Welche Kriterien führen zu welchem Verhalten

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  1. #1 katrin schwark, 3. Oktober 2002
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 4. Oktober 2002
    katrin schwark

    katrin schwark Guest

    Welche Kriterien führen zu welchem Verhalten?

    Hallo

    Es geht bei dieser Frage darum, unter welchen Kriterien ein bestimmtes Verhalten von Papageien auftritt.

    Unter welchen Kriterien z.B.wird ein Papa zum Rupfer? Nur durch Einzelhaltung? Nein denn auch paarweise gehaltene Geier können Rupfen. Nun wüsst auch ich gern warum sie es dennoch tun.

    Auch das man es auf den Menschen übertragen kann, finde ich überlegenswert. Überträgt vielleicht ein ängstlicher Mensch dieses auf seine Geier? Usw. usf?
     
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  3. Snoere

    Snoere Foren-Guru

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    Hallo Katrin!

    In ihrem Buch "Papageien sind einfach anders. Eigenheiten verstehen und Verhaltensprobleme lösen." geht Rosemary Low in dem, ich glaube, ersten Kapitel ausführlich auf eben dieses Thema ein. Leider habe ich das Buch jetzt nicht zur Hand. Auf jeden Fall steht da ne Menge interessantes drin. Vielleicht kann sich ja mal jemand dazu äußern, der das Buch hat.
    Ansonsten kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der darüber etwas erfahren will, was man bei der Haltung menschenbezogener Papageien alles falsch machen kann, egal ob in Einzel- oder Paarhaltung.

    Gruß,
    Siggi
     
  4. #3 katrin schwark, 3. Oktober 2002
    katrin schwark

    katrin schwark Guest

    Hallo Siggi

    Danke für Deinen Tip. Werde mir das Buch mal zulegen.
     
  5. Utena

    Utena Guest

    Hallöchen!
    Ich habe dieses Buch auch,ist sicher empfehlenswert,allerdings stimme ich in ein paar Punkten nicht mit den Aussagen überein!
    Zu Katrins Überlegungsweise ob Verhaltensweisen von Halter sich auf seinem Papagei überträgt und im Stande sein kann Verhaltensstörungen auszulösen muß ich mit einem klaren Ja beantworten!
    Es gibt genug Fälle in dem von Anfang an 2 Papageien gekauft wurden und noch vor der Geschlechtsreife einer oder sogar beide zu rupfen beginnen!
    Wenn Erkrankungen ausgeschlossen werden konnten,bleibt nur noch das pychische Problem und das ist meiner Meinung immer in der Mensch- Tier-Beziehung zu finden!
    Viele Halter lieben im warsten Sinne des Wortes ihre Tiere zu Tode!
    Praktisch tun sie zuviel und lassen dem Tier keinen Freiraum in dem es sich selbst entfalten kann oder mal zur Ruhe kommt!
    In diese Sparte sind auch jene zu finden die Papageien mit sich selbst auf gleiche Stufe stellen ,bzw. im Papagei einen Kinder und Partnerersatz sehen und das Tier von sich abhängig(meistens unbewust) machen.
    Da hört man oft so Aussagen wie: ich kann keine paar Tage verreisen,das geht doch nicht wegen dem Vogel!
    Oder:Umso mehr ich mache ,desto mehr rupft er!
    Auch sehe ich ein erhebliches Problem darin Papageien zu vermenschlichen und mit der Einstellung sie einfach zu überfordern!
    Natürlich übertragen sich Ängste,Ärger ,Frustation oder Freude vom Halter auf die Papageien und ist der Halter mit sich selbst nicht zufrieden,ständig gestreßt oder verärgert ,gibt er dies an seinem Papagei weiter ,die sehr empfänglich für Emotionen sind,sich davor aber eher zurückziehen als vergleichsweise Hunde dan die Nähe suchen!
    Umsonst gibt es das Sprichtwort sicher auch nicht:
    So wie der Herr,so sein Gescherr!
    Übrigends habe ich mir das mit der Tier-Mensch-Beziehung nicht aus den Fingern gezuzelt sonderen an diesem Problem arbeiten schon einige andere Autoren und Halter!
     
  6. Snoere

    Snoere Foren-Guru

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    Hallo Katrin!

    Das ist richtig, das sehe ich auch so. Allerdings kenne ich (bis jetzt) keine 100%ige Literatur zu diesem Thema, wo man alles "glauben" bzw. nachvollziehen kann. Alles sollte immer nur als Anregung gesehen werden, Anregung zum Nachdenken.

    Gruß,
    Siggi
     
  7. Rosi.N.

    Rosi.N. Stammmitglied

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    mh.mh.

