Was ist Vogelkohle?

Diskutiere Was ist Vogelkohle? im Forum Ernährung im Bereich Allgemeine Foren - Meine beiden Aras sind ganz scharf auf die Holzkohle vom Kamin. Ist Holzkohle = Vogelkohle??? Dürfen Sie etwas davon fressen oder brauchen sie...
S

Sabine Eisele

Guest
Meine beiden Aras sind ganz scharf auf die Holzkohle vom Kamin. Ist Holzkohle = Vogelkohle??? Dürfen Sie etwas davon fressen oder brauchen sie sogar die Kohle???

Gruß
Sabine
 
Sie wird verabreicht bei leichten Darmstörungen, ist aber ein Vitaminzehrer.
Sollte nur bei Bedarf vorsichtig eingesetzt werden..bei Durchfall Kotprobe beim TA machen lassen.
 
Hallo Sabine,
Vogelkohle ist Holzkohle. Sie bindet Flüssigkeit (deshalb als erste Massnahme bei Durchfall manchmal hilfreich), aber auch Nährstoffe wie Vitamine.
Komischerweise sind viele Vögel verrückt danach. Wenn ich bei meinen Wellensittichen Grit nachfülle, in der Mischung ist auch etwas Kohle drin, suchen sie zuerst eifrig die Kohle raus. Ich habe hier von einem User gelesen, der hat bei den wilden Wellensittichen in Australien beobachtet, dass sie von verbrannten Baumstämmen die Holzkohle abnagen.
Es gibt unterschiedliche Meinungen dazu, ob nun anbieten oder nicht. Wegen der Bindung von Nährstoffen wird eher abgeraten, manche bieten sie aber auch zeitweise oder sogar immer an. Hier gab´s auch schonmal eine Diskussion dazu
http://www.vogelforen.de/showthread.php?t=90467
 
Hallo,

Vogelkohle bindet nicht nur Nährstoffe und Vitamine sondern auch Giftstoffe.
Unsere Vögel haben immer Vogelkohle zur Verfügung, gekaufte in einem Napf und ein auf dem Grill angekohlter Ast zum Nagen. Nur wenn Sie mal Medikamente bekommen sollten würdeen wir sie rausnehmen.

Der kleine Napf mit der Kohle wird wöchentlich kontrolliert.
Die Aufnahme schwankt. Meistens fehlt gar nichts. In den letzten Wochen musste ich aber nachfüllen, obwohl die Vögel dasselbe Futter bekommen, wie in den Wochen davor.

Die Vögel nehmen die Kohle offenbar nur auf, wenn sie sie brauchen.
Rückschlüsse für Deine Aras musst Du selber ziehen.
 
So gehen die Meinungen auseinander, denn meine bekommen sie nie.
Sobald nur ein negativer Effekt auftreten kann, empfehle ich sie nicht, da ich immer die sichere Seite propagiere. Sie würden sie bei mir auch sofort fressen, aber auch ohne die geringste Unpäßlichkeit zu haben.
 
Hallo Sabine

Vogelkohle bindet nicht nur Nährstoffe und Vitamine sondern auch Giftstoffe.

Der Meinung bin ich auch.Desweiteren wurde hier schon angesprochen,das in Vogelgrit Kohle enthalten ist----------------das sollte eigentlich ausreichen.Um Durchfall zu bekämpfen giebt es andere Möglichkeiten.
Zum entgiften kann auch alternativ Lehm angeboten werden---------is gute und billige "Medizien"

MFG Jens
 
Hallo Langer,

und wer sagt Dir, dass Lehm neben den Giftstoffen nicht auch Vitamne & Co neutralisiert?

Unabhängig davon:
Die Vögel wissen selber, was sie brauchen und besonders lecker kann sie ja nicht sein - sonst würde sie bei uns >300 Tage im Jahr nicht links liegen gelassen.

In unserem Grit ist keine Kohle. Und Vogelsand mit Kohle verwenden wir nicht.
 
Hallo Langer,

und wer sagt Dir, dass Lehm neben den Giftstoffen nicht auch Vitamne & Co neutralisiert?

Unabhängig davon:
Die Vögel wissen selber, was sie brauchen und besonders lecker kann sie ja nicht sein - sonst würde sie bei uns >300 Tage im Jahr nicht links liegen gelassen.

In unserem Grit ist keine Kohle. Und Vogelsand mit Kohle verwenden wir nicht.

