Was für ein Greifvogel ist das?

Diskutiere Was für ein Greifvogel ist das? im Vogelbestimmung Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo an Alle, ich habe seit einigen Wochen einen Untermieter. Über meinem Balkon, unterm Dach, auf dem Firstbalken bekomme ich jeden Abend zur...

  1. #1 Blauerklaus, 16. Januar 2016
    Blauerklaus

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    Hallo an Alle,
    ich habe seit einigen Wochen einen Untermieter. Über meinem Balkon, unterm Dach, auf dem Firstbalken bekomme ich jeden Abend zur Dämmerung Besuch von einem Greifvogel. Dieser sitzt die ganze Nacht und am Tage ist er nicht zusehen. Ich sah ihn kein mal fliegen wegen Flugbild oder so.
    Ich vermute mal das es sich um einen Jungvogel handelt, kann aber nicht bestimmen was es ist.
    Kotet wie ein kleiner Hund, enthalten ist Mäusefell und anderes Undefinierbares.
    Ich hoffe es kann mir jemand zur Bestimmung des Vogels helfen.

    MfG Blauerklaus

    Den Anhang DSCN0162.jpg betrachten Den Anhang DSCN0157.jpg betrachten Den Anhang DSCN0169.jpg betrachten
     
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  3. Karin G.

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  4. #3 michael 1971, 16. Januar 2016
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    wird ein junger Turmfalke sein
     
  5. #4 Peregrinus, 16. Januar 2016
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    Es ist gar kein Greifvogel! Es ist ein Turmfalke.

    VG
    Pere ;)
     
  6. mineral0

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    Eine Frage außerhalb des Themas. Warum ist ein Turmfalke kein Greifvogel. Lg. Mandy
     
  7. #6 finchNoa@Barbie, 18. Januar 2016
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  8. mineral0

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    Nach dem Mäusebussard ist der Turmfalke die häufigste mitteleuropäische Greifvogelart. Das steht in Wikipedia unter Turmfalke. Da soll sich noch einer auskennen.
     
  9. Ingo

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    na ja...Wikipedia halt.

    Wikipedia kann einem sehr helfen,wenn man sich bereits im Umfeld des Gesuchten auskennt.
    Tut man das nicht, bleibt ein Restrisiko.

    ..und die Taxonomie, die die Falkren aus den Greifvögeln rausnimmt ist ja noch "relativ neu":

    Ericson, P.G.P, Anderson, C.L., Britton, T. Elzanowski, A. Johansson, U.S., Källersjö, M., Ohlson, J.I.,Parsons, T.J., Zuccon,D. Mayr, G. (2006) Diversification of Neoaves: integration of molecular sequence data and fossils. Biology Letters, 2, (4): 543–547
    Hochspringen S.J. Hackett, R.T. Kimball, S. Reddy, R.C.K. Bowie, E.L. Braun, M.J. Braun, J.L. Chojnowski, W.A. Cox, K.-L. Han, J. Harshman, C. Huddleston, B.D. Marks, K.J. Miglia, W.S. Moore, F.H. Sheldon, D.W. Steadman, C.C. Witt, Yuri, T. (2008) A Phylogenomic Study of Birds Reveals Their Evolutionary History. Science. 320 (5884):. 1763–1768
     
  10. Karin G.

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    der "Otto-Normalverbraucher" betrachtet somit die Falken weiterhin als Greifvögel :zwinker:

    aber wenigstens ist man sicher, dass es sich um Vögel handelt und nicht um z.B. Säugetiere :D
     
  11. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Aber zumindest Vogelforler dürfte doch interessieren, dass sie z.B. den Papageien näher stehen, als etwa den Habichten.
    Jetzt versteht man auch, warum Falken gerne Nahrung im Fuß halten und zum Abbeissen zum Schnabel führen
     
  12. #11 finchNoa@Barbie, 19. Januar 2016
    finchNoa@Barbie

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    Abwarten was die Zukunft bringt ... :hahaha:
     
  13. Karin G.

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    schade, habe noch nie einen Falken dabei beobachten können
     
  14. Peregrinus

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    Jein. Die Verwandtschaftsnähe zu den Papageien wurde m. W. - man korrigiere mich aber bitte gerne! - inzwischen wieder revidiert und man sieht die Falken nun in der Nähe der SIngvögel. Sicher wird sich noch einiges tun auf dem Gebiet, aber dass Habicht und Wanderfalke nicht viel mehr gemeinsam haben, als dass beides Vögel sind, dürfte klar sein.

