele Federn verloren und hat jetzt eine kleine Glatze. Jetzt...

  1. #1 Brigitte2, 29. März 2003
    Brigitte2

    Brigitte2 Guest

    Hallo, Ihr Lieben,

    meine junge Nymphen-Henne (Lutino) hat oben auf dem Kopf viele Federn verloren und hat jetzt eine kleine Glatze.

    Jetzt sagte mir kürzlich jemand, dass sei bei Nymphen-Lutinos genetisch bedingt und entstehe aus reinen Lutino-Verpaarungen.

    Meine Henne stammt jedoch nicht aus einer reinen Lutino-Verpaarung:

    Ihr Vater ist ein Lutino; ihre Mutter ist grau-weiß. Und aus der Brut, aus der meine Henne stammt, sind jeweils 50 % Lutinos und 50 % Gescheckte entstanden.

    Welche genetische Erklärung könnte es denn dann dafür geben, dass meine Lutino-Henne eine Glatze hat?

    Viele Grüße
    Brigitte:) :)
     
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  3. #2 Homer, 29. März 2003
    Zuletzt bearbeitet: 29. März 2003
    Homer

    Homer Foren-Guru

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    Hallo Brigitte,

    ich bin mir da jetzt nicht sicher, aber ich würde sagen, dass die Glatzenbildung bei Lutinos ein genetischer "Defekt" ist und mit dem Farbschlag Lutino gekoppelt ist. Ähnlich wie Taubheit bei weißen Katzen, obwohl die Glatze beim Lutino logischweise nicht so stark die Lebensqualität verschlechtert.
    Verpaart man nun Lutinos untereinander werden die kahlen Stellen immer größer, kreuzt man Lutino x Wildfarben gibt es eher keine Glatzen, es kann aber auch vorkommen, dass die Jungvögel in Lutinofärbung Glatzen haben, jedoch nicht so häufig wie wenn man Lutinos untereinader verpaart.

    Eigentlich müsste deine Lutinohenne die Glatze schon immer haben. Ist es möglich, dass sie nur sehr stark mausert oder der Hahn sie vielleicht rupft?

    Eine Henne bei mir aus der Verpaarung Wildfarben/Lutino x Wildfarben hatte nach dem verlassen des Nsitkastens auch eine kleine Glatze. Jetzt ist sie ca. 6 Monate alt und nun ist sie am Hinterkopf voll befiedert. Bei mir wurde es also mit der Zeit besser.

    Ciao, Homer
     
  4. #3 Brigitte2, 29. März 2003
    Brigitte2

    Brigitte2 Guest

    Hallo Homer,

    danke für Deine interessante Antwort.

    Meine 2 Jung-Nymphen mausern zurzeit beide, aber nicht sehr stark. Die Henne wird auch nicht vom Hahn gerupft.

    Die einzige richtig kahle Stelle auf dem Kopf habe ich bei der Henne vor 4 Wochen entdeckt, als sie noch gar nicht gemausert hat.

    Als ganz junger Vogel direkt nach dem Kauf Mitte November letzten Jahres hatte sie die kahle Stelle noch nicht.

    Ich gebe allen Vögeln (Wellis und Nymphen) während der Mauser Korvimin ZVT.

    Das dachte ich mir schon, dass diese Glatzenbildung ein genetischer Defekt ist.

    Aber noch eine andere Frage dazu: Haben dann nicht eigentlich alle Inos einen genetischen Defekt? Ich habe ja z. B. auch eine Albino-Welli-Henne. Zumindest von den Albinos ist mir bekannt, dass sie z. B. lichtempfindlicher sind.

    Weitere Frage: Wenn alle Inos (Albinos und Lutinos) einen genetischen Defekt haben, muss ich dann damit rechnen, dass diese dann auch anfälliger für Krankheiten sind?

    Viele Grüße
    Brigitte:) :)
     
  5. Bell

    Bell Guest

    Hier kommt es auf die Zucht an :

    Viele Lutinos stammen ursprünglich aus den von Homer erwähnten Lutinoverpaarungen. Als diese Mutation aufkam war man nicht zimperlich mit der Auswahl der Elternvögel, hauptsache es gab wieder Lutinos, die ja erheblich mehr Geld brachten, als andere bis dahin bekannte Farbschläge.