Zu Deinem erstgesagten : Das hat mir niemand gesagt !! Nur wenn ich mir Naturaufnahmen von freilebenden papas ansehe------------werden dort regelmäßig diese "Lehmlecken" angeflogen.So weit ich mich belesen habe,entsteht ein unwohlsein des Vogels durch Nahrungsaufnahme(sag jetzt einfach mal Eibe---------diese is giftig------------wird aber von freilebenden Papas in Doitschland gefressen-------------daraus folgt :geogaphie


Gritt mit Vogelkohle biete ich an,was davon verzehrt wird vermag ich nich zu beurteilen----------da sie damit richtig "rumschweinern". Trotzdem biete ich es an-----------auf Röntkenbilder is eindeutig zu sehen das "dieser Zahnersatz" aufgenommen wird.

MFG Jens
 
Moin, Moin,
(sag jetzt einfach mal Eibe---------diese is giftig------------wird aber von freilebenden Papas in Doitschland gefressen-------------daraus folgt :geogaphie

Nette Theorie. Leider in der Praxis falsch. Es gibt nur für wenige Papageienarten überhaupt einen Nachweis von Geophargie und fast alle betreffen eine Minderheit der südamerikanische Arten. Eine der Ausnahmen sind einzelne Populationen von Graupapageien in Afrika.

Beobachtungen für Geophargie an deutschen Papageien fehlen. Belege für Geophargie bei Edelsittichen im Freiland fehlen. Belege für die entgiftende Wirkung von Lehm bei Eibe fehlen. Als Futterpflanze im Freiland für Vögel zählt Eibe zu den Arten mit den meisten belegten Vogelarten.

Die Entgiftung von Nahrung durch Geophargie ist meiner Meinung nach eher als Energiesparen (die Entgiftung im Stoffwechsel bedeutet energetischen und stofflichen Aufwand) als, als Schutz vor Vergiftungen zu werten. Es gibt Hinweise, dass fruchtfressende Papageien Pflanzengifte weniger resorbieren und schneller abbauen als etwa Säugetiere.

Gruesse,
Detlev
 
Moin, Moin,

Zwei Sachen hab ich noch vergessen:
- Die physikalischen bzw. chemischen Mechanismen von Kohle und Lehm beim Entgiften sind nicht die gleichen.
- Es gibt keinen Lehm auf dem deutschen Markt bei dem es physikalische bzw. chemische Angaben gibt, die auf eine Vergleichbarkeit mit dem Lehm an den Lehmlecken schließen lassen. An den Lehmlecken werden nur sehr schmale Horizonte gefressen, schon eine Abweichung um einen Meter nach oben oder unten führt dazu, dass die Papageien diesen Lehm nicht mehr aufnehmen. Mit diesem Höhenunterschied sind Unterschiede der Lehmchemie verbunden.

Aber auch andersrum spricht nichts außer dem Gefühl ein Stück Urwald anzubieten für die Gabe von Lehm: Keine Papageienart in Menschenhand bekommt natürliches Futter (Ausnahme sind vielleicht einige Unzertrennliche die zumindest Futterhirse im natürlichen Habitat fressen). Die in der menschlichen Obhut angebotene Ersatznahrung ist - aufgrund von Selektion der Pflanzenarten und oft jahrtausenden der Pflanzenzuchtzucht - deutlich ärmer an sekundären Pflanzenstoffen bzw. Pflanzengiften, so dass gar kein Bedarf der Entgiftung der Nahrung im Verdauungskanal besteht.

Gruesse,
Detlev
 
Hi Detlev

Ich konnte mich im Gegensatz zu Deiner Meinung anderweitig belesen---------alles schnigschnag ????????????????????
Von vielen – nicht allen – Papageienarten ist bekannt (und auch gut dokumentiert), dass sie geophages Verhalten zeigen. Die Aufnahme von Erden durch Papageienvögel war lange Zeit ein zwar bestauntes, jedoch keiner (rationalen) Erklärung zugeführtes Phänomen. Die Häufigkeit dieses Verhaltens und die Vielzahl der dieses Verhalten zeigenden Papageienarten fordert/e allerdings geradezu Erklärungsversuche heraus.

Wie regelrecht „exzessiv“ sich die Erdaufnahme dem Beobachter darbieten kann, beschrieb Thomas Arndt (1986) so: „Ein Paradebeispiel stellen die großen Aras dar. (...) Sie besuchen oft (...) die ausgewaschenen Steilufer der Flüsse, die in der Trockenzeit freiliegen. (...) Der Beobachter kann den Eindruck gewinnen, die großen Vögel seien geradezu süchtig nach der Erde.“

Bei den Aras sind es insbesondere Ara macao (Hammer, 2001), Ara chloroptera (Burger & Gochfeld, 2003) und Ara ararauna (Mee, 2001) – aber auch andere Arten - , deren geophages Verhalten gut dokumentiert ist.