    So neu ist das nun auch wieder nicht. Dass Neuweltgeier keine Greifvögel sind, wurde beispielsweise im Jahre 1886 (also vor 130 Jahren) von einzelnen Autoren angenommen. Es dauerte über 100 Jahre, bis es auch die Letzten einsahen. Bezüglich der Falken fand ich die erste Mutmaßung dieser Art im Jahr 1976, damals noch auf Grundlage der vergleichenden Biologie.

    Das genannte Abbeißen aus dem Fang kenne ich nur vom Fliegen (Baum- und Rotfußfalken, die Libellen gleich im Flug verzehren). Beim normalen Fressen im Sitzen kann ich in dieser Richtung keine Unterschiede zu den Greifvögeln sehen.

    VG
    Pere ;)
     
  15. #14 Ingo, 20. Januar 2016
    Zuletzt bearbeitet: 20. Januar 2016
    Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Aber gerade der Exkurs der Neuweltgeier zu den Schreitvögeln erwies sich doch letztlich als ein vorwiegend durch Verhaltensbeobachtungen getriggerter Irrtum, oder?
    Heute ordnet man die Neuweltgeier doch als ursprüngliches Taxon bei den Greifvögeln ein.
    Umfangreiche next generation sequencing Analysen haben ja ergeben, dass sie eben doch dorthin gehören und keine genetische Nähe zu den Schreitvögel vorliegt:

    Ericson, P. G. P., Anderson, C. L., Britton, T., Elzanowski, A., Johansson, U. S., Källersjö, M., . . . Mayr, G. (2006). Diversification of neoaves: Integration of molecular sequence data and fossils. Biology Letters, 2(4), 543-547

    Gibb, G. C., Kardailsky, O., Kimball, R. T., Braun, E. L., & Penny, D. (2007). Mitochondrial genomes and avian phylogeny: Complex characters and resolvability without explosive radiations. Molecular Biology and Evolution, 24(1), 269-280

    Hackett, S. J., Kimball, R. T., Reddy, S., Bowie, R. C. K., Braun, E. L., Braun, M. J., . . . Yuri, T. (2008). A phylogenomic study of birds reveals their evolutionary history. Science, 320(5884), 1763-176

    Aus Hackett et al. direkt dazu:

    Den Anhang Unbenannt.JPG betrachten

    Und meine letzte Info, die eine relative Nähe von Papageien und Falken angibt (Singvögel sind natürlich nicht ferner) ist von 2014:

    Jarvis, E. D., Mirarab, S., Aberer, A. J., Li, B., Houde, P., Li, C., . . . Zhang, G. (2014). Whole-genome analyses resolve early branches in the tree of life of modern birds. Science, 346(6215), 1320-1331. doi:10.1126/science.1253451

    Daraus direkt dazu:

    Den Anhang Unbenannt.JPG betrachten

    ist das schon wieder veraltet?
     
  16. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Ich vergass....die Falken halten nicht oft Nahrung im Fuß und beissen ab. Aber sie können es. Selber gesehen habe ich es schon beim Turmfalken und bei einem Polihierax. Letzterer Vogel knabberte genüßlich an einer im Fuß gehaltenen Wanderheuschrecke. Das erinnerte mich schon damals sehr an Papageienverhalten und deshalb ist es mir im Kopf geblieben, auch wenn es gut 30 Jahre her ist..
     
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  18. Peregrinus

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    So kann man es sagen, ja. Im Jahre 1886 wurde übrigens keine Nähe zu den Störchen gesehen, das kam erst viel später und hat sich dann eben als Irrtum erwiesen.

    Das wiederum habe ich nur mal als vage formulierte Hypothese gehört. Aber offenbar scheinst Du sehr nahe an der Materie dran zu sein, insofern nehme ich das gerne auf. Mein letzter Stand war eine selbständige Ordnung Cathartiformes mit unklaren Verwandtschaftsverhältnissen zu anderen Gruppen, jedenfalls nicht in unmittelbarer Nähe der Greifvögel.

    Ich schau bei Gelegenheit mal, was ich bezüglich Falken und Papageien habe.

    VG
    Pere ;)
     
  19. harpyja

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    Ich kenne einen Falkner, dessen Wanderfalkenweib in der Voliere häufig auf diese Art ihre Eintagsküken verzehrt oder sich letzte Nahrungsreste zwischen den Zehen herassucht.

    Waren die Falkenartigen nicht zwischenzeitlich mal dicht bei den Würgern? Ich bin da echt nicht mehr auf dem aktuellen Stand, aber soweit ich weiß, wirft jedes neu erscheinende Werk wie etwa die Checklist eh wieder alles durcheinander.
     
Thema:

Was für ein Greifvogel ist das?