    Die Glatze bzw. der genetische Defekt ist nicht mit dem Farbschlag Lutino gekoppelt. Dafür gibt es zumindestens bei mir zwei Beweise.

    Der Vater (Lutino) Deines Jungnymphen wird auch schon eine Glatze haben und dies natürlich an seine Jungen vererben. Da ist es dann auch egal, ob die Henne ein Schecke war oder sonstein Farbschlag, denn der Farbschlag Lutino wurde vom Vater an die Jungen weitergegeben.

    Die ideale Verpaarung eines Zuchtpaares, welches Lutinos hervorbringen soll ist ein wildfarbiger Hahn, spalt Lutino und eine Lutinohenne, natürlich ohne Glatze und die Vorfahren sollten auch keine gehabt haben.


    viele Grüße

    Bell
     
  6. Chris73

    Chris73 Guest

    Glatze


    Sorry, ich will Dir nicht zu nahe treten, aber bist Du da ganz sicher?

    Ich kenne zu viele Lutino-Besitzer, die Stein-und-Bein schwören, dass ihre Lutinos keine Glatze haben, aber wenn man dann mal genau guckt, und ein paar Federn zur Seite schiebt, dann haben sie eine Glatze.

    Ich habe selbst so einen. Man sieht die Glatze nicht immer, meist liegen ein paar Federn drüber. Aber gerade in der Mauser ist es deutlich sichtbar.

    Die Glatze kann auch unterschiedlich gross sein, das variiert von Vogel zu Vogel. Vielleicht hast Du ja auch so einen Vogel, dessen Glatze nur manchmal sichtbar ist.
    Ich habe allerdings auch schon welche mit einer Riesenplatte gesehen! :D

    Der genetische Defekt mit der Glatzenbildung hat übrigens nichts mit Krankheitsanfälligkeit zu tun.
    Das soll aber nicht heissen, dass es nicht möglich ist, dass Inos krankheitsanfälliger sind. Das sind dann nur andere Gründe. Zumindest bei Welli-Albinos bin ich persönlich davon überzeugt.

    Liebe Grüße

    Chris
     
  7. #6 Homer, 29. März 2003
    Zuletzt bearbeitet: 29. März 2003
    Homer

    Homer Foren-Guru

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    Hallo Bell,

    ich denke schon, dass die Glatzenbildung mit der Lutinofärbung gekoppelt ist. Es gibt sicher Lutinos die keine Glatze haben, die Garantie, dass ihr Nachwuchs keine Glatze hat, glaube ich, ist nie gegeben. Wie du schon schon geschrieben hast, weiß man nicht ob die Vorfahren Glatzen gehabt haben.
    Ich glaube die Glatzenbildung wird man nie richtig ausmerzen können, außer jeder Züchter (auch jeder Hobbyzüchter) verwendet solche Tiere nicht mehr zur Zucht, oder noch besser, der Kunde kauft sich keine Tiere mit Glatze. Das würde aber sehr, sehr lange dauern.
    Ich würde auch sagen, dass der Großteil der Lutinos die es gibt Glatzen haben, mal größere mal kleinere.

    Ich würde das auch vergleichen mit der Zebrafinkenzucht: Haubenzebrafinken haben manchmal Krallenfehler und Wangenzebrafinken haben manchmal Sehfehler. Obwohl es natürlich H-Zebrafinken mit normalen Krallen und W-Zebrafinken ohne Sehfehler gibt, würde ich schon sagen, dass dieser "Defekt" an diese Farbe gekoppelt ist, oder sehe ich das falsch.
    @brigitte.
    Den genetischen Defekt in Form einer Glatze haben ja nur Lutinonymphensittiche (oder Albino), deshalb würde ich nicht sagen alle inofarbenen Vögel haben einen Gendefekt.
    Ein inofarbener Wellensittich ist lichtempfindlicher als ein Wellensittich mit dunklen Augen, da durch den kompletten Melaninausfall nicht nur sein Gefieder aufhellt sondern auch seine Augen rot sind. Dadurch kann das Licht "ungehinderter" eindringen und deshalb ist er empfindlicher gegenüber Helligkeit. Das gilt übrigens für jedes Tier das rote Augen hat (Kaninchen, Meerschweinchen, Ratte....)