Spätestens seit den Studien von Gilardi et al. (1999) dürfte mit hinreichender Sicherheit geklärt sein, dass die Aufnahme von Erden wohl vorrangig (zusammen mit – oder neben – anderen verfügbaren Mechanismen) dazu dient, die Toxizität mit der Nahrung aufgenommener sekundärer Pflanzenstoffe so abzuschwächen, dass die entsprechenden Komponenten unbeschadet genutzt werden können. Gilardi et al. Konnten mittels in-vitro-Versuchen mit Amazonen nachweisen, dass das toxische Alkaloid Chinidin von Papageien in mehr als 40facher Dosis (in Relation zum Körpergewicht) als dies beim Mensch der Fall ist folgenlos vertragen wird und die Aufnahme von Erden die toxische Wirkung des Alkaloids um ca. 60 % reduzieren kann.

Kurzer Einschub zur Hypthese der Nützlichkeit des Anbietens von Lehm/Erden in der Fütterungspraxis unter Haltungsbedingungen: Wenn die Aufnahme von Lehm/Erden (wie hinreichend belegt) der Reduktion, dem Abbau oder der Detoxifikation giftiger Bestandteile in Freilandnahrungspflanzen dienen kann, so ist eine Wahrscheinlichkeit dafür anzunehmen, dass dies auch auf beispielsweise exogene Belastungen dargebotener Futterpflanzen (Obst, Gemüse, Saaten), die über keine toxischen Sekundärstoffe verfügen, zutrifft. Einfacher: Im konventionellen Anbau werden (nicht selten sogar und je nach Herkunft recht exzessiv) Pestizide, Fungizide, Insektizide und Wachstumsbeschleuniger (z.B. Düngemittel) eingesetzt, die sich (je nach angebauter Art) in mehr oder weniger hoher Konzentration „einbauen“. Ob es sich dabei nun um organische oder anorganische „Chemie“ handelt, dürfte keine Rolle spielen


und noch eine Anmerkung die ich gelesen habe(Doitschland)


Einige Beispiele: Die Blaustirnamazone (Amazona aestiva) ernährt sich beispielsweise auch von den Beeren des zur Familie der Meliaceae gehörenden Zedarach-Baumes (Melia azedarach). Die Beeren enthalten hohe Konzentrationen an Tetranortriterpen und Extrakte der Frucht finden als Insektizid Verwendung. Für verschiedene Vogelarten sollen bereits 6 Beeren lähmend oder tödlich sein, während sie von den Blaustirnamazonen unbeschadet vertragen werden. Doppelgelbkopfamazonen (Amazona oratrix) fressen Samen und Früchte der zu den Fabaceae/Leguminosae zählenden Acacia farnesiana. Ein darin enthaltenes (bisher nicht spezifiziertes) Alkaloid wird in Brasilien zur Vergiftung verwilderter Hunde eingesetzt (Morton, 1981). Von mindestens 3 Amazonenarten ist dokumentiert, dass Akaziensamen zu ihrer Freilandnahrung zählen. Davon nutzen 2 Arten (Amazona finschi, Amazona oratrix) die stark toxischen Samen von Acacia farnesiana, eine weitere Art (Amazona leucocephala bahamensis) nutzt die Samen von Acacia chloriophylla.
Die Tiere der in Stuttgart seit den achtzigern Jahren freilebenden Population von Doppelgelbkopfamazonen fressen auch von der hochgiftigen Eibe und den ebenfalls giftigen Samen der Robinie (Robinia pseudoacacia). Von der Jamaikaamazone (Amazona collaria) ist bekannt, dass sie die Früchte der zu den Sapindaceae gehörigen Ackee-Pflanze (Blighia sapida) frisst. Der Anbau von Ackee ist auf Grund der toxischen Bestandteile (u.a. Hypoglycin) in den USA verboten. Hellroter Ara (Ara macao) und Grünflügelara (Ara chloroptera) verzehren Samen des Wolfsmilchgewächses Hura crepitans. Samen und Saft enthalten toxische Alkaloide. Extrakte daraus werden von den Eingeborenen als Pfeilgift verwendet.

MFG Jens
 
Moin, Moin,

Ich konnte mich im Gegensatz zu Deiner Meinung anderweitig belesen---------alles schnigschnag ????????????????????

