was unterscheidet wildfang von handaufzucht

Diskutiere was unterscheidet wildfang von handaufzucht im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; :? hallo mich interresiert das wissen von all denen, die irgentetwas davon erzählen können, einen handaufgezogenen von einem wildfang...

  1. #1 helga2., 20. Januar 2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. Januar 2007
    helga2.

    helga2. Guest

    :? hallo mich interresiert das wissen von all denen, die irgentetwas davon erzählen können, einen handaufgezogenen von einem wildfang unterscheidet. ich habe viel gelesen aber trozdem interresiert es mich eure meinung es wäre sehr schön wenn ich viele antworten bekommen wurde. vielen dank schon mal im vorraus
    helga:prima:
     
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  3. Pucki

    Pucki Bea

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    Wie meinst du deine Frage?
    Wenn du beim Züchter bist und unterscheiden sollst,ob du einen Wildfang(WF) oder eine Handaufzucht (HZ) vor dir hast?
    Wildfänge sind in der Natur gefangen.Somit steht nicht fest,welches Alter sie haben,da man einen Graupapagei nur in den ersten 2 Jahren an den dunkleren Augen als Jungtier unterscheiden kann.Sind die Augen erst einmal hell,sieht man nicht mehr,ob ein Tier 5 oder 20 Jahre alt ist.
    Die Fangmethoden sind nicht schön und bei dem Transport sterben viele Tiere.Diese Wildvögel sind dem Menschen gegenüber sehr scheu und bauen oftmals nie in ihrem Leben ein Vertrauen auf.Den Wildfang sollte man nicht unterstützen!
    Es gibt genügend Nachzuchten in Deutschland und somit sollte es für dich interessanter sein,ob du eine Naturbrut (NB) oder eine HZ nimmst.
    Die NB wird komplett von den Eltern aufgezogen und erst wenn sie futterfest ist abgegeben.Sie ist dann noch scheu,lernt aber schnell,Vertrauen zu fassen.
    Die HZ wird irgendwann den Eltern weggenommen und dann von Menschenhand weiter gefüttert.Dadurch ist sie sehr auf den Menschen geprägt und von Anfang an zahm.Das hört sich sehr verführerisch an doch gibt es dafür viele andere Probleme,die auftreten können.Behält man so eine HZ lange Zeit allein,schließt sie sich ganz dem Menschen an und verlangt von ihm 24 Std.Aufmerksamkeit.Da dies kein Mensch leisten kann,wird der Vogel trauern und diese Trauer auf verschiedene Art zum Ausdruck bringen: schreien,rupfen,sich zurück ziehen,beißen.........
    Möchtest du so einen Vogel verpaaren,wird er erst einmal wieder lernen müssen,ein Vogel zu sein.
    Bitte lies hier die vielen Diskussionen um Handaufzuchten und Naturbruten.Es ist ein recht brisantes Thema,wo die Meinungen sehr auseinander gehen.
    Tatsache ist: Naturbruten werden genauso zahm wie Handaufzuchten.
    Aber auf keinen Fall sollte man sich einen Wildfang kaufen!
    Liebe Grüße,BEA
     
  4. Richard

    Richard Guest

    Hallo Helga,

    Ein weiterer Unterschied ist sicherlich der Preis. Handaufzuchten sind wesentlich teuerer und kosten so zwischen 500 - 800 Euro. Wildfänge bekommt man wesentlich günstiger (bzw. bekam, da ja keine mehr eingeführt werden dürfen). Die Preise in Holland waren zum Beispiel relativ niedrig (~300 Euro).

    Viele Grüße,
    Richard
     
  5. Leeni

    Leeni Leeni

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    hallo Bae..ich habe deinen beitrag gelesen und gebe dir vollkommen recht...leider haben wir einen hz und hoffen dass es nicht so kommt wie du es schreibst...sonst müssten wir jetzt so schnell wie nur möglich einen zweiten holen...unser grauer ist erst 6monate alt...aber man weiss ja auch nicht ob er sich dann mit dem anderen versteht!
     
