Was würdet ihr machen?

Diskutiere Was würdet ihr machen? im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Also meine Wellensittichdame Nicki hat schon seit ca. 1 Jahr einen Tumor am Flügel. Der war bisher auch noch kein größeres Problem da er gutartig...

  1. liesi

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    Also meine Wellensittichdame Nicki hat schon seit ca. 1 Jahr einen Tumor am Flügel. Der war bisher auch noch kein größeres Problem da er gutartig ist und sie eh noch nie wirklich fliegen konnte (zu dick und zu faul).

    Da dieses doofe Teil aber immer weiter gewachsen ist habe ich letztens mit Schreck beobachtet, daß wenn sie mal wo runterplotzt (was leider ab und zu vorkommt) und sie auf dem Rücken landet nicht mehr von alleine aufstehen kann weil der Tumor einfach zu schwer ist und das ist natürlich richtig Kacke.
    Natürlich war ich wegen dem Tumor schon mit ihr beim Tierarzt (vogelkundig) und seine Meinung war, dass es zwar kein großes Problem ist den Flügel zu entfernen aber da der Tumor bisher keine große Einschränkung war (wie gesagt Fliegen war noch nie ihr Ding und das könnte sie mit einem Flügel dann eh nicht mehr) man ihr den OP Stress nicht zumuten sollte.

    Leider ist der Tumor ja jetzt ein Problem (wäre schließlich furchtbar wenn sie einen ganzen Tag auf dem Rücken liegen müsste) aber ich hab eben Bendenken ob sie die OP gut übersteht denn sie ist schon 9 Jahre und wenn sie sich über was aufregt dann schnauft sie auch ganz schön mit geöffnetem Schnabel.Ansonsten ist sie aber noch ganz aktiv, sitzt den ganzen Tag draußen und klettert mit den anderen und hat auch einen guten Kumpel.

    Deshalb würde ich gern eure Meinung dazu hören, was würdet ihr tun??
     
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  3. Sina

    Sina Foren-Guru

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    Hallo Liesi,

    ich habe einer 16-Jahre alten Nymphensittich ihren Flügel amputieren lassen (müssen), da sie ebenfalls einen wuchernden Tumor hatte. Sie hat alles gut überstanden und war recht schnell wieder fit. Sie hatte auch keine größeren Schwierigkeiten sich darauf einzustellen, dass sie nicht mehr fliegen kann.

    Die Entscheidung ist sicherlich schwer, mir fiel sie auch nicht leicht. Die Alternative, den Tumor am Flügel zu belassen, gabe es nicht wirklich. Sie wäre unter Schmerzen an ihm gestorben. Die andere Möglichkeit war nur, sie einschläfern zu lassen, was ich keinesfalls wollte, da sie - wie Deine Nicki - ansonsten topfit war.

    Alles Gute für Deine Nicki,

    Sabine
     
  4. rappe61

    rappe61 großer Tierliebhaber

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    Neun Jahre ist für einen Welli schon ein beachtliches Alter.
    Von daher würde ich persönlich das Risiko einer OP nicht eingehen.
     
  5. Steffi E.

    Steffi E. Stammmitglied

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    Hallo,

    ich finde 9 Jahre nicht sonderlich alt für einen Wellensittich. Meine wurden immer zwischen 14 und 17 Jahre alt.
    Vielleicht hatte ich einfach nur Glück, keine Ahnung.

    Ich kann nur den Vergleich mit einem 13 Jahre (ist wirklich steinalt) alten Zwergkaninchen machen. Mir blieb die Wahl ihn einschläfern zu lassen oder Zähne richten unter Narkose. Ansonsten wäre er verhungert.
    Ich habe mich fürs operieren entschieden und der bunny konnte noch eineinhalb Jahre lang leben. Auch hatte er die OP gut weggesteckt.
    Ich würde es mir überlegen und sie höchstwahrscheinlich operieren lassen.
    Wie oft fällt sie denn?
    Auch das würde ich von meiner Entscheidung abhängig machen.
    Meine Meinung ist halt immer wenn es eine Möglichkeit gibt mit einer OP ein Leben zu verlängern (natürlich auch qualitativ) oder gleich einschläfern, dann würde ich mich immer für die OP entscheiden.
    Zu verlieren hat das Tier dann nichts mehr.
    Sollte es nur eine Qualverlängerung sein, dann bin ich für einschläfern. Das hängt aber immer von der jeweiligen Situation ab.