Ach ein Munkes/Schroten Textbaustein. Der widerlegt leider keine meiner Aussagen. Wer füttert Eibe, Acacia farnesiana, Acacia chloriophylla, Robinie (Robinia pseudoacacia), Ackee (Blighia sapida) oder Hura crepitans bzw. vergleichbar toxische Nahrung? Sind die überhaupt für Papageien toxisch? Wo sind die nicht neotropischen Papageien bei denen Lehmfressen belegt ist? Wo ein Beleg für Lehmfressen als grundlegene Entgiftungsstrategie bei vielen Papageienarten? Wo ist der Nachweis der Wirksamkeit von käuflichen Papageienlehm? Und was hat das alles mit Kohle zu tun?

Meine Einschätzung zur Bedeutung von Lehm beruht auf der gründlichen Lektüre u.a. von Gilardi et al. (1999) und ich habe sicher mehr Erfahrung mit der Freilandbeobachtung von Papageien auch bei der Nahrungsaufnahme als die Autoren deiner Textbausteine.

Eine Entgiftung von Pestiziden, Fungiziden, Insektiziden und Wachstumsbeschleunigern (z.B. Düngemittel) ist durch Gilardi et al. (1999) nicht belegt und dürfte reine Spekulation sein. Schon natürliche Pflanzengifte werden nicht gleichmäßig entgiftet.

Gruesse,
Detlev

PS: Wetten jetzt kommen bestimmte Leute wieder eingeflogen?
 
Wer füttert Eibe, Acacia farnesiana, Acacia chloriophylla, Robinie (Robinia pseudoacacia), Ackee (Blighia sapida) oder Hura crepitans bzw. vergleichbar toxische Nahrung?

Sicherlich keiner,ich habe nur ge/beschrieben was ich gelesen habe. Das Du und Volker nun nich grad die besten Freunde seit is bekannt--------------nur warum um Himmelswillen is hierüber eine Diskusion nich möglich. Du fängst genau den selben S...........ß wieder an wie : auch nur wieder son Textbaustein ,es wiederlegt gar nicx, usw.
Doch,das was ich gelesen habe habe ich zum Freileben der Amas in Doitschland geschrieben.
Das Du unhöfflich wirst,spricht nich grad für Dich------fehlt jetzt wieder diese blöde Spruch der da so ungefähr ging : mit Piepie und Hose oder irgend son dödelkrom.
Detlev unterhalte Dich mal mit Deinen Befürwortenern---------vieleicht is dann die Diskusion in Deinem Interesse.


In Leipzig habe ich einen anderen Eindruck von Dir gewonnen.


MFG Jens
 
Nun mal etwas grundsätzliches. Haben wir über Vogelkohle oder über Lehm zu sprechen?
Es sind hier etliche Vergleiche und Beispiele gebracht worden.
Kohle:
Vor- und Nachteile sind bekannt.
Natürliches Vorkommen in den Gebieten von denen wir sprechen eigentlich Null.
Außer Brandstiftungen von Menschen um Weideflächen zu gewinnen. Das aber erst seit 50 oder etwas mehr Jahren. Also gehört es nicht zur Entwicklung dieser Papageien, da erst in der Neuzeit angewendet und sie vorher auch wunderbar, sogar besser überlebt haben.
Lehm:
Wenn man Berichterstattungen über Urwaldgebiete, besonders das Amazonasgebiet und anderer großer Flüsse verfolgt, so wird immer wieder hervorgehoben, daß es eins im Überfluß gibt, nämlich keine Mineralien.
Also werden Vögel Stellen an denen auch nur die geringsten Vorkommen zu Tage treten auch aufsuchen, um zu versuchen ihren Bedarf zu decken.
Das sie diese Flächen auch aufsuchen, wenn sie bestimmte Nahrung der eine gewisse Giftigkeit nachgewiesen wird, nicht mehr zur Verfügung steht, wie ja alles immer nur für wenige Wochen vorhanden ist und dann durch andere Früchte die reifen, abgelöst wird, sollte logisch und nachvollziehbar sein, denn es geht hauptsächlich um die Mineralien.
Wenn wir nun Vergleiche mit unseren Tieren anstellen, dann die "Giftigkeit" des Futters, welches wir täglich sevieren, dann die Unmengen Mineralien, die wir in flüssiger und trockener Form laufend zuführen, mit den hier laufend im Vergleich angegebenen Wildvögel zu Grunde legen, bleibt nichts, aber auch nichts mehr übrig, was noch als Begründung herhalten könnte!
 