    Hallo Karin
    Seit Jahren schaue ich mir die verschiedensten Haltungen von Papageien aller Arten an und kann dazu aus den eigenen Beobachtungen folgendes beisteuern.
    Wirklich sinnvoll ist meiner Meinung nach nur die Gruppenhaltung.Es ist mehrfach vorgekommen,daß sich seit Jahren verpaarte Graupapageien sofort neu orientiert haben als sie die Gelegenheit dazu hatten.Rupfer aufhörten sich zu rupfen als sie den selbst gewählten Partner gefunden hatten.
    Andere Auserwählte aber zu rupfen begannen weil ihnen der neue aufdringliche Partner nicht behagte
    oder sogar aus einer Art Liebeskummer weil vom Partner zu Gunsten eines anderen verlassen.
    Dabei sind Graupapageien besonders sensibel lassen sich aber andererseits auch als Handaufzuchten eher vergesellschaften als zB.Amazonen oder Kakadus.Handaufzuchten sind oft ein besonderes Problem weil so auf den Menschen fixiert das eine
    Vergesellschaftung oder gar Verpaarung nur sehr schwer möglich ist.Bei manchen gelingt es garnicht
    oder erst nach vielen Jahren unendlicher Geduld.
    Ich kenne einen handaufgezogenen Ara der jahrelang
    mit wütenden Beißattacken auf seine Besitzerin losging sobald ein anderer Vogel in die Nähe kam.
    Tägliche Krauleinheiten durch die Halterin wurden langsam reduziert der Vogel sozusagen entwöhnt und ganz langsam an die Gegenwart anderer Vögel herangeführt.Mitlerweile beschäftigt sich der Ara mit einem Weißhaubenkakadu spielt gräbt und frißt mit ihm zusammen.Kommt die Besitzerin gibt es immer noch häufig regelrechte Eifersuchtszenen.Wie bei kleinen Kindern versucht jeder den anderen weg zu drängen oder zu beißen damit er genug Beachtung findet.Zieht sich der Mensch zurück kehrt sofort wieder Harmonie in diese seltsame Beziehung ein.
    Vogelhalter die glauben nur sie könnten ihrem Vogel gerecht werden und selbst fast eifersüchtig reagieren wenn der Papagei sich er für seine Artgenossen interessiert, sollten mal nachdenken ob sie ihren Vögeln damit einen Gefallen tun.
    Ein wenig Zurückhaltung und mehr eingehen auf die wirklichen Bedürfnisse nicht nur bei der Papageienhaltung würde sicher vielen Heimtieren gut tun.
    Was meinst Du?
    viele Grüße
    Rosi N.
     
  8. NicoleJ

    NicoleJ Guest

    Papageien sind einfach anders

    Hallo

    Hier noch die ISBN Nummer zu dem Buch 3-8001-3299-0, Rosemary Low, Papageien sind einfach anders. Erschienen bei Ulmer.

    liebe Grüße

    Nicole
     
  9. #8 katrin schwark, 5. Oktober 2002
    katrin schwark

    katrin schwark Guest

    Hallo Rosi

    Deine Einstellung find ich super. Vielleicht macht man wirklich manchmal mehr, als für die Tiere gut ist. Mein Grauer ist auch so ein Fall für sich. Solange ich nicht in der nähe bin, liebt er seine Polly überalles. Komme ich dazu ist sie abgeschrieben. Das heisst somit für mich, das ich nicht so häufig zu ihm gehen kann. Das mit der Eifersucht, stimmt auch. Mein Kakadu kann es nicht sehen, wenn ich mit den anderen schmuse. Sofort kommt er auf die Schulter und will auch beschmust werden. Allerdings wäre es für unseren Kaka eine Strafe ihn wegzuschicken. Desto mehr wir uns von ihm zurückgezogen haben, desto aggressiver wurde er zu seiner Henne. Als wir ihn wieder zeigten, das er immer zu uns kommen kann wenn er das will, besserte er sich. Du hast schon Recht, wenn du sagst, der Mensch mischt sich zu oft ein. Gut man macht es nicht um den Vögel absichtlich zu schaden, sondern weil man denkt man muss ihn beschützen. Allerdings habe ich gelernt, das kleinere Reibereien dazu gehören, und reagiere nicht mehr darauf. ( bei den Edels und den Grauen) Bei den Kakas muss man immer aufpassen , aber ich versuche auch dabei ruhiger zu werden. Ich denke, wir können nur immer wieder dazu raten, nach möglichkeit gleich 2 junge Vögel zu kaufen. Sind sie erstmal auf den Menschen geprägt, ist es unheimlich schwer sie wieder umzugewöhnen, genau wie Du es geschrieben hast.
     
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  11. Rena1

    Rena1 Guest

    hi,rosi,hi,katrin

    tja,alles schön und gut...aber nicht für jeden machbar.ich gehöre auch dazu.
    ich hab´nicht die möglichkeit papageien in einer gruppe zu halten.
    bin zwar genauso gegen einzelhaltung unserer papageien und denke auch,wenn man sich einen papagei zulegen will,dies paarweise tun sollte.

    auf jedenfall sollte man kein tier einzel halten,egal welche tierart.

    meine erfahrungen zeigten,daß man durchaus verschiedene tierarten vergesellschaften kann,dazu zähl ich auch papageien.wenn man in mein profil reinschaut....meine rasselbande leben in einer nahezu wunderbaren harmonie zusammen und ich trag meinen teil dazu bei.

    liebe grüße rena:0-
     
  12. Rena1

    Rena1 Guest

    rupfer...

    hallo,

    ich denk mal so...
    in der natur belassene papageien sich nicht rupfen,höchstens es liegt eine hautkrankheit vor.
    in der gefangenschaft der eigentliche grund des rupfen liegt.

    unsere papageien ob in einer gruppe,paarhaltung oder vergesellschaftet,schlicht einfach menschenbezogen sind.das liegt daran,wir müssen ihnen das futter bringen.
    je nach zuwendung,jeder einzelne papagei menschengeprägt wird.
    das fängt an bei einzelhaltung,dann kommt die verpaarung.
    wir bleiben aber die...die das futter herbei schaffen.also ist die selbstständigkeit der papageien,wie in der natur schon mal garnicht gegeben.
    sie bleiben menschenbezogen und führt zu probleme..wie rupfen,weil vereinsamt...und der natürliche cyklus ja nicht,wie in der natur gegeben ist.
    liebe grüße rena



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