    Liebe Grüße und alles gute für das Vögelchen

    Steffi E.
     
  6. liesi

    liesi Mitglied

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    Danke für eure Antworten!

    Einschläfern will ich sie auf keinen Fall, dazu ist sie noch viel zu fit. Es geht ja wirklich nur um das Gewicht des Tumors.

    Ich glaub sie fällt bestimmt alle 2 Tage mal auf den Rücken und kann nicht mehr aufstehen. Ich weiß halt nicht was schlimmer für sie bzw. welches Risiko höher ist, daß sie schlimmstenfalls fast einen ganzen Tag auf dem Rücken liegen muss oder der Stress einer OP, vorallem ihre Atemnot wenn sie sich aufregt macht mir eben Sorgen.
    Es geht bei mir ja nicht darum, dass sie stirbt wenn ich die OP nicht mache (dann würd ich sie auf jeden Fall machen wenn HOffnung auf Erfolg besteht) sonder dass sie eben "nur" nicht von alleine wieder aufstehen kann.
    Vom Alter her denk ich auch 9 ist zwar nicht schlecht aber ich hab hier noch ne 12 jährige sitzten und mein erster Welli ist auch mit 12 gestorben.
     
  7. Steffi E.

    Steffi E. Stammmitglied

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    Hallo,

    ich weiss ja nicht wie hektisch Deine Henne ist wenn sie auf dem Rücken liegt. Nur wenn sie einen ganzen Tag versuchen würde sich umzudrehen ist das ja auch nicht so gut und geht ja auch an ihre Kräfte.

    Wenn sie zu dick ist, dann würde ich auf alle Fälle versuchen sie etwas abzuspecken. Hänge ihr Leckereien so in den Käfig, dass sie sich diese erarbeiten muss, oder kann sie auch nicht mehr klettern wegen des Tumors? Eventuell kommt die Kurzatmigkeit ja auch von der Körperfülle und wenn sie schlanker wäre, könnte sie sich vielleicht auch von selbst wieder umdrehen.
    Weiss ja nicht, aber einen Versuch wäre es vielleicht wert.

    Liebe Grüße

    Steffi E.
     
  8. liesi

    liesi Mitglied

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    Jetzt ist sie nicht mehr zu dick früher war sie nur zu dick weil sie sich fast überhaupt nicht bewegt hat, aber seitdem sie Krümel hat motiviert der sie immer und sie klettert überall hinterher (ihren ersten Partner konnte sie leider nicht leiden). Klettern kann sie bestimmt viel besser als die anderen, sie schafft es sogar an der Rauhputzwand hochzuklettern :D das ist echt der Hammer. Und so Knabberstangen bekommen meine 4 sowieso fast nie.
    Also bisher ist sie immer ganz ruhig liegen geblieben wenn sie auf dem Rücken gelandet ist und hat gewartet, daß man ihr hochhilft. Wahrscheinlich weiß sie, daß es eh nix bringt.
     
  9. Cornelia

    Cornelia Foren-Guru

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    Kannst Du nicht vielleicht mal ein Bild machen und hier reinstellen? Frage ist, ob wirklich der Tumor oder die allgemeine Körperfülle für das Nichtwiederaufstehenkönnen verantwortlich ist. Kann man vielleicht den Untergrund, auf den sie fällt, etwas anders gestalten (z.B. schräg oder mit Greifhilfen, ...) oder besser noch irgendwie verhindern, dass sie überhaupt fällt? Verliert sie auf Grund der Größe des Tumors das Gleichgewicht oder weil sie versucht zu fliegen?

    Schreib bitte noch ein paar mehr Details.

    Gruß
     
  10. X800

    X800 Tierliebhaberin :-)

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    An die "Greif-Hilfe" habe ich auch gerade gedacht. Vielleicht könnte man ein Handtuch oder ähnliches mit in den Käfig legen, damit sie alleiner wieder hoch kommt.
     
  11. #10 Cornelia, 14. September 2006
    Zuletzt bearbeitet: 14. September 2006
    Cornelia

    Cornelia Foren-Guru

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    Mir fällt gerade noch ein: unser TA hat mal gesagt, man kann ev. auch nur einen Teil eines Tumors entfernen, um die durch die Größe ausgelösten Probleme zu beheben. Vielleicht wäre das ja in Deinem Fall eine Alternative? Der OP-Sress und das Risiok bestehen damit aber weiterhin. Ich hab letztes Jahr einen Welli bei bw. nach einer Tumor-OP verloren. Bin daher etwas skeptisch eingestellt, aber wenn die Behinderung zu groß wird und wirklich reelle Chancen bestehen, würde ich es wohl doch versuchen.