Hallo Siggi,

in Deinen letzten Beitrag hast Du wirklich eine gute Zusammenfassung zum Thema geschrieben, wie ich finde :zustimm:.
Besonders der Aspekt mit den Mineralien in freier Wildbahn und in Gefangenschaft finde ich da sehr interessant und einleuchtend.

Ich persönlich biete aber auch ab und zu mal Lehm an, aber eher selten, dies aber eher um den Grauen die Möglichkeit zu geben, ein bisschen naturnah die Mineralien aufzunehmen.
Wirklich nötig wäre das sicher nicht, in dem Punkt gebe ich Dir recht, natürlich vorausgesetzt die Vögel werden entsprechend ernährt ;).

Kohle hab ich in den ganzen Jahren Vogelhaltung eigentlich nur bei leichtem Duchfall angeboten, was zum Glück nur sehr selten nötig war.
Ansonsten biete ich persönlich eigentlich keine an.
Bisher bin ich damit auch immer gut gefahren, ist aber halt Ansichtsache ;).
 
Keine Papageienart in Menschenhand bekommt natürliches Futter (Ausnahme sind vielleicht einige Unzertrennliche die zumindest Futterhirse im natürlichen Habitat fressen). Die in der menschlichen Obhut angebotene Ersatznahrung ist - aufgrund von Selektion der Pflanzenarten und oft jahrtausenden der Pflanzenzuchtzucht - deutlich ärmer an sekundären Pflanzenstoffen.

Wenn man seine Vögel nur aus dem Sack füttert stimmt das.

Wir bieten unseren Vögeln Löwenzahn und Co. an aus Garten und Flur.
Solltest Du auch mal probieren.
 
Moin, Moin,
Wenn man Berichterstattungen über Urwaldgebiete, besonders das Amazonasgebiet und anderer großer Flüsse verfolgt, so wird immer wieder hervorgehoben, daß es eins im Überfluß gibt, nämlich keine Mineralien.

Lehm an den Lehmlecken ist leider arm an Mineralien, teilweise ist weniger drin als in Leitungswasser. Und auch deutlich weniger als in durchschnittlichen Tropenfrüchten. Das steht alles im Detail bei Gilardi et al. (1999). Insofern ist es richtig, dass Lehm bei einigen Pflanzengiften entgiftend wirkt. Nur macht das halt bei der Haltung keinen Sinn weil diese Gifte gar nicht vorkommen und/oder andere Papageienarten gar keinen Lehm in der Natur fressen. Übrigens macht Merkel von Merkels Mineralstein (hab ihn gefragt als er noch im Geschäft war) damit Werbung, dass seine Mineralsteine keine Nährstoffe etc. binden.

Wenn man seine Vögel nur aus dem Sack füttert stimmt das.
Wir bieten unseren Vögeln Löwenzahn und Co. an aus Garten und Flur.
Solltest Du auch mal probieren.

Kann ich höchstens selber essen - ich bin kein Vogelhalter. Und auch Löwenzahn und was Halter sonst so anbieten ist meilenweit von den Pflanzengiften im echten Freiland entfernt.

Das Du unhöfflich wirst,spricht nich grad für Dich

Das du diesen Munkes Text zitierst spricht nicht dafür, dass du in der Lage bist ihn auf seinen Faktengehalt zu prüfen. Schau noch mal hin was meiner Meinung nach zu belegen ist: Nichts davon ist mit deinem Textausschnitt zu belegen. Lies also Gilardi et al. (1999) ungefiltert im Orginal - der Text ist frei verfügbar, ich schick ihn dir auch gerne - , dann wirf einen Blick in einschlägige Literatur und stelle eine Liste aller Lehmfresser zusammen, danach guck dir noch mal an was Herr Munkes und Frau Schrooten daraus gemacht haben.

Im übrigen geht es mir nicht darum Anhänger zu gewinnen, ich bin kein Sektengründer. Ich versuche Fakten aus der Biologie der Vögel zusammenzubekommen - wer sie nutzen möchte soll es, wer nicht der halt nicht.

Lehm bietet wie Vogelkohle im normalen Leben von Stubenvögeln nach den Fakten die ich kenne keinen Nutzen oder Schaden. Der Verkauf von Lehm besonders mit blumigen Versprechungen nutzt dem Händler und schadet dem eigenen Geldbeutel. So was stört mich, genau so wie die Textkollagen mancher Papageienautoren.

Gruesse,
Detlev
 
Hi

Ich mach ma n Neues Thema auf für "Lehm".
Damit die Vogelkohle nich untergeht :bier:
 
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Thema: Was ist Vogelkohle?

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