  6. a.canus

    a.canus Papageienfreak

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    Ich wüder dir auf jeden Fall raten dir einen zweiten Vogel zu holen.
    Vögel mit Verhaltensauffälligkeiten waren meist einzeln gehaltene Vögel.
    Ich kenne viele HZ- Vögel, dort war auch immer das Problem, dass sie nur als Schmusekuschelvögel einzeln gehalten wurden und dies dann wirklich schlimme Folgen hatte, Vögel die verpaart waren ( artgleich und blutsfremd gegengeschlechtlich), meist von Jugend an, dort entwickelten sich die Tiere sehr gut....
     
  7. Logo

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    Hallo Leenie

    Ich finde es toll, dass du deinem Vogel einen Partner gönnen möchtest.
    Ich selbst halte auch sehr wenig von Handaufzuchten ( wenn es um Leben oder Tot für die Kleinen geht, dann würde ich es machen, sonst nicht), aber noch schlimmer finde ich Wildfänge.

    Hol dir doch eine Naturbrut, die wachsen bei ihren Eltern auf und lernen alles was so ein Vögelchen braucht. Das sind dann deutsche Nachzuchten und haben keine schrecklichen Erfahrungen mit Einfangen und Verschiffung nach Deutschland hinter sich (mal abgesehen davon, dass das jetzt zum Glück verboten ist).

    Hast du vielleicht die Begriffe Naturbrut und Wildfang irgendwie verwechselt? Oder ziehst du wirklich in Erwägung einen Wildfang zu holen?

    Lg Heike
     
  8. Pucki

    Pucki Bea

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    Leeni,wenn ihr jetzt einen Vogel dazu setzt,der das andere Geschlecht hat(also bitte vorher genau das Geschlecht deines Vogels bestimmen) dann ist das in dem Alter meist nicht so schwer.So junge Tiere freuen sich über einen Artgenossen und hier im VF kannst du oft lesen,wie schnell die Verpaarung geklappt hat.
    Liebe Grüße,BEA
     
  9. Tierfreak

    Tierfreak Foren-Guru

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    Hallo helga2,

    unterscheiden kann man einen Wildfang von einer Nachzucht (egal ob nun Naturbrut oder Handaufzucht) in der Regel am Ring.

    Nachzuchten sind in der Regel geschlossen beringt, während Wildfänge offen beringt sind ;) .

    Nachzuchten bekommen in den ersten Lebenstagen den geschlossenen Ring übergezogen, was nur dann möglich ist, weil sich der geschlossene Ring später nicht mehr überstreifen läßt.
    Daher kann man bei einem geschlossen beringten Vogel immer sicher von einer Nachzucht ausgehen.

    Nur in seltenen Ausnahmefällen kann evtl. auch eine Nachzucht offen beringt werden, z.B. wenn der Züchter den Zeitpunkt der Beringung verpasst hat. Aber wie schon gesagt, ist das selten und nur die Ausnahme.

    Ansonsten kann ich Dir ebenfalls nur ans Herz legen, keinen Wildfang zu kaufen.

    Wie Bea ja schon schrieb, sterben unzählige Vögel allein schon beim Fang und Transport und oft finden diese Vögel nur sehr sehr schwer Vertrauen zum Menschen, wenn denn überhaupt.
    Das verwundert auch nicht, wenn man sich mal vor Augen führt, was diese Tiere durchgemacht haben :( .

    Mit dem Kauf von Wildfängen unterstützt man den Wildvogelhandel, da meist sofort ein neuer Importvogel aus der Natur vom Zooladen oder beim Händler nachgeordert wird :traurig: .
    Zu diesem traurigen Thema gibt es auch hier erschütternde Infos :traurig: .

    Gegen den Kauf eines Abgabewildfang von privat spricht allerdings nix ;) .

    Solche Vögel sind ja auch froh, wenn sie ein schönes neues Zuhause finden und mit dem Kauf hinterläßt man auch keine leere Voliere beim Händler, wo wieder neue nachgerückt werden, da sie ja aus Privathand stammen.
     