    Gruß
     
  12. liesi

    liesi Mitglied

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    Ich denke sie ist auf keinen Fall zu dick, hat auch der TA gemeint und bis vor ca. 1-2 Wochen kam sie ja auch noch hoch. Der Tumor hat jetzt wahrscheinlich einfach einen Punkt überschritten wo sies nimmer schafft.
    Nur einen Teil zu entfernen ist in diesem Fall keine Alternative, ihr könnts vielleicht auf den Fotos sehen wie der Tumor aussieht. Und wie gesagt der Tierarzt meinte das entfernen an sich sei kein Problem, weil eben nur eine ganz kleine Wunde endstehen würde, wenn man einen Teil des Flügels abnimmt.

    Auch das mit Handtuch und schiefem Untergrund geht net wirklich, da sie sich ja nicht nur im Käfig aufhält sondern auch oben auf den Ästen (hab auch von denen nen Foto dazu gemacht, das ihr seht wies da aussieht) und auch ab und zu Ausflüge auf der Gardinenstange usw. macht.

    Ich denke ab und zu überschätzt sie sich ein wenig was ihre Sprungkraft anbelangt und stürzt dann ab oder was häufiger passiert ist, daß es eben ab und zu Auseinandersetzungen mit den anderen gibt (nix ungewöhliches, eben so nach dem Moto "mh, also wenn du da jetzt sitzt muss ich da auch sitzten und da es nur Platz für einen hat mußt du da weg") und da kann sie eben net schnell wegfliegen sondern hüpft dann einfach hektisch irgendwohin und schaffts dann net.
    Die Größe und das Gewicht des Tumors spielen da sicher auch eine Rolle, ist schließlich net so einfach mit sonem Monstrum große Sprünge zu machen.
    Versuchen zu fliegen tut sie aber nie, da ist sie ganz realistisch. Sie kann ja nicht mal ein bisschen flatter.
     

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  14. Steffi E.

    Steffi E. Stammmitglied

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    Hi,

    dachte sie wäre zu dick weil Du geschrieben hast sie würde nicht fliegen weil zu "dick und faul".
    Der Tumor sieht nun nicht wirklich groß aus. Kann aber täuschen auf den Fotos.
    Hm, was würde denn Dein Tierarzt machen wenn es sein Vogel wäre? Haste ihn schon mal gefragt?

    Liebe Grüße

    Steffi E.
     
  15. Cornelia

    Cornelia Foren-Guru

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    Hallo Liesi,

    ich würde den Vogel an Deiner Stelle operieren lassen. Falls der Tumor ihm nicht bereits Schmerzen bereitet, dürfte dies bei fortschreitendem Wachstum sicher nicht mehr lange dauern. Zumindest das Schulter- bzw. Flügelgelenk dürfte durch das für einen Vogel enorme Gewicht stark belastet werden. Früher oder später wird das Gewicht des Tumors vermutlich auch zu Gleichgewichtsstörungen führen, d.h. die jetzigen Probleme sind wahrscheinlich nur der Anfang. Ich persönlich hätte zudem keine ruhige Minute, wenn ich immer damit rechnen müsste, dass der Vogel stundenlang hilflos auf dem Rücken liegt. In dieser Lage ist auch nicht auszuschließen, dass einer der anderen Vögel auf die hilflose Henne losgeht und sie im schlimmsten Fall totbeißt.

    Eine OP dürfte dagegen bei der exponierten Lage des Tumors ganz gute Chancen haben und, wie Dein TA schon sagt, ohne großes Blutungsrisiko einhergehen. OK, ein Risiko ist eine OP immer, aber wenn Du glaubst, dass Dein TA kompetent ist und er die Chancen als gut einstuft, würde ich es in Deinem Fall wagen. Achte jedoch darauf, dass der TA eine Inhalationsnarkose verwendet. Unser Welli hat zudem in den Tagen vor der OP Vitamin K1 in steigender Dosierung bekommen. Dies wirkt als Gerinnungsmittel und veringert die Blutungsgefahr.

    Alles Gute!
     
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