Was füttert ihr so im Frühling/Sommer?

Diskutiere Was füttert ihr so im Frühling/Sommer? im sonstige Vogelarten Forum im Bereich Wildvögel; Ein viel größeres Problem ist das das Futter nicht laufend kontrolliert wird. Bei steigenden Temperaturen erhöht sich die Gefahr der...

  1. esth3009

    esth3009 Piratenbändiger

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    Ein viel größeres Problem ist das das Futter nicht laufend kontrolliert wird. Bei steigenden Temperaturen erhöht sich die Gefahr der Schimmelpilzbildung und die ist bei Fettfutter sehr hoch. Auch Bakterien wachsen sehr gut.

    Feuchtwarme Witterung ist eine Herausforderung an die Fütterung. Das Futter sollte jeden Tag kontrolliert werden und im Zweifelsfalle entsorgt.

    Auch die letzten Regenperioden mit Temperaturen und die 10-15°C begünstigen Schimmelbildung, gerade an Nüssen.

    Deswegen sollten im Sommer nur Futter gegeben werden was nicht so schnell verdirbt wenn man es nicht kontrollieren kann, dazu gehören eben auch Samen die nicht geschält sind. Weichfutter verdirbt bei entsprechender Witterung sehr schnell.

    In Wildvogelfutter aber auch in anderen Körnerfutter findet man auch häufig Schädlinge. Unseren eigenen Vögeln wird dieses Futter nicht mehr gegeben da Schädlinge auch Giftstoffe absetzen und die Ausscheidungen befinden sich auch im Futter. Es gibt sehr viele Menschen die meinen Wildvögel fressen ja Insekten und Käfer und diese Futter trotzdem an Wildvögel verfüttert. Kann ja nicht schaden. Schadet aber. Im günstigsten Fall rühren die Vögel das Futter nicht an. Deshalb immer genau kontrollieren wenn sich das Fressverhalten ändert und die Vögel bestimmte Nahrung meiden.
     
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  2. esth3009

    esth3009 Piratenbändiger

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    Ich bin z.B. kein Freund von den Futtersäulen. Im Gegensatz zur Behauptung das das Futter trocken bleibt, dringt bei Regen durch die Öffnungen Feuchtigkeit ein, die dann nicht mehr abtrocknen kann da nur am Boden Löcher sind. Oben verbackt das Futter und bildet einen idealen Nährboden. Wie gesagt, das war meine Erfahrung mit diesen Säulen Silos sind da besser geeignet da nur unten geöffnet ist und man kann das nass gewordene Futter leicht entfernen. Ich habe alle Futtersäulen entsorgt. Viele Menschen füllen sie einmal bis oben auf und warten bis es leer ist und das kann schon mal dauern da angegammeltes Futter nicht mehr genommen wird wenn es woanders besseres gibt. Geht dann doch ein unerfahrener Vogel dran kann es schnell gefährlich werden.
    Bei Meisenknödel bin ich dazu übergegangen sie einzeln aufzuhängen, gerade da sich im Winter die Vögel auch auf die anderen Futterplätze mit verteilen.
     
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  3. Panyptila

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    Moin moin,

    Ich hatte da schon mal was zu geschrieben:

    Blaumeisen im Nistkasten ohne Mutter

    Beitrag 5.

    Nichts gegen Prof. Berthold. Er hat sicher viele Verdienste im Vogelschutz. Ich denke aber z. B. Dirk Fußbahn mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung als Wildtier Auffangstation sowie auch alle anderen Auffangstationen werden das wohl besser wissen. Die sind nämlich mit den schwer geschädigten Nestlingen durch ungeeignete Fütterung konfrontiert und nicht Herr Berthold.
    Bei allen Problemen, die die Wildvögel und auch die Auffangstationen in der Brutzeit sowieso schon haben, braucht so etwas niemand.

    Ich verstehe nicht, dass es bei der völlig logischen Ausgangslage überhaupt noch Diskussionsbedarf gibt. Jeder hier möchte doch wohl für unsere schwindenden Wildvogelbestände das Beste.

    Bei weiteren Fragen einfach Dirk oder andere Auffangstationen kontaktieren.

    Liebe Grüße
    Thomas :0-
     
  4. esth3009

    esth3009 Piratenbändiger

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    Es wäre schön wenn Du mal mal Ross und Reiter bzw eine Linkadresse nennen würdest. So im Netz ist nichts zu finden.
    Und wieso logische Ausgangslage? Für mich ist eine Ganzjahresütterung logische Folge um den Singvogelrückgang entgegen zu wirken. Wo sind wissenschaftliche Daten? Sind jemals weiter reichende Untersuchungen angestellt worden? Du wirfst hier mit angeblichen Fakten um Dich ohne irgendwelche Belege zu nennen. Vielleicht liest Du meine Posts auch mal durch.
    Ich kenne durch meine Arbeit eine Reihe von Auffangstationen hier in NRW und fast alle befürworten die Ganzjahresfütterung mit einigen Regeln.
    Bis wann füttern - Wildvogelhilfe.org
     
  5. #25 esth3009, 23.01.2023 um 17:11 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 23.01.2023 um 17:16 Uhr
    esth3009

    esth3009 Piratenbändiger

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    Hier noch mal eine Zusammenfassung über Studien der Ganzjahresfütterung

    Allerdings erreicht man mit der Fütterung im Garten nur etwa 10-15 Arten. Theoretisch müsste man auch In Feld und Wald füttern, was aber problematisch ist.
     