  10. Reiner65

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    Hallo Helga,

    wir haben einen Kongo-Graupapagei mit Namen Amadeus in Einzelhaltung, und er ist entsprechend Endoskopie ein Hahn. Vor reichlichen 10 Jahren kauften wir auf Bestellung unseren Amadeus von einem Tierhändler. Unsere
    Kaufentscheidung basierte auf dem für uns erschwinglichen Kaufpreis (heute 450 Euro gegenüber einer Handaufzucht bzw. Naturbrut von 850 bis 1200 Euro) und einer Empfehlung eines Vogelzüchters. Der Züchter verwendete damals für seine Zucht von Graupapageien regelmäßig einen Wildfang als Partner seiner Zuchtpärchen. Er begründete dies uns gegenüber mit der günstigen Wesensbildung und Unempfindlichkeit gegenüber Erkrankungen. Da wir beide(meine Frau und ich) damals noch berufstätig waren, war es uns ganz recht, dass der Graue auch über einen längeren Zeitraum (bis zu eineinhalb Tagen), ohne Schaden zu nehmen, allein gelassen werden konnte(bei einer HZ bzw. NB in Einzelhaltung wohl kaum denkbar). Diese Erfahrungen des Züchters haben sich weitestgehend bestätigt, denn in den zurückliegenden 10 Jahren war Amadeus noch nie krank, und daraus resultierend konnten wir uns Tierarztbesuche sparen. Auch bezüglich der Fütterung sind Wildfänge offenbar anspruchsloser als Nachzuchten. Die erste Zeit fraß Amadeus nur Sonnenblumenkerne. Alle anderen Beimengungen im Papageienfutter wurden von ihm verschmäht. Erst nach und nach mit viel Geduld haben wir ihn dazu bewegen können, auch Obst und Gemüse sowie andere Sämereien, Mandeln und Nüsse zu sich zu nehmen.
    Für die zwei Käfige(erst 50x50x70 cm, später80x70x140 cm) haben wir dann noch mal 600 Euro investieren müssen. Bedingt durch mehrere Umzüge (alte Wohnung- Garten- alte Wohnung- neue Wohnung) innerhalb von eineinhalb Jahren wurde Amadeus zunehmend zahm, und auch erst dann begann er zu sprechen. Heute kommen wir mit Amadeus bestens aus. Er pfeift Melodien, spricht recht viel und deutlich. Er lässt sich von uns anfassen, kraulen, rumtragen, und er schmust mit mir gerne. Wir lassen ihm in unserer Wohnung viele Freiheiten, die er offenbar auch genießt.
    Dies ist nur ein Bericht über meine Erfahrungen mit unserem Wildfang in Einzelhaltung ohne jegliche Wertung des Für und Wider für Wildfänge und deren Haltung. Sicher würde ich aus heutiger Sicht mit den gesammelten Erfahrungen und Anregungen anderer Papageienhalter vieles anders machen bezüglich der Bedingungen für deren Haltung.
    Bleibt bitte friedlich! Unserem Amadeus geht es gut bei uns!


    Grüße von Reiner
     
  11. Karl

    Karl Foren-Guru

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    @ Reiner

    Es ist ja wirklich erfreulich, daß ein Wildfang nach all den schlimmen Erlebnissen, die er hatte, sich bei Euch wohlfühlt.
    Hast Du mal den Link von Manuela angeklickt und wenigstens durchgescrollt?
    Die toten und verstümmelten Tiere hängen da alle mit dran.
    Da spielt der Preis auch keine Rolle für mich. Ich habe für meine Naturbruten übrigens 350 bzw. 450 Ois gezahlt.
    Schmusen, so wie Du es mit Eurem Amadeus machst, könnte ich mit meiner Gudrun auch. Allerdings mache ich es nicht, sondern setze sie auf einen Ast, wenn sie das will. Schließlich ist Siggi (ein grauer Hahn) ihr Partner, nicht ich.

    Na, jedem das Seine. Aber Du schreibst ja auch, daß Du heute vieles anders machen würdest. Also nix für ungut...
     
  12. ~Mone~

    ~Mone~ bekennende Zicke

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    Ich sehe in keinster weise auch nur einen grund über einen wildfang nach zu denken....

    es gibt mittlerweile genug nachzuchten... somit kann man den tieren dieses leid ja ersparen
     
  13. #12 Reiner65, 25. Januar 2007
    Zuletzt bearbeitet: 25. Januar 2007
    Reiner65

    Reiner65 Stammmitglied

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    Wieso eigentlich nicht?

    Sicher gibt es hier im Forum einige Halter von Wildfängen.
    Auch sie haben so ihre Erfahrungen mit den Grauen.
    Und meine Erfahrungen einschließlich des von mir zitierten Züchters kann man wohl nicht so einfach unter den Tisch kehren. Oder fällt dazu keinem etwas ein!?
    Nur immer nieder machen, ist wohl nicht angebracht. Und Ärger mit den Naturbruten und Handaufzuchten gibt es wohl genug. Von den zahlreichen hier im Forum beschriebenen Erkrankungen der Vögel ganz zu schweigen! Ist offenbar bei den Wildfängen nicht so.
    Wie bereits gesagt, aus heutiger Sicht würde ich mich beim Kauf eines Grauen von vornherein für eine Paarhaltung entscheiden. Das war vor 10 Jahren kein Thema beim Erwerb, schon aus humanitären Gründen bezüglich der Fang- und Versandpraktiken, was uns so nicht bekannt war. 2 Papageien wären wohl damals für uns wohl auch kaum erschwinglich gewesen(bei den Preisern damals)Nun, dann rürt Euch mal Ihr Halter von Wildfängen zu diesem Thema.

    Grüße von Reiner
     
  14. Lucy2004

    Lucy2004 und Paul2007

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    Hallo Reiner,

    wir sind ehemalige Wildfang-Halter. Hatten ein Pflegekind was leider eingeschläfert werden mußte. Natürlich hat er uns Freude gebracht, wahrscheinlich mehr als unsere HZ Lucy, da er von alleine das Vertrauen zu uns gefunden hat.

    Hast du mal bei der Zählung gesehen, wie viele Graue hier im Forum sind? Ich finde nicht, daß es bei der Anzahl von Grauen viele Themen zu Erkrankungen gibt! Egal ob Naturbrut, Handaufzucht oder Wildfang ... alle Tiere können krank werden und "Ärger" und Freude machen auch alle.

    Meiner Meinung nach, sind Wildfänge vom Fang an krank ... seelisch krank ... stell dir doch mal vor, du wärst ein Graupapagei und sitzt mit deinen Artgenossen auf einem Baum, du wirst mittels grausamen Methoden gefangen und gequält und dann alleine in ein fremdes Land gebracht und dort von Leuten in einen Käfig gesteckt. Also wenn du dann nicht einen an der Klatsche hast, weiß ich's auch nicht ...
     
  15. Pucki

    Pucki Bea

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    Zum einen verstecken Papageien ihre Krankheiten,bis es gar nicht mehr geht und auch wenn ihr in den 10 Jahren noch nie beim Tierarzt ward und euer Grauer einen gesunden Eindruck macht,kann es gut sein,dass er eine Aspergillose von den Sonnenblumenkernen hat.Vieles sieht man eben erst auf den Röntgenbild und so manch einer hier hat einen "gesunden" älteren Vogel aufgenommen und nach Untersuchung hatte das Tier einige Krankheiten.:zwinker:
    Ein Wildfang hat genau die selben Ansprüche ans Futter wie ein Vogel,der hier in Deutschland geboren wurde.Jeder Vogel frißt am liebsten die Sonnenblumenkerne,da sie schön fettig sind.Halte mal einem Kind einen Hamburger hin und einen Salat,das wird auch zu dem Hamburger greifen.Wenn du hier aufmerksam liest,verschmähen die meisten Grauen zu Anfang das Obst und Gemüse und die kleineren Körner.

    Wenn ein Züchter sich einen Wildfang holt,dann hat er dabei im Auge,dass die Vögel gut zur Brut schreiten sollen.Einem Züchter ist es meist völlig egal ,ob der Vogel eine Beziehung zu ihm aufbaut.Für ihn ist es nur wichtig,dass die Kücken gut aufgezogen werden.
    Ein normaler Halter möchte aber gar nicht in erster Linie züchten sondern möchte einen Vogel,der sich in seinem Haushalt einlebt.Und dazu eignen sich nunmal besser Vögel,die auch schon in Gefangenschaft geboren wurden.Sie haben keine große Umstellung,da sie das Leben so gewohnt sind: Menschen,Futter,Käfig.
    Ein Wildfang,von dem ich nicht einmal das Alter weiß,ist es gewohnt unter Artgenossen zu leben,weite Strecken zu fliegen,sein Futter selber zu suchen und er frißt keine Körnermischung aus dem Geschäft.Seine Umstellung ist sowohl körperlich als auch seelisch ganz enorm und dabei haben wir noch nicht einmal berücksichtigt,welches Trauma er beim Fang und Transport noch durch machen muß.
    Du schreibst doch selber,dass du es aus heutiger Sicht anders machen würdest und darum ist doch klar,dass dir hier im VF keiner zu einem Wildfang raten wird.
    Dass es dir heute immer noch passieren kann,dass du einen bekommst und er dir als Naturbrut angeboten wird,ist klar aber einen Wildfang sollte man die Einzelhaltung meiner Meinung nach gar nicht antun.Und auch nach 10 Jahren und wo du doch nun mehr Kenntnisse hast,wäre es im Sinne eures Vogels,ihm einen Partner zu holen.
    Es streitet keiner ab,dass man einen Wildfang nicht auch mit der Zeit zahm bekommt.Und wer einen Wildfang erworben hat,der soll mit diesem auch glücklich werden.Aber grundsätzlich ist von einem Wildfang abzuraten.
    Liebe Grüße,BEA
     
  16. Lucy2004

    Lucy2004 und Paul2007

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    Genau das wollte ich oben in meinem Eintrag auch schreiben bzw. deutlich machen, - hab nur vor lauter "Hitze" :zwinker: vergessen, was ich eigentlich schreiben wollte :(
     
  17. Curly Sue

    Curly Sue Raptor's Dienerin ;-)

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    Helga, du hast dich seit Eröffnung des Threads gar nicht mehr gemeldet :? .
    Bevor wir uns hier alle die Köppe einschlagen und über das Thema "WF ja oder nein" diskutieren, solltest du vielleicht doch erst nochmal deine Frage genauer erläutern.

    Meinst du den Unterschied im Verhalten?
     
  18. Decidela

    Decidela Guest

    Hallo zusammen

    Ich schreibe eigentlich nie in diesem Forum, habe auch keine Grauen sondern Amazonen. Jedoch hat mich das doch gerade sehr schockiert, was ich da lesen musste und konnte doch gerade nicht an mich halten doch mal etwas dazu zu schreiben.

    In einem einzigen Punkt kann ich mich Reiner anschließen: Ich denke auch ,dass Wildfänge mit Sicherheit gesundheitlich betrachtet um einiges robuster sind als Handaufzuchten, bestimmt auch mehr als Naturbruten im Sinne von Nachzuchten. Denn ein Tier das solche Qualen mitmachen musste, wie gefangen zu werden, der schlimmer Transport, Mangel an Nahrung und Platz. Solch ein Tier besitzt mit Sicherheit ein extrem starkes Immunsystem und einen wahnsinnigen Willen zu „überleben“.

    ABER das rechtfertigt niemandem einem Tier seiner Freiheit zu berauben und ihm so viele unnötige Qualen zuzumuten, weil der Mensch es besitzen will. Das ist menschlicher Egoismus pur!

    Ich hoffe, dass eines Tages noch mehr Menschen begreifen, dass diese Tiere (sowie viele andere „Wildtiere“ auch) nicht in menschliche Gefangenschaft gehören, einfach nur weil der Mensch so gerne so ein Tier bei sich im Wohnzimmer haben möchte. Und damit meine ich nicht nur die Wildfänge, es geht genauso um die ganzen Nachzuchten, für die das Leben hinter Gittern vielleicht das kleiner Übel ist, da sie es ja nie anders kannten. Aber sie sind trotzdem immer noch Wildtiere.

    Auch ich habe Wildfänge zu Hause. Zwei Amazonen und beide ca. 30Jahre alt (bzw. so lange Zeit schon in Deutschland), die jeweils diese Zeit auch ALLEIN in kleinen Käfigen fristen mussten. Ich hätte mich nie selbst für die Papageienhaltung entschieden aus den schon genannten Gründen, jedoch stand ich vor gut einem halben Jahr vor der Entscheidung die erste Amazone bei mir aufzunehmen. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, weil ich ihr ein besseres Leben bieten wollte, als sie es bisher hatte. Natürlich kann man niemals wieder alles gut machen, was sie vor 30 Jahren verloren hat. Aber eine Verbesserung sollte es in jeden Fall sein. Seit ein paar Wochen hat sie einen Partner, dem es ähnlich erging wie ihr. Nun sind sie Beide nach so wahnsinnig langer Zeit wenigstens nicht mehr einsam. Sie haben sich auf anhieb super verstanden, beschäftigen sich miteinander, füttern und putzen sich gegenseitig, wie selbstverständlich. Nun leben sie nicht mehr in kleinen Käfigen, sondern in ihrem eigenen Reich, ganz ohne Gitterstäbe.

    Somit gilt für mich das Argument: „Vor Zehn Jahren war es noch so....“ definitiv nicht. Was sind schon 10Jahre im Vergleich zu 30Jahren oder bei vielen anderen noch viel längere Zeit?

    Jetzt hat man die Möglichkeit etwas zu ändern und zu verbessern. Denn nur wenn man nicht handelt, obwohl man es inzwischen besser weiß....... das halte ich für absolut vorsätzlich!
     
  19. mola99

    mola99 Guest

    Zuerst einmal will ich mich auch outen: ich habe 2 Wildfänge.

    Die Henne habe ich aus unserer Familie, wo sie 10 Jahre in einem RUNDEN Käfig mit einem Durchmesser von 60cm gelebt hat- von Freiflug brauchen wir gar nicht zu sprechen. Ich bin min. die 4. Hand.
    Den Hahn habe ich von einem Züchter, der ihn nach meinen Informationen erst zur Pension (?) und dann ganz bekommen hat. Der Hahn wollte aber nicht so wie der Züchter und hat sich nicht auf die Hennen eingelassen. Auch hier bin ich in den letzten 10 Jahren min. der 4. Halter.
    Obwohl die Henne über 10 Jahre keinerlei Kontakt zu Artgenossen hatte, hat die Verpaarung super geklappt!! Nach 4-6 Wochen haben sie geschmust und er hat sie gefüttert. Im Sommer hatte ich sogar Eier.

    Wie schon jemand geschrieben hat; unter diesem Umständen würde ich sofort wieder Wildfänge nehmen, denn wegen den beiden wird kein Vogel importiert. Aber NEVER aus der Zoohandlung.
     
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  21. Jacko2003

    Jacko2003 Guest

    Hi

    Gibt es überhaupt noch viele Zoohandlungen die Wildfänge im Bereich Graue anbieten?...Dachte das wär seit 10 JaHREN schon nur noch ne Randerscheinung?Wieviel Prozent der angebotenen Grauen sind denn noch Wildfänge in Deutschland!?Was glaubt ihr??
     
  22. Krabbi

    Krabbi Foren-Guru

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    Reichlich reichlich --leider darf man sie hier ja namentlich nicht nennen.
     
Thema:

was unterscheidet wildfang von handaufzucht

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