    Ich habe auch 2 Lutinohennen (Wellensittich) die genauso sind wie alle meinen anderen Wellensittiche, gleich vital, verpaart, putzmunter. Irgendwie eine "Behinderung" konnte ich nicht feststellen.
    Dass sie das seeehr stört würde ich persönlich also nicht sagen.

    Ciao, Homer:)
     
  8. Maja

    Maja Foren-Guru

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    Hallo Brigitte und Homer :0-,

    ich neige auch zu Homers Meinung, dass die Glatze schon hätte von Anfang an da sein müssen, wenn es sich um einen Glatzen-Lutino handelt *gg. Denke auch, das hat eine andere Ursache wie es Homer schon schreibt. Auch eine Hormonstörung käme in Frage.
    Oder wie es Chris schon sagt, bisher lagen über der Glatze zwei, drei Federchen, die nun durch die Mauser ausgefallen sind und nun sieht man die Glatze deutlich *gg, das erscheint mir auch am wahrscheinlichsten.

    Brigitte , du sagst, ihre Mutter ist grau-weiß. Meinst du denn damit wirklich eine wildfarbene Henne oder eine Weißkopfhenne, oder hatte ich da was falsch verstanden ?

    Homer, du bist doch auch so ein Vererbungsspezialist ;): Brigitte schreibt ja, welche Farben die Eltern haben und das jeweils 50% wildfarbene und 50% Gescheckte aus dem Gelege rauskamen. Kannst du mir/uns mal erklären, was da alles noch an Jungen kommen könnte ? Man weiß ja zwar nicht, in was die Eltern spalt sind und es müssen doch nicht bei jedem Gelege alle Farbschläge fallen, die möglich sind, nicht wahr ? Trotzdem gibt es doch nur einige Möglichkeiten in der Spalterbigkeit, oder sehe ich das falsch ?

    @Bell: bin zwar nur blutiger Laie- aber mir scheint da auch ein Zusammenhang zu bestehen zwischen Glatze und Lutino - auch wenn nicht alle Lutinos sie haben - aber sonst müßten doch auch andere Farbschläge eine Glatze bekommen :? Und die Glatze tritt doch nachweislich nur bei Lutinos auf :?
     
  9. #8 Brigitte2, 29. März 2003
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 29. März 2003
    Brigitte2

    Brigitte2 Guest

    Hallo, Ihr Lieben,

    danke für Eure sehr interessanten Antworten.

    @ Maja

    Die Mutter meiner Lutino-Henne ist grau-weiß, damit meinte der Züchter wildfarben.

    @ alle

    Ich kenne den Züchter persönlich sehr gut und kann ihn noch mal fragen, ob der Lutino-Vater meiner Henne eine Glatze hatte. (Die muss er ja nach Euren Erklärungen ja gehabt haben; sonst hätte er diese Eigenschaft ja wohl nicht weiter vererben können.)

    Meine Henne hat ganz bestimmt direkt nach dem Kauf keine Glatze gehabt:

    Sie war, da sie ja sehr jung vom Züchter kam, von Anfang an sehr zahm, und wir konnten sie auf den Finger nehmen und sie mit unserer Nase im gesamten Gefieder, also auch am Kopf kraulen.

    Dabei hätte uns ja, wenn wir mit unserer Nase ihr Kopfgefieder beiseite schoben, eine Glatze auffallen müssen. Das war jedoch nicht der Fall.

    Also bin ich nach wie vor davon überzeugt, dass meine Lutino-Henne die Glatze erst später entwickelt hat. Diese Glatze ist auch immer gleich groß und jetzt deutlich sichtbar. Vielleicht wachsen ja einige Federn wieder nach.

    An sich stört mich diese Glatze ja nicht, wenn ich Gewissheit darüber hätte, dass die Henne aufgrund dieses Defektes nicht krankheitsanfälliger als andere ist.

    @ Homer oder andere

    Ist denn ein inofarbener Nymph ebenso lichtempfindlich wie eine Welli-Albino-Henne? Bisher habe ich so etwas nicht beobachten können. Beide meine Nymphen sitzen gern im Sonnenlicht; die Albino-Welli-Henne hingegen scheut das Sonnenlicht.

    Viele Grüße
    Brigitte:) :)

    noch zur Ergänzung: Ich habe gerade in meinen Unterlagen über die Herkunft meiner Nymphen noch mal nachgeschaut:

    Der Großvater meiner Lutino-Henne war eine Schecke; ihre Großmutter war ein Weißkopf.

    Ist jetzt die Verwirrung noch größer???
     
  10. Bell

    Bell Guest

    Hallo Brigitte,

    das ist nicht verwirrend, sondern besagt nur, daß der Großvater Deines Lutinos diesen Farbschlag "verdeckt" trug (spalterbig war in Lutino).

    Du brauchst auch nicht fragen, ob der Vater Deiner Henne eine Glatze hatte, denn die kann sie auch noch von anderen Vorfahren haben.

    Und Du hast Recht : Die Glatze wird nach der ersten Mauser deutlicher, sie war vorher aber schon da. Mal eben mehr oder weniger.


    @Maja : Ich habe es vielleicht nicht deutlich genug ausgedrückt mit der genetischen Veranlagung. Ich wollte damit sagen, daß es ist zwingend so ist, daß immer Lutinos eine Glatze haben müssen.

    @Homer : Es hat nicht jeder Lutino eine Glatze. Ich habe eine Henne, die keine hat. Und ihre Tochter hat ebenfalls keine. Der Vater war ein wildfarbener Hahn spalt Lutino. Den Großvater kenne ich nicht, aber ich denke auch er wird keine Glatze gehabt haben. Der Züchter dieser Vögel hat über 10 Jahre an diesem Zuchtstamm "gearbeitet".

    viele Grüße

    Bell
     
  11. Homer

    Homer Foren-Guru

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    Hallo,:0-

    @maja, für die vererbung interessiere ich mich sehr, bei manchen Dingen habe ich zwar noch meine Zweifel und blicke noch nicht so durch, aber man lernt ja nie aus:).
    Ich weiß jetzt nicht ganz genau welche Farbe die Mutter der Lutinohenne hatte. Brigitte schreibt mit grau/weiß meinte der Züchter wildfarbig. Ich glaube eher, dass die Mutter ein wildfarbiger Schecke war, denn aus der Verpaarung.
    1,0 Lutino x 0,1 wildfarbig, dürften theoretisch keine Schecken fallen. Da müsste die Henne nicht wildfarbig sein sondern ein Kopffleckschecke oder ein Schecke.
    Ich gehe also davon aus die Verpaarung war:
    1,0 Lutino x 0,1 wf Schecke=
    Da die Geschwister der Lutinohenne, laut Brigittes Züchter, Schecken waren, muss auch der Lutino scheckenblütig sein und somit Schecke oder Kopffleckschecke verdecken. Da laut Züchter keine Kopffleckschecken unter den Geschwistern dabei waren, sondern Lutinos und Schecken, glaube ich der Hahn verdeckt Schecke.
    Ergebnis:
    Alle Hennen sind Lutinos, da dieser Farbschlag geschlechtsgebunden vererbt. Falls der Lutinohahn wirklich Schecke verdeckt sind alle Hähne Schecken spalterbig Lutino.
    Außerdem ist es genau so wie Maja schon schreibt. Da man nie weiß in welchen Farben die Tiere spalten, können noch viele Farben entstehen.
    Da die Großmutter ein Weißkopf ist, könnte es die Enkeltochter theoretisch ebenfalls sein. Beispiel
    WeißKopf x wildfarben=
    alle Jungvögel wildfarben/weißkopf
    Wildfarben/weißkopf x wildfarben
    50% wildfarben
    50% wildfarben/weißkopf
    Wäre der Hahn zum Beispiel auch noch spalterbig in Geperlt können sogar noch lutinogeperlte Hennen fallen.
    Das könnte man noch ewig so weiterführen.:)
    Falls mir irgendwo ein Fehler unterlaufen ist, hoffe ich dass du Maja, Bell oder sonst wer mich verbessert.:)

    @bell. Dass nicht alle Lutinos eine Glatze haben müssen damit stimme ich dir zu. Ich glaube dir gerne, dass dein Züchter 10 Jahre für diesen Zuchtstamm gearbeitet hat. Schade ist nur, verkauft er jemanden einen spalterbigen Hahn und der verpaart in mit einer Lutinohenne mit kleiner Glatze, neigen die Jungvögel bestimmt wieder zu einer Kahlstelle. Zwar nicht alle, aber die ganze "Arbeit" die sich der Züchter gemacht hat, war dann im Grunde umsonst.
    Alle Farbschläge oder Mutationen die rote Augen haben sind lichtempfindlicher, als Tiere mit dunklen/schwarzen Augen. Wie gesagt, ich persönlich konnte nie eine Auffälligkeit bei meinen Vögel feststellen, weder bei meinen Lutinowellensittichen noch bei meinen Lutinonymphen. Alle baden in der Sonne, genauso wie meine anderen Vögel.

    So, ist jetzt wirklich etwas lang geworden:)
    Ciao, Homer
     
  12. Maja

    Maja Foren-Guru

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    Hallo Homer,

    danke für die tolle ausführliche Aufklärung :). Wüßte nicht, was ich daran korrigieren sollte – sooo ein Experte wie du oder Bell bin ich ja nicht. Für mich klingt das jedenfalls alles faszinierend :D. Vielleicht weiß Bell noch was dazu.

    Mein Lutinohahn hat übrigens auch keine Glatze, noch nicht mal ne winzige, auch unter den Flügeln keine kahle Stelle :). Also stammt er offensichtlich aus einer „vernünftigen“ Verpaarung *freu.
     
  13. sbari

    sbari Guest

    verpaarung...

    habe 1.1 lutino
    heisst das jetzt ich muss nachwûchs mit allen mittelnverhinder?

    schade...


    mfg
    sbari
     
  14. #13 Brigitte2, 1. April 2003
    Brigitte2

    Brigitte2 Guest

    @ Sbari

    Bei 1.1 Lutino-Verpaarungen ist m. E. die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass der Lutino-Nachwuchs zur Glatzenbildung neigt.

    Du kannst daraus ja trotzdem Lutinos oder auch andere Farbschläge züchten, wenn tatsächlich nachgewiesen sein sollte, dass Lutinos nicht krankheitsanfälliger als andere Farbschläge sind, wenn Dich die Glatzenbildung nicht stört.

    @ alle

    Danke für Eure ausführlichen Erklärungen.

    Mit dem Züchter, von dem ich die meisten meiner 13 Vögel habe, telefoniere ich sehr oft.

    Was müsste ich diesem Züchter empfehlen, welche Nymphen-Farbschläge er verpaaren soll, um bei dem Lutino-Nachwuchs künftig Glatzenbildungen auszuschließen oder herauszuzüchten? (Dieser Züchter ist noch relativ unerfahren und züchtet erst seit 6 Jahren.) Oder sollte er mit seinem "alten" Nymphen-Bestand gar nicht mehr weiterzüchten?

    @ Homer

    Die Mutter meiner Nymphen-Henne ist auf keinen Fall ein Schecke, denke ich mal. Er beschrieb sie als grau-weiß, meinte damit aber wildfarben, nachdem ich noch mal nachgefragt hatte.

    Viele Grüße
    Brigitte:) :)
     
  15. hjb(52)

    hjb(52) Guest

    Glatzenbildung

    Hallo,

    in der Ny - Zucht bin ich ja nach 4 Jahren noch Neuling. In meinem Altbestand Normal habe ich einen Hahn der hat eine Halbglatze, er ist grau. Nicht bei den Vögleln, sondern Zuhause hat unser Junior ein Paar, da bekommt die Henne ca 10 Jahre alt auch eine Halbglatze. Somit scheint dieser Gendefekt nicht nur bei den Lutinos zu existieren. Vielleicht ist er da nur besser ausgebildet. Das sie die Glatze schon in der Jugend bekommen.
    Übrigens der normale graue Hahn wurde von der hiesigen Presse bei einer Züchtervorstellung der Stadt, Indianer Jo getauft.

    Bei meinen Standard Nymphen, der älteste ist aus 97 konnte ich das bisher noch nichts beobachten. Die 7 Herschaften sind noch alle komplett. Ein grauer Hahn ist spaltergiebig in Lutino. Hatte eine Henne von seiner Nachzuch selbs 3 Jahre als reserve Henne gehalten, ist leider verstorben als wir in Urlaub waren. Sie hatte auch noch alle Federn.
    Gruß
    Hans-Jürgen
     
  16. hjb(52)

    hjb(52) Guest

    brigitte 2

    Hallo,

    Empfehlung an den Züchter, nicht nur aus eigenen Jungen Paare bilden, zwischenduch immer mal einen neuen Hahn oder eine Henne dazu kaufen um die Blutlinie wieder auf zu frischen. Auf dauer wird sonst die Blutlinie zu eng. Gerade darunter leidet ja die Standardwellensittich Zucht. Wenn der Normale.- und Standard Nymphensittich nicht auch so hoch gezüchtet werden sollen, dann muß immer wieder frisches Blut dazu.
    Gruß :0-
    Hans-Jürgen
     
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  18. Bell

    Bell Guest

    Hallo Brigitte,

    Nymphen vermehren ist eine Sache, züchten eine andere.

    Ich bin nie soweit gekommen zu züchten, auch wenn ich einen guten Zuchtstamm zur Verfügung hatte. Deswegen kann ich Dir bzw. dem Züchter nicht viel weiter helfen, als zu sagen, daß er nur mit den Vögeln weiterzüchten sollte, die "positive" Eigenschaften haben. Ein Beispiel : Einen wünderschönen großen Hahn mit einer mickrigen Henne zu verpaaren mag zwar recht normalen Nachwuchs bringen, doch aus diesem eine Reserve zu behalten für die Weiterzucht ist schon nicht mehr ratsam.
    So sieht es mit jedem anderen Merkmal auch aus, ob das die Färbung, die Haube, die Haltung oder den Körperbau betrifft.
    Dazu bedarf es einer Menge Geduld, Zeit und vor allem PLATZ, denn so mancher vielversprechende Jungvogel, den man behält, stellt sich vielleicht doch noch als "Niete" heraus.

    Das heißt also : Einen Glatzkopf mit einem Nichtglatzkopf verpaaren bringt nix. Zwei Nichtglatzklöpfe muß man verpaaren. Bei Lutinos ist die "Standardverpaarung" wildfarbener Hahn spalt Lutino, von nichtglatzköpfigen Vorfahren und nichtglatzköpfige Lutinohenne.

    Zu züchten heißt eigentlich, daß man viele Vögel, die man erst mal behält später wieder abgibt, weil sie nicht in die Zucht passen.
    Viele Züchter behalten nur "wenige" Vögel dauerhaft.

    Diese Vorstellung war mir äußerst unangenehm und auch aus diesem Grund möchte ich garnicht mehr züchten. Vermehren will ich sie allerdings auch nicht :D

    viele Grüße

    Bell
     
  19. #17 Brigitte2, 3. April 2003
    Brigitte2

    Brigitte2 Guest

    Hallo, Ihr Lieben,

    danke für Eure weiteren Antworten.

    Ich werde Eure Infos an "meinen" Züchter weiterleiten.

    Mein Züchter ist ja auch ein relativ "kleiner" Züchter, der die Zucht nur hobbymäßig betreibt.

    Ich kaufe aber gerne Vögel bei ihm, weil sein Vogelbestand ansonsten sehr gesund aussieht. Alle seine Vögel sind in einer überdachten Zuchtanlage.

    Ich habe schon weitaus "schlimmere" Zuchtanlagen gesehen, aus denen ich keine Vögel kaufen würde.

    Viele Grüße
    Brigitte:) :)
     
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