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  6. Panyptila

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    Moin moin,

    Man findet mehr darüber als einem lieb ist.

    Wildtierhilfe Fiel ist schon mal weithin bekannt.

    Wildtierhilfe Fiel – Annerkannte Wildtier und Exoten Auffangstation

    Ansonsten kann man sich auch mal über wildvogelhilfe.org die ganzen Auffangstationen anschreiben.

    Kirstin Zoller kann man auch mal befragen, sie hat auch langjährige Erfahrungen etc. etc.

    Kirstin Zoller - Wildvogelhilfe.org


    Eine weitergehende Internetrecherche sollte schon Derjenige machen, der noch Zweifel hat. Ich habe an der Sachlage keinerlei Zweifel und auch genug persönliche Erfahrungen mit unbelehrbaren Nachbarn und sterbenden Singvogelbruten durch falsches Futter.

    Ja, "Fütterung mit einigen Regeln" ist schon der richtige Ansatz. Diese sollten zum Wohle unserer Gefiederten eben auch eingehalten werden.



    Liebe Grüße

    Thomas:0-
     
  7. esth3009

    esth3009 Piratenbändiger

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    Wird nicht gefüttert verhungern die Altvögel oder bringen sich unnötig in Gefahr.
    Meine Erfahrungen sind andere. Nenn doch mal ein paar Studien die dies eindeutig belegen, vor allem auch welche Untersuchungen gemacht worden sind woran die Vögel letztendlich verstorben sind. Bis her hab ich nur gesehen das irgendwas aufgeschnitten wurde und unverdautes vorhanden war. Es gibt zig Möglichkeiten .

    Alles in allem hat eine Ganzjahresfütterung nur Vorteile. Wenn Du sie nicht sehen willst ist das Deine Sache.
     
  8. Panyptila

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    Hallo Siegrid,

    wir waren uns doch völlig einig, dass Vogelfütterung grundsätzlich OK ist. Im Winter das normale Winterfutter, in der Brutzeit lebende oder gefrostete, frisch aufgetaute Insekten, allenfalls noch ein Körnerfutter mit kleinen Sämereien.
    Natürlich ist es sinnvoll, unseren Gefiederten in unserer ausgeräumten Landschaft zu helfen.

    Die Auffangstationen arbeiten immer mit Tierärzten zusammen. Wenn dort bei Sezierungen von verendeten Nestlingen regelmäßig Erdnussbruch, Fettflocken, Meisenknödelbruch etc. als Todesursache gefunden werden, sind das schon deutliche Beweise.
    Ob das bereits in großangelegte Studien verarbeitet wurde, weiß ich nicht. Deshalb hatte ich die Links gesetzt, damit man sich, im Zweifel, dort weitergehend informieren kann. Für mich reicht das, neben meinen persönlichen Erfahrungen, bei Weitem aus, um in der Brutzeit tunlichst kein Winterfutter anzubieten.

    Liebe Grüße
    Thomas :0-
     
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  9. esth3009

    esth3009 Piratenbändiger

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    Ok, ich merke wir reden aneinander vorbei. :D

    Meine Erfahrung ist, wenn die Altvögel Insekten und Körnerfutter, bei mir auch Fettfutter, angeboten kriegen verfüttern sie nur die Insekten aber nicht das Fettfutter oder Erdnüssen.
    Gefrostete und portionsweise aufgetaute Larven und Blumentöpfe mit Kleinvieh, auch Blattläuse werden verfüttert, sowie Spinnentiere als Nahrung für die Jungen, Fettfutter uns Erdnusssäule als Nahrung für die Altvögel. Nicht umsonst habe ich verschiedene Futterangebote so das für jeden etwas vorhanden ist. Und glaub mir die Vögel können sehr gut zwischen ihrem Futter und Futter für die Jungen unterscheiden. auch für reine Körnerfresser

    Allerdings wenn die Jungvögel flügge sind stärken sie sich mit Fettfutter.

    Während der Brutzeit ist eine Eiweiß- und Fettreiche Ernährung wichtig.

    Schlimmer als Fettknödel anzubieten ist eine meist unzureichende Hygiene (Gerade in den heißeren Monaten) weshalb ich froh bin das meine Nachbarn nicht das ganze Jahr über füttern. Es reicht nicht eine Futtersäule raus zuhängen und dann zu vergessen. In einem hast Du recht, die meisten meinen Wildvögel kann man alles geben und machen sich keine Gedanken über eine Artgerechte Fütterung.

    Wenn die Altvögel überhaupt kein adäquates Futter finden werden auch nicht geeignetes Futter aus Verzweiflung verfüttert mit vielleicht fatalen Folgen. Meistens ist aber die Immunabwehr der Vögel schon vorher geschwächt.
    Darmparasiten wie Kokzidien haben dann leichtes Spiel.

    Mein Vorschlag wäre gerade im Frühjahr-Sommer zentrale betreute Futterstellen einrichten.
    Ok, habe ich hier auch nicht durchsetzen können, da meine Mitbürger sich an den Ringeltauben und Elstern stören, aber GsD füttert hier, außer mir, auch keiner Zwischen Mai und November